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  • #1

Die spinnen, die Schweden ... !

In Schweden sollen Männer zukünftig vor dem Sex um Erlaubnis bitte :
https://is.gd/EWPndu

Wie romantisch ... ! :(

Mal im Ernst : Die beschriebenen Sachverhalte sind auch nach bisherigem, hiesigem Recht völlig unstreitig Straftaten, und die Beweislage wird dadurch auch nicht besser (die ist in der Praxis tatsächlich oft ein Problem).

Man stelle sich das bitte mal bildlich vor : Ein Pärchen beim romatischen Stelldichein, Liebesgeflüster, Liebkosungen, leidenschaftliche Küsse - und dann zieht er einen Zettel aus der Tasche und fragt "Willst Du Sex ? - Dann bitte auf der gepunkteten Linie unterschreiben !" ... ?!? :eek:
 
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Deleted member 4363

  • #2
Na ja so ganz spontan, aus dem Bauch heraus, würde ich sagen, dass manche Dinge einfach übertrieben vorangetrieben werden müssen, um ein meßbares Ergebnis zu erhalten.
Im Artikel wird geschrieben, dass das gesprochene Wort reicht. Zu deinem Beispiel: Menschen, die sich liebevoll zuflüstern und leidenschaftliche Küsse austauschen, geht glaube ich ein g..........".willst du Sex " leicht über die Lippen:D
Ach ja.................im Artikel steht, dass das Fragen nach Einverständnis für alle gilt, auch für gleichgeschlechtliche Paare und auch für Frauen.
 
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  • #3
RP-Online?
Rest Posten online?

Ich finde das Gesetz hervorragend.
Das ist eine hervorragende Maßnahme gegen die Überbevölkerung.
Die Geburternrate in Schweden dürfte massiv zurück gehen.
Allerdings kann man statt zum Sex natürlich auch zu einer Unterschrift gezwungen werden.
Daher schlage ich vor, dass bei jedem Sexualakt entweder ein Notar oder die Rechtsbeistände beider beteiligten Parteien anwesend sein sollten.
Um diesen a priori gewalttätigen Geschlechtsverkehr auch linguistisch zu befrieden, schlage ich weiterhin vor, Ausdrücke wie Sex, GV, fi....., pop...., usw durch das neutralere "intravaginaler Chromosomeneinlauf " zu ersetzen.
 
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  • #5
so ungefähr?
 
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  • #6
(...) Im Artikel wird geschrieben, dass das gesprochene Wort reicht. (...)
Korrekt. Da steht aber auch . "Wer sicher gehen will, sollte sich aber etwas Schriftliches geben lassen", weil sich an der Situation sonst nix ändert : Dann steht Aussage gegen Aussage !

Ja, ich halte es für möglich, daß jemand "einfriert" und nicht mehr "Nein !" sagen kann. Ja, es ist schwierig, den tatsächlichen Verlauf aufzuklären - üblicherweise war ja außer den Beteiligten niemand dabei, schon gar nicht das Gericht. Und ja, im Zweifel für den Angeklagten.

Das mag unbefriedigend sein, aber was ist die Alternative ? Ein Generalverdacht ? Eine Umkehr der Beweislast ?

Das kann nicht sein, das darf in einem Rechtsstaat nicht sein !
 
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  • #10
Wie Du das in diesem Zusammenhang begründen willst, ist mir allerdings schleierhaft !?!
Im Islam ist es so, dass die Familie zuvor gefragt wird. Trifft ja hier nicht zu: Es wird demokratisch bestimmt. Am besten noch per Notar. Ich hätte auch die Schiene fahren können: Dieses Gesetz schützt vor Vergewaltigungen!
Kommt auf das Gleiche raus ... Deswegen sehe ich es mit Humor. Ich muss hier und auf der Welt nicht alles verstehen ... ich akzeptiere wie es ist.
Der Typ oder die Partei ist/sind ja nicht von vorgestern: Alles hoch gebildete Menschen. Die können schon 1+1 zusammen zählen. Sinnfrei ist es nicht. Welcher Sinn dahinter steht? Keine Ahnung ... vielleicht doch Pro Islam? :)
 
