Arthur

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  • #1

Die Sache mit dem Geld...

...ich habe nach einem Disput mit einem Freund, der mir partout nicht glauben will, dass Internetdating nach rein oberflächlichen Gesichtspunkten funktioniert, ein paar Änderungen an meinem Profil vorgenommen. Jetzt entsteht der Eindruck, dass ich ein vor Geld triefender Mensch bin - et voila, ich werde nach der Reihe angeschrieben und das Interesse an meinem Profil ist ins unermessliche gestiegen.

Ich bin zwar davon ausgegangen, dass das passieren wird, aber um Gottes Willen, muss Geld denn wirklich alles sein? Gerade bei den "Jungen" um die 30, die noch einen Funken Idealismus haben sollten? :(
 
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fafner

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  • #2
Eine Bekannte hatte mir vor Urzeiten mal gesagt, "Du unterschätzt die erotisierende Wirkung von Geld".
 

Erratic

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  • #3
Ich für meinen Teil finds schade, dass die meisten Leute schlicht oberflächlich zu sein scheinen. Allerdings kann Onlinedating eigentlich gar nicht anders funktionieren, zumindest der erste Kontakt nicht. Man hat halt wirklich nur das Profil der/des anderen vor sich und trifft darauf basierend die Entscheidung, in Kontakt zu treten oder nicht. Tieferes Kennenlernen geschieht erst mit der Zeit, von daher kann der erste Schritt nur oberflächlich motiviert sein, es sollte nur auf Dauer nicht dabei bleiben.

Geld ist zwar nicht alles, aber manche haben halt nicht so viel davon, das vergessen diejenigen ganz gern, die ihre Schäfchen im Trockenen haben. Ich will damit nicht behaupten, dass die Damen die dich plötzlich so interessant fanden, in der Situation sind - was ich meine ist, selbst wenn man welches hat, noch mehr haben ist immer besser als brauchen. Von daher kann ich dieses Verhalten aus logischer Perspektive verstehen, aber aus moralischer Sicht find ich es verwerflich.
 

Blackangel

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  • #4
Ich gehöre nun nicht mehr zu den "jungen um die 30", darum ist meine Einschätzung evtl. nicht von dem Wert, den du testen wolltest.
Trotzdem möchte ich mich dazu äußern.

Schade, dass es wohl wirklich so ist.
Schade auch, dass dabei jegliches Interesse am Menschen selbst wohl verloren ging (wo und wann auch immer)
Schade, dass anscheinend die heutige "junge Generation" einige Werte falsch oder gar nicht vermittelt bekommen hat.

Neuer Gedanke: Wo führt uns das hin? Erschreckend!

Bitte hiermit junge Eltern: "Vermittelt bitte:" ... ja, wie formulieren? Komme grade an meine Grenze, wenn ich bei der Basis anfangen soll. Das würde den Thread sprengen.
Ist es wirklich schon so schlimm, zu spät, zu gruslig? - Nicht auszudenken ....
 
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  • #5
Wahrscheinlich ist es so, dass Männer mit Geld zusätzlich zu den Frauen, die sich einfach wegen ihres Wesens für sie interessieren noch eine Menge x an Interessentinnen haben, die es nur wegen des Geldes tun und eine Menge y, für die Geld bei dem Mann das ist, was Männer tun, wenn sie sich eine Frau schön trinken ;-)

Ich weiß nicht, ob das erstrebenswert ist.

ich suche keinen Mann mit Geld, es würde mich eher abschrecken, weil ich das Gefälle schlecht aushalte.

Ich hab mich ein paar mal mit einem wohlhabenden Mann getroffen, war auch bei ihm zu Hause - sein Teich war größer als meine komplette Wohnung. Da hab ich sehr gefremdelt.

Was ich aber zugeben muss, ist, dass die Sicherheit, die aus "keine Geldsorgen" erwächst, schon attraktiv ist.
 

Howlith

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  • #6
Zitat von fafner:
Eine Bekannte hatte mir vor Urzeiten mal gesagt, "Du unterschätzt die erotisierende Wirkung von Geld".
Nun, nicht nur Deine Bekannte weiß das.

