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  • #1

Die drollige Frau in der Onlinewelt wie finde ich meine Partner ?

Liebe Foristen,

ich empfinde hier im Forum eine Form der Aufregung. Ich fühle mich nicht schuldig, aber ich fühle mich verantwortlich für die Welt in der wir alle Leben.

Ich bitte Euch um Hilfe. Wie kann man zusammen etwas verbessern ?

Wie kann man das Internet erhalten als vorurteilsfreien Raum des Meinungsaustausches und trotzdem für Werte einstehen und Balance schaffen ? Ich wünsche mir, dass es den Internet-Pranger nicht gibt, das ist naiv, aber wie kann man ihn verhindern ?


Nun bin ich in einem Onlineforum in einem merkwürdigen Dilemma, versuche es mal aufzulösen.
Ich möchte nicht, dass sich Menschen hier im Forum angegriffen fühlen.
Die Distanz zu den Worten kann Distanz schaffen zur Person.
Alles kann und sollte man nicht über die Worte anderer Menschen ausdrücken, hier scheint es mir aber sinnvoll.



"Wir haben eine Welt erschaffen, in der die cleverste Überlebensstrategie darin besteht, fade zu sein", schreibt Ronson. "Wir bestimmen die Grenzen der Normalität, indem wir die Menschen auseinandernehmen, die außerhalb dieser Grenzen stehen."

Zitat aus einem Artikel der „Zeit-online“, die Unterschiede des realen Lebens zum Internet ganz gut verdeutlichen. (Quelle unten)


Mich aufzufordern Antworten und Lösungen zu liefern ist sinnlos. Ich weiß, das ich nichts weiß.
Dafür gibt es kein Geheimrezept.

Wie kann man das Internet erhalten als vorurteilsfreien Raum und trotzdem für Werte einstehen?

Wie kann man seine Meinung im Internet sachlich (kühl) vertreten und trotzdem ein Gefühl für alle Mitmenschen ausdrücken ?

Wie kann man sich selbst im Internet vor Verletzung schützen und gleichzeitig noch alle anderen ?

Wie kann man gegen einseitige Meinungen im Internet vorgehen ohne zu radikalisieren, wie wenn jemand radikal ist, wie kann man ihnen die Hand reichen ohne Opfer zu werden ?
Wie ist man achtsam ohne ängstlich zu werden ?

Wie kann man im Internet gleichzeitig gelassen bleiben um nicht zu beleidigen und doch nicht flau und einseitig werden ?


Dieser Thread ist eine Botschaft, wer sie nicht mag, sollte sich selbst fragen, was ihn stört.
Ich bin nicht wichtig genug, dass meine Person Gedanken verhindern sollte nicht mal könnte.
Ich weiß die Lösungen nicht. Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Ich glaube manche Ziele sind unerreichbar, aber alle zusammen können wir Verantwortung tragen, jeder auf seine Art, oder ? Jemanden zu ignorieren ist die Kommunikation der Missachtung, wir wollen doch alle nicht ignoriert werden, oder ?

Wie kann man das Internet erhalten als vorurteilsfreien Raum des Meinungsaustausches und trotzdem für Werte einstehen und die Balance schaffen ?

http://www.welt.de/vermischtes/article140325931/Wer-ist-schuld-am-Internet-Pranger-Du-Ich-Wir.html


P.S.
"„Je suis Charlie"“ den Button trage ich nicht an meiner Kleidung, der ist in meinem Herzen.
Ich empfinde Werte wie Menschlichkeit, Freiheit, Gerechtigkeit als die Grundpfeiler der Welt.
Das ist meine Überzeugung, die werde ich immer verteidigen, weil es sich lohnt.
 
