Julianna

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  • #1

Die eigenen Ansprüche an den anderen sind immer nur der Spiegel der eigenen emotionalen Defizite!

Was denkt ihr über diesen Satz?

Die eigenen Ansprüche an den anderen sind immer nur der Spiegel der eigenen emotionalen Defizite!

Habe den Satz schon häufiger gelesen - bin mir aber noch nicht so ganz im Klaren darüber, wie man das bewerten soll.

Quelle/Zusammenhang:
http://leben-ohne-limit.com/7779/was-ist-liebe/

Dazu: ich bin kein Fan von solch plakativen Buch-Titeln wie hier "Mr. Right" - und finde es immer bedenklich, wenn damit nur eines der Geschlechter angesprochen werden soll. Kommt mir zu einseitig vor.

Interessant dazu finde ich auch diesen Artikel, dem ich in großen Teilen zustimmen würde:
http://m.huffpost.com/de/entry/6341518

Und den folgenden Artikel - wobei ich das Biochemie-Gedöns am Anfang nicht gelesen habe:
https://www.audimax.de/studium/stud...st-liebe-eigentlich-was-loest-sie-in-uns-aus/

Mal angenommen, ich projeziere meine eigenen emotionalen Defizite auf den anderen - so dass (per Definition s.o.) ich Ansprüche an den anderen entwickele. Zum Beispiel erhebe ich den Anspruch nach mehr Nähe (oder mehr Distanz) an den anderen - dann müsste das im Umkehrschluss ja bedeuten, das man selbst, im sich nähern (oder im sich distanzieren) ein Defizit hat?!?

Oder sie ist ihm zu chaotisch - also besitzt er ein Defizit im Ordnung halten - nicht sie?

Irgendwie traue ich dem obigen Satz nicht so recht über den Weg.

Was ist dann eigentlich mit den emotionalen Ansprüchen, die wir an uns selbst haben? Stammen die dann aus den Defiziten des anderen :eek: *verwirrt*

Ich meine, welchen Grund könnte denn der Mensch als soziales (meist) intelligentes Wesen haben, die eigenen emotionalen Defizite, als Anspruch an den anderen zu "verpacken"?
Da erschließt sich mir nicht so recht der Sinn in Bezug auf die Soziologie und die Evolutionsbiologie.
Welchen Vorteil sollte das haben ? Und welchen Nutzen für die zwischenmenschliche Interaktion?

Und sich im anderen wiederzuspiegeln ist für mich etwas anderes, als die eigene Defizite auf den anderen zu projizieren.
 
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Pit Brett

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  • #2
Ja. Und? Ich bin jetzt nicht Deinen Links gefolgt, aber ist Dir noch nie aufgefallen, dass man an anderen rasch kritisiert, was man an sich selbst nicht so gut leiden kann?
 
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Tone

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  • #3
welchen Grund könnte denn der Mensch als soziales (meist) intelligentes Wesen haben, die eigenen emotionalen Defizite, als Anspruch an den anderen zu "verpacken"?

Ansprüche an andere Mitmenschen oder Kritik beinhalten eine Änderungsabsicht am Verhalten im Gegenüber. Wie es in deinem letzten Link so schön heisst:

"Wir Menschen sind umweltbezogene Wesen. Wir sind und werden nur durch Beziehungen zu uns selbst."


Vielleicht wollen wir unbewusst im Anderen verändern was uns am eigenen Verhalten stört, weil wir so nicht unser wahres Ich offen legen müssen, was mit dem Risiko einher geht unser Selbstbild zu beschämen.
 
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Deleted member 20013

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  • #5
Oder sie ist ihm zu chaotisch - also besitzt er ein Defizit im Ordnung halten - nicht sie?

Zu einseitig gedacht. Sein Defizit kann auch gut darin bestehen Unordnung (Unsicherheit?) auszuhalten.