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Sandbank

  • #12
wäre sicher nicht uninteressant, sich den Gesetzestext mal im Detail anzuschauen und um den Unterschied zur bisherigen Gesetzeslage zu wissen. Ich bin mir nicht sicher, in wieweit man sich da auf die journalistischen Qualitäten der RP verlassen kann. :)
 
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  • #13
wäre sicher nicht uninteressant, sich den Gesetzestext mal im Detail anzuschauen und um den Unterschied zur bisherigen Gesetzeslage zu wissen. Ich bin mir nicht sicher, in wieweit man sich da auf die journalistischen Qualitäten der RP verlassen kann. :)
Ich vermute mal, dass es auf Folge von Julian Assange dazu gekommen ist:
http://www.faz.net/aktuell/gesellsc...-gilt-in-schweden-als-noetigung-11080321.html
 
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  • #14
Allerdings kann man statt zum Sex natürlich auch zu einer Unterschrift gezwungen werden.
Daher schlage ich vor, dass bei jedem Sexualakt entweder ein Notar oder die Rechtsbeistände beider beteiligten Parteien anwesend sein sollten.
In Zukunft würde dann die obligate Frage vor spontanem Sex nicht mehr lauten: "Hast du ein Kondom dabei?" sondern: "Hast du einen Notar in der Nachbarschaft?" :D
Was mir bei der Diskussion auffiel: Das Gesetz könnte verheerende Konsequenzen in die falsche Richtung haben: Wenn ich von jemandem eine Tonaufnahme habe, aus der hervorgeht, dass jemand gern Sex möchte, dann könnte ich die betreffende Person vergewaltigen und hätte danach dann auch noch einen "Beweis", dass ich unschuldig bin. Wann, warum und in welchem Zusammenhang diese Tonaufnahme entstanden ist, lässt sich ja vermutlich schwer zurückverfolgen...

Zum Artikel.... ich kenn die Zeitung nicht. Ich fand das Symbolbild etwas unpassend, es ging ja im Text nicht um eine Hand auf dem Knie. (Oder funktioniert Sex in Schweden so?:rolleyes:)
Und was soll bitte eine "unachtsame Vergewaltigung" sein? Das würde ja implizieren, dass es auch "achtsame Vergewaltigungen" gibt... :(

Ich bin auch dafür, dass man möglichst viele Vergewaltigungen anzeigen und bestrafen können soll. Aber das ist definitiv der falsche Weg... Ich vermute, dass das Gesetz an der realen Gerichtspraxis kaum etwas verändern wird. Also irgendwie nutzlos das Ganze...
 
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  • #15
Das halte ich aber für ein Gerücht : Vor vor jedem einzelnen Akt ?

Wohl kaum !

Das hätten zahlreiche Männer letztes Jahr zu Silvester (nicht nur) auf der Domplatte in Köln dann aber vermutlich kollektiv vergessen ... !
Meines Wissens ist Sex vor der Ehe im Islam nicht erlaubt. Und da Sex nur in der Ehe praktiziert werden darf ... wird die Zustimmung der Familie benötigt. Tja, so sind Gerüchte ... :)
 
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  • #16
sondern:.. "Hast du einen Notar in der Nachbarschaft?"
Es wird dann einen Bereitschaftsdienst für Notare geben:rolleyes:
Wenn ich von jemandem eine Tonaufnahme habe, aus der hervorgeht, dass jemand gern Sex möchte, dann könnte ich die betreffende Person vergewaltigen und hätte danach dann auch noch einen "Beweis", dass ich unschuldig bin. Wann, warum und in welchem Zusammenhang diese Tonaufnahme entstanden ist, lässt sich ja vermutlich schwer zurückverfolgen...
Es MUSS bei der Tonansage das Datum angesagt werden..... :D
 
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  • #17
Notar: "Sehr geehrte Frau Blablabla, möchten Sie heute, am 19.12.2017, mit dem hieranwesenden Herrn Blublublu den Beischlaf vollziehen?" :D:D
 
