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Philippa

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  • #152
Ist schon klar, dass Leute, die sich nie von ihrem ewig gleichen Rundlauf entfernen, denken, ich hätte mich verrannt.
 

sugar

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  • #153
Mir stört einzig und allein, wenn jemand ein angebliches Defizit sieht, dass er dann denkt, das Manko läge ausschließlich beim Betrachteten und nicht beim Betrachter. Verstehst du das?
Weißt du, Philippa, wir beide kommen einfach nicht miteinander klar. So etwas soll es geben.
Du hast doch selbst geschrieben, man muss nicht mit jedem können, bzw. hast mich gefragt, ob man das soll. Nein. Und da sind wir einer Meinung.
 
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Philippa

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  • #154
Zitat von sugar:
Mir stört einzig und allein, wenn jemand ein angebliches Defizit sieht, dass er dann denkt, das Manko liege ausschließlich beim Betrachteten und nicht beim Betrachter.

Das habe ich nirgends geschrieben. Ich denke nur, wenn jemand ein Problem mit immergleichen Absagen hat, dann kann er entweder a) versuchen, sich mit der Situation zu versöhnen und sich durch weitere Absagen nicht mehr gross verunsichern zu lassen, oder er kann b) versuchen, etwas an den eigenen Eigenschaften/Verhaltensweisen zu ändern, von denen er denkt, sie könnten die immergleichen Absagen auslösen.
Zum Thema a) habe ich vorgeschlagen, soweit ein erfülltes Leben zu führen und sich selbst zu akzeptieren und zu lieben, sodass man einen derart guten Boden unter den Füssen hat, dass einen Absagen nicht mehr verunsichern. (Andere haben zu diesem Thema geschrieben, die Threaderöffnerin solle sich doch nicht so verunsichern lassen. Ich bezweifle, ob solche Beschwichtigungen allein das Problem wirklich lösen können.)
Zum Thema b) habe ich vorgeschlagen, dass es um die Ausstrahlung gehen könnte, die vielleicht anziehender werden könnte, wenn man mehr Lebensfreude hätte. Also wäre da meines Erachtens ebenfalls der Weg, ein erfülltes Leben anzustreben und sich selbst zu sein.

Zu beidem habe ich geschrieben:

Zitat von Philippa:
Dieser Prozess hat aber vermutlich etwas stark Individuelles, weshalb es schwierig ist, einer unbekannten Person konkretere Ideen zu geben. Wichtig ist, dass man auf die innere Stimme hört, ehrlich zu sich selbst ist und den Mut hat, Dinge eigenwillig zu verändern. Aber wenn man das tut, was einem Freude macht und Sinn gibt, und sich mit sich und den anderen versöhnt, dann bekommt man auch eine ganz andere Ausstrahlung und ausserdem mehr Lockerheit.

Betonung auf "individuell". Ich wollte auch nie jemanden irgendwie negativ darstellen, sondern es ging mir darum, Mut zu machen, die Probleme anzugehen und gut auf sich zu hören. Wenn dann die innere Stimme sagt, es gäbe eigentlich gar kein Problem, sondern das Leben sei bereits erfüllt, dann ist es doch auch gut, oder? Zum Zeitpunkt der Threaderöffnung sah Vermillion aber offensichtlich ein Problem bei sich.

Es nützt doch ausserdem der Threaderöffnerin nichts, wenn wir hier alle gemeinsam darüber jammern, dass Leute Körbe geben, und sie noch dazu als Beziehungsunfähige oder -Unwillige brandmarken, bloss weil sie eine Absage gemacht haben.

Hast du eigentlich noch nie jemandem einen Korb gegeben?

Zitat von sugar:
Weißt du Philippa, wer beide kommen einfach nicht miteinander klar. So etwas soll es geben.
Du hast doch selbst geschrieben, man muss nicht mit jedem können, bzw. hast mich gefragt, ob man das soll. Nein. Und da sind wir einer Meinung.

Und trotzdem attackierst du mich immer wieder, wenn ich auf Beiträge anderer reagiere... Warum denn? Seltsamerweise findest du meine Tipps so extrem daneben und unverständlich, während z.B. auf fafners Aussage, es gehe um die erotische Ausstrahlung (was ja spezifischer ist als meine Aussage zur Ausstrahlung allgemein) kein ablehnender Beitrag kommt.
 

sugar

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  • #155
Oft. Aber da hatte ich Anhaltspunkte, von jemanden Abstand zu nehmen.