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honey

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  • #2
Liebe Cabal..... (Ich hoffe die Anrede ist richtig gewählt, ansonsten I am very sorry)..... Ich habe Deine Kommentare bisher immer als respektvoll empfunden..... Wer sich "verbal" angegriffen sieht, nur weil ihm/ihr mal ein Kommentar nicht gefällt hat selbst Schuld..... Jeder hat das Recht ein Problem aus seinem eigenen Blickwinkel "anzugehen" und durch viele unterschiedliche Kommentare bekommt man selbst evtl. Eine andere Sichtweise.... Also bitte mach dir keinen Kopf... Du, ich, er und Sie können es nicht allen recht machen dafür sind wir alle Individuen mit eigenen Köpfen, Gedanken, Wünschen usw.
 
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  • #3
Zitat von honey:
Liebe Cabal..... (Ich hoffe die Anrede ist richtig gewählt, ansonsten I am very sorry)..... Ich habe Deine Kommentare bisher immer als respektvoll empfunden..... Wer sich "verbal" angegriffen sieht, nur weil ihm/ihr mal ein Kommentar nicht gefällt hat selbst Schuld..... Jeder hat das Recht ein Problem aus seinem eigenen Blickwinkel "anzugehen" und durch viele unterschiedliche Kommentare bekommt man selbst evtl. Eine andere Sichtweise.... Also bitte mach dir keinen Kopf... Du, ich, er und Sie können es nicht allen recht machen dafür sind wir alle Individuen mit eigenen Köpfen, Gedanken, Wünschen usw.

Danke für Deine Ideen.
Ich wünsche mir, das sich Menschen Gedanken machen, was das Internet vom "realen Leben" unterscheidet, darum der Link zu dem "Artikel der Zeit-Online".
Ich finde den Artikel gut geschrieben, ich selbst bin nicht das Thema. Vielleicht findest Du in dem Artikel auch etwas, was Dich bewegt und worüber Du Dir noch mehr Gedanken machen möchtest ?
 
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  • #4
Zitat von cabal:
"„Je suis Charlie"“ den Button trage ich nicht an meiner Kleidung, der ist in meinem Herzen.
Ich empfinde Werte wie Menschlichkeit, Freiheit, Gerechtigkeit als die Grundpfeiler der Welt.
Das ist meine Überzeugung, die werde ich immer verteidigen, weil es sich lohnt.

Charlie steht/stand für Satire und Spott. In deiner Aufzählung von Werten kommt Spott nicht vor.
Dabei wäre das ein Wert, der etwas mehr Kontur hätte. Denn Menschlichkeit, Freiheit, Gerechtigkeit schreibt sich so ziemlich jeder auf die Flagge. Ich denke, dahin muß man die Welt nicht ändern, daß noch mehr Menschen noch lauter posaunen, sie empfänden Menschlichkeit, Freiheit und Gerechtigkeit als Grundpfeiler der Welt, und meinen, sie hätten damit was getan. An so einer Weltverschlechterung möchte ich nicht teilnehmen.
 
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  • #5
Zitat von Butte:
Charlie steht/stand für Satire und Spott. In deiner Aufzählung von Werten kommt Spott nicht vor.
Dabei wäre das ein Wert, der etwas mehr Kontur hätte. Denn Menschlichkeit, Freiheit, Gerechtigkeit schreibt sich so ziemlich jeder auf die Flagge. Ich denke, dahin muß man die Welt nicht ändern, daß noch mehr Menschen noch lauter posaunen, sie empfänden Menschlichkeit, Freiheit und Gerechtigkeit als Grundpfeiler der Welt, und meinen, sie hätten damit was getan. An so einer Weltverschlechterung möchte ich nicht teilnehmen.

Danke für Deinen Hinweis. Ich empfinde die Kunst in Medien damit empfinde ich eine Distanz zur Aussage und fühle mich persönlich nicht verletzt.
Vielleicht findest Du in dem Artikel auch etwas, was Dich bewegt und worüber Du Dir noch mehr Gedanken machen möchtest ? Vielleicht hast Du Kinder, die im Internet unterwegs sind ?
Vielleicht vertreten wir ähnliche Werte ?
Ich empfinde eine Diskussion dann als gelungen, wenn diese den Focus auf das Thema hat.
Wie ist Deine Sichtweise zum Thema nicht zu meiner Person ?
Wie glaubst Du kann man für eine Überzeugung handlen im Internet, eine Internet-Demo im Internet für die Menschlichkeit ?
 
