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Gast

  • #34
Zweimal nein.
Es gibt auch die Interpretation, diesen Freitod als Kleists letztes und höchstes Kunstwerk, nach der Vorlage eines Bildes, zu sehen.
 
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  • #35
Und dann auch, man sollte sein Augenmerk lieber auf den Inhalt seiner Werke legen als auf diese seine letzte Inszenierung.
 
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Gast

  • #36
Zitat von Marlene:
Zweimal nein.
Es gibt auch die Interpretation, diesen Freitod als Kleists letztes und höchstes Kunstwerk, nach der Vorlage eines Bildes, zu sehen.
Wo war da das Einverständnis Henriettes? Die wurde nicht gefragt, die hat er abgeknallt, oder? - Dumm für chiller, dem geht doch eine gute Inszenierung über alles, aber DAS bringt er nicht.

Du sagst sehr richtig, es geht um den Inhalt. Mir ist bei Literatur die Sprache aber sehr viel wichtiger, wie kunstfertig geht der Autor mit Sprache um, wie schafft er es, Emotionen zu vermitteln, ohne eigens darauf hinzuweisen, wie eingängig ist der Text, liest er sich "von allein"?. Manchmal wird behauptet, dass Kleist auch ein Meister der Sprache war, ich bin da skeptisch, lasse mich aber gerne überzeugen. Das einzige, was ich zumindest im Ansatz gelesen habe, ist "Der zerbrochene Krug", und da überzeugt mich die Sprache bzw. die Formulierungen in keiner Weise. Die Ausdrucksweise ist derb bis abstoßend, der Inhalt, nebenbei bemerkt, geht mir am Ar... vorbei. Moralisierend und langweilig.

Und selbst wenn es eine zu Herzen gehende Liebesbeziehung war zwischen ihm und Henriette, mit Sicherheit wird mehr hineininterpretiert, als tatsächlich gegeben war, und der Freitod für sie der einzige Ausweg, naja, die Einzigen waren sie da nicht. Zugegeben, ein wenig rührt einen das schon an.
 
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  • #37
Irgendie kommt mir diese Wiedergeburt bekannt vor.
Tja, mein Guter, ein wenig mehr als den zerbrochenen Krug solltest Du schon gelesen und verstanden haben, um Dich als Kleist-Kenner zu profilieren.
 
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  • #40
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Gast

  • #41
Marlene und ich benutzen eine Geheimsprache aus Musik und Malerei. Gib Dir keine Mühe, Du verstehst sie nicht.
Nichtdestotrotz ringst Du mir hin und wider ein Lächeln ab. Ooooooooohhhm.
 
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Gast

  • #43
Komisch, diesen Ton hab ich noch nie gehört, wenn Leute lächeln. Hab mich vorhin umgeguckt in der Stadt. Bringst du da vielleicht was durcheinander? - Ich werd so etwas mal anklingen lassen beim nächsten Einkauf, bin gespannt, wie die Leute reagieren. Vielleicht fliegen mir die Herzen zu.
 
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  • #45
Zitat von fafner:
Na ja, wir waren wandern, das kostet hier auch nicht die Welt und man hat viel Zeit, sich kennenzulernen. :)
Das ist eine sehr gute Möglichkeit, sich in der Landschaft mit dem für den Menschen ureigensten Tempo zu bewegen, zu reden und sich und die Umgebung wirken zu lassen - mache ich immer so