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  • #541
Wer sagt, dass alle glücklich sein wollen? Wer sagt, dass es nicht schwer ist und nicht mit Arbeit verbunden ist?
Wurde sehr häufig erwähnt, hier und anderswo. Kann man nachlesen.
Und mit der Arbeit: klar. Darum gehts ja, zu verstehen, weshalb das so Arbeit machen sollte, wenns doch, wie oft zu lesen ist, eigentlich ganz einfach ist.

Und ja, lesen. Ich beziehe mich hier auf das, was ich lese. Wie mehrmals gesagt glaube ich, daß viele Menschen im Leben viel klüger sind als in dem, was sie hier schreiben. Und daß das Reden hier (für Apfelstrudel: das Schreiben) wie ne Parallelwelt ist. Aber, wie ich vermute, ne wichtige.

Da scheinst du wohl was falsch verstanden zu haben.
Aha. Was denn?
 
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  • #543
Wurde sehr häufig erwähnt, hier und anderswo. Kann man nachlesen.
Und mit der Arbeit: klar. Darum gehts ja, zu verstehen, weshalb das so Arbeit machen sollte, wenns doch, wie oft zu lesen ist, eigentlich ganz einfach ist.

Und ja, lesen. Ich beziehe mich hier auf das, was ich lese. Wie mehrmals gesagt glaube ich, daß viele Menschen im Leben viel klüger sind als in dem, was sie hier schreiben. Und daß das Reden hier (für Apfelstrudel: das Schreiben) wie ne Parallelwelt ist. Aber, wie ich vermute, ne wichtige.


Aha. Was denn?
Nun, es scheint doch nicht so einfach zu sein - sonst würde diese Diskussion nicht stattfinden.
Ich glaube, es geht um eine generelle Einstellung zum Leben, seinem Umfeld etc. und was einem wichtig/unwichtig ist.
Ich kann nur von mir reden. Und bei mir war es so, dass mir der Boden unter den Füßen weggerissen wurde, ich noch nie so gefühlt habe wie damals und mich da rauskämpfen musste. Ich hatte die Wahl im Kummer zu versinken oder nach Vorne zu gehen und das Beste daraus zu machen. Nur dass ich dann feststellen musste, dass ich nicht einfach nur "das Beste" daraus gemacht habe (das hört sich irgendwie negativ an), sondern dass ich meine Einstellung zu vielen Dingen geändert habe und es mir seitdem einfacher fällt, mich über kleine Dinge, Begebenheiten etc. zu freuen, diese zu genießen. Das alles und an die schönen Dinge zu denken, macht mich glücklich.
Vor dem einschneidenden Ereignis war ich aber nicht in der Lage, die einfachen, schönen, alltäglichen, kleinen Glückmomente zu sehen. Warum war das so? Keine Ahnung! Warum ist das heute anders? Keine Ahnung. Vielleicht weil ich sensibler für glückliche Momente geworden bin? Vielleicht weil es Zeiten gab, zu denen ich so unglaublich unglücklich war und dachte, dass ich niemals mehr glücklich werden kann?

Wurde sehr häufig erwähnt, hier und anderswo. Kann man nachlesen.
Ich habe in meinem Post geschrieben, dass ich nicht alles gelesen habe. Werde ich auch jetzt nicht machen.
Bin nur noch äußerst selten hier unterwegs ...
Dass das mit dem Glücklichsein einfach ist. Habe ich nicht behauptet.
 
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Deleted member 21128

  • #544
Findest? Andere meinen, mir scheine die Sonne aus dem Arsch.
Hier hab ich einfach geschrieben, dass es so ist, und nicht, ob ich das gut finde oder nicht.
Ich find ja, daß bei den hiesigen Bildchenpostern und anderen Lebenshilfefans in der Regel ein völlig negatives Menschenbild im Hintergrund ist.
Und ich hätte schwören können, dass ich zumindest die Menschen hier viel positiver sehe als du.
 
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  • #545
Vor dem einschneidenden Ereignis war ich aber nicht in der Lage, die einfachen, schönen, alltäglichen, kleinen Glückmomente zu sehen. Warum war das so?
Ja, das war meine Frage.
:)

Findest? Andere meinen, mir scheine die Sonne aus dem Arsch.
Ja, viele Leute lesen Dinge hier anders als ich.
Einige erläutern vermutlich auch eher ihre Vermutungen darüber, welches Bild du vermitteln möchtest.

Aber bitte zurück zur Sache!
 
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Deleted member 21128

  • #546
Einige erläutern vermutlich auch eher ihre Vermutungen darüber, welches Bild du vermitteln möchtest.
Und du ergießt dich gerne in Vermutungen.
Du begibst dich doch ständig auf die persönliche Ebene. Selbst schreibst du dann gerne von einem Argumentum ad hominem.
Von mir aus können wir gerne bei der Sache bleiben, wenn du das hinkriegst.
 