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  • #6
Ich habe weder was über deine Person geschrieben noch über den Bot, der mir da eventuell gerade antwortet. Lies mein Post noch mal.
Weltverbesserung sollte ein bißchen Achtsamkeit und Auffassung einschließen. Nicht als Flagge, sondern real ausgeübt, auch beim Lesen im Internetforum. Da geben sich Internet und Realität nichts. Zu viel bemühte Versicherung und Flagge, zu wenig konkrete Ausübung.
 

honey

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  • #7
In dem Artikel werden einige Dinge aufgeführt, die wider jeglichem Geschmack sind. Hier kann nur Anraten "Hirn einschalten bevor der Mund geöffnet wird", Bilder geschossen werden oder Dinge, die ganze Bevölkerungsschichten angreifen postet, auch wenn es ironisch gemeint sein mag. ....aber auffällig ist, dass viele Menschen heute immer noch denken Internet sei anonym.... Weit gefehlt...... Wir werden immer mehr zum gläsernen Menschen ..... Und zum guten Schluss, was du nicht willst was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.....
 

Pit Brett

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  • #8
Zitat von Butte:
IZu viel bemühte Versicherung und Flagge, zu wenig konkrete Ausübung.
Was leider, cabal, auch auf den Artikel zutrifft. Es steht nichts drin, was sich nicht von selbst versteht -- und das Nichts wird uns als Forschungsergebnis (oder so ähnlich) präsentiert. Von kognitiver Dissonanz ist die Rede, aber wo die hingehören soll bei der Analyse von shitstürmen, dazu schweigt er sich aus. Die Anlässe der Ereignisse werden kleingeredet, aber beide Frauen haben die Grenzen des guten Geschmacks weit hinter sich gelassen. Ich bin ein lithogeronter Konservativer, fand beide Gags nicht akzeptabel und die virale Vernichtung zeitgemäß und angemessen. Wer seine Verrohung öffentlich macht, darf über die Öffentlichkeit nicht jammern, die in der gleichen Währung zurückzahlt.

Aber vielleicht bin ich ja neben der Sache. Was ist drollig an Dir, und was willst Du uns sagen? Schwerter zu Pflugscharen?
 
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  • #9
Wer sich selber zum gläsernen Menschen macht, alles twittert oder bei Facebook einstellt, der muss sich über Shitstorms nicht wundern.

Warum wird alles öffentlich gemacht? Es wird doch eine Reaktion "der anderen" erwartet. Und wenn die dann mal nicht positiv ausfällt oder sogar ganz mies ausfällt, dann bricht eine Welt zusammen.

Brauche mich ja an nichts im Net zu beteiligen, und wenn, dann mal her mit den Reaktionen *lach*
Habe ja die Möglichkeit alles geflissen zu ignorieren, oder was dazu zu schreiben, oder mich einfach nur köstlich zu amüsieren.

Und will nicht zumindest noch die Welt verbessern, bevor ich von ihr gehe ;)
 
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  • #10
Zitat von Pit Brett:
beide Frauen haben die Grenzen des guten Geschmacks weit hinter sich gelassen.
Mal unter uns: Justines Satz könnte, von der richtigen Person im richtigen Kontext gesprochen, durchaus treffend und kritisch sein.

cabal: Statt der großen Töne mal was Konkretes: ich persönlich wäre motivierter, mit dir zu einem Thema zu schreiben, wenn du nicht fortwährend deine Posts ändertest, nachdem ich auf sie geantwortet habe. Hilfreich fände ich auch für das, was du als deine Sache verkündest, wenn du nicht allerorten dich so sehr an mir und meiner Person aufriebeste, nicht so von der Angst besessen wären, andere würden sich vor allem mit deiner Person beschäftigen und dann dich oder deine Rolle schon in der Überschrift eines Threads platziertest, in dem du dann in jedem Post schreibst, es solle aber nicht um dich gehen. Das ist keine Kritik und du mußt nicht schreiben, daß du dadurch nicht verletzt worden bist, denn das ist selbstverständlich. Es ist ein pragmatischer Hinweis. Ob du ihn aufnimmst, zeigt mir persönlich an, ob es von deiner Seite um die Sache geht oder nicht. Für das Thema ists nur scheinbar egal. Denn das wird zuweilen gestört durch die, die am ungeschicktesten darauf pochen.
 