Das mit den "Männern und dem Geld" ist ja aber auch ein verzwicktes Thema. Und wie ich ja gerne sage: wenn man will, kann man/frau aus allem ein Problem machen. Erinnern wir uns an die beliebten "Altlasten-threads". Bloß keine Altlasten. Und wup, da hat mal einer keine Altlasten, zumindest aber ganz offensichtlich keine finanziellen Sorgen (was ja idR heißt, dass er auch andere Dinge seines Lebens mehr oder weniger im Griff hat), na, dann ist es auch nicht recht. Weil zuviel des Guten.

Ja was denn nun? Hilfe!

Zitat von cafune:
ich suche keinen Mann mit Geld, es würde mich eher abschrecken, weil ich das Gefälle schlecht aushalte.

Auf der einen Seite verstehe ich sehr gut was Du meinst, aber ...

Ist die Größe des Gartenteichs wirklich beziehungs-relevant? Würdest Du vielleicht einem "tollen Mann" einen Korb geben, weil sein Auto - Deiner Meinung nach - ein paar PS zu viel hat??? Oder die Wohnung ein paar qm zu groß, die Uhr einige Euros zu teuer??

Das kanns doch auch nicht sein.

Zitat von cafune:
Was ich aber zugeben muss, ist, dass die Sicherheit, die aus "keine Geldsorgen" erwächst, schon attraktiv ist.

"Keine Geldsorgen" zu haben ist eine feine Sache. Aber, glaub mir, das allein macht nicht automatisch glücklich.

"Keine Sorgen zu haben" teile ich aber gerne mit einer Frau, die mich inspiriert, die mir Neues zeigt. Mit der das Leben - zusammen - einfach "reicher" ist.
 
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Blackangel

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  • #7
Zitat von Howlith:
"Keine Geldsorgen" zu haben ist eine feine Sache. Aber, glaub mir, das allein macht nicht automatisch glücklich.

"Keine Sorgen zu haben" teile ich aber gerne mit einer Frau, die mich inspiriert, die mir Neues zeigt. Mit der das Leben - zusammen - einfach "reicher" ist.

Ich würde niemals davon ausgehen, dass wenn ein Mann Geld hat, meine eventuellen Geldsorgen, mit einem sich kennenlernen und ggf. daraus resultierender Beziehung, auch erledigt wären.

Mein Leben - meine (Geld)sorgen.
Unser Leben = schön und glücklich nicht gleichbedeutend mit keine Geldsorgen mehr. Meine Ansicht.
Ich würde schlichtweg Geld in der Beziehung ablehnen.
Denn ein alter Spruch: Beim Geld hört die Freundschaft auf, bewahrheitet sich meiner Erfahrung nach sehr oft.

Wenn sich zwei finden, und Geld ist vorhanden, schön! Wenn sie sich auch ohne Geld finden würden, noch besser ;-)
 

vivi

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  • #8
Irgendwie oder -wo hab oder mach ich wohl einen Denkfehler. Was nutzt es mir, wenn ein vermeintlicher / potentieller "Kandidat" Geld hat? Er hat's doch und nicht ich und aus Erfahrung weiß ich, dass Männer mit "richtig" Geld sehr gewählt damit umgehen und Männer mit "ohne richtig" Geld das auch zeigen und rumschmeißen.

@Howlith
Es soll auch schon vorgekommen sein das der Gartenteich nicht groß genug war, das Auto zu wenig PS hatte, die Wohnung zu klein war und die Uhr zu billig....hab ich gehört. :)
Womit wir wieder beim Thema: Ansprüche wären.
 

vivi

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  • #9
Upps.....ne Schnapszahl...tja, ich hätte ja jetzt von meinen Gummibärchen abgegeben, aber is ja keiner weiter da.
 

vivi

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  • #11
:)....Okay....passt gut, die mag ich eh nicht so.
 

vivi

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  • #13
Is auch okay.... ;-)

Gute Nacht zusammen!
 

Blackangel

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  • #14
Gute Nacht ebenso ... danke fürs Gummibärchen ;-)
 
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  • #16
Zitat von Howlith:
Ist die Größe des Gartenteichs wirklich beziehungs-relevant? Würdest Du vielleicht einem "tollen Mann" einen Korb geben, weil sein Auto - Deiner Meinung nach - ein paar PS zu viel hat??? Oder die Wohnung ein paar qm zu groß, die Uhr einige Euros zu teuer??

Das kanns doch auch nicht sein.

So hab ich das nicht gemeint. Ich fand das Haus sehr, sehr schön und noch wichtiger: Ich hab mich wohl gefühlt.