Das "immer" dient doch in erster Linie der Provokation. Stimmt aber in dem Sinne, dass man, wie bei Sternzeichen, alles irgendwie auf sich beziehen kann. Wenn nicht in die "linke", dann eben in die "rechte" Richtung.
 

Julianna

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  • #6
Vielleicht Beispiele dazu was ich meine:

(1) Frau xx kritisiert an Mann xy, dass er nicht mehr ihren optischen Ansprüchen entspricht und ihr nicht mehr gefallen will.

(2) Mann xy kritisiert an Frau xx dass sie ihm zu unnahbar ist und er die körperliche Nähe vermisst.

(3) Frau xx kritisiert Mann xy, zu viel Zeit mit seinen Hobbies zu verbringen, anstatt sich ihr zuzuwenden.

(...)

(1) Die Frau ist unattraktiv für den Mann?

(2) Der Mann kann Nähe nicht zu lassen oder ist selbst unnahbar?

(3) Die Frau verbringt ihre Zeit lieber anderweitig.
 
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Julianna

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  • #7
Vielleicht wollen wir unbewusst im Anderen verändern was uns am eigenen Verhalten stört, weil wir so nicht unser wahres Ich offen legen müssen, was mit dem Risiko einher geht unser Selbstbild zu beschämen.
Das würde (überspitzt formuliert) bedeuten, dass Menschen die viel kritisieren, selbst die größten Defizite haben? Mangelndes Selbstbewusstsein - den eigenen Schwächen nicht ins Auge zu sehen?

Irgendwie ist mir das zu simpel.

An meinem Ex-Freund bespielsweise, hatte ich mit der Zeit immer mehr Kritik "angesammelt". Das müssten dann ja folglich alles meine eigenen Defizite gewesen sein... ?
Zum Beispiel nervte mich mit der Zeit seine Faulheit, immer den einfachsten Weg zu suchen, seine Unkreativität und sein Geiz <Hier Liste beliebig erweitern >

Ich halte mich selbst aber zb nicht für unkreativ oder geizig. Die Trennung liegt ca 3 Jahre zurück und ich müsste genügend Abstand gewonnen haben, hier wertneutral urteilen zu können. Auch ein "Abgleich" des Selbst mit der Realität (dem Umfeld), ergab, dass 99% der Kritik an ihm, keines meiner Defizite zu sein scheint.

Ich traue diesen Glaubenssätzen nicht so ganz über den Weg.
 
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Julianna

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  • #8
Ich finde den Glaubenssatz "Man kann den anderen nicht verändern, sondern immer nur sich selbst"
übrigens genauso irreführend.
 
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  • #9
@Julianna : Mir fällt auf wie häufig du das Adverb "immer" verwendest, ich vermeide das im obigen Beitrag bewusst, um das Schwarz-Weiss-Denken möglichst auszuschließen.

Edit: Sorry, "immer" wird von dir zitiert, womit meine Kritik ins Leere geht.
 
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Julianna

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  • #10
@Julianna : Mir fällt auf wie häufig du das Adverb "immer" verwendest, ich vermeide das im obigen Beitrag bewusst, um das Schwarz-Weiss-Denken möglichst auszuschließen.
Naja und selbst wenn, wie @Synergie schreibt, dieser Glaubenssatz durch "immer" eine Provokation meint (wo ich mir übrigens nicht sicher bin!) , wäre er ja trotzdem noch falsch.

Man müsste dann ja ständig in Sorge sein, wenn man andere kritisiert, dass es einem selbst an etwas mangelt.
 

Pit Brett

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  • #11
Nur komme ich mit der "Absolution" des Satzes nicht zurecht. Darin kommt ein "immer" vor. Also kein "manchmal" (projiziert man auf andere).
Absolution? von was? Du meinst Absolutheit? Wenn ja: Allsätze sind in diesem Bereich doch wohl eher ohnehin für die Tonne. Gripsverschwendung.
 
