Julianna

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  • #37
Ich hab schon 3 StartUps verkauft, jetzt arbeite ich an dem alten Klüngel der Regierung :)
Ah wenn du das so einfach mal eben kannst und machst, könntest du mir ja auch mal ein (rentables) Startup aufbauen und dann per Schenkung auf mich übertragen :p

Aber mal im Ernst: Beim ersten StartUp hast du dich da irgendwie vorher weitergebildet? Vortäge oder Seminare besucht? Oder bist du zu offenen Treffen in der "StartUp-Szene" gegangen, um Leute kennenzulernen, die schon erfolgreich eins gegründet haben? Oder hast du dich ins kalte Wasser geworfen, nach dem Motto "Learning by doing" oder "no risk no fun" :D
 
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Dr. Bean

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  • #38
Von diesen ganzen Beratern und Palaverern gibts viele, die stehlen dir am Ende zwei Dinge: dein Geld und deine Zeit.
Du brauchst eigentlich nur zwei Dinge:
1) du musst dein Produkt, deine DL oder Beides kennen sowie den Markt
2) einen Steuerberater

Meine erste GbR haben wir mit 18 gegründet, damals hatten wir einen Schlüsselkunden, der hat uns jahrelang mit Aufträgen versorgt. Irgendwann während des Studiums dann haben wir aufgelöst, weil wir getrennte Wege gingen und der Dot.com hype vorbei war. Danach habe ich erstmal alleine weiter gemacht 1-Mann GmbH und nach dem Master sind wir mit einem Produkt in eine GmbH, aus der ich mich später rausgekauft habe. Die sind bis heute sehr erfolgreich aber ich komme selber aus einer Unternehmer Familie und weiß was das für ein Leben ist, das wollte ich nicht führen. Außerdem habe ich während des gesamte Zeit als aktiver Ingenieur mehr und mehr die Menschen vermisst, man kann da ziemlich vereinsamen hinter dem PC oder in der Entwicklerbude. Jetzt versuch ich mich in der Politik hochzuarbeiten. Hauptsache der Job macht Spaß, alles andere finde ich uninteressant. Ich habe so viele Hobbies ich brauche Freizeit, man hat ja nur ein Leben :)
 
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Julianna

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  • #41
Von diesen ganzen Beratern und Palaverern gibts viele, die stehlen dir am Ende zwei Dinge: dein Geld und deine Zeit.
Du brauchst eigentlich nur zwei Dinge:
1) du musst dein Produkt, deine DL oder Beides kennen sowie den Markt
2) einen Steuerberater

Meine erste GbR haben wir mit 18 gegründet, damals hatten wir einen Schlüsselkunden, der hat uns jahrelang mit Aufträgen versorgt. Irgendwann während des Studiums dann haben wir aufgelöst, weil wir getrennte Wege gingen und der Dot.com hype vorbei war. Danach habe ich erstmal alleine weiter gemacht 1-Mann GmbH und nach dem Master sind wir mit einem Produkt in eine GmbH, aus der ich mich später rausgekauft habe. Die sind bis heute sehr erfolgreich aber ich komme selber aus einer Unternehmer Familie und weiß was das für ein Leben ist, das wollte ich nicht führen. Außerdem habe ich während des gesamte Zeit als aktiver Ingenieur mehr und mehr die Menschen vermisst, man kann da ziemlich vereinsamen hinter dem PC oder in der Entwicklerbude. Jetzt versuch ich mich in der Politik hochzuarbeiten. Hauptsache der Job macht Spaß, alles andere finde ich uninteressant. Ich habe so viele Hobbies ich brauche Freizeit, man hat ja nur ein Leben :)
Ja bei Software ist das immer recht übersichtlich, zumindest meistens. Dann sind da 1 bis 3 Mann maximal (im StartUp) und nicht 30 Angestellte, man hat keine Ware, die eingekauft und transportiert werden muss, keine Lagerbestände oder Pachtgebühren usw. Da kann man so eine Steuererklärung schon auch selbst machen, also die Bilanzierung und die Buchführung.
Einen guten Steuerberater zu finden ist auch so ein Thema :)
Ich habe das letzte Jahr (also 2017) dazu genutzt mal meine Nase hineinzustecken. Tatsächlich hat es auch Spaß gemacht, denn die Motivation ist ja hoch - dem Finanzamt keinen Cent zu viel zu überweisen :D Ein guter, und sehr motivierender Endgegner :)
Ist sicherlich hilfreich, wenn man sich dann einen Steuerberater holt, um die Qualität seiner Arbeit zumindest etwas im Blick zu haben.
Und die Marktanalyse. Auch so eine Sache.
Seit ca. 3 Jahren habe ich ein schwarzes Notizbuch am Mann. Eigentlich sind es inzwischen schon drei. Ich werde 2019 dazu nutzen, die Ideen-Sammlung zu sondieren. Denke da sind 3-5 Sachen dabei, die unter die Kategorie "neu" auf dem Markt fallen, also außer Konkurrenz sind. Mal schaun ;) Hab es nicht eilig. Denke aber, dass ich in den nächsten 3-4 Jahren das Konzept ausgearbeitet habe und die Finanzierung dann hoffentlich auch steht.
 