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  • #11
Ich bitte um Gedanken, um Hilfe zur Lösung, ich bin nicht das Thema.
Glaubst jemand Menschen, die man verletzt werden sich nicht wehren ?
Die reale Welt ist die Onlinewelt, doch sie ist nicht gleich.
Was macht man, wenn die reale Welt aus der Onlinewelt kommt mit der gleichen Idee, dass nur das ein Recht hat was gleich ist?
Was passiert, wenn der Shitstorm aus dem Internet nach Hause kommt, zur Tür ?
Glaubt jemand eine Welt kann begrenzt werden auf Gleichgesinnte ?
Was macht man wenn das Kind, der Freund, die Frau, der Bruder, die Schwester das Opfer des Shitstorms ist ?
Glaubt jemand es gibt einen Unterschied ob man mit vielen Leuten in der Online Welt gegen andere Menschen agiert oder mit vielen Leuten in der realen Welt ?
Vielleicht ist es besser alleine zu sein, dann macht es Sinn nicht darüber nachzudenken, oder ?
 
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  • #12
Liebe authentisch,
wenn du das liest: ich entschuldige mich, wenn ich jemals bei dir von Sendungsbewusstsein gesprochen habe ;)
 
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authentisch_gelöscht

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  • #13
:)
 
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  • #17
Das ist eine wahre Geschichte aus dem Leben, diese Geschichte hat irgendwo in Deutschland so stattgefunden. Es ist nicht wichtig, ob das jemand glaubt es ist eine wahre Geschichte.
Meine Freundin, 41, ist wohlhabend hat einen Mann und zwei Kinder und ist eine normale Frau.
Sie macht Kampfsport seit ihrer Jugend. Eines Tages sitzt sie in einem Lokal, am Nebentisch sitzt eine Muslimin alleine mit zwei Kindern. Drei junge Männer fühlen sich gestört und wollen die Muslimin vertreiben. Die Situation droht zu eskalieren meine Freundin steht auf und stellt sich vor die drei jungen Männer um die Muslimin zu schützen. Meine Freundin erzählt mir später sie hatte Angst weil sich auch andere auf einmal gegen sie stellten. Meine Freundin steht nun alleine gegen gewalttätige Menschen, die nur Hass in sich tragen, gegen Ausländer. Zum Glück nutzt die muslimische Frau die Sekunden und rennt aus dem Lokal und alarmiert ihre Brüder. Nach wenigen Minuten sind viele Ausländer im Lokal und schützen nun meine Freundin. Dadurch weichen die drei jungen Männer und die anderen Rechten zurück und die Situation beruhigt sich innerhalb von Sekunden.
Meine Freundin verlässt mit den Ausländern fluchtartig das Lokal.
Es ist nichts weiter passiert ein Glück.
Meine Freundin rennt auf die Straße, die fremden Ausländer holen sie irgendwann ein. Etwas weiter weg vom Lokal kommt es zu der nächsten Begegnung. Der Mann der muslimischen Frau reicht meiner Freundin die Hand mit den Worten „Du bist für immer meine Familie, Du hast meine Familie geschützt, ich besitze viel Geld, was möchtest Du als Geschenk ?“
Meine Freundin ist fassungslos und antwortet „Ich bin eine Mutter ich habe zwei Kinder“.