Die TE kenne ich jedoch nicht und gebe deshalb auch keine Ratschläge dergestalt, dass sie an sich arbeiten soll. Sie hat sechs "Absagen" erhalten, soweit ich mich richtig erinnere. Das ist m.E. nicht viel. Ich habe jedoch keine Ahnung, warum.
Das Klima (es läge an ihr und dergleichen) hat sie vertrieben. Es wurde ihr keine Gelegenheit gegeben, es genauer zu formulieren. Also kein Wohlwollen, kein echtes Interesse usw. kam ihr entgegen. Sie sei nicht sexy, nicht feminin genug und was sie sich da alles anhören musste.
Ohne sie zu kennen, ohne Informationen, die das naheliegend machte oder zumindest halbwegs plausibel.
 
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fafner

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  • #156
Zitat von Philippa:
... , während z.B. auf fafners Aussage, es gehe um die erotische Ausstrahlung (was ja spezifischer ist als meine Aussage zur Ausstrahlung allgemein) ...
Achtung. Ich hab das nur als eine im Forum weit verbreitete Meinung in den Ring geworfen. Bin aber selbst nicht davon überzeugt, da sich bei mir das Verspüren einer erotischen Anziehung auch sehr wohl noch später entwickeln kann, wenn alles andere gut paßt.
 

Maron

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  • #157
Mich trifft die Aussage, dass "etwas unbestimmtes fehlt" auch mehr als eine konkrete Aussage darüber was fehlt. Der Unterschied liegt für mich darin, dass ich eine konkrete Aussage dann selber nochmal überdenken kann und merke ob meine Wahrnehmung des Anderen und von mir in der gemeinsamen Zeit dazu passen würde. Warum? Ich habe leider Erfahrung mit Projektionen gemacht. Wenn ich eine Person schon gut kenne, dann sind mir Projektionen egal, denn ich erkenne das Thema dann leicht und kann sie zurückweisen und mich abgrenzen. Es klingt komisch, aber ich möchte klarkriegen können mit welcher Art von Trauer ich es zu tun habe. Ob ich diesen Menschen "verstehen" kann und sich deshalb sogar ein Bedauern einstellt oder ob es eben ein Mensch ist dessen Kommunikation mit meiner (egal aus welchem Grund) ohnehin nicht gesund wäre. Damit muss ich auch trauern, aber ich finde es schwieriger weil die Situation letztendlich eben für mich nicht konkret zu beurteilen ist - bevor ich es abhaken kann. Und dann ist man auf seine Intuition angewiesen und beim Durchlesen der ursprünglichen Beschreibung hätte ich darauf getippt, dass dem Mann die Signale der Frau fehlten und er nur schneller sein wollte. Die Freundschaftsangebote sind dann nur eine Tarnung:) für das Eine und das Andere.
 
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Philippa

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  • #158
Zitat von sugar:
Die TE kenne ich jedoch nicht und gebe deshalb auch keine Ratschläge dergestalt, dass sie an sich arbeiten soll. Sie hat sechs "Absagen" erhalten, soweit ich mich richtig erinnere. Das ist m.E. nicht viel. Ich habe jedoch keine Ahnung, warum.
Das Klima (es läge an ihr und dergleichen) hat sie vertrieben.

Sugar, Vermillion hatte doch selbst bereits in ihrem Eröffnungsbeitrag formuliert, dass die Sache sie plagt, weil sie es als Muster wahrnimmt, das etwas mit ihr zu tun hat:

Zitat von Vermillion:
Die Sache ist die, dass ich genau das noch sehr gut aus der Zeit vor meiner letzten Beziehung kenne. Ich bin so eine Frau, mit der man nur befreundet sein und der am besten auch noch alles erzählen will, mehr aber nicht. Ich habe keine Ahnung, was ich tue, dass sich dieses Muster immer wiederholt.

Was genau ist es, das Frauen nur zu Kumpeltypen macht?

Wenn man sich als Reaktion darauf Gedanken darüber macht, was hinter einem solchen Muster stecken könnte, nimmt man sie dann nicht ernster als wenn man nur beschwichtigt und sagt, diejenigen, die ihr eine Absage erteilt hätten seien halt Beziehungsunfähige? Ich finde aber auch, dass die Anwürfe, sie sei halt nicht feminin genug, daneben waren. Sowohl in ihrer Art, Vermillion anzugreifen, als auch grundsätzlich am Problem vorbei.

