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  • #16
AW: Des Suchens müde....

Zitat von trudi:
Das ist genau der Punkt. Viele haben offenbar das Gefühl, dass das hier sowas wie ein Online-Shop ist. Man sucht das Perfekte - und probiert es möglicherweise sogar aus. Und wenn man dann ein kleines Härchen in der Suppe findet, wird eben umgetauscht. Mängelexemplare gibt man ja schließlich auch im richtigen Leben zurück...
Das kann ich Dir auch bestätigen. Ich habe vor Jahren jemanden über eine Dating-Plattform kennengelernt, der schrieb "warum nicht auf diesem Weg die Traumfrau suchen und finden".... Er meinte nach ich sei "zu 99 Prozent seine Traumfrau", trotzdem hatte ich nie das Gefühl er könne sich wirklich auf eine Beziehung einlassen. Wir waren dann ein gutes Jahr zusammen, Beziehungstempo 1 Schritt vor 2 zurück, Fernbeziehzung in der gleichen Stadt, dann zog er ins Ausland bevor unsere Beziehung zu eng werden konnte. Er hat sicherlich immer noch nicht seine Traumfrau gefunden, weil ihm das Suchen anscheinend wichtiger ist als das Finden. Und die 99 Prozent Traumfrau waren anscheinend nicht genug.

Was ich bei PS vermisse ist eine Suche im Umkreis von 50/... Kilometern zur Wohnorts-PLZ. Viele der Suchenden sind doch berufstätig und wollen/können nicht unbedingt umziehen bzw. eine Fernbeziehung führen. Rein theoretisch hat man dann soundsoviel Partnervorschläge von PS, realistisch ist aber nur ein Bruchteil davon. Vor allem im Umfeld einer Metropole sollte es doch möglich sein, dass man einen Partner findet.
 
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  • #17
AW: Des Suchens müde....

@delfin-desillusioniert.Tut mir leid für dich,aber denke immer daran,so wie du bist,bist du WERTVOLL.Liebe Grüße,Shalom
 
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  • #18
AW: Des Suchens müde....

@ Sarah

Wie lange dauert es, bis man den Mann anders sieht? Ich warte und warte darauf. Als wäre man 15 und nicht in den Vierzigern.
 
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  • #19
AW: Des Suchens müde....

Zitat von delfin 1988:
,
ich hänge immer noch meinem Kurzzeitmann nach. Der war es. Bevor ich das nicht endgültig verdaut habe, werde ich an jedem anderen mindestens ein störendes Härchen finden.

Delfin - desillusioniert
So geht es mir mit meinem Sargnagel auch:-(
Ich weis gar nicht ob wir die jemals anders sehen, es wird vielleicht leiser mit der Zeit . Wir müssen lernen es zu akzezptieren wie es ist, was anderes bleibt uns eh nicht übrig.

Liebe Grüße
Calleigh
 
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  • #20
AW: Des Suchens müde....

Zitat von delfin 1988:
@ Sarah

Wie lange dauert es, bis man den Mann anders sieht? Ich warte und warte darauf. Als wäre man 15 und nicht in den Vierzigern.
Dito. Gleiches Gefühl; eine Pubertierende Anfang Vierzig.
Bei mir ging die Beendigung der ’Beziehung’ mit dem Auslaufen der PS-Mitgliedschaft einher. Er war mein erster Kontakt und ich war schon durch das Schreiben sehr verliebt, was sich dann im RL extrem vertiefte. Ich habe nach drei Monaten den Schlussstrich gezogen, weil mir dieses “Locke und blocke“, dieses "Komm her -geh weg“ schon während der Beziehung viele Schmerzen bereitete. Ich habe dann im Übergang auch den Versuch gestartet, mich mit dem “Nächsten zu trösten“, aber ganz schnell gemerkt, dass es Unsinn ist. Durch die ’Pause’ ging die Ablösung recht schnell (1 Monat), ich habe fast so etwas wie Erleichterung empfunden. Das Kompliziertere war die Frage, warum ich mich von solchen Männern so angezogen fühle. Daran habe ich die ganze Zeit geknabbert und es war der schmerzvollere Prozess. Ich habe jetzt aber das Gefühl, dass es sehr fruchtbar war.

Ich wollte Dir auch noch sagen, dass ich Deine empfindsame Art zu schreiben, sehr schätze.

LG Sarah
 
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  • #21
AW: Des Suchens müde....

Zitat von Sarah:
Das Kompliziertere war die Frage, warum ich mich von solchen Männern so angezogen fühle. Daran habe ich die ganze Zeit geknabbert und es war der schmerzvollere Prozess. Ich habe jetzt aber das Gefühl, dass es sehr fruchtbar war.
Davon kann ich auch ein Lied singen. Es ist eine Sache, über einen Mann "hinwegzukommen" aber eine ganz andere, eigene Verhaltensmuster zu erkennen und dann auch noch zu durchbrechen. Wohlmöglich ist es doch keine Binsenweisheit, dass Medizin bitter schmecken muss, damit sie wirken kann...
 
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  • #22
AW: Des Suchens müde....

@ Sarah

"Das Kompliziertere war die Frage, warum ich mich von solchen Männern so angezogen fühle. Daran habe ich die ganze Zeit geknabbert und es war der schmerzvollere Prozess. Ich habe jetzt aber das Gefühl, dass es sehr fruchtbar war.

Ich wollte Dir auch noch sagen, dass ich Deine empfindsame Art zu schreiben, sehr schätze. "


Hallo Sarah, danke Dir!

Unsere Geschichten ähneln sich total! Genau die Frage, warum es mir nicht gelingt, mich von jemandem zu lösen, der mir eindeutig nicht gut bekommt, stelle ich mir auch. Welchen Weg bist Du gegangen, um das herauszufinden?
 
J

Jenny Treibel

  • #23
AW: Des Suchens müde....

Zitat von trudi:
Ich wurde hier z.B. von einem Mann angeschrieben mit der (ernstgemeinten!) Frage, ob ich mir die Achseln rasiere, weil er nur mit einer solchen Partnerin zusammen sein könne.!
Sollte es nicht selbstverständlich sein, daß eine gepflegte Frau enthaarte Achseln hat? Ich wundere mich, daß er das nachfragen muß.
 
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  • #24
AW: Des Suchens müde....

Zitat von Jenny Treibel:
Mir ergeht es ähnlich wie meinen Vorschreiberinnen. Es sind sehr wenige inhaltsreiche "gute" Profile zu finden, hat man eines gefunden, erweist sich der weitere Verlauf oft als schwierig oder versandet. Auch mit meinem Favoriten, mit dem das erste Treffen so schön verlief, gibt es keine Fortschritte, seine zahlreichen Verpflichtungen verhindern ein erneutes Treffen in Bälde und das Schreiben wird immer zäher.
hm.... entweder ist das der Grund, weshalb er Single ist (= zu viele Verpflichtungen, keine Zeit für eine Beziehung, Job/Verpflichtungen ist/sind seine Priorität