Später erzählt meine Freundin mir die Geschichte, eine Situation, die sie nicht mehr vergessen wird. Meine Freundin hätte sich für jeden Menschen eingesetzt egal woher der Mensch wäre egal welche Einstellung dieser Mensch gehabt hätte. Es hätte auch eine Frau aus der rechten Ecke mit ihren Kindern am Tisch sitzen können. Für meine Freundin hätte es keinen Unterschied gemacht meine Freundin liebt das Leben und die Menschen. Die Geschichte ist eine wahre Geschichte aus dem Leben. Jeden Tag gibt es diese Geschichten und jeden Tag unterscheiden sich die Geschichten nur in einer Sache, die Menschen, die hassen werden andere Menschen verletzten, so wie sie zuvor verletzt wurden.
Niemand ist am Ende ein besserer Mensch oder ein schlechter Mensch aber man entscheidet sich im Leben, jeden Tag neu, ob man sich einsetzt für Menschen oder nicht. Das ist jederzeit veränderbar und ich wünsche meiner Freundin, dass ihre Familie niemals verletzt wird. Jede Verletzung eines Menschen kann neue Menschen produzieren, die hassen. Dafür Verantwortung zu übernehmen macht uns nicht zu besseren Menschen aber die Welt wird eine Welt in der wir alle leben können
 
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  • #18
cabal wird nun aus diesem Forum verschwinden, weil es keinen Grund gibt zu bleiben und ich am Ende das normale Leben dem Internet vorziehe, ich werde irgendwann wieder in einem Forum sein und alle meine Brüder und Schwestern, die Menschlichkeit heißen sind überall auf dieser Welt. Ich bin cabal, die drollige, naive, die sich hiermit verabschiedet und in ihrem kleinen Leben versucht dafür einzustehen das Liebe die Welt beherrscht und nicht die Illusion und doch brauche ich die Illusion für jeden neuen Tag, wie jeder andere auch.

Ich glaube nicht an überlegene Fähigkeiten oder Gedanken, für mich ist jede Fähigkeit verschwendet wenn sie gegeneinander eingesetzt wird. Jeder Mensch hat meinen Respekt für das was er ist ein liebender Mensch, der alle andere Menschen liebt, nicht für das was er kann oder besitzt oder denkt oder weiß.
Ich verneige mich nur vor der Menschlichkeit, die Fähigkeit in jedem Mensch Liebe in die Welt zu bringen.

Ich wünsche keine Tränen und keine Likes für das was ich bin ich habe nur einen Wunsch das Menschen sich die Hand reichen überall auf der Welt und wir alle zusammen versuchen jeden Tag die Verantwortung zu übernehmen.
Ich glaube an die Liebe in jedem Menschen, alles andere ist mir nicht wichtig,darum gehe ich aus Überzeugung.
Ich wünsche mir, dass alle Menschen Brüder und Schwester werden in der Menschlichkeit für die Liebe der Welt.
 
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  • #19
Ich bin gespannt wann die Realität dich einholt. Bevor das passiert: die Schlachthöfe müssen noch weg, dann die Pädophilen von der Straße, also kann auch die katholische Kirche geschlossen werden, das Bankensystem muss geändert werden und noch was ganz wichtiges: die Pharmaindustrie, ach ja und die Drogen aus Kolumbien, Argentinien, der Opiumhandel den die Queen betreibt, Kinderhandel, Prostitution, Tierversuche, Kinderarbeit, Waffenexporte, und, und, und ....,die Politik, Korruption .... Ich muss jetzt aufhören ..,,
 
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authentisch_gelöscht

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  • #20
Liebe Cabal

Die Welt lässt sich nicht so leicht verbessern. Schliesslich kann nur jeder sich selbst ändern. Und sich ändern bedeutet sich auseinanderzusetzen.
Mir kommt es so vor, als ob du uns eine Predigt gehalten hättest. Mit dem letzten Wort der Predigt ziehst du dich zurück.

Hast du deine eigene Verletztheit bemerkt?
 
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Dr. Bean

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  • #21
Abgesehen vom dem ganzen Zeug mit Menschlichkeit, Nächstenliebe und so :), finde ich das Zitat sehr treffend: "Wir haben eine Welt geschaffen, in der die cleverste Überlebensstrategie ist, fade zu sein."

