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  • #377
Wenn von diesen Familienaufstellungen die Rede ist, ...
Kann man sich ja fragen, in welcher Lebenssituation man eher zu fastfood greift oder greifen möchte oder greifen sollte und in welcher zu was anderem.
Wenn die Angebote klar gelabelt sind, ist ja kein Problem.
Mir wär meine "Seele" schon qualitativere Nahrung wert. Aber wie immer ists auch eine Frage des Umgangs. Vermutlich kann man sich mit der richtigen Einstellung Dschungel, Burger, Aufstellungen und was auch immer reinziehen, ohne sich groß zu schädigen, im Gegenteil. Und wer ne andere Einstellung hat und sich schädigt, kriegts in den meisten Fällen nicht mit. Sofern dies das Kriterium ist: rundum alles paletti!
 
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  • #378
Ups, leider musste ich feststellen, dass ich zu dumm für diesen Thread bin und diese ganzen Glückstheorien und die ganze Wortspalterei nicht verstehe. Oftmals hört sich das hier so an, als würde man viele Worte um nichts machen. Ich bin ein ganz primitiver Mann, wenn ich genug zu Essen und zu Trinken habe, genug Sex mit meiner Freundin habe, sie mir mental keinen Stress bereitet, ich gesund bin, genug Zuneigung von meiner Freundin und meinen Kindern bekomme, einen halbwegs interessanten Job habe und noch zusätzlich etwas (Reisen, Theater, Kabarett + ...) mit Ihr oder meinen Kindern erlebe, dann bin ich glücklich. Sollte Eines fehlen, dann kann man das mit ein wenig mehr einer anderen Sache kompensieren (Sex mit meiner Freundin funktioniert immer :D).
Vieles würde ich wie @apfelstrudel sagen, nur seine (scherzhafte) Überhöhung der Frauen mag ich nicht.
Ach und ich meine, dass es Liebe nicht gibt, sondern das es eine biochemische und neurologische Reaktion ist. Warum sollte man, wenn diese vorhanden ist, dann nicht einfach rational vorgehen. Ich bin da immer für Langfristiges und andere sind Verliebtheit-(Glücksgefühls-)-Junkies
Viel Spass noch, ich lese ab und zu mit, wenn ich folgen kann. Da ist ja die Quantenfeldtheorie mit ihren Renormierungstheorien einfacher und das ist quasi auch philosophisch.
 
