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  • #1

Deutschland/Österreichs/Schweiz - Studium, Abschlüsse etc.

Hier der Thread, wo sich alle weiter streiten dürfen, wo welcher Abschluss welche Gültigkeit hat.
 
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  • #2
Doch. Die HTL schließt mit dem Bachelor ab. Aber nur gewisse.

Vielleicht hast du dazu auch eine seriöse Quelle im Angebot?

Bei Wikipedia steht, dass es sich dabei seit 1995 um eine Fachhochschule handelt.

Die Höheren Technischen Lehranstalten (Ingenieurschulen) HTL wurden mit dem am 6. Oktober 1995 in Kraft gesetzten Fachhochschulgesetz des Bundes in Fachhochschulen umgewandelt

Die Voraussetzung zu einem FH-Studium ist eine abgeschlossene Berufslehre mit Berufsmatura, oder eine abgeschlossene Matura mit einem Praxisjahr im entsprechenden Bereich.
--> ich gehe mal davon aus, dass dies in irgendeiner Form der Abschluss ist, den Wolverine gemacht hat, um eine Zulassung zur Fachhochschule zu erlangen. Keines Falls aber einem Bachelorabschluss gleich kommt.

Ich finde jedenfalls nichts im Internet, wo man das Abitur (Matura) gleichzeitig mit dem Bachelorabschluss erwirbt.
 
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  • #3
Aber du fühltest dich auf den Schlips getreten.
Ne gar nicht. Es ist nur müßig alles drei mal zu Wiederholen. Zumal du keine Belege anbringst, sondern nur mit Behauptungen aufwartest.

Wenn dich das nun wirklich interessiert, bring doch bitte Belege und Qellenangaben.

Ich werd jetzt meinen Küchenabfluss weiter reparieren, und schaue dann vielleicht heute Abend oder morgen noch mal rein, ob du Quellen anzubieten hast.
 
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  • #4
... und das von jemandem, deren Argumentation sich ausschließlich auf Wikipedia als Quelle beruft !?! :eek: o_O
 
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  • #5
Ein bisschen Frieden....lalalala..:)
 
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  • #6
Bin ja schon still ... ! :rolleyes:
 
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  • #7
schonmal vom Ehefähigkeitszeugnis gehört? Gibts echt, für Ausländer, die in DE einheiraten:D
 
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  • #10
--> ich gehe mal davon aus, dass dies in irgendeiner Form der Abschluss ist, den Wolverine gemacht hat, um eine Zulassung zur Fachhochschule zu erlangen. Keines Falls aber einem Bachelorabschluss gleich kommt.
Falsch. Ich hab nen HF Abschluss. Deiser ist gesetzlich dem Bachelor gleichgestellt, weil meine Weiterbildung sehr anspruchsvoll ist. :D Du kannst es nicht lassen oder? Warum stört dich das so sehr? Dir ist schon bewusst, dass Titel und so im Arbeitsleben hinter der realen Arbeitsleistung zurückfallen? Wer nicht arbeiten kann, dem nützen auch Titel und Diplome nix.. ;)

Die Lehrinhalte sind in der HF und FH so ähnlich, dass es kaum eine Rolle spielt, was du machst. FH ist aber immernoch theoretischer. Auch die Prüfungen und Abschlussarbeiten sind sehr ähnlich. HF schliesst man mit einem Diplom ab. FH mit dem Bachelor. Das Diplom der Wirtschaftsinformatiker ist aber gesetzlich dem Bachelor gleichgestellt. Dies, damit man die Abschlüsse international besser einordnen kann. Das Niveau ist das gleiche. Da dieses Diplom einer HF aber immernoch auch eine mögliche Zugangsvoraussetzung für das Studium an einer FH ist, stimmt in diesem Fall die Annahme von @MaryCandice , dass dieser Abschluss gleichzeitig ein Bachelor und die Zulassung dazu ist. :p
Bitte google das selbst. Ich hab das vor Jahren in der Zeitung gelesen.. wir habens uns damals in der HF gegenseitig vorgelesen, weil wir's selbst kaum glauben konnten. ;)

Ich sage überigens bloss, dass das ein Bachelor ist, weil es in der Praxis der Fall ist. Mehr noch! Mit einem HF Abschluss kannst du als Abgänger mehr verdienen, weil du ja bereits sehr viel Berufserfahrung mitbrings und dabei viel wertvoller bist, als ein Bachelorstudent mit Abschluss, welcher zuerst eingearbeitet werden muss.