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  • #547
Und wie findest du, daß es gepflegt wird?
Du hattest ja eine Gegenüberstellung. Auf der einen Seite das Unglück, das gepflegt wird. Auf der anderen beispielsweise Liebeskummer. Ich würd gerne verstehen, was du mit dieser Unterscheidung im Sinn hattest.
Bei der Gegenüberstellung bin ich von der Überlegung ausgegangen, ob Unglück zwangsläufig eine Situation des Mangels, des Defizits sein muss oder ob nicht auch Umstände vorstellbar sind, die den Zustand des Unglückerlebens als, unterm Strich, nicht doch profitabel erscheinen lassen und dass dieser Profit das wiederholte oder gar konstante Erleiden aufwiegt.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich diese Annahme profitabel vs. defizitär in dieser Form aufrechterhalten möchte, weil sie z.B. die Möglichkeiten der Beeinflussung sowohl von außen, wie auch von innen nicht berücksichtigt.
Wenn ich mich beispielsweise manipulierender Verhaltensmuster bediene, ist das zwar im ersten Moment für mich vordergründig profitabel und von innen/vom Selbst gesteuert, aber wenn ich diese Verhaltensmuster nur aufgrund defizitärer Erfahrungen erlernt habe, also dass ich nur durch das Mittel der Manipulation erreiche, was ich möchte, wird durch die Bestätigung des Funktionierens dieser Methode doch eigentlich wieder nur das Defizit und die Abhängigkeit verstärkt.
 
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  • #548
So, ich suche und finde mein Glück jetzt wieder im RL. Hier ist's mir zu ungemütlich.
Ist vielleicht auch hilfreich: schauen, was einem gut tut und Dinge vermeiden, die einen runterziehen.

Bis dann irgendwann mal ....
 
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  • #549
Man sieht die Möglichkeiten schon, aber manchmal interessieren sie einen nicht, oder man ist gerade in einem "Spannungsfeld" - Streit, Stress, Kummer etc. -, in dem man den "Kopf" dafür nicht hat. In jedem Fall würde es Überwindung kosten, die Möglichkeiten wahrzunehmen, und das lässt sie weniger schön erscheinen. Wenn ich Lust auf ein Steak habe, interessiert mich die Marzipantorte nicht, obwohl ich eigentlich gerne Marzipan esse.

Dass es leicht ist, glücklich zu sein, ist eine pure Behauptung. Sie lässt einen anspruchslos erscheinen, easy-going, und das will heute jeder sein. In jedem zweiten Profil lässt sich nachlesen, dass schlechte Laune nur einmal alle zehn Jahre vorkommt, und dann eigentlich auch nicht so richtig. Glauben wird das wohl niemand, aber wenn man gerade in dem Punkt ehrlich ist, sinkt die Besucherzahl.
 
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  • #550
Prestige ist wichtiger als Glück. So denken fast alle.
 
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  • #551
Bei der Gegenüberstellung bin ich von der Überlegung ausgegangen, ob Unglück zwangsläufig eine Situation des Mangels, des Defizits sein muss oder ob nicht auch Umstände vorstellbar sind, die den Zustand des Unglückerlebens als, unterm Strich, nicht doch profitabel erscheinen lassen und dass dieser Profit das wiederholte oder gar konstante Erleiden aufwiegt.
Hm, ich würd generell erstmal davon ausgehen, wenn viele Menschen etwas in beträchtlichem Umfang tun, daß sie sich dann einen Vorteil davon versprechen oder daß sozusagen etwas in ihnen das als vorteilhaft "sieht". Wenn also viele Menschen sich nicht in dem Maße für glücklich halten wie sie es sich wünschen, würd ich vermuten, daß sie was davon haben, es ihnen also profitabel erscheint, oder daß sie es sich gar nicht anders wünschen, sondern nur glauben, es sich anders zu wünschen.
Sofern es also um den Umgang mit einem Ereignis und nicht das Ereignis selbst geht, müßten also bewußt angenommene oder unterschwellig verrechnete Vorteile in so ziemlich allen Fällen überwiegen.

Und dann kommt aber so auf der äußersten Bewußtseinsebene ein Imperativ wie "Du sollst dich glücklich fühlen!" und gerät in Reibung mit dem dem ausbalancierten komplexen System ...

Weshalb hast du eigentlich gerade den Liebeskummer dem "gepflegten Unglück" gegenübergestellt? Gehört der unter den Kümmernissen nicht gerade zu denen, die man besonders "pflegt"?
 
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  • #552
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  • #553
Dass es leicht ist, glücklich zu sein, ist eine pure Behauptung. Sie lässt einen anspruchslos erscheinen, easy-going, und das will heute jeder sein. In jedem zweiten Profil lässt sich nachlesen, dass schlechte Laune nur einmal alle zehn Jahre vorkommt, und dann eigentlich auch nicht so richtig. Glauben wird das wohl niemand, aber wenn man gerade in dem Punkt ehrlich ist, sinkt die Besucherzahl.
Manches Marketingsprech ist so zur Normalität geworden, daß viele Leute erstmal geschockt sind, wenn es ausbleibt.
 
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  • #555
Also die Bildchenposter sind doch enorm reaktiv. Sie antworten nur halt nicht direkt, sondern mit nem Bildchen.
Ist dir das entgangen?

Mir kommt es nicht aufs Werten als solches an. Sondern ich versuche, was Interessantes aus den Dingen rauszuholen. Aus klugen wie aus dummen. Ich halte mich deswegen auch von den dummen nicht immer fern.
jetzt versteh ich dich besser, warum du oft so dumme Fragen...im Sinne von warum wieso ja aber...stellst. So analysieren Kinder ihre Welt.
Wenn ich so anfange alles u jedes zu hinterfragen...alles in Einzelzeile zerlege ...nerve ich meine Leute gewaltig. Manchen gehe ich wenn ich so drauf bin direkt am Arsch..
Jedenfalls an Aufmerksamkeit hat es mir nicht gemangelt..:p:D
 
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