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Dr. Bean

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  • #43
Ja bei Software ist das immer recht übersichtlich, zumindest meistens. Dann sind da 1 bis 3 Mann maximal (im StartUp) und nicht 30 Angestellte, man hat keine Ware, die eingekauft und transportiert werden muss, keine Lagerbestände oder Pachtgebühren usw. Da kann man so eine Steuererklärung schon auch selbst machen, also die Bilanzierung und die Buchführung.
Einen guten Steuerberater zu finden ist auch so ein Thema :)
Ich habe das letzte Jahr (also 2017) dazu genutzt mal meine Nase hineinzustecken. Tatsächlich hat es auch Spaß gemacht, denn die Motivation ist ja hoch - dem Finanzamt keinen Cent zu viel zu überweisen :D Ein guter, und sehr motivierender Endgegner :)
Ist sicherlich hilfreich, wenn man sich dann einen Steuerberater holt, um die Qualität seiner Arbeit zumindest etwas im Blick zu haben.
Und die Marktanalyse. Auch so eine Sache.
Seit ca. 3 Jahren habe ich ein schwarzes Notizbuch am Mann. Eigentlich sind es inzwischen schon drei. Ich werde 2019 dazu nutzen, die Ideen-Sammlung zu sondieren. Denke da sind 3-5 Sachen dabei, die unter die Kategorie "neu" auf dem Markt fallen, also außer Konkurrenz sind. Mal schaun ;) Hab es nicht eilig. Denke aber, dass ich in den nächsten 3-4 Jahren das Konzept ausgearbeitet habe und die Finanzierung dann auch steht.

Kann dir morgen mal ein paar gute startup Finanzierungen raussuchen, heut hab ich Feierabend :) aber in Berlin sitzt du ja auch an der Quelle.

Bzgl. Steuer ist der Bereich Vorsteuerabzug ganz hilfreich und die Einkommensteueranmeldung. Da würde ich mir mal paar Seminare reinziehen. Kann passieren, wenn du 100k anmeldest und Verluste machst am Ende des Jahres, dass du dann trotzdem die 100k versteuern musst. Da brauchte ich immer Hilfe :)
 

Julianna

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  • #44
Kann dir morgen mal ein paar gute startup Finanzierungen raussuchen, heut hab ich Feierabend :) aber in Berlin sitzt du ja auch an der Quelle.
Ja richtig. Berlin platzt StartUp-technisch aus allen Nähten. Ist natürlich vorteilhaft, da überall kostenlos Seminare und Veranstaltungen und Vortäge angeboten werden und es unzählige Gruppen und Treffen gibt, wo sich die verschiedensten Menschen connecten.
Falls du echt mal Lust dazu hast, kannste gern mal die Tage den ein oder anderen Link da lassen.

Bzgl. Steuer ist der Bereich Vorsteuerabzug ganz hilfreich und die Einkommensteueranmeldung. Da würde ich mir mal paar Seminare reinziehen. Kann passieren, wenn du 100k anmeldest und Verluste machst am Ende des Jahres, dass du dann trotzdem die 100k versteuern musst. Da brauchte ich immer Hilfe :)
Ja ich hab mich mal (nebenbei) selbstständig gemacht, nur um es auszuprobieren. Allerdings nicht mit eingenem Produktportfolio. War also recht risikofrei. Meine Einlage waren 2000 Euro :D :D :D War mehr Spielerrei :)
Die musst ich nicht versteuern, hatte da vorher zur Initiierung einen Steuerberater beauftragt, das dann aber selbst übernommen. Vorsteuer hab ich natürlich direkt abgezogen ;) Einkommenststeuer-Nachzahlung hatte ich auch nicht. War also gar nicht mal so schlecht kalkuliert :D
 
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Julianna

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  • #45
also erstmal einen schönen Feierabend @Dr. Bean
 

Julianna

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  • #46
achso, @Dr. Bean wie ist das eigentlich, wenn man verbeamtet ist und nebenbei ein StartUp gründet? Muss man da irgendwas besonderes beachten? Bin zwar noch nicht verbeamtet, aber vorraussichtlich in ca. zwei Jahren.
 
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Dr. Bean

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  • #47
achso, @Dr. Bean wie ist das eigentlich, wenn man verbeamtet ist und nebenbei ein StartUp gründet? Muss man da irgendwas besonderes beachten? Bin zwar noch nicht verbeamtet, aber vorraussichtlich in ca. zwei Jahren.

Selbstständigkeit im ÖD ist i.d.R. kein Problem. Du musst sie bei deinem Dienstherren anmelden, also im TV-L dann beim Land Berlin oder der Uni, es gibt eine Höchststundenzahl, die ergibt sich in Verbindung mit deinen Wochenarbeitsstunden. Ich glaube 1/5 der Wochenarbeitsstunden darf sie nicht überschreiten, das heißt also 8h, wenn du ne 40h Woche hast. Dein Einkommen darf dein Haupteinkommen nicht überschreiten. Und die Tätigkeit darf nicht im Konflikt zu deinem Dienstverhältnis stehen. D.h. du solltest z.B. keine Unisoftware verwenden, um Kundenaufträge zu bearbeiten. Einen Vorteil hat es noch: die Nebentätigkeit ist für Beamte KVB-befreit.

Unis sollten Selbstständigkeit durch Programme unterstützen, musst dich mal umhören. Der Wissenstransfer in die Privatwirtschaft ist ja ein vorrangiges Ziel. Es gibt auch die Möglichkeit eines geförderten Sonderforschungsbereiches in dem du ein Team aufbauen kannst, mit dem du später in die Selbstständigkeit gehst.
 
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