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Julianna

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  • #12
Zitat
"Man kann in der Liebe durch Leistung keinen kalkulierbaren Gewinn erzielen – egal wie perfekt man aussieht, egal wie duldsam man ist, egal wie cool man auftritt oder wie sehr man versucht den anderen dahingehend zu verändern. Die eigenen Ansprüche an den anderen sind immer nur der Spiegel der eigenen emotionalen Defizite!"

Jetzt mal ehrlich: das soll eine Wahrheit sein?

Vielleicht etwas provokant, aber ich halte das für bullshit.
(Also in dem Zusammenhang mit dem vorangestellten Satz)
 
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Tone

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  • #13
Man müsste dann ja ständig in Sorge sein, wenn man andere kritisiert, dass es einem selbst an etwas mangelt.

Wie erwähnt habe ich meine Schwierigkeiten mit dichotomen Kategorien; "immer" oder "ständig" sind für mich Hinweise auf solche Verzerrungen. Vielleicht bin ich da überempfindlich.

Zudem finde ich es nicht verkehrt bei sich nachzusehen, bevor andere Mitmenschen kritisiert werden. Es macht nichts wenn wir da anderer Meinung sind. Meine obige Kritik ist ein gutes Beispiel für die These im Thread, sie zeigt schön, wie ich die Maßstäbe die für mich gelten auf deine Beiträge projeziere.
 
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Julianna

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  • #14
@Tone und was passiert wenn Menschen diese Dinge wort-wörtlich nehmen?

Ich mein, die Bibel oder den Koran wort-wörtlich auszulegen, hat ja auch fatale Folgen.

Was treibt Menschen um, die solche Bücher schreiben oder Artikel?

In dem Sinne, dass sie solche (fatalen) Pauschalisierungen machen?
 
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Pit Brett

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  • #18
Das meine ich doch. Schon der Originaltext wirft Interpretationsfragen auf. Übersetzen geht nicht; Übertragen ist erst recht Interpretation. Wortwörtlich geht da nicht …
 
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  • #19
@Pit Brett : Ein gutes Beispiel wo die Vorzüge von Stereotype zu Tage treten: Sie vereinfachen das Denken.

Unser menschliche Verstand ist für eine wahrheitsgetreue Abbildung von Realität viel zu klein; wir ordnen Menschen blitzschnell Gruppen zu, damit wir in der sozialen Interaktion effektiv Informationen verarbeiten können. Kaum jemand hat sich intensiv mit der Bibel befasst, aber trotzdem eine klare Meinung zu Menschen die sich darauf berufen. Das soll jetzt kein Fingerzeigen auf Julianna sein, ich arbeite auch täglich mit Kategorisierungen wie z.B. dem Geschlecht und achte verstärkt auf Bestätigungen meiner Vorurteile, während Abweichungen eher in den Hintergrund treten.
 
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fafner

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  • #20
... , aber ist Dir noch nie aufgefallen, dass man an anderen rasch kritisiert, was man an sich selbst nicht so gut leiden kann?
Das ist bei mir nicht so. Da müßte mein Gegenüber schon noch deutlich krasser drauf sein, damit es mir überhaupt auffiele. So jemand ist mir noch nicht begegnet.
An meinem Ex-Freund bespielsweise, hatte ich mit der Zeit immer mehr Kritik "angesammelt". Das müssten dann ja folglich alles meine eigenen Defizite gewesen sein... ?
Dein Defizit ist, daß Du überhaupt so viel Kritik ansammelst. Ohne diese Sammlung geht es auf. Dann hättest Du auch nicht diese Ansprüche.

Oder anders ausgedrückt: die Ansprüche selbst sind das emotionale Defizit.

Ein schönes Forumsmantra. Das ist nämlich genau das, was hier immer beklagt wird. Daß alle Gegenüber zu anspruchsvoll seien. :)
 
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fleurdelis

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  • #21
An meinem Ex-Freund bespielsweise, hatte ich mit der Zeit immer mehr Kritik "angesammelt". Das müssten dann ja folglich alles meine eigenen Defizite gewesen sein... ?
Zum Beispiel nervte mich mit der Zeit seine Faulheit, immer den einfachsten Weg zu suchen, seine Unkreativität und sein Geiz <Hier Liste beliebig erweitern >.