Ich finde es aber seltsam und auch etwas unfair, wenn ich hier mehr Prügel einstecken muss, obwohl ich doch eigentlich Vermillion Fragen gestellt hatte. Meine späteren Beiträge waren dann ja nur Reaktionen auf Beiträge, die sich gegen meine - doch sehr offen gehaltenen Ideen - richteten und mir irgendwie Arroganz vorwarfen.
 

fafner

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  • #159
Zitat von Philippa:
Meine späteren Beiträge waren dann ja nur Reaktionen auf Beiträge, die sich gegen meine - doch sehr offen gehaltenen Ideen - richteten und mir irgendwie Arroganz vorwarfen.
Möglicherweise verstehen Dich hier ja viele falsch. Mir sieht es immer so aus, als würdest Du Ursache und damit Lösungswege alleine bei und in dem Menschen verorten, der ein Problem schildert. Bekräftigen tust Du es mit Deiner eigenen Erfahrung, daß Du erst wieder einen Partner gefunden hast, nachdem Du irgendwas an Dir geändert habest. Das entspricht halt auch dem Zeitgeist der grenzenlosen Selbstoptimierung.

Ich bin nur nicht überzeugt, ob es da wirklich einen kausalen Zusammenhang gibt, oder es nicht einfach eine Koinzidenz war. Oder Ursache und Wirkung sogar umgekehrt: Du hattest ein Profil entdeckt, was Dich dermaßen ansprach und Deine Liebesfähigkeit wiedererweckte, die Du zuvor verschüttet glaubtest oder gar nie vorhanden. Ist es nicht so rum möglich? :)

Zitat von Sven Hillenkamp:
Jeder glaubt, er könne es schaffen. Ruhm, Reichtum, Gesundheit, Kreativität. Die Liebessuchenden glauben, sie könnten die Liebe finden – wenn sie nur gründlich genug suchten und hart an sich selbst arbeiteten. ... Die Einsicht ist verschwunden, dass es ein Schicksal gibt, für das der Mensch nicht verantwortlich ist, für das er sich nicht schämen muss; dafür, dass er keinen Erfolg hat, dass andere Menschen ihm mit Ablehnung begegnen, dass er nicht die Liebe findet, dass er krank wird und vor der Zeit stirbt. Die Einsicht, dass der Mensch keine unbegrenzten Möglichkeiten hat.
 
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Philippa

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  • #160
Zitat von fafner:
Möglicherweise verstehen Dich hier ja viele falsch. Mir sieht es immer so aus, als würdest Du Ursache und damit Lösungswege alleine bei und in dem Menschen verorten, der ein Problem schildert. Bekräftigen tust Du es mit Deiner eigenen Erfahrung, daß Du erst wieder einen Partner gefunden hast, nachdem Du irgendwas an Dir geändert habest. Das entspricht halt auch dem Zeitgeist der grenzenlosen Selbstoptimierung.

Ich bin nur nicht überzeugt, ob es da wirklich einen kausalen Zusammenhang gibt, oder es nicht einfach eine Koinzidenz war. Oder Ursache und Wirkung sogar umgekehrt: Du hattest ein Profil entdeckt, was Dich dermaßen ansprach und Deine Liebesfähigkeit wiedererweckte, die Du zuvor verschüttet glaubtest oder gar nie vorhanden. Ist es nicht so rum möglich? :)

Danke, fafner, für diesen Schritt auf mich zu!

Es ist keinesfalls so, dass ich die Probleme nur bei den hilfesuchenden Menschen sehe. Aber sie sind doch die einzigen, denen eine Idee oder ein Gedanke von mir allenfalls weiterhelfen könnte. Die anderen sind ja gar nicht da.

Das Thema Selbstoptimierung sollte man meines Erachtens differenziert betrachten. Mich stört das Wort eigentlich, denn wenn ich davon spreche, mich zu entwickeln oder an mir zu arbeiten, dann ist das Ziel dieses Weges in meinen Augen weit davon entfernt, irgendetwas Optimales oder gar Perfektes in einem leider heute oft gemeinten Sinn von Erfolg zu erreichen. Mir geht es eher darum, dass es mir weh tut, wenn Menschen resignieren, sich mit Brosamen abfinden, aufhören, ernsthaft und ehrlich (mit sich selbst und den anderen) nach ihrem Glück zu suchen oder es zu schätzen und zu leben, wenn es da ist. Das Glück liegt eben oft gar nicht in einem Erfolg, wie er gesellschaftliche Norm-Wunschvorstellung ist, sondern eher im Verzicht darauf, im Loslassen.

