nuit

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  • #1

Die erste LIebe - hat sie euch geprägt?

***
 
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  • #2
AW: Die erste LIebe - hat sie euch geprägt?

Auch wenn sie mich zum Ende schmählich abserviert hat - in der Beziehung mit meiner ersten Freundin habe ich mich extrem weiterentwickelt und sehr viel daraus mitgenommen. Das sagen auch die Leute, die mich vorher und nachher kannten. Sie war jemand, der wenig gedacht, mehr gehandelt hat, ich genau umgekehrt, da konnten wir voneinander profitieren.
Also für meinen Teil - ein klares JA zur Eingangsfrage :)
 

Novacita

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  • #3
AW: Die erste LIebe - hat sie euch geprägt?

Absolut: ja.
Problem: Sie war so schön, so perfekt, dass keine weitere Liebe/ Beziehung mehr herankam. Insofern hat sie (zu?) hohe Maßstäbe gesetzt.
Wermutstropfen: Er war verheiratet. Also eine von Anfang hoffnungslose Liebe. Die Gefühle waren so stark, dass es dennoch kein Halten gab... Die Zeit der "Trauer" danach dauerte 3 Jahre...
Ich bewahre diese Erfahrung tief in meinem Herzen und wollte sie niemals missen!
 
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Alice_geloescht

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  • #4
AW: Die erste LIebe - hat sie euch geprägt?

Ich finde, man liebt immer anders, weil man ja nie der selbe Mensch bleibt.

Meine erste Beziehung hatte ich von 16 bis fast 19. Ich habe das, was ich gefühlt habe, für Liebe gehalten. Es entsprach dem Reifegrad meiner Persönlichkeit, würde ich sagen. Zwischen 20 und 29 war ich mit "der Liebe meines Lebens" zusammen, ich habe es beendet, weil es zerstörerisch war. Und trotzdem dachte ich noch Jahre danach, ich würde niemals mehr so lieben.

Das stimmt. Denn ich bin heute nicht mehr der selbe Mensch. Ich würde heute völlig anders lieben, weniger besessen, aber keinesfalls weniger tief. Und nicht mehr einen Menschen wie diesen.

Ich könnte (und wenn es soweit ist: werde!) mich heute viel tiefer und wahrhaftiger einlassen als je zuvor. Weil ich mich selbst lieben gelernt habe und zu mir stehe, weil ich weiß, wer zu mir passt, weil ich mutiger bin, weil ich innerlich stärker bin, weil ich weiß, dass Auf-die-Nase-fallen zum Leben dazugehört und im Endeffekt nichts macht (mir ganz innen nichts anhaben kann, weil ich immer ich sein werde, egal was passiert) und am wichtigsten: weil erst mein Kind die Tür zu meiner Seele so aufgestoßen hat, dass ich wirklich lieben kann. Um meine Seele sind keine Mauern mehr.
 

nuit

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  • #5
Unglaublich geprägt, sie lässt mich nicht los, die Jugendsünde, die. Ebenso wie die Neugier auf tina*s Antwort und Schreiberins Auflösung (7-14). Aber ich versteh auch, wenn ihr nicht mit mir im Hochsicherheitstrakt landen wollt ;).

Oisdann, ich zweifle nicht an tina*s Gedächtnis, aber damit mein Lebenswerk nicht für den Locus ist:

"Ich hatte da wieder so einen Gedanken. Was ist das Patentrezept für Lebensglück? Ich denke die 793 Zutaten wäre ein guter Buchtitel dafür: 1. ein regenbogenfarbenes Einhorn, 2. eine Tasse Kamillentee"

"Das Einhorn kotzt, der Tag ist grau,
mir ist schlecht vom Alkohol, der Mensch ist ne Sau."

"Die echauffierten Zuschriften der Damen auf mein Profil hin hinterließen mich etwas konsterniert. Ich brachte ausschließlich meine Vorliebe für ein gepflegtes Äußeres zum Ausdruck. Denn meine Ambitionen auf eine Wiederholung eines gemeinsamen Vernissagebesuchs, zu dem die Dame in Gummistiefeln und plebiszitärer Bekleidung erscheint, halten sich deutlich in Grenzen."