Es bringt für mich nur eine Dynamik rein, die die Sache schwierig macht. Ich hab mich dann für die eher bescheidenen Verhältnisse fast geschämt, als er mich besucht hat. Und danach war es dann auch zu Ende.
Man fühlt sich dann in dem Verdacht, als wolle man den anderen trotzdem.

Scheitern gelassen hätte ich es daran nicht, auch wenn ich in einer Beziehung schlechte Erfahrungen mit unterschiedlichen Vermögensverhältnissen hatte. Jemand, der nie Geldsorgen hatte, versteht manche Dinge einfach nicht und ich konnte vieles nicht mitmachen, weil mir die Finanzen fehlten. Das Gegenüber wollte diese Lücke nicht schließen, was auch okay ist. Aber das Ganze war dann ein Puzzlesteinchen zum Scheidtern.
 
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  • #17
Es gibt viele Gründe für unterschiedliche finanzielle Verhältnisse. Das kann, muss aber nicht die "mein Haus, mein Boot, mein Auto"-Nummer werden. Idealerweise tritt die Fähigkeit des nicht rechnerischen Geben- und Nehmenkönnens zutage. Damit kann man nicht rechnen, passieren kann es trotzdem. Da gehören auch zwei dazu, die das gleich sehen können..

In der Jugend spielt Geld bezüglich der eigenen Entwicklung, Familie, Versorgung, Sicherheit eine große Rolle.Wenn ich die gestiegene finanzielle Unsicherheit junger Menschen sehe, ist mir Angst und Bange.
 

Mentalista

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  • #18
Zitat von vivi:
@Howlith
Es soll auch schon vorgekommen sein das der Gartenteich nicht groß genug war, das Auto zu wenig PS hatte, die Wohnung zu klein war und die Uhr zu billig....hab ich gehört. :)
Womit wir wieder beim Thema: Ansprüche wären.

Es gibt ausreichend Männer, die sich nur über ihr Geld definieren, wie in meiner großen Einkaufsstraße, wo es fast zugeht, wie auf dem Berliner Ku-Damm, dicke Autos, laut aufgedreht, dicke Motorräder braussen laut daher. Nach dem Mott0, hört her, seht her, ich habs, ich kann, ich bin ein Man, bitte nehmt mich doch war. Für mich sind das innerlich arme Angeber und dazu peinlich.

Geld ist schon wichtig, eine gute finanzielle Basis zu haben, ist auch jungen Frauen wichtig, die Hormone vernebeln da wahrscheinlich einem schon den Kopf. Viel wichtiger ist aber, der Umgang damit. Den Geld kann sehr schnell weg sein und dann?
 

Howlith

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  • #19
Zitat von cafune:
(...) Ich fand das Haus sehr, sehr schön und noch wichtiger: Ich hab mich wohl gefühlt.

Es bringt für mich nur eine Dynamik rein, die die Sache schwierig macht. Ich hab mich dann für die eher bescheidenen Verhältnisse fast geschämt, als er mich besucht hat. (...)

Ich kann das mit der "Dynamik" nachvollziehen. Die Frage bleibt doch, wie BEIDE mit dieser - auf den ersten Blick - ungleichen Situation umgehen. Sprich: redet man darüber? Für mich schwer vorstellbar, dass sich hier keine Lösung finden lässt.

Zitat von cafune:
Jemand, der nie Geldsorgen hatte, versteht manche Dinge einfach nicht (...)

In der Tendenz mag das stimmen. Aber: Nur weil man/frau "ein sehr gutes Einkommen hat", heißt das doch noch lange nicht, dass man nicht weiß, was es heißt Geldsorgen & Schulden zu haben. Ich kenne beides ziemlich gut. Ob ich mich aber glücklich oder unglücklich gefühlt habe, war zu keiner Zeit von meinem Bankkonto abhängig.
 
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  • #20
Zitat von Howlith:
Ich kann das mit der "Dynamik" nachvollziehen. Die Frage bleibt doch, wie BEIDE mit dieser - auf den ersten Blick - ungleichen Situation umgehen. Sprich: redet man darüber? Für mich schwer vorstellbar, dass sich hier keine Lösung finden lässt.

Es kam nicht so weit, aber es wäre eine Herausforderung gewesen. Ich hab anfangs über den Herrn gepostet. Ich weiß bis dato nicht, was für ihn nicht ging.
Aber ich danke dir für deine hilfreichen Beiträge, ich denke da jetzt viel nach und hab sicher selbst eine Riesenmauer im Kopf an der Stelle...
 

lone rider

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  • #21
Ich finde weder arm noch reich per se sexy.
 