Ich bin mir nicht sicher, ob derjenige der ständig Kritik übt oder nörgelt bei sich irgendwelche Defizite finden kann .... o_O
 
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  • #22
Na ja, hingucken muß man schon ! ;)

Aber wenn man immer nur auf die Splitter im Auge der anderen achtet, wird man die Balken im eigenen kaum bemerken (können) ! :rolleyes:

Aber seit dem 1. posting grübel ich über diesen Satz nach, und ich befürchte, ich habe ihn immer noch nicht verstanden, ich sehe das ganz anders oder ich bin völlig atypisch ... ! :(
 
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ratte

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  • #23
Na ja, hingucken muß man schon ! ;)

Aber wenn man immer nur auf die Splitter im Auge der anderen achtet, wird man die Balken im eigenen kaum bemerken (können) ! :rolleyes:

Aber seit dem 1. posting grübel ich über diesen Satz nach, und ich befürchte, ich habe ihn immer noch nicht verstanden, ich sehe das ganz anders oder ich bin völlig atypisch ... ! :(

Er war ja auch garnicht so gemeint, wie im ersten Posting beschrieben:

Hier einmal nicht aus dem Kontext gerissen:

"Man kann in der Liebe durch Leistung keinen kalkulierbaren Gewinn erzielen – egal wie perfekt man aussieht, egal wie duldsam man ist, egal wie cool man auftritt oder wie sehr man versucht den anderen dahingehend zu verändern. Die eigenen Ansprüche an den anderen sind immer nur der Spiegel der eigenen emotionalen Defizite!

Nähe ist etwas, das man vorbehaltlos geben, aber niemals kontrollieren oder erzwingen kann. Tiefe Liebe ist eine Kombination von Vertrauen, schönen Erlebnissen und guten Gefühlen für den anderen. Sie passiert. Man kann sie weder erwirtschaften noch vertraglich absichern. Und gerade das Leistungsprinzip, das uns von unserem kapitalistischen Wertesystem für die große Liebe vorgegeben wird, ist ihr größter Gegner.

„Es gibt nichts Lächerlicheres, als einen Investment-Bänker, der glaubt, dass seine Modelfreundin ihn wirklich liebt.“ (Antonella, Model, New York)"


Es geht darum, keine eigene Meinung zu entwickeln, sondern sich seine Partner immer nach den jeweiligen Modevorgaben irgendeiner Medienindustrie zu suchen..
...und kein Selbstbewusstsein zu haben, wenn man feststellt, der Mensch, den ich liebe, entspricht nicht zu 100% diesen Vorgaben und deshalb lieber kurzfristig ein Model auszuhalten als eine echte Liebesbeziehung aufzubauen.
 
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  • #24
Die eigenen Ansprüche an den anderen sind immer nur der Spiegel der eigenen emotionalen Defizite!

Diesem Satz stimme ich zu. Man hat mit allem, was man anderen vorwirft selbst ein Problem. Das bedeutet aber nicht, dass man das gleiche Defizit hat. Man sieht sich ja im Spiegel auch seitenverkehrt, und auch nicht die komplette Person.
Man hat also immer irgendwie mit dem Thema zu tun und kann bei sich selbst was anschauen.
Dieser Ansatz nervt aber manchmal echt! :)
Und definitiv ist es so, dass davon unabhängig manche Vorwürfe einfach auch völlig berechtigt sind.
 
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ratte

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  • #25
Zitat
"Man kann in der Liebe durch Leistung keinen kalkulierbaren Gewinn erzielen – egal wie perfekt man aussieht, egal wie duldsam man ist, egal wie cool man auftritt oder wie sehr man versucht den anderen dahingehend zu verändern. Die eigenen Ansprüche an den anderen sind immer nur der Spiegel der eigenen emotionalen Defizite!"