Ist Alles nicht so einfach. Zerbrech dir nicht den Kopf. Ist nicht nötig. Am Ende haben alle ihren Platz im Arbeitsmarkt.. FH/Uniabschlüsse werden noch immer bevorzugt behandelt, wenns um Plätze im oberen und obersten Kader geht. Desshalb mach ich den auch noch. Weil ich nach oben will. Auf der anderen Seite wäre es ja schade, wenn man etwa einen Techniker mit 10 Jahren Erfahrung als CEO bei ner IT Firma einstellt. Die Berufserfahrung wäre fast schon verschwendet und als CEO braucht er wieder andere Fertigkeiten, als er in der langjährigen beruflichen Weiterbildung angesammelt hat.. Da ist dann evtl. wirklich einer der Richtige, der von der FH oder Uni kommt. Jedenfalls gelten meiner Erfahrung nach diese Überlegungen im Unternehmensalltag.
 
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  • #12
Vielleicht hast du dazu auch eine seriöse Quelle im Angebot?

Bei Wikipedia steht, dass es sich dabei seit 1995 um eine Fachhochschule handelt.

Die Höheren Technischen Lehranstalten (Ingenieurschulen) HTL wurden mit dem am 6. Oktober 1995 in Kraft gesetzten Fachhochschulgesetz des Bundes in Fachhochschulen umgewandelt

Die Voraussetzung zu einem FH-Studium ist eine abgeschlossene Berufslehre mit Berufsmatura, oder eine abgeschlossene Matura mit einem Praxisjahr im entsprechenden Bereich.
--> ich gehe mal davon aus, dass dies in irgendeiner Form der Abschluss ist, den Wolverine gemacht hat, um eine Zulassung zur Fachhochschule zu erlangen. Keines Falls aber einem Bachelorabschluss gleich kommt.

Ich finde jedenfalls nichts im Internet, wo man das Abitur (Matura) gleichzeitig mit dem Bachelorabschluss erwirbt.

Ich liebe den Begriff - Höhere Lehranstalt - . Muss dann immer and den Professor "Schnauz" aus der "Feuerzangenbowle" denken,........ einfach herrlich !
Aber sorry, ich wollte Euren wissenschaftlichen Diskurs nicht stören.
 
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  • #15
Puh... ein bunter Haufen von hochdotierten Inselwisseninhabern die oft nicht einmal richtig kochen können, allerdings aufgrund ihrer angeeigneten Hamsterrolle eine gesellschaftliche Vormachtposition mit entsprechendem Entgeld erhalten. Dank ihnen werkelt die Welt so wie sie sollte, mal gut und häufig zu viel des Guten, solange Frauchen am Herd ist und vernünftig kocht sodass sie nicht immer öfters aufgrund Diabetes u.a. Stoffwechselkrankheiten abscherbeln im Intellekt.
 
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  • #17
Vielleicht etwas Licht ins HTL-Dunkel.

Es ist ganz lustig. @Julianna spricht von Schweizer HTL's und @MarryCandice von Österreichischen HTL's. Es ist richtig, dass in der Schweiz die HTL's in FH's umgewandelt wurden, aber nicht in Österreich. Der Abschluss an jeder Österreichischen HTL ist das Reife- und Diplomzeugnis. Nach einer mindestens nachgewiesenen 3-jährigen Praxis, indem man einschlägige, höhere Kenntnisse aus seinem Fachgebiet erworben hat, kann man vor einer Prüfungskommisson zu einer Abschlussprüfung antreten. Wird dies Prüfung positiv abgelegt so erwirbt man die Standesbezeichnung "Ingenieur". Der Österreichische "Ingenieur" ist dem akademischen Grad "Bachelor" gleichgestellt. Alle Titel, akademische Grade und Standesbezeichnungen werden sowohl gegenseitig von Deutschland und Österreich anerkannt.
 
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  • #18
Vielleicht etwas Licht ins HTL-Dunkel.