Vielleicht verstehen viele mich falsch, weil ich ein anderes Verständnis des Lebens entwickelt habe, als es vielleicht üblich ist. Das hat auch etwas mit meinen Erfahrungen in den letzten Jahren zu tun, die man vielleicht auch als spirituell oder mystisch bezeichnen könnte. Ich möchte aber darin nun nicht auch wieder falsch verstanden werden, ich bin esoterischen Vorstellungen und Praktiken gegenüber sehr kritisch. Meine Erfahrungen sind ganz von alleine entstanden, ich habe mich vorher kaum mit solchem Gedankengut auseinandergesetzt und finde es auch jetzt nicht wirklich so wichtig. Mich sprechen nun einfach mystische Denker wie etwa Meister Eckehart oder Sufis wie Rumi oder Schams e-Tabrizi sehr an, sie sprechen mir sozusagen aus der Seele. Aber das ist eigentlich gar nicht so wichtig in diesem Kontext. Was mir wichtig ist, und für mich die eigentliche Erlösung aus meinem doch teilweise ziemlich heftigen Leidensweg bedeutete, war, dass aus meiner Suche und meiner Auseinandersetzung mit mir selbst, mit meinem Leben und meinen Denkmustern und der langsamen Entdeckung dessen, was mein Leben erfüllt, und dem Loslassen dessen, was nicht wirklich zu mir passt, ein ganz grundsätzliches Vertrauen entstanden ist. Ein Vetrauen ins Leben, ein Vertrauen, dass das gut ist, was es bringt, dass es Sinn macht, und dass mich auch Schwierigkeiten weiterbringen, wenn ich nur offen, ehrlich und mutig auf sie zugehe. Diese Erfahrung hat mich soweit gebracht, dass ich nicht mehr lange trauere, wenn sich eine Türe verschliesst, sondern ziemlich schnell sehe, wo sich eine neue und passendere auftut. Und dass ich mich unglaublich freuen kann, wie schön das Leben ist.
Dieser Prozess hat meine Liebesfähigkeit ausgegraben, und wenn es dann Zufall war, dass ich auf das Profil meines Partners klickte, dann ist ein solcher Zufall für mich eben nicht einfach ein Lotto-Glück, sondern ein Zu-Fall, der einfach Sinn macht, der genau im richtigen Moment kam. Ich glaube, dass es etwas Höheres gibt, das uns hilft, den richtigen Weg für uns zu finden, aber manchmal braucht es viel Arbeit an sich selbst dazu, um dafür offen zu werden und es sehen zu können.

Mir gefällt zum Thema Liebe folgender Gedanke von Rumi sehr:

"Deine Aufgabe ist nicht, die Liebe zu suchen, sondern lediglich all die Hindernisse in Dir zu suchen und zu finden, die Du dagegen aufgebaut hast."

Ich hoffe nicht, dass das, was ich schreibe, irgendwie sektiererisch wirkt, es ist einfach meine tiefe Erfahrung, für die ich dem Leben sehr dankbar bin. Ich kann aber auch verstehen, wenn das jemand seltsam findet. Vor einigen Jahren hätte ich das vielleicht selbst auch noch mit äusserster Skepsis betrachtet. Aber ich kann diese Erfahrungen heute hier nicht beim Schreiben ausblenden. Das geht nicht, und ich will es auch nicht.
 
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Maron

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  • #161
Ja, sich dem Schicksal gegenüber ohnmächtig zu fühlen ist um vieles einfacher als sich dafür zu schämen.
Ich stelle mir die Haltung für das nächste Date nun so vor:
Im Gesicht des Anderen steht sein Schicksal nicht geschrieben aber ev. könnte man sich das gemeinsame zukünftige Beziehungsschicksal vor Augen führen (ohne es aus- oder anzusprechen), damit es nicht nur so funktional abläuft. Auch wenn gekonnt kommuniziert wird...mit Wortwitz, Herzlichkeit inkl. guter Kleidung, Benehmen und Werbewirksamkeit, das reicht nicht - das Unbewusste mit an Board zu lassen ist ein kreativer Gedanke dazu, regt die Phantasie an und zaubert vielleicht einen Ausdruck von Liebesfähigkeit ins Gesicht.
 
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Philippa

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  • #162
Zitat von Maron:
Ja, sich dem Schicksal gegenüber ohnmächtig zu fühlen ist um vieles einfacher als sich dafür zu schämen.

Kannst du das noch ein wenig ausführen?

Und: Weil du mit "ja" anfängst, bin ich mir unsicher, ob es eine Reaktion auf meinen Beitrag ist. Wenn das so wäre, wäre sie für mich aber sehr unverständlich. Dann wüsste ich gerne, was der Bezug zu dem ist, was ich geschrieben habe.
 

Maron

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  • #163
wir haben zeitgleich geschrieben, ich war auch erstaunt als dein Beitrag plötzlich vor meinem stand! lg
 
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sugar

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  • #164
@Philippa

Deine Einstellung dem Leben gegenüber ist nicht von dieser herausragenden Stellung, die du ihr gerne selbst konstatierst.