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  • #19
Cool! Ich sehe schon, wie er beim zärtlichen Liebesgeflüster und wildem Rumgeknutsche plötzlich sein Handy zieht, und zu ihr sagt:
"Wenn wir denn jetzt mal zum Geschäftlichen kommen können.
Anwesend, (nennt, höflich wie er ist, erst ihren vollen Namen (samt "geborene XXX") mit vollständiger Adresse, dann seinen vollen Namen samt Adresse. Es folgen aktuelles Datum, Uhrzeit und Ort) treffen folgende Vereinbarung:
Frau (erneut voller Name) erklärt sich bereit, folgende sexuelle Handlungen (es folgen explizite Beschreibungen der möglichen/vereinbarten/gewünschten Varianten) aus freien Stücken und ohne äußerlichen Druck (von seinem inneren mal ganz zu schweigen) und Einflussnahme von Dritten (Schwenk des Handys durch den Raum um per Video den Nachweis antreten zu können) mit (er nennt erneut seinen vollen Namen) zu vollziehen. Sollten sich während der vereinbarten Abmachungen Abweichungen ergeben, wird das Einverständnis der Dame kompromisslos sofort eingeholt und ebenfalls dokumentiert. Der Vollzug erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das aufgezeichnete Filmmaterial dient, im Falle von späterer Einrede der Frau, als Beweis und kann für 3 Monate bei youtube eingesehen werden".
 
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  • #20
Ich finde das alles irgendwie nicht so lustig.

Ja, ist eine quasi nicht umsetzbare Regelung.
Wird sich zeigen, was in der Praxis daraus wird, oder auch nicht.
 
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  • #21
@Synergie was die neuen Gesetzesvorschläge, so denn sie denn wahr sein sollten, finde ich auch nicht lustig.
Was aber die lustigen, ironischen Beiträge hier im Forum angeht , die finde ich gut und schön überspitzt dargestellt.
Dies ist ein sehr heikles Thema und ich gehe mal davon aus(mein persönliches Gefühl bis hierhin), das sich alle hier schreibenden dessen bewusst sind.
 
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  • #22
@Synergie was die neuen Gesetzesvorschläge, so denn sie denn wahr sein sollten, finde ich auch nicht lustig.
Was aber die lustigen, ironischen Beiträge hier im Forum angeht , die finde ich gut und schön überspitzt dargestellt.
Dies ist ein sehr heikles Thema und ich gehe mal davon aus(mein persönliches Gefühl bis hierhin), das sich alle hier schreibenden dessen bewusst sind.
... zumindest hoffe ich das mal ! :rolleyes:
 
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Deleted member 20013

  • #23
Was für mich ein ganz großes Problem darstellt, sind die Damen, die wohlwissend und mit dubioser Intention Falschaussagen tätigen. (Auf diesem Hintergrund wohl auch die Empfehlung lieber schriftliche, als nur mündliche Einwilligung.)

Bewusstsein dafür zu schaffen, dass man gegenseitig aufeinander achten sollte (bewusst nicht auf Mann oder Frau gerichtet) und sich zu vergewissern, dass alles im gegenseitigen Eivernehmen geschieht ist nett, aber die Zweifel daran müssen ersteinmal bestehen. Ich denke an dem Punkt der Zweifel, ob der Gegenüber, das, was gerade vor sich geht, wirklich prickeld findet, hapert es bisweilen in den grenzwertigen "zufällig" grenzüberschreitenden Gelegenheitstaten (in Abrenzung zu intendierter Vergewaltigung zu einseitigem Lustgewinn oder Machtausübung oder whatever). Und an der Stelle kann so ein Gesetz ansetzen, wenn man sich sonst keine Gedanken darum machen würde, dann vielleicht, wenn konkrete Konsequenzen drohen.

Traurig, dass es ein Gesetz dafür benötigt.

Schwierig sehe ich das alles v.a. im Jugendalter, wo sich jeder noch finden muss und die Jungs mit soetwas schwelendem über ihrem Kopf arg verunsichert werden und es bei den Mädels vielleicht noch nicht weit genug reicht, sich auszumalen, welche Konsequenzen eine falsche Anschuldigung hat.

Unter Erwachsenen sehe ich da weniger ein Problem. Aber auch da stellt es die Gefahr fieser Rachefeldzüge in den Raum.

Die Situation der Opfer tangiert das wohl eher weniger, glaube ich.