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  • #22
Ich denke Frauen mögen Männer, die selbstbewußt Auftreten und jemand der Geld und das im Profil sagt oder seinen sozialen Status zeigt, wirkt sexier. Frage ist welche Type du da anziehst.

Ich würde mir über sowas an deiner Stelle keine Gedanken machen, man kann eh nur pauschalisierte Schwarzweißantworten treffen und die bringen auch nichts. Ich denke au ner Singlebörse ist es wichtig, dass dich die Eine anschreibt und nicht 150. Und auf die muss man manchmal warten.
 
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authentisch_gelöscht

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  • #23
Für mich ist ein reicher Mann eher ein No-Go.
Weil ich mich in einem grossen Haus nicht wohl fühle, da fehlt mir die Gemütlichkeit.
Weil ich lieber ÖV mag als Auto fahren.
Weil ich nicht möchte, dass er für mich bezahlt, ich mir aber das Restaurant seiner Wahl nicht leisten könnte, und ausserdem ziemlich unsicher wäre, was da auf der Speisekarte steht und wie ich mich zu verhalten hätte.
Weil ich jedes Mal, wenn er viel Geld ausgeben würde an Menschen denken müsste, die nicht genug zu essen haben oder an solche, die einen Top-Job machen, der aber in unserer Gesellschaft keinen Wert hat.
Weil ich ständig mit ihm darüber streiten würde, dass es eine Frechheit ist, dass aus Geld noch mehr Geld gemacht werden kann.
Weil ich nicht über Häuserbau und -Unterhalt oder über Aktienkurse etc. sprechen möchte, das interessiert mich nicht die Bohne.
Weil ich keine Lust hätte, in einer Luxusvilla Hausfrau zu spielen, aber gleichzeitig nicht meine Emanzipation auf Kosten einer Migrantin leben möchte.
Weil ich nicht Angst vor Einbrechern haben möchte.
Weil ich nicht plötzlich "FreundInnen" haben möchte, die sich nur für mich interessieren, weil mein Partner reich ist.
Weil mir StrassenmusikantInnen besser gefallen als Opernhäuser.
Weil ich nicht möchte, dass mein Partner mich mit Dingen beschenken würde, die ich nicht brauche.
Weil ich in meinen Ferien nicht unbedingt um die Welt fliegen will, sondern es mir auch gefällt, einfach jeden Tag einen langen Spaziergang zu machen.
Weil ich möchte, dass mein Partner sich in meiner kleinen Wohnung wohl fühlt und sich nicht über die Qualität meines alten tragbaren CD-Players beklagt.
Aber vielleicht beruhen alle diese Vorbehalte ja auf Vorurteilen meinerseits.
 

lone rider

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  • #24
Weil ich mich über ein selbst gemaltes Bild von ihr freue.
Weil sie lustige Sachen anhat, die sie sich teilweise eigenhändig genäht hat.
Weil sie Zeit hat.
Weil ihr Heim klein und dennoch sehr, sehr groß ist.
 

Mentalista

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  • #25
Zitat von authentisch:
Für mich ist ein reicher Mann eher ein No-Go.
Weil ich mich in einem grossen Haus nicht wohl fühle, da fehlt mir die Gemütlichkeit.
Weil ich lieber ÖV mag als Auto fahren.
Weil ich nicht möchte, dass er für mich bezahlt, ich mir aber das Restaurant seiner Wahl nicht leisten könnte, und ausserdem ziemlich unsicher wäre, was da auf der Speisekarte steht und wie ich mich zu verhalten hätte.
Weil ich jedes Mal, wenn er viel Geld ausgeben würde an Menschen denken müsste, die nicht genug zu essen haben oder an solche, die einen Top-Job machen, der aber in unserer Gesellschaft keinen Wert hat.
Weil ich ständig mit ihm darüber streiten würde, dass es eine Frechheit ist, dass aus Geld noch mehr Geld gemacht werden kann.
Weil ich nicht über Häuserbau und -Unterhalt oder über Aktienkurse etc. sprechen möchte, das interessiert mich nicht die Bohne.
Weil ich keine Lust hätte, in einer Luxusvilla Hausfrau zu spielen, aber gleichzeitig nicht meine Emanzipation auf Kosten einer Migrantin leben möchte.
Weil ich nicht Angst vor Einbrechern haben möchte.
Weil ich nicht plötzlich "FreundInnen" haben möchte, die sich nur für mich interessieren, weil mein Partner reich ist.
Weil mir StrassenmusikantInnen besser gefallen als Opernhäuser.
Weil ich nicht möchte, dass mein Partner mich mit Dingen beschenken würde, die ich nicht brauche.
Weil ich in meinen Ferien nicht unbedingt um die Welt fliegen will, sondern es mir auch gefällt, einfach jeden Tag einen langen Spaziergang zu machen.
Weil ich möchte, dass mein Partner sich in meiner kleinen Wohnung wohl fühlt und sich nicht über die Qualität meines alten tragbaren CD-Players beklagt.
Aber vielleicht beruhen alle diese Vorbehalte ja auf Vorurteilen meinerseits.

