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apfelstrudel

  • #241
Interessant, dass du nur Selbstschutz als Motivation siehst. Ich würde ja sagen, Realität bedeutet, zu wissen, dass einem etwas nichts mehr bringt. Man kann sich mitteilen, logisch, wenn man das Bedürfnis hat. Aber realistisch ist doch, dass weder eine Erklärung, die nicht mal ehrlich sein muss, noch ghosting, dass man kommentiert oder sonstwas irgendwas am Ende einer Beziehung ändert, wenn der andere das so will. Ich spare mir sowas, weil es nichts bringt. Ganz besonders dann nicht, wenn es nach ghosting aussieht. Klar kann man noch alles loswerden, falls derjenige das noch liest, aber meist nicht einmal das. Und das ist die Realität, die man eigentlich schon längst erkannt hat und nur nicht wahrhaben will, wenn es zu Ende geht oder zuende ist.
Ich find jedoch, dass seine Gedanken an den Mann/die Frau bringen ganz gut ist. Auch für einen selbst. Eine Antwort darauf zu erwarten, ist eine andere Geschichte... bisschen naiv, wenn man das Kind beim Namen nennen möchte.
 
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  • #242
Nein gar nicht. Nur sachlich.
Du wolltest eine Alternative zum Selbstschutz als Motiv angeben. "Bringt nichts" ist ja erstmal so ein Slogan, kein alternatives Motiv. Deswegen hab ich einen Vorschlag gemacht, was eine Alternative wäre und weshalb ich meine, daß die hier eher irrelevant ist.

Ich schrieb, ich spare es mir, weil ES MIR NICHTS BRINGT. Gut, mit 15 war ich da noch etwas naiver, aber inzwischen kann man die Anzeichen doch ganz gut einschätzen und werten . MIR bringt es nichts, da noch nachzutreten, wenn sich jemand schon längst entfernt hat. Da kommt genau nichts dabei raus, sieht man hier ja auch. Und mein Mitteilungsbedürfnis ist auch nicht so weit ausgeprägt, dass ich jemandem unbedingt noch vermitteln muss, wie sehr er mich verletzt hat. Ich denke, das weiß so jemand. Die Realität ist also erstmal das Ende der Beziehung, ist doch nicht verkehrt, wenn man dem ins Auge blickt.
Ja, das Beziehungsende ist vermutlich Realität. Und daß sich Delilahs Gefühle auf etwas beziehen, was nicht nur in ihrem Kopf ist, sondern auch auf eine andere, reale Person, ist ebenso Realität. Wenns um Realität geht, ist beiden Realitäten Rechnung zu tragen. Das macht die Schwierigkeit der Situation aus. Sie ist halt schwierig. Während mir eine Auffassung wie: "Ist doch aus, also wieso überhaupt noch ein Gefühl und Wort verschwenden, wo ist das Problem?" entweder als Unverständnis oder Witz erschiene.
 
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Deleted member 24735

  • #247
Meine Erfahrung sagt mir, dass du dich darin stark täuschen kannst. Aber das erfährt man natürlich nie, wenn man nie nachhakt. Auch ein sicherer Hafen der eigenen Überzeugungen. Dein nicht nachhaken bringt dir also sehr viel: Das Ausweichen der möglichen Gefahr, dass die eigene Überzeugung durch eine andersartige Realität bedroht wird.
 
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  • #248
den Anderen "abzuschneiden" ist sehr oft das Mittel der Wahl, es ist nicht für alle Leute selbstverständlich das Wesentliche zu kommunizieren.
Wobei ich nicht nur bei demonstrativen Selbstprogrammierern ja nicht selten den Eindruck habe, der Wunsch sei der Vater des Gedankens.
Man könnte sich natürlich fragen: weshalb dieser Wunsch ..?
 
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  • #249
einfach nur, weil es schwierig ist
und in der anderen Richtung: es ist eine persönliche Herausforderung, schon einmal für sich selber, das Wesentliche heraus zu filtern und zu kommunizieren
 
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  • #250
Ja, das Beziehungsende ist vermutlich Realität. Und daß sich Delilahs Gefühle auf etwas beziehen, was nicht nur in ihrem Kopf ist, sondern auch auf eine andere, reale Person, ist ebenso Realität.
ich muss an Oliver Sacks denken....der beschreibt in seinen Büchern spannende Realitäten und Phänomene, besonders in Bezug auf Gefühle und Erinnerungen und wie diese in die Gegenwart wirken
 
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  • #251
Der Umgang mit dem Tod eines Menschen fällt leichter, als der Umgang mit dem spurlosen Verschwinden eines Menschen.

Ich habe mal jemandem, den ich ein paar wenige Monate kannte und regelmässig traf, und der sich plötzlich gar nicht mehr bei mir meldete, nach einem halben Jahr eine Nachricht geschickt und ihn danach sofort aus allen Kontakten gelöscht. Damit ich einen Abschluss hatte.
Vielleicht auch, um das letzte Wort zu haben:rolleyes:
Aber das wäre auch nicht schlimm, weil es einem das Gefühl gibt, stark zu sein, anstatt das Gefühl, hilflos ausgeliefert zu sein.

Wichtig bei der Aktion war für mich der Schritt, alle Infos über ihn zu löschen. Ohne Trauer, ohne Wut.
Loslassen.
Den anderen, der gehen wollte, gehen zu lassen.
 
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  • #252
..ich glaube auch, dass ein aktiver Schritt wichtig ist...aber ich bezweifle, dass damit die Angelegenheit vorbei ist, danach kommt die Trauer, jedenfalls eine Trauerverarbeitung