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Deleted member 21128

  • #379
Ich mag den Austausch mit dir und ich schätze ihn sehr.
Vielen Dank, das Kompliment erwidere ich gerne!
ich finds überaus wichtig eine Basis zu haben, einen Grund, ein Fundament... sorgt für Stabilität. In der Kommunikation, wie auch in einer Partnerschaft.
Vielleicht ist "Liebe" einfach zu wenig, um als Fundament zu dienen?
Ja, eine Basis ist sehr wichtig. Zum einen die eigene Basis, die man idR in der Kindheit und im weiteren Leben erwirbt. Zum anderen die gemeinsame Basis in einer Beziehung. Gute Passung, verträgliche Einstellungen und ... ja, Liebe.
Echte Liebe (vs. Habenwollen) trägt weit und verkraftet viel, aber dass sie allein nicht ausreicht, ist gut möglich. Schon deshalb, weil wir nicht alle dauerhaft lieben, sondern immer wieder aus dem Angstbereich (re)agieren.
Ein gutes Pfund ist sie trotzdem.
"Ich liebe dich"
leere Worte, hohle Phrasen....
das kann immer nur das Produkt von etwas sein, wenn ich meine Liebe gestehe.
Glaubst du, dass es immer hohle Phrasen sind? Was meinst du mit "Produkt von etwas"?
Die Liebe... sie will ständig erneuert werden, ist flüchtig. Die Liebe, das ist kein Fundament.
Ich glaube, wir definieren Liebe sehr unterschiedlich. Bist du daran interessiert, das zu vertiefen? Ich würde gerne besser verstehen, was Liebe für dich ist.
Und ja, es gibt vereinzelt Menschen, die können das, die schaffen das, Wesenszüge zu verändern.
Ja, stimmt, einen Wesenszug zu verändern gelingt vermutlich nicht einfach durch eine Entscheidung, auch wenn diese schon mal ein guter Beginn sein kann.
Was denkst du, wovon es abhängt, ob jemand das kann? Glaubst du, dass es sich um bewusste Prozesse handelt?
Ich kann mein Wesen verstecken, aber nicht ändern. Ich kann mich - sofern der Wille vorhanden - angleichen, aber niemals verleugnen.
Das finde ich interessant. Warum glaubst du das? Woher weißt du das?
Denkst du, dass du dich verleugnest, wenn du dein Wesen änderst oder wenn es sich verändert?
"Egoismus in der Kennenlernphase" - ich verstehe das so, dass man seine Bausteine - das was man einbringt... offen darstellt... und das auch von seinem Gegenüber einfordert.
Verstehe, du meinst man soll sich zeigen als der, der man ist, mit dem was man möchte? Ja, das ist gut. Da muss ja jemand sein, den man kennenlernen möchte, jemand mit Profil, mit Ecken und Kanten, wie's so unschön heißt. ;)
Das mit dem Einfordern finde ich jetzt nicht wirklich liebevoll formuliert. Da würde mir "offen dafür sein" besser gefallen oder vielleicht "ich möchte gern sehen dass ..." :)
Und offen kommuniziert, wenn man einen Baustein nicht brauchen kann.
Das würde ich auch gerne verstehen, wie du das meinst. Heißt das, dass du dann vom anderen erwartest, dass er den Baustein abgibt oder verändert? Oder sagst du ihm damit einfach, dass er dir an der Stelle nicht passt? Oder ...?
Man kann nicht das Wesen eines andern Menschen ändern. das Kann nur der Mensch selbst und selbst dazu sind dermaßen wenige Menschen fähig,
Ja, man kann sich nur selbst ändern, das stimmt. Die anderen können nur Impulse geben, Vorschläge machen, darum bitten usw.
Warum glaubst du, dass nur wenige Menschen dazu fähig sind? Über welche Voraussetzungen verfügen diese im Gegensatz zu den anderen?
dass man nicht gut beraten ist wenn man meint, so einem Menschen gegenüberzusitzen.
Man ist nicht gut beraten, wenn man einem gegenübersitzt, der sich ändert oder der sich nicht ändert?
Eine romantisch Vorstellung... gefällt mir!
:)
Die Realität kann nur leider anders aussehen....
Was denkst du, wovon es abhängt, wie die Realität aussieht? Warum sieht meine da jetzt anscheinend romantischer aus als deine?
Es war ein Wesenszug, der dermaßen dominant wurde, dass ich ihn nicht mehr mittragen konnte.
Dein Wesenszug oder ihrer? Sorry... ;)
Ein Wesenszug, der immer gegen mich gearbeitet hat, den sie unterdrückt hat.
Okay, das kann ich nicht wissen, du wirst dir das schon genau angesehen und deinen Part dabei gesehen haben.
Ich kann diesen Menschen nicht ändern und ich bin nicht bereit, mich zu unterwerfen. Klare Sache, was dann passiert. Hätt unter diesen Voraussetzungen niemals anders enden können.
Nein, unter diesen Voraussetzungen musste es so kommen. Deshalb glaube ich ja auch, dass eine hohe Veränderungs-Bereitschaft eher zu funktionierenden Beziehungen beiträgt als dieses "Ich bin halt wie ich bin, da kann man nix machen".
Wobei ich damit nicht sage, dass eine Veränderung bei dir angezeigt gewesen wäre. Alles muss man freilich nicht mitmachen.
 