Wenn man sich mal die Verknüpfungen hier anschaut, wird das interessant: ich gehör ja als Nerd zu denjenigen, die schon whatsapp (damals hieß es noch ICQ) vor 10 Jahren auf dem Handy hatten mit WAP-Zugang und damals war das Internet noch weitesgehend Spießer-frei und ein Rückzugsort für Menschen, die in der Gesellschaft nicht so ihre Identifikation fanden. Dann kam Facebook und damit die Invasion des Restes der Menschheit.

Wenn man jetzt mal das Zitat nimmt: "Wir haben eine Welt erschaffen, in der die cleverste Überlebensstrategie ist, fade zu sein", frage ich mich, haben wir die Erschaffen oder gabs die nicht schon ? Wenn man mal an die Zeit zurückdenkt, wo es ganz viele Konventionen und Regeln gab im bürgerlichen Leben war es doch genauso wie heute. Die cleverste Überlebensstrategie war es damals ein fader Spießer zu sein und alle Konventionen brav zu befolgen, dann gings dir gut. Frauen, die zu der Zeit nicht mit 20 verheiratet waren, die hatten laut Gesellschaft einem am Sträußchen.

Und heute passiert, das Selbe im Internet. Irgendwie sind wir ein sehr unindividuelles und innovationsresistentes Völkchen.
 

Vizee

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  • #22
Cabal's Message war etwas verworren, aber ein Thema war wohl Internet-Leben vs reales Leben.

Vielleicht sollte man einfach mal akzeptieren, daß das virtuelle Leben anders gestaltet wird als das reale Leben (auch wenn man das nicht gut heißen mag). Wir Menschen und Individuen gestalten die Lebensräume - die Gesellschaft. Die virtuelle Gesellschaft ist m.E. um vieles intolleranter als das reale Leben. Viruell = Maske + Anonymität, was für mich auch die Ursache ist, daß in diesem Lebensbereich Pietät keine Chance hat. Betrachtet man die Existenz des virtuellen Leben's in Bezug auf das reale Leben und analog die Dauer der beiden Leben, so braucht es im virtuellen Leben noch ein paar Jahre mehr bevor dort die Verhältnisse angeglichen sein werden. Es war, meiner Erfahrung nach, schon immer so, daß im virtuellen Leben der Schutzpelz dicker sein musste als im realen Leben. Wer sich diesen nicht zulegt kann nicht überleben.
 
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  • #23
Unter den Schilderhaltern in den Innenstädten dieser Welt fallen mir immer einige auf, die starr ihre Sprüche abspulen und denen es unmöglich scheint, einem in die Augen zu schauen.
Ich denke, das ist einer der Vorzüge, die es hat, sich mit der Menschlichkeit zu beschäftigen: man muß sich nicht mit den Menschen abgeben. Die sind schwierig und mitunter auch eine Gefahr. Die Menschlichkeit hingegen nicht, die ist immer gut und einfach, die macht keine Scherereien. Da ist verständlich, wenn man die Menschlichkeit zur besten Freundin wählt.


Zitat von Vizee:
Die virtuelle Gesellschaft ist m.E. um vieles intolleranter als das reale Leben.
Den Vergleich hat man ja am ehesten bei sich selbst, weil man sich selbst in beiden Gesellschaften befindet. Stellst du das an dir selber fest, bist du im Virtuellen so viel intoleranter?
 
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  • #24
Liebe cabal,
ich möchte Dir für Deine Beiträge mit einem Lied danken. Vorgetragen von einer Frau, die ich sehr bewundere. Schade, dass Du gegangen bist. Du warst cabal. Alles Liebe Dir!

https://www.youtube.com/watch?v=0peTfMOdDoo
 
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Vizee

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  • #25
Zitat von Butte:
Den Vergleich hat man ja am ehesten bei sich selbst, weil man sich selbst in beiden Gesellschaften befindet. Stellst du das an dir selber fest, bist du im Virtuellen so viel intoleranter?