Für mich überwiegend die Nachteile die Vorteile.
Naja... und zu den praktischen Aspekten wurde sich ja schon hinreichend geäußert.


Auswirkungen auf das Prostitutionsgewerbe wären wohl interessant. In wieweit das da oben überhaupt legalisiert ist, ist mir aber unklar.
 
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  • #24
Was für mich ein ganz großes Problem darstellt, sind die Damen, die wohlwissend und mit dubioser Intention Falschaussagen tätigen. (Auf diesem Hintergrund wohl auch die Empfehlung lieber schriftliche, als nur mündliche Einwilligung.)
Die Anklagen wegen Vergewaltigung sind einfacher umzusetzen. Ein Gesetz zum Schutz der Frau oder des Mannes ... je nachdem wie man es sieht. Beim nächsten Schweden-Urlaub achtsam sein ... :)
 
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  • #25
...und alles nur weil es in Schweden keine Sexbarometer hat.
 
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  • #26
Das ganze kann eigentlich nur als verschärfte Maßnahme dienen um Bewusstsein zu schaffen und vor allem zur Diskussion anzuregen: "Was ist ein Ja und was ist ein Nein?"

In der Praxis ist es hakelig und heikel. Willst du's wasserdicht machen, dann wirst du ein formschönes Formular auf deinem Nachttisch liegen haben müssen. Höchstwahrscheinlich wirst du den Lustkiller im DINA4-Format dann aber nie brauchen. Bleibt also als praktikable Lösung nur fragen. Ich denk mal gerade wenn man sich noch nicht gut kennt ist das angesagt. Mag vielleicht auch ein bisschen den Fluss bremsen, aber man muss ja keinen Staatsakt aus der Frage machen. Zeigt doch, dass man sich Gedanken um den anderen macht.

Ich gebe ja die Hoffnung nicht auf, dass man sich irgendwann sehr liebt und vertraut und einem das körperliche und seelische Wohlergehen des anderen ein hohes Gut ist. Und dass man dann ein gutes Gespür füreinander entwickelt. Außerdem überfällt einen der Sex in einer gesunden Beziehung doch nicht, das bahnt sich doch über einen gewissen Zeitraum an. Wenn da der andere einen Rückzieher macht oder passiv bleibt, dann sollte man das doch wahrnehmen? Sollte, sollte...


Am Ende ist es doch wieder vor allem ein Kommunikations- und Grenzding. Die Idee aus Schweden ist übrigens nicht neu. Vor ein paar Jahren kamen in Amiland so Consent Apps auf, mit mäßigem bis gar keinem Erfolg. Ich plädiere für die Rückkehr zur alten Schule, quasi wieder so ein kleines Zettelchen.
Zitat von So wie früher halt:
Willst du mit mir (ins Bett) gehen?*
[ ] Ja
[ ] Nein
[ ] Vielleicht

*Und dort all das mit mir tun:
[ ] ________________________
[ ] ________________________
[ ] ________________________
[ ] ________________________
 
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  • #28
Unabhängig von juristischen Schwierigkeiten wird man doch immer wieder auf die gleichen Fragestellungen zurückgeworfen:
1. Wenn ich Sex mit anderen habe, dann ist es extrem hilfreich, ein Gespür dafür zu entwickeln, was der oder die andere will.
2. Ich bin immer gut beraten, wenn ich mich auf Menschen einlasse, die mir wohlgesonnen sind.
Meines Erachtens wird durch ein solches Gesetz vermutlich nichts besser. Die Diskussionen, wie freiwillig der Sex war, verlagern sich hin zu der Fragestellung, unter welchen Umständen die "Erlaubnis" erteilt wurde.
Und es entstehen möglicherweise neue Probleme.
Stellen wir uns einfach mal die Situation vor, dass eine Frau einem Mann die Zustimmung erteilt, am besten sogar schriftlich. Dann gefällt ihr aber nicht, was er tut und sie möchte es eben dann nicht mehr. Und jetzt? Da ist sie aber am Ende u. U. ganz schön blöd dran.
Oder was ist z. B. mit einer unter Alkohol erteilten Erlaubnis?
Also aus meiner Sicht kann das nicht wirklich funktionieren.
 
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