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  • #380
Kann man sich ja fragen, in welcher Lebenssituation man eher zu fastfood greift oder greifen möchte oder greifen sollte und in welcher zu was anderem.
Wenn die Angebote klar gelabelt sind, ist ja kein Problem.
Mir wär meine "Seele" schon qualitativere Nahrung wert. Aber wie immer ists auch eine Frage des Umgangs. Vermutlich kann man sich mit der richtigen Einstellung Dschungel, Burger, Aufstellungen und was auch immer reinziehen, ohne sich groß zu schädigen, im Gegenteil. Und wer ne andere Einstellung hat und sich schädigt, kriegts in den meisten Fällen nicht mit. Sofern dies das Kriterium ist: rundum alles paletti!
Das hat dann aber was von "hinter den Zug springen", WARUM macht man es denn, wenn das einzige Positive, das es hat, das fehlende Risiko ist, sich zu schädigen.
 
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Deleted member 21128

  • #381
Ich bin ein ganz primitiver Mann, wenn ich genug zu Essen und zu Trinken habe, genug Sex mit meiner Freundin habe, sie mir mental keinen Stress bereitet, ich gesund bin, genug Zuneigung von meiner Freundin und meinen Kindern bekomme, einen halbwegs interessanten Job habe und noch zusätzlich etwas (Reisen, Theater, Kabarett + ...) mit Ihr oder meinen Kindern erlebe, dann bin ich glücklich. Sollte Eines fehlen, dann kann man das mit ein wenig mehr einer anderen Sache kompensieren (Sex mit meiner Freundin funktioniert immer :D).
Das ist doch super! Du bist in der Lage, deine Umstände so zu gestalten, dass du glücklich und zufrieden bist. Einfach weitermachen.
Mir gelingt das leider nicht immer. :oops:
 
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  • #382
Das ist doch super! Du bist in der Lage, deine Umstände so zu gestalten, dass du glücklich und zufrieden bist. Einfach weitermachen.
Mir gelingt das leider nicht immer. :oops:
Nun, deswegen theoretisierst Du. Habe aber oft den Eindruck, dass dies Es nicht besser macht.

Ein paar Sachen (speziell meine Freundin) entziehen sich ja leider meiner Kontrolle. Insbesondere ob sie mir genug Zuneigung gibt. Mein Problem derzeit ist, dass sie nicht dasselbe Nähebedürfnis hat. Suche deswegen nach Kompensationstechniken (z.B. Mehr arbeiten).
 
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Deleted member 21128

  • #383
Ein paar Sachen (speziell meine Freundin) entziehen sich ja leider meiner Kontrolle. Insbesondere ob sie mir genug Zuneigung gibt. Mein Problem derzeit ist, dass sie nicht dasselbe Nähebedürfnis hat.
Ja, über andere hat man irgendwie keine Macht, jedenfalls nicht, wenn man eine gleichberechtigte und liebevolle Beziehung möchte.
Da kann man nur selber was tun.
Suche deswegen nach Kompensationstechniken (z.B. Mehr arbeiten).
Das ist gut. Eine typische "Win-win-Situation", weil beide was davon haben, vielleicht sogar noch ein Dritter, zB dein Arbeitgeber?
Sport wär auch eine Möglichkeit, der macht auch glücklich, wegen Stressabbau und Glückshormonen usw. Und überhaupt Freizeitbeschäftigungen, mit Kumpels treffen und so. Gibt ja viele Möglichkeiten.

Oder .... eine sehr liebevolle Möglichkeit wäre auch, dass du dir klar machst, dass ihr Nähebedürfnis völlig okay ist und sie dir genug Zuneigung gibt. Dann wärst du auch so glücklich.
Und es würde eure Beziehung nicht belasten.
 
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Deleted member 21128

  • #384
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  • #385
Ja, über andere hat man irgendwie keine Macht, jedenfalls nicht, wenn man eine gleichberechtigte und liebevolle Beziehung möchte.
Da kann man nur selber was tun.