"Du hast recht, *Frau*, ohne Liebe ist alles nichts. *youtubelink* Mei, ich geh jetzt eine Leberkässemmel essen."
 
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Deleted member 4363

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  • #6
Der letzte ist wahrscheinlich lonely, die anderen beiden sagen mir nichts:-( Doch, die erste ist Mrs. Right :)
 
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  • #7
:))))
Nuit, du alte Revoluzzerin - ich bin dabei !
Meine Lösungen waren :
1) IMHO (über Frauen, die keinen Mann brauchen)
2) 0815User (Tiefkühlpizza)
3) fafner (kein Glück auf PS, kein Glück im RL)
4) entropie (nicht angemeldet auf der Börse)
5) authentisch (Fragen über Fragen ..)
6) tina (der Heiligenschein, immer wieder gerne)
7) Mira (Männer ohne Manieren)

Puh, deine neuen sind schwierig... bis auf Miss Right fallen mir da keine Namen ein.. das eine eventuell auch von 0815User oder .... der Prinz im Kuhstall ?
 
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Deleted member 4363

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  • #8
Ich möchte doch sehr bitten! Zurück zum Thema:)
 

akku1987

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  • #10
Zum Thread:
Was Liebe ist, habe ich erst bei meinem ersten Parship-Date erfahren. Zwar wurde nichts daraus, aber trotzdem hat sie mich geprägt und ich wurde ein anderer Mensch. Das hat mein Umfeld zu spüren bekommen und mir auch mitgeteilt. Das gute ist, dass ich keiner Frau, mit der ich davor eine Beziehung hatte, hinterhertrauere. Nachtteil: Die Messlatte liegt jetzt so hoch, dass ich seitdem für keine andere Frau mehr so wirklich offen war und keine echten Gefühle entwickeln konnte. Jetzt mit der einen Ausnahme vor etwa 5 Monaten.
Also klares Ja von mir ;)
 
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  • #11
Zitat von akku1987:
Zum Thread:
Was Liebe ist, habe ich erst bei meinem ersten Parship-Date erfahren. Zwar wurde nichts daraus, aber trotzdem hat sie mich geprägt und ich wurde ein anderer Mensch. Das hat mein Umfeld zu spüren bekommen und mir auch mitgeteilt. Das gute ist, dass ich keiner Frau, mit der ich davor eine Beziehung hatte, hinterhertrauere. Nachtteil: Die Messlatte liegt jetzt so hoch, dass ich seitdem für keine andere Frau mehr so wirklich offen war und keine echten Gefühle entwickeln konnte. Jetzt mit der einen Ausnahme vor etwa 5 Monaten.
Also klares Ja von mir ;)
Verstehe ich es richtig, du hattest ein erstes Date und du glaubst, dass das wahre, echte, tiefe Liebe war, die du empfunden hast? Wie kommst du zu dieser Annahme, bzw. wieso denkst du nicht, dass dir da die Hormone nur einen Streich gespielt haben?
 

akku1987

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  • #12
Zitat von Truppenursel:
Verstehe ich es richtig, du hattest ein erstes Date und du glaubst, dass das wahre, echte, tiefe Liebe war, die du empfunden hast? Wie kommst du zu dieser Annahme, bzw. wieso denkst du nicht, dass dir da die Hormone nur einen Streich gespielt haben?


Weil ich keiner vorherigen Beziehung so stark nachgetrauert habe, wie dieser einen Frau. Ob nur ein Date oder mehr, das ist unwichtig.
 
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  • #13
Was war an ihr so beeindruckend?
 
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  • #14
Wäre es nicht seltsam, hätte einen die erste Liebe nicht mitgeprägt?
 

IMHO

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  • #15
Zitat von chiller7:
Wäre es nicht seltsam, hätte einen die erste Liebe nicht mitgeprägt?

Na ja, die erste vielleicht nicht, aber die "große". Mein Eindruck ist, dass viele Menschen auf irgendeine Weise nie ganz über die große Liebe (sagen wir mal: längere Beziehung über 8-16 Jahre) hinwegkommen. Sicherlich war der Schritt zur Trennung (egal von welcher Seite aus), damals unvermeidlich und die logische Konsequenz aufgrund unterschiedlichster Differenzen.