Es ist ganz lustig. @Julianna spricht von Schweizer HTL's und @MarryCandice von Österreichischen HTL's. Es ist richtig, dass in der Schweiz die HTL's in FH's umgewandelt wurden, aber nicht in Österreich. Der Abschluss an jeder Österreichischen HTL ist das Reife- und Diplomzeugnis. Nach einer mindestens nachgewiesenen 3-jährigen Praxis, indem man einschlägige, höhere Kenntnisse aus seinem Fachgebiet erworben hat, kann man vor einer Prüfungskommisson zu einer Abschlussprüfung antreten. Wird dies Prüfung positiv abgelegt so erwirbt man die Standesbezeichnung "Ingenieur". Der Österreichische "Ingenieur" ist dem akademischen Grad "Bachelor" gleichgestellt. Alle Titel, akademische Grade und Standesbezeichnungen werden sowohl gegenseitig von Deutschland und Österreich anerkannt.
Danke für die Infos ;)
Bisher waren nur von @mone in dem anderen Thread informative Inhalte gekommen. (Danke Mone) Allerdings auch auf Österreich bezogen.

Ganz klar ist mir das allerdings immer noch nicht. Denn an eine schweizerische HTL wird man nur zugelassen, wenn man die Matura bzw. Berufsmatura hat. @MaryCandice Behauptung war aber, dass man die Berufsmatura und den Bachelor gleichzeitig erwerben könne, beispielsweise an der HTL.
 
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  • #20
muss sagen, das ist eine typisch österreichische Lösung o_O
Wahrscheinlich können die lieben Österreicher gar nichts dafür, dass es so kompliziert gemacht worden ist. Es untersteht alles dem Bologna-Prozess, welcher die Vergleichbarkeit der Abschlüsse unter den Ländern versucht zu gewährleisten. Dazu dient das European Credit Transfer System (ECTS). Es basiert auf "Zeiteinheiten", wenn man so will (sws: Semester-Wochen-Stunden). Das ECTS System ist aber mEn mangelhaft. Es werden nämlich nicht nur die Zeitheinheiten pro Vorlesung/Seminar/Partikum berechnet, sondern auch jene, für das "Nacharbeiten" und die "Prüfungsvorbereitung", wobei die Bewertung Letzterer scheinbar im Ermessen des Professors liegt. D.h. wenn in einer Vorlesung sehr viel Inhalt durchgenommen wird, muss auch mehr Inhalt nachgearbeitet werden. Wenn es dafür dann nur 2 ECTS gibt, der Aufwand aber dem 4-fachen entspricht, kann das sehr anstrengend werden. Auf der anderen Seite der umgekehrte Fall: Man besucht ein Seminar, und hält einen Vortrag (für den man vergleichsweise wenig Zeit aufgewendet hat) und bekommt dafür ganze 5 ECTS. Ich habe immer wieder gestaunt, wie unterschiedlich die SWS bewertet werden. Von Vergleichbarkeit keine Spur. Deswegen war der Ingenieur-Studiengang, wo man für extrem viel Aufwand hier und da mal mit 2 ECTS abgespeißt wurde, im Vergleich zum Masterstudiengang, wo man die ECTS quasi hinterhergeworfen bekommt, ein echter Knochenbrecher-Studiengang.

So oder so, Bildungssysteme zu vergleichen bleibt weiterhin schwierig (wenn schon innerhalb von Deutschland so große Differenzen auftauchen).

Edit: Und so könnte man meinen, dass die HTL in Österreich einfach nicht genügend ECTS "nachweisen" konnte, um einen verlgeichbaren Bachelor-Abschluss Titel verleihen zu dürfen. Was unter dem oben beschriebenen Sachverhalt, dass ECTS auch etwas "zurecht-gewurschtelt" werden können, dann doch auf einen signifikanten Unterschied schließen lässt. Warum sie den Studiengang nicht "verlängern", damit Studenten mehr ECTS sammeln können, bleibt aber dabei auch ein Rätsel.

Zumal die Verlgleichbarkeit so oder so in Frage steht und ECTS nichts über die Qualität und den Inhalt der Vorlesungen aussagt, noch darüber, wie schwer die jeweilige Prüfung ist. Es werden ja hauptsächlich "Zeiteinheiten" berechnet.
Deswegen stoßen Aussagen wie "Ich habe ECTS für zwei Bachelor gesammelt" bei mir etwas auf Unverständnis.