Mein Herz geht auf... ;-)
 

eyn_mann

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  • #26
Zitat von cafune:
Scheitern gelassen hätte ich es daran nicht, auch wenn ich in einer Beziehung schlechte Erfahrungen mit unterschiedlichen Vermögensverhältnissen hatte. Jemand, der nie Geldsorgen hatte, versteht manche Dinge einfach nicht und ich konnte vieles nicht mitmachen, weil mir die Finanzen fehlten. Das Gegenüber wollte diese Lücke nicht schließen, was auch okay ist. Aber das Ganze war dann ein Puzzlesteinchen zum Scheidtern.

Mich würde interessieren, was für dich die Lücke geschlossen hätte, wenn das nicht zu direkt für dich ist. Essen gehen, Konzerte, Urlaub wird's wohl nicht gewesen sein, oder?

Ich kenne die Situation aus einer etwas anderen Perspektive. Nach einer nervenaufreibenden und leicht bedrohlichen "Meinungsverschiedenheit" mit fiskalischen Einrichtungen, hatte ich ganz begeistert von meinem Sieg erzählt, und was ich mir dadurch gespart hatte. Die Reaktion darauf hätte nicht schlimmer sein können, wenn ich von einem Banküberfall gesprochen hätte. War so eine Sache, die sich nie geklärt hat.
 
G

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  • #27
Zitat von Arthur:
...ich habe nach einem Disput mit einem Freund, der mir partout nicht glauben will, dass Internetdating nach rein oberflächlichen Gesichtspunkten funktioniert,…
Was wären denn nicht oberflächliche Gesichtspunkte?

Jetzt entsteht der Eindruck, dass ich ein vor Geld triefender Mensch bin - et voila, ich werde nach der Reihe angeschrieben und das Interesse an meinem Profil ist ins unermessliche gestiegen.
Vielleicht ist dein Profil „ohne“ nicht so attraktiv.
Wenn du das jetzt natürlich nur vorlügst, nutzen dir die Zuschriften ja auch nicht viel.

Ich bin zwar davon ausgegangen, dass das passieren wird, aber um Gottes Willen, muss Geld denn wirklich alles sein?
Ja, die Welt ist schlecht.

Zitat von Erratic:
Geld ist zwar nicht alles, aber manche haben halt nicht so viel davon, das vergessen diejenigen ganz gern, die ihre Schäfchen im Trockenen haben. Ich will damit nicht behaupten, dass die Damen die dich plötzlich so interessant fanden, in der Situation sind - was ich meine ist, selbst wenn man welches hat, noch mehr haben ist immer besser als brauchen. Von daher kann ich dieses Verhalten aus logischer Perspektive verstehen, aber aus moralischer Sicht find ich es verwerflich.
Was genau ist jetzt moralisch verwerflich?

Zitat von Blackangel:
Neuer Gedanke: Wo führt uns das hin? Erschreckend!

Bitte hiermit junge Eltern: "Vermittelt bitte:" ... ja, wie formulieren? Komme grade an meine Grenze, wenn ich bei der Basis anfangen soll. Das würde den Thread sprengen.
Ist es wirklich schon so schlimm, zu spät, zu gruslig? - Nicht auszudenken ....
Es ist noch schlimmer… (verweise auf das bekannte Sokrateszitat).

Wenn sich zwei finden, und Geld ist vorhanden, schön! Wenn sie sich auch ohne Geld finden würden, noch besser ;-)
Wie meinst du das? Sie sollen vorher ihr Geld weggeben?