Aber insgeheim wünschen sich, IMHO, viele Leute, auch solche, die bereits wieder in anderen Beziehungen leben, den Partner von einst zurück - natürlich OHNE die damaligen Querelen. Oder sie wünschen sich zumindest eine nochmalige Chance, es anders, im besten Falle besser zu machen.
 
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  • #16
Das kommt auch auf die Umstände der Trennungen an. Fanden sie im gegenseitigen Einvernehmen statt, kann man weitergehen. Man behält diesen Menschen angenehm im Herzen, er war zu der Zeit wichtig, brachte einen weiter in verschiedener Hinsicht.
Die Psychologie betrachtet die erste Liebe als etwas sehr besonderes.
Unbewusst würde man ein ähnliches Wesen suchen.
 

Blanche

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  • #17
Zitat von IMHO:
Na ja, die erste vielleicht nicht, aber die "große". Mein Eindruck ist, dass viele Menschen auf irgendeine Weise nie ganz über die große Liebe (sagen wir mal: längere Beziehung über 8-16 Jahre) hinwegkommen.

Ich glaube nicht, dass die Länge der Beziehung da so eine große Rolle spielt.
Es geht eher um die Intensität der Beziehung (Nähe und Gefühle)
Das würde ich nicht unbedingt an Jahren fest machen...
(Da habe ich zum Teil in kürzeren Beziehungen mehr empfunden als in meiner langen 10 jährigen Partnerschaft...)
 
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  • #18

Andre

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  • #19
Zitat von IMHO:
Aber insgeheim wünschen sich, IMHO, viele Leute, auch solche, die bereits wieder in anderen Beziehungen leben, den Partner von einst zurück - natürlich OHNE die damaligen Querelen. Oder sie wünschen sich zumindest eine nochmalige Chance, es anders, im besten Falle besser zu machen.
Ich wünsche mir -- manchmal -- nur meine damalige Unbekümmertheit zurück.
 
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  • #20
Wenn man tiefe, intensive Gefühle für jemanden hatte, gemeinsame Kinder hat, auch eine glückliche Zeit miteinander verbracht hat, und danach auch nicht viel Besseres erlebt hat, kann ich nicht so richtig glauben, dass sich niemand den oder die ExPartner gelegentlich zurückwünscht.
 
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  • #21
Zitat von Truppenursel:
Wenn man tiefe, intensive Gefühle für jemanden hatte, gemeinsame Kinder hat, auch eine glückliche Zeit miteinander verbracht hat, und danach auch nicht viel Besseres erlebt hat, kann ich nicht so richtig glauben, dass sich niemand den oder die ExPartner gelegentlich zurückwünscht.

Für mich ist das nicht so. Ich habe das nie unter dem Aspekt, "Besseres" dann zu haben, gesehen. Es war immer anders, auch die Gefühle sind anders. Meine Exen habe ich nie zurück gewünscht, das war total durchlebt. Im Gegenteil, ich bin froh darüber, dass ich die Trennungen geschafft habe und nicht mehr darin herumhänge, trotz der auch natürlich schönen Zeiten.
 
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Hafensänger

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  • #22
Sehe ich auch so. Die Nummer "Ausschau nach etwas besserem zu halten" ist mir völlig fremd. Sieht man mal von zeitweise möglichen Schwierigkeiten in einer Beziehung ab, wusste/weiß ich genau ob eine Partnerschaft läuft oder nicht und wenn ich davon überzeugt bin, bin ich auch nicht so leicht loszuwerden. Das ist der Regelfall. Und wenn etwas abgeschlossen ist, habe ich auch nicht mehr irgendwie den Wunsch etwas wiederhaben zu wollen, gar aufzuwärmen. Meine erste Liebe fällt insofern aus dem Rahmen, weil sie mir meine erheblichen Defizite aufzeigte. Hätte ich sie später kennengelernt, wäre vermutlich deutlich mehr möglich gewesen.