Manchmal wundert mich nicht, wenn andere über uns lachen :eek::D
Qutasch! Niemand lacht über irgendwen ;)

Der einzige interessant Unterschied, den man betrachten kann, ist der, dass die Schweiz und Österreich "nur die besten" auf das "Gymnasium" lassen und daher frühzeitig aussortieren. D.h. sie kritisieren am deutschen Bildungssystem, dass hier mehr Schüler auf das Gymnasium zugelassen werden und entsprechend mehr Menschen das Abitur absolvieren. In Deutschland wird daher später "aussortiert" über den numerus clausus der Hochschulen. So kommt es schon mal vor, dass jemand, dessen Abitur-Abschlussnote nicht zwischen 1,0 und 1,3 liegt, den numerus clausus für ein Medizinstudium in Deutschland nicht erfüllt, und deswegen in Wien Medizin studiert, wo es keinen numerus clausus gibt. Welches System besser ist, weiß ich nicht. Aus pädagogischer Sicht, halte ich es für besser, wenn Schüler/Kinder/Jugendliche erst später "sortiert" werden und der Druck möglichst lange gering bleibt. Ein Kind sollte möglichst lange Kind sein dürfen. Ich weiß nicht, wie das in Österreich ist, aber in Deutschland wird man meist nach der 4 Klasse auf die verschiedenen Schulformen "verteilt". Wer also in den ersten 4 Schuljahren der Grundschule keine Leistung bringt, der landet nicht auf dem Gymnasium. Ich finde dies sowohl altertechnisch und als auch aufgrund der hohen Erwartungen, die direkt auf einem Kind schon bei der Einschulung lasten, aus pädagogischer Sicht nicht besonders sinnvoll. Hat man als Kind dann noch Helikoper-Eltern.... Aber das ist wohl auch ein anderes Thema ;)
 
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  • #21
Also hast du VORHER keine Berufsmatura gemacht, um die Zulassung zur HTL zu erlangen? Was waren denn dann die Zulassungsvorraussetzungen?
Du liest gar nicht, was ich schreibe. In der Schweiz gibt es keine HTL. Nur HF Höhere Fachschule oder FH Fachhochschule. Höhere Fachschulen bieten berufliche Studiengänge an. Nur für Leute mit Berufserfahrung. Zuerst kommt in der Schweiz niveautechnisch das EBA, Eidgenössisches Berufsattest (2jährige Lehre für schwächere Schüler).
Ca. 50% der Jugendlichen machen aus der Schule aber natürlich eine normale Berufslehre. Diese Schliessen sie mit einem EFZ Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis ab. Eine normale Berufslehre dauert 3-4 Jahre je nach Beruf.
Also EBA, EFZ und dann kommt der FA. Der Fachausweis. Einen Fachausweis kann man mit ca. 3Jahren Berufserfahrung machen. Er dauert 6Semester berufsbegleitend. Mit diesem Diplom oder nur mit der passenden Grundlehre kann man dann an die HF. HF dauert nochmals 3 Jahre berufsbegleitend und schliesst mit einem Diplom ab. Je nach Fachrichtung auf dem Bachelorniveau.
Auf der FH/ Uni Seite müssen die Schüler zuerst ans Gymnasium oder eine berufliche Matura zusammen mit der Lehre machen. Dazu gehen die vollzeit oder 3Tage in der Woche in die Schule und sind 2 im Lehrbetrieb..

Mit dem HF Abschluss kannst du an keine schweizer FH einen Master machen. Dafür brauchts nochmals 2-4 Semester. Weil die FH theoretischer ist. Wenn ich mich aber etwa in Japan mit einem HF Abschluss bewerben müsste, könnte ich diesen als "Bachelor"diplom verkaufen.
Wenn du Stelleninserate aus der Schweiz, etwa aus dem IT Bereich vergleichst, dann fällt dir auf, das oftmals eine
-Grundlehre
-Berufserfahrung
-und eine Weiterbildung an der FH oder HF gefordert wird.
Oder ein Studium an der FH.
HF Einsteiger verdienen dann mehr. Weil ich sie gleich für 180.- die Stunde dem Kunden weiterverkaufen kann und diese nicht noch 2 Jahre Trainieship durchgehen. Sie arbeiten selbständiger normalerweise. FH Abgänger muss man zuerst einschulen. Obwohl ich diese dann für 200.- dem Kunden verkaufe. "Ist ja ein Uniabgänger..." ;) Bloss lass die nie am Anfang alleine auf den Kunden/ein Projekt los... :D Der Mix machts. Und im Arbeitsalltag sind dann andere Eigenschaften wie der Abschluss wichtiger. Mal ehrlich: Ich könnte auf nen talentierten Computernerd einstellen, der mit den Kunden gut umgehen kann. Bei den Fragen, die man von den Kunden manchmal gestellt bekommt..
*Hey wenn du mir gleich das neue SAP System einrichtest, kannst du mir noch gleich bei meinem IPhone XY Z ändern?*
Bei den Technikern im Hintergrund ist das noch stärker ausgeprägt: Ich verlange für einen Arbeiter mit Lehrabschluss, welcher sich immer schön Weitergebildet hat genauso 180.- die Stude, wenn er im Rechenzentrum etwas am Server macht. Wenn der nur das macht kennt er sich eh besser damit aus, wie jeder Äbgänger von HF oder FH...
 