Jetzt mal ehrlich: das soll eine Wahrheit sein?

Vielleicht etwas provokant, aber ich halte das für bullshit.
(Also in dem Zusammenhang mit dem vorangestellten Satz)

Was daran verstehst du nicht?
"Liebe" ist für dich also kalkulierbar, berechenbar? Ehrlich gesagt halte ich das für bullshit...
Im weiteren Verlauf des Textes wird doch sehr schön beschrieben, wie es gemeint ist..
Und in deinen anderen links kommt dann auch immer wieder die (für mich wahre) Aussage, "Liebe" ist ein Wunder...sie passiert oder sie passiert nicht...erzwingen / kaufen / berechnen lässt sie sich nicht.
 

Tone

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  • #26
Tiefe Liebe [...] passiert. Man kann sie weder erwirtschaften noch vertraglich absichern.

Du hast schon recht, dennoch möchte ich spitzfindig einhaken, weil eine dauerhafte Liebe wenig mit der romantischen Vorstellung zu tun hat, es müssen sich nur zwei zueinander passende Menschen treffen, dann passiere die Liebe wie von selbst. Das mag für die Verliebtheit gelten, bei der dauerhaften Liebe bin ich da skeptisch.

Wie du das Leistungsprinzip einbringst gefällt mir gut. Die Literatur ist voll mit Hinweisen wie eine Liebesbeziehung mit idealisierten Wunschvorstellungen zerstört wird und warum es auf den Partnerbörsen so schwer ist, seinen Traumpartner über die Steigerung seines Marktwerts zu finden, mit Hilfe der Selbstoptimierung.

Statt zu nörgeln oder verletzende Kritik zu üben, sind Vorschläge vielleicht die bessere Methode an Kompromissen in einer liebevollen Partnerschaft zu arbeiten.
 
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Deleted member 20811

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  • #27
Was daran verstehst du nicht?
"Liebe" ist für dich also kalkulierbar, berechenbar? Ehrlich gesagt halte ich das für bullshit...
Im weiteren Verlauf des Textes wird doch sehr schön beschrieben, wie es gemeint ist..
Und in deinen anderen links kommt dann auch immer wieder die (für mich wahre) Aussage, "Liebe" ist ein Wunder...sie passiert oder sie passiert nicht...erzwingen / kaufen / berechnen lässt sie sich nicht.

Ratte, ich mag deine Beiträge sehr, du bist sehr klar, differenziert und bringst es auf den Punkt, ehrlich und direkt. Und meist liebevoll.
Aber auf @Julianna hast du dich jetzt eingeschossen. Und das führt dazu, dass du nicht mehr wirklich zuhörst.
 
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ratte

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  • #28
Du hast schon recht, dennoch möchte ich spitzfindig einhaken, weil eine dauerhafte Liebe wenig mit der romantischen Vorstellung zu tun hat, es müssen sich nur zwei zueinander passende Menschen treffen, dann passiere die Liebe wie von selbst. Das mag für die Verliebtheit gelten, bei der dauerhaften Liebe bin ich da skeptisch.

Statt zu nörgeln oder verletzende Kritik zu üben, sind Vorschläge vielleicht die bessere Methode an Kompromissen in einer liebevollen Partnerschaft zu arbeiten.

Ich bin ganz deiner Meinung...wo dachtest du, würdest du mir widersprechen?
 
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ratte

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  • #29
Ratte, ich mag deine Beiträge sehr, du bist sehr klar, differenziert und bringst es auf den Punkt, ehrlich und direkt. Und meist liebevoll.
Aber auf @Julianna hast du dich jetzt eingeschossen. Und das führt dazu, dass du nicht mehr wirklich zuhörst.

Dankeschön:)
Ich hab mich aber auf niemanden "eingeschossen". Manche Schriftsteller sind hier etwas präsenter als andere, das wird es sein.
Was meinst du hätte ich nicht richtig gelesen?