Und ja, mich hat die erste Liebe sehr beeinflusst. Weniger die Überraschung sie so zufällig zu treffen und ihre erhebliche, ja sofortige Wirkung auf mich zu erfahren, mehr die Erkenntnis "nach" unserer Beziehung, zu welcher mir kaum fassbaren Dämlichkeit ich in der Lage bin. Ich hab's sowas von vermasselt, aber ich konnte es zu der Zeit nicht besser.
Gute 20 Jahre später hatte ich sie auf der Hochzeit der Tochter einer gemeinsamen Freundin wieder gesehen. Schwierig zu beschreiben, es war absichtsfrei, ein Wiedersehen, eine lockere Unterhaltung und hinterher blieb mir die Erkenntnis, sie wird immer in der schon erlebten Weise auf mich wirken. Trotzdem wäre ich ungefährdet, sähe ich sie - ich in einer Partnerschaft - wieder. Offensichtlich ist eine bedingungslose Beziehung - so sie denn mal geschlossen wurde - unüblich. Es war vor kurzem bei uns Thema und sie erläuterte plausibel, warum sie so sicher ist - und ich weiß, dass sie so ist. Ich würde für mich nicht von einem 100%er reden wollen, weil ich einfach innere Widerstände habe etwas völlig auszuschließen, aber es ist für mich nicht vorstellbar, dass ich sie wegen einer anderen Frau verließe.

Bei meinem Geschreibsel ist mir "geschlossene Beziehung" aufgefallen. Es ist natürlich bei jedem so, dass sie/er sich weitgehend auf den Partner einlässt und es zu einer psychischen "Verzahnung" der Partner kommt, die ich im Trennungsfall übrigens als deutliches Zerreißen empfinde, aber ich habe darüber hinaus keine Erklärung, warum es in meiner Partnerschaft beziehungsmäß nur noch ein Innen und kein Außen mehr gibt.
BTW, zu diesem aufeinander Einlassen war ich in meiner ersten Liebe einfach noch nicht in der Lage.

So, jetzt noch meinen Disclaimer: Selbstverständlich kann ich mich irren, es beschreibt nur meine ,auch ihre, nur von mir interpretierte, subjektive Sicht ohne Anspruch auf Allgemein- und/oder Endgültigkeit - und es interessiert mich eher weniger, warum bei anderen Partnerschaften aus welchen Gründen auch immer außerhalb der Partnerschaft gesucht/gefunden wird. Eher interessiert mich warum das "scheinbar" nicht viel häufiger so wie hier beschrieben läuft. Mir ist ein Engagement in Beziehung ungeachtet seiner erheblichen Risiken in seiner resultierenden Konsequenz etwas unvermeidliches.und kann nicht ausschließen, dass unsere Beziehung von innen kaputt geht, aber von außen nicht. Hm, gehörte auch in den Treue-Thread, der taugt aber nicht mehr.
 
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  • #23
Ja, ich kann mich meinem Vorredner anschließen. Auch bei mir war die erste und auch die zweite große Liebe prägend und noch immer fühlt sich eine Umarmung an, wie eine vollkommene, passende warme Einheit. Vermutlich ist es einfach die Fähigkeit gewesen, sich beiderseits vollkommen einzulassen und 100% zu akzeptieren, bzw, sich sicher zu sein, eine Fähigkeit, die man aufgrund der (schlechten) Erfahrungen, je mehr Partnerschaften man durchlebt, immer mehr verliert. Heute kann auch für mich eine Beziehung nicht mehr 100%ig sein, da es keine 100% passenden Partner gibt. Es ist und bleibt also eine Frage der Relation. Relationen werden fortlaufend überprüft und je mehr Beziehungen vollzogen sind, desto mehr "Vergleichsobjekte" befinden sich mental gleichzeitig mit einem Partner im Bett..und im Gespräch...
 
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  • #24
Die Unbekümmertheit, von der Andre schrieb, ist m.E. essenziell. Wenn die Wirklichkeit mit der Erfahrung von Wirklichkeit abgeglichen wird, steht sie sehr unter Vorbehalt. Legitim, aber ein Liebender ist auch ein wenig ein Kind. Ein Kind, das staunt während es seinen Teddy im Arm hält.
 