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  • #22
Deswegen stoßen Aussagen wie "Ich habe ECTS für zwei Bachelor gesammelt" bei mir etwas auf Unverständnis.
Hier hast du deine Antwort, warum ich das sage:
Zumal die Verlgleichbarkeit so oder so in Frage steht und ECTS nichts über die Qualität und den Inhalt der Vorlesungen aussagt, noch darüber, wie schwer die jeweilige Prüfung ist. Es werden ja hauptsächlich "Zeiteinheiten" berechnet.
Ich hab mehr als genug Zeiteinheiten für 2 Bachelor. Ist einfach so. Ich musste noch den Umweg um den Umweg machen, um dahin zu kommen, wo ich heute bin. Die Studenten heute haben es schonwieder leichter.. :) Ausserdem musste ich jeden Monat 600.- aus der privaten Kasse zahlen. Wenn man bedenkt, dass Studenten an der FH im Semester ca. soviel zahlen um studieren zu dürfen, wird das Ganze völlig pervers.
Aber ich habs gemacht, weil ich ein Ziel hab und mich durch bürokratische Hürden nicht aufhalten lasse.
 
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  • #23
Wahrscheinlich können die lieben Österreicher gar nichts dafür, dass es so kompliziert gemacht worden ist. Es untersteht alles dem Bologna-Prozess, welcher die Vergleichbarkeit der Abschlüsse unter den Ländern versucht zu gewährleisten. Dazu dient das European Credit Transfer System (ECTS). Es basiert auf "Zeiteinheiten", wenn man so will (sws: Semester-Wochen-Stunden). Das ECTS System ist aber mEn mangelhaft. Es werden nämlich nicht nur die Zeitheinheiten pro Vorlesung/Seminar/Partikum berechnet, sondern auch jene, für das "Nacharbeiten" und die "Prüfungsvorbereitung", wobei die Bewertung Letzterer scheinbar im Ermessen des Professors liegt. D.h. wenn in einer Vorlesung sehr viel Inhalt durchgenommen wird, muss auch mehr Inhalt nachgearbeitet werden. Wenn es dafür dann nur 2 ECTS gibt, der Aufwand aber dem 4-fachen entspricht, kann das sehr anstrengend werden. Auf der anderen Seite der umgekehrte Fall: Man besucht ein Seminar, und hält einen Vortrag (für den man vergleichsweise wenig Zeit aufgewendet hat) und bekommt dafür ganze 5 ECTS. Ich habe immer wieder gestaunt, wie unterschiedlich die SWS bewertet werden. Von Vergleichbarkeit keine Spur. Deswegen war der Ingenieur-Studiengang, wo man für extrem viel Aufwand hier und da mal mit 2 ECTS abgespeißt wurde, im Vergleich zum Masterstudiengang, wo man die ECTS quasi hinterhergeworfen bekommt, ein echter Knochenbrecher-Studiengang.

So oder so, Bildungssysteme zu vergleichen bleibt weiterhin schwierig (wenn schon innerhalb von Deutschland so große Differenzen auftauchen).

Edit: Und so könnte man meinen, dass die HTL in Österreich einfach nicht genügend ECTS "nachweisen" konnte, um einen verlgeichbaren Bachelor-Abschluss Titel verleihen zu dürfen. Was unter dem oben beschriebenen Sachverhalt, dass ECTS auch etwas "zurecht-gewurschtelt" werden können, dann doch auf einen signifikanten Unterschied schließen lässt. Warum sie den Studiengang nicht "verlängern", damit Studenten mehr ECTS sammeln können, bleibt aber dabei auch ein Rätsel.