Das ist gut. Eine typische "Win-win-Situation", weil beide was davon haben, vielleicht sogar noch ein Dritter, zB dein Arbeitgeber?
Sport wär auch eine Möglichkeit, der macht auch glücklich, wegen Stressabbau und Glückshormonen usw. Und überhaupt Freizeitbeschäftigungen, mit Kumpels treffen und so. Gibt ja viele Möglichkeiten.

Oder .... eine sehr liebevolle Möglichkeit wäre auch, dass du dir klar machst, dass ihr Nähebedürfnis völlig okay ist und sie dir genug Zuneigung gibt. Dann wärst du auch so glücklich.
Und es würde eure Beziehung nicht belasten.
Auf dem o.k.-Pfad bin ich gerade, aber manchmal kommt mir auch kurzzeitig der Gedanke, dass sich nur 2 mit ähnlichen Nähebedürfnis zusammentun sollten. Das o.k.-Finden gelingt mir immer besser ... mit Rüchschlägen ...
 
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Deleted member 21128

  • #387
Auf dem o.k.-Pfad bin ich gerade, aber manchmal kommt mir auch kurzzeitig der Gedanke, dass sich nur 2 mit ähnlichen Nähebedürfnis zusammentun sollten. Das o.k.-Finden gelingt mir immer besser ... mit Rüchschlägen ...
Na immerhin, du bist auf einem guten Weg! Chapeau!
Ich glaube, jemandem mit dem gleichen Nähebedürfnis zu finden, ist im Grunde gar nicht möglich. Schon deshalb, weil das ja schwankt. Oder ist es bei dir immer gleich?
Weißt du, das Schöne an deiner Situation ist ja, dass du jemanden hast, der für dich da ist. Der dich liebt und dir Zuneigung gibt.
Für mich klingts ein bisschen so, dass du das durch deine Zweifel und Infrage stellen gefährdest. Eine Situation, die eigentlich gut ist, wird schlechtgeredet, so ungefähr.
Das Gute dabei ist, dass du es selbst in der Hand hast. Denn du bist derjenige, der festlegt, wieviel Zuneigung du brauchst.
Kannst du dir vorstellen, wieder keine Partnerin zu haben? Kannst du dir vorstellen, dass du dich dann über das jetzige Maß an Zuneigung sehr freuen würdest? Dass es dann genug für dich wäre? Prima, dann kannst du auch entscheiden, dass es jetzt auch genug ist und dich drüber freuen. :)
 
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  • #388
Mein Problem derzeit ist, dass sie nicht dasselbe Nähebedürfnis hat. Suche deswegen nach Kompensationstechniken (z.B. Mehr arbeiten).
Das ist gut. Eine typische "Win-win-Situation"
Ich halte die Kompensation eines unbefriedigten Bedürfnissen in dieser Form für nicht so gut, weil es eine Ersatzbefriedigung oder Ablenkung(?) ist, und Magneto73 bezeichnet die Situation ja auch als Problem.
Aber wenn Kompensationstechniken als Lösung taugen, warum nicht?
 
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  • #389
Ich finde nicht, dass das Eine das Andere ausschließt.
Warum meinst du, dass es etwas nicht gibt, weil es eine biochemische und neurologische Reaktion ist?
Nun, ich mag halt Wortklauberei nicht und ich hoffe, dass es jetzt nicht darauf hinaus läuft.
Ich glaube nicht an diesen überhöhten Terminus "Liebe", wenn es doch eine biochemische Reaktion ist. Bei mir ist es auch so, dass diese so erhalten bleibt, im Zweifel den Rest des Lebens. Manche Menschen lassen sogar Ihre destruktiven Entscheidungen auf der Liebe basieren und machen Familien kaputt usw., nur weil sie meinen jetzt jemanden anders ein wenig zu lieben als den alten Partner. (Ich meine jetzt nicht die Fälle, wo zusätzlich in den Beziehungen schlimme Sachen passieren.) Genau so etwas würde ich nicht tun, weil es eben nur biochemisch ist.
 
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