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Bauhaus

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  • #25
Zitat von Sieben:
Vermutlich ist es einfach die Fähigkeit gewesen, sich beiderseits vollkommen einzulassen und 100% zu akzeptieren, bzw, sich sicher zu sein, eine Fähigkeit, die man aufgrund der (schlechten) Erfahrungen, je mehr Partnerschaften man durchlebt, immer mehr verliert. Heute kann auch für mich eine Beziehung nicht mehr 100%ig sein, da es keine 100% passenden Partner gibt. Es ist und bleibt also eine Frage der Relation. Relationen werden fortlaufend überprüft und je mehr Beziehungen vollzogen sind, desto mehr "Vergleichsobjekte" befinden sich mental gleichzeitig mit einem Partner im Bett..und im Gespräch...
mir sind leute verdächtig die kurz vor der rente wirklich noch denken, daß es irgendwo noch die ganz große 100 % liebe geben muß und sich mit weniger nicht zufriedengeben.
 

IMHO

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  • #26
Zitat von Blanche:
Ich glaube nicht, dass die Länge der Beziehung da so eine große Rolle spielt.
Es geht eher um die Intensität der Beziehung (Nähe und Gefühle)
Das würde ich nicht unbedingt an Jahren fest machen...
(Da habe ich zum Teil in kürzeren Beziehungen mehr empfunden als in meiner langen 10 jährigen Partnerschaft...)

Ich wollte darstellen, dass die "erste" Liebe ja bereits in sehr jungen Jahren stattgefunden haben kann, und dann möglicherweise nicht sooo prägend war.
 

IMHO

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  • #27
Zitat von Sieben:
Vermutlich ist es einfach die Fähigkeit gewesen, sich beiderseits vollkommen einzulassen und 100% zu akzeptieren, bzw, sich sicher zu sein, eine Fähigkeit, die man aufgrund der (schlechten) Erfahrungen, je mehr Partnerschaften man durchlebt, immer mehr verliert. Heute kann auch für mich eine Beziehung nicht mehr 100%ig sein, da es keine 100% passenden Partner gibt.

Gab es sie damals? Oder war man einfach unbekümmerter und hat sich einfach total auf den Partner eingelassen und die Verbindung deshalb als "100%" angesehen?

Weil man damals eher bereit war, Kompromisse einzugehen, "Abstriche" zu machen und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen?
 

IMHO

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  • #28
Zitat von Bauhaus:
mir sind leute verdächtig die kurz vor der rente wirklich noch denken, daß es irgendwo noch die ganz große 100 % liebe geben muß und sich mit weniger nicht zufriedengeben.

Geben MUSS wohl nicht. Aber ist alles andere nicht ein "Vorlieb nehmen"?
Motto: "Besser den/die als allein zu sein"?
 
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  • #29
Zitat von chiller7:
Die Unbekümmertheit, von der Andre schrieb, ist m.E. essenziell. Wenn die Wirklichkeit mit der Erfahrung von Wirklichkeit abgeglichen wird, steht sie sehr unter Vorbehalt. Legitim, aber ein Liebender ist auch ein wenig ein Kind. Ein Kind, das staunt während es seinen Teddy im Arm hält.


Ja, das ist richtig...sie ist essentiell...
Aber schmeckt die Unbekümmertheit nicht sehr nach Verantwortungslosigkeit sich selbst gegenüber, wenn man nicht nur die Erfahrung nicht hören will, sondern auch gesagt bekommt " eine 100%ige Sicherheit kann es nicht geben"? Ich denke, das ist der Moment, in dem man den Teddy, der so spricht erst einmal auf einen Stuhl setzt und einen Schritt zurück tritt, um ihn zu betrachten..Und dann auch für sich selbst festzulegen "100% gibt es in dieser Sache nicht" ist doch der gesündeste Weg...

Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass ich selbst zulassen könnte, 100% Partnerschaft geben und annehmen zu können. Es muss nur auch mit dem jeweiligen Partner überein stimmen. Eine einseitige 100% Partnerschaft führt zwangsläufig ins Verderben...:)

Meine Meinung ist es, dass die meisten Leute nicht einmal verstehen, worum es hierbei geht. Was es bedeutet. 100 % anzunehmen und angenommen zu werden. Die vielen Fehler sehen und sie verzeihen ...die Mängel sehen und sich nicht seiner Mängel schämen, sondern ihn als Ganzes zu lieben. Soetwas wird erlernt...es ist nicht einfach da.