Habe darüber nachgedacht und das hinterfragt, ob ich es bin und kam zu dem Schluss: Nein. Mir ist zu jeder Zeit bewusst, daß hinter den Buchstaben ein Mensch steckt. Und mit diesem Aspekt im Bewusstsein bewege ich mich im Internet. Nicht nur gesprochene Worte können verletzen, Buchstaben ebenfalls. Was ich im realen Leben 'lebe' muss ich ergo also auch im virtuellen Leben --> Respekt, Toleranz und Akzeptanz. Das bedeutet für mich jedoch nicht, daß ich meine Meinung unterdrücken muss. Man kann die Meinung auch oberhalb der Gürtellinie platzieren.
 
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  • #26
Zitat von Vizee:
Habe darüber nachgedacht und das hinterfragt, ob ich es bin und kam zu dem Schluss: Nein. Mir ist zu jeder Zeit bewusst, daß hinter den Buchstaben ein Mensch steckt. Und mit diesem Aspekt im Bewusstsein bewege ich mich im Internet. Nicht nur gesprochene Worte können verletzen, Buchstaben ebenfalls. Was ich im realen Leben 'lebe' muss ich ergo also auch im virtuellen Leben --> Respekt, Toleranz und Akzeptanz. Das bedeutet für mich jedoch nicht, daß ich meine Meinung unterdrücken muss. Man kann die Meinung auch oberhalb der Gürtellinie platzieren.

Ok, also bei dir selbst siehst du keinen Unterschied. Intolerant, respektlos und von mangelnder Akzeptanz sind immer nur die anderen. Und zwar die im Internet mehr als die auf der Straße.
Könnte natürlich so sein. Könnte aber auch sein, daß einem gerade die eigene Intoleranz, die eigene Respektlosigkeit und die mangelnde Akzeptanz verunmöglicht zu sehen, daß andere gar nicht so viel intoleranter, respektloser und akzeptanzloser sind. Und vielleicht ist man gerade im Internet da besonders blind. Da tut es einem ja nicht weh, wenn man andere, die immer anderen, Abwesenden, als intolereant, respektlos und akzeptanzlos diffamiert. Gegenüber deinem Vorgesetzten würde dich das was kosten. Hier kaum. Allenfalls ein bißchen Abwehr und Festzurren der Scheuklappen.
 

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  • #27
Zitat von Butte:
Ok, also bei dir selbst siehst du keinen Unterschied. Intolerant, respektlos und von mangelnder Akzeptanz sind immer nur die anderen. Und zwar die im Internet mehr als die auf der Straße.
Könnte natürlich so sein. Könnte aber auch sein, daß einem gerade die eigene Intoleranz, die eigene Respektlosigkeit und die mangelnde Akzeptanz verunmöglicht zu sehen, daß andere gar nicht so viel intoleranter, respektloser und akzeptanzloser sind. Und vielleicht ist man gerade im Internet da besonders blind. Da tut es einem ja nicht weh, wenn man andere, die immer anderen, Abwesenden, als intolereant, respektlos und akzeptanzlos diffamiert. Gegenüber deinem Vorgesetzten würde dich das was kosten. Hier kaum. Allenfalls ein bißchen Abwehr und Festzurren der Scheuklappen.

Frage mich,wie Du auf diese Schlussfolgerungen kommst(auf mich bezogen und mein Arbeitsleben) . Oft betrachte ich Dinge von oben und beziehe das nicht immer nur auf mein eigenes Handeln. Im Internet habe ich schon so viel erlebt und konnte die mangelnde Toleranz + und den fehlenden Respekt beobachten, als Aussenstehende und nicht involviert. Dazu muss man auch selektieren, welche Altersgruppe da gerade aufeinander trifft. Meine Beobachtungen (Chats + Foren, MMORPH) war bisher, daß es den Menschen immer viel leichter fällt in der Online Version des Lebens richtige Beleidigungen abzuliefern, die sie im realen Leben Face-To-Face niemals gewagt hätten. In all den Jahren fragte ich mich, wie das kommt und woher das kommt und die für mich logische Konklusion
war einfach Anonymität. Die Mimik und Gestik fehlt und verletzende Worte sind schnell geschrieben. Was Vorurteile angeht bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob diese im realen Leben nicht genauso schnell gebildet sind wie im virtuellen. Die Gruppe der Beteiligten kann im Internet viel grösser sein als im realen Leben. Im realen Leben ist die Anzahl der Menschen geringer als im Internet bezüglich Aktion und involviert sein. Nehmen wir mal Facebook als Beispiel. Sehr viele Menschen unterwegs, auch völlig unbekannte. Wie in einem Forum auch. In der Realität beschränkt sich der Kreis der Menschen auch nur auf diejenigen, die in unmittelbahrer Nähe stehen. Die Personengruppe ist kleiner und keineswegs anonym. Wie kommt es also, dass es im Internet
oft zu einem Shitstorm mutiert? Die Hemmschwellen sind geringer angesetzt, man ist mutiger und schneller dabei auf einen fahrenden Zug aufzuspringen.
 