Zumal die Verlgleichbarkeit so oder so in Frage steht und ECTS nichts über die Qualität und den Inhalt der Vorlesungen aussagt, noch darüber, wie schwer die jeweilige Prüfung ist. Es werden ja hauptsächlich "Zeiteinheiten" berechnet.
Deswegen stoßen Aussagen wie "Ich habe ECTS für zwei Bachelor gesammelt" bei mir etwas auf Unverständnis.


Qutasch! Niemand lacht über irgendwen ;)

Der einzige interessant Unterschied, den man betrachten kann, ist der, dass die Schweiz und Österreich "nur die besten" auf das "Gymnasium" lassen und daher frühzeitig aussortieren. D.h. sie kritisieren am deutschen Bildungssystem, dass hier mehr Schüler auf das Gymnasium zugelassen werden und entsprechend mehr Menschen das Abitur absolvieren. In Deutschland wird daher später "aussortiert" über den numerus clausus der Hochschulen. So kommt es schon mal vor, dass jemand, dessen Abitur-Abschlussnote nicht zwischen 1,0 und 1,3 liegt, den numerus clausus für ein Medizinstudium in Deutschland nicht erfüllt, und deswegen in Wien Medizin studiert, wo es keinen numerus clausus gibt. Welches System besser ist, weiß ich nicht. Aus pädagogischer Sicht, halte ich es für besser, wenn Schüler/Kinder/Jugendliche erst später "sortiert" werden und der Druck möglichst lange gering bleibt. Ein Kind sollte möglichst lange Kind sein dürfen. Ich weiß nicht, wie das in Österreich ist, aber in Deutschland wird man meist nach der 4 Klasse auf die verschiedenen Schulformen "verteilt". Wer also in den ersten 4 Schuljahren der Grundschule keine Leistung bringt, der landet nicht auf dem Gymnasium. Ich finde dies sowohl altertechnisch und als auch aufgrund der hohen Erwartungen, die direkt auf einem Kind schon bei der Einschulung lasten, aus pädagogischer Sicht nicht besonders sinnvoll. Hat man als Kind dann noch Helikoper-Eltern.... Aber das ist wohl auch ein anderes Thema ;)

HTL ist gar keine Uni /FH, sondern eine höhere technische Bundeslehranstalt - heißt fünfjährige Ausbildung mit Matura und praktischer Ausbildung (je nach Zweig Hochbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Mediendesign, . . . ).
Abschluss eben wenn ohne "Ehrenrunde mit 19 mit Matura und nach Praxisnachweis bisher mit Ingenieur - den gibt's in dieser Stufe sonst nirgends. ects Punkte gibt's da gar nicht, weil kein Studium, sondern Schule (mit Deutsch, Englisch, Mathematik, Geographie, . . . ).
Anschließend kann man an die Uni /FH und früher schloss man dann mit Diplom Ingenieur ab - jetzt mit bsc und Master und Dipl. Ing :D
 
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Dr. Bean

  • #24
Herr Technischer Regierungsoberamtsrat Dr.-Ing. Bean IV.
 
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  • #27
*rülps*
Mir hat mal ein weiser, reicher und innovativer Unternehmer gesagt: Titel sind für Politiker, die können sonst nix :)
...solange diese sich nicht mit Titeln schmücken, die sie in Wahrheit nie erworben haben, ist mir das auch Wurst.
Der ein oder andere Politiker hat ja auch sein Plagiat problemlos "durchgewunken" bekommen. Ich hoffe mal, dass man seit der "Plagiataffäre" diesbezüglich etwas mehr sensibilisiert ist.
 
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Dr. Bean

  • #28
...solange diese sich nicht mit Titeln schmücken, die sie in Wahrheit nie erworben haben, ist mir das auch Wurst.
Der ein oder andere Politiker hat ja auch sein Plagiat problemlos "durchgewunken" bekommen. Ich hoffe mal, dass man seit der "Plagiataffäre" diesbezüglich etwas mehr sensibilisiert ist.

Och das ist mir auch Wurscht, der Titel war nie Ziel meines Studiums :)
 
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Dr. Bean

  • #29
Ich habe damals einen als gescheitert zu betrachtenden Kakophemismus versucht aufzubauen: Frauen stehen auf Ärzte: Dr. und auf Humor: Mr. Bean, also Dr. Bean

Ich war jung und brauchte das Geld...

Heute würde ich mich Herkules nennen oder was anderes übertrieben maskulines :)
 
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