Zitat von Mentalista:
Es gibt ausreichend Männer, die sich nur über ihr Geld definieren, wie in meiner großen Einkaufsstraße, wo es fast zugeht, wie auf dem Berliner Ku-Damm, dicke Autos, laut aufgedreht, dicke Motorräder braussen laut daher. Nach dem Mott0, hört her, seht her, ich habs, ich kann, ich bin ein Man, bitte nehmt mich doch war. Für mich sind das innerlich arme Angeber und dazu peinlich.
Ja, das ist wie mit den gut aussehenden Frauen. Weiß ja jeder, dass die nur Stroh im Kopf haben.

Zitat von authentisch:
Aber vielleicht beruhen alle diese Vorbehalte ja auf Vorurteilen meinerseits.
Das könnte sein ;). Scheint mir ne ziemlich breit gefächerte Sammlung zu sein.. alles abgedeckt. Herrlich. Inkl. Pretty Woman mit der Verzweiflung, in einem besseren Restaurant zu essen (mal als Geheimtipp: das funktioniert dort auch i.d.R. mit Messer und Gabel). Vielleicht könntest du noch aufnehmen: weil ich keine Lust habe, mich immer aufzutakeln und repräsentieren zu müssen ;)

Weil ich jedes Mal, wenn er viel Geld ausgeben würde an Menschen denken müsste, die nicht genug zu essen haben oder an solche, die einen Top-Job machen, der aber in unserer Gesellschaft keinen Wert hat.
Mir hat ja schon als Kind nicht eingeleuchtet, was die Tatsache, ob ich meinen Teller leeresse oder nicht, mit den hungernden Kindern in Afrika zu tun hat.

Weil ich keine Lust hätte, in einer Luxusvilla Hausfrau zu spielen, aber gleichzeitig nicht meine Emanzipation auf Kosten einer Migrantin leben möchte.
Abgesehen davon, dass du ja keine Hausfrau "spielen" musst, wenn du das nicht willst - wie kommst du auf den kruden Zusammenhang mit der Migrantin?

Weil ich nicht plötzlich "FreundInnen" haben möchte, die sich nur für mich interessieren, weil mein Partner reich ist.
Ich wusste gar nicht, dass MEINE Auswahl meiner Freundinnen von meinem Partner abhängt.

Echt ein Quell der Heiterkeit, dein Post - Sendungsbewusstsein pur.
(Diskriminierung funktioniert eben in beide Richtungen)


Ich würde jetzt auch nicht die Auswahl eines Partners von seinem "Reichtum" abhängig machen, aber diese Stilisierung "nur Arme sind die echten Guten" finde ich schon ein wenig bigott.
 
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authentisch_gelöscht

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  • #28
Zitat von tina*:
Echt ein Quell der Heiterkeit, dein Post - Sendungsbewusstsein pur.
(Diskriminierung funktioniert eben in beide Richtungen)


Ich würde jetzt auch nicht die Auswahl eines Partners von seinem "Reichtum" abhängig machen, aber diese Stilisierung "nur Arme sind die echten Guten" finde ich schon ein wenig bigott.

Habe ich irgendwo von gut und böse geschrieben? Oder andere angestiftet, mir nachzueifern?
Ich bin übrigens gar nicht der Meinung, dass reiche Leute grundsätzliche die schlechteren Menschen sind als arme. Ich gehe nur davon aus, dass mein Habitus und meine Weltsicht mit denen reicher Leute schwierig kompatibel sind.
Ob das nun diskriminierend ist, wenn ich nicht will, dass jemand mein Partner ist? Ausserdem könnte im Notfall ja ein reicher Mensch sein Geld sinnvoll loswerden und dann wäre er nicht mehr von mir "diskriminiert".

Über die anderen Zusammenhänge, die du nicht verstehst, darfst du gerne selbst nachdenken oder auch recherchieren...
 

peacefull

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  • #29
armer Mann...viel Gefühl,
reicher Mann eher oberflächlich?

das kann ich nicht bestätigen.
Wichtig ist doch ein gesundes verhältnis zum geld zu haben und sich nicht wie ein Neureicher Idiot zu benehmen und mit Geld um sich zu schmeissen..mit einer Profilierungsneurose gg dem/ der Neuen .

In einer Situation, wo mann die 50 schon überschritten hat ist als Mann, so glaube ich, die finanzielle Situation eh teilweise angespannt, weil die Exin noch Ansprüche hat..und die Kinder auch noch versorgt werden müssen.
herzlich Peacefull