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  • #28
Fürs Internet müßte man unterscheiden, ob es sich um shit storms gegenüber Personen handelt, die man kennt oder die man nicht kennt. Im ersten Fall besteht natürlich keine Anonymität, und die üblichen Beispiele für Mobbing von Klassenkameraden in und durch soziale Netzwerke gehören in diese Rubrik.

Da ich hier immer von Foristen lese, die andere als intolerant und respektlos bezeichnen und sich selbst gar nicht, ich ihre Post aber als recht intoerant und respektlos lese, frage ich mich, ob das Internet es dem Selbstbetrug besonders leicht macht. Aber ich nehme an, daß diese Menschen es im sonstigen Leben auch nicht anders halten.

Wenn ich auf mich selbst schaue, bin ich hier respektloser und intoleranter als "draußen"? Einen Unterschied macht es, daß ich mich hier mit anderen Menschen auf andere Gespräche einlasse. So Typen, wie sie einem hier begegnen, nehme ich draußen eher wahr, ohne mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Und daß hier das Thema Respekt und Toleranz usw. so ein Dauerbrenner ist. Das kenne ich von draußen auch weniger.
Hier ist so viel Unsinn zu lesen, an dem ich draußen eher vorbeigehe. Es ist ein wenig, wie mit der Metro fahren und jeder spricht aus, was er gerade denkt. Ist dort aber ja nicht der Fall, dort wird eher geschwiegen, während hier die Leute ihre Selbstgespräche öffentlich machen. Gewissermaßen ist es also umgekehrt: in der Metro ist es anonym und verborgen, hier aber ist alles öffentlich. Hier ist der größte Unsinn zu lesen, der sonst eher in den Köpfer der Leute gefangen bleibt.
Und das macht ja einen Teil des Reizes aus. Ist gewissermaßen auch wie interaktives Unterschichtsfernsehen.
Hier wird ja nicht diskutiert, sondern es werden Meinungen ausgetauscht. Statt öffentlichem Diskurs gibt es öffentliches Zurschaustellen der eigenen Selbstgespräche. Viele verstehen nicht einmal den Unterschied zwischen beidem.
 
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  • #29
"Die man kennt" - definiere das bitte mal ein wenig genauer. Kennen im Sinne von: Ist mir online öfters über den Weg gelaufen, wir haben uns unterhalten, private Dinge ausgetauscht - wir kennen uns nun. Oder: Ich kenne diese Person auch real und ich KENNE sie. Es gibt für mich verschiedene Arten des Kennens. Ich glaube, daß man im Internet bei Personen, die man auch real kennt, anders vorgeht als bei real unbekannten Personen. Real läuft man sich über den Weg und muss die Verantwortung für das übernehmen, was man online gesagt hat. Bei reinen Online Bekanntschaften ändert man einfach den Nick/Charakter und verschwindet von der Bildfläche bei Gefahr. Da muss ich gerade spontan an die Zewa-Wisch-und-Weg Werbung denken :)
 
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  • #30
Hab doch ein Beispiel für "Kennen" gegeben: Klassenkameraden.
Das war eines der Beispiele, das hier auch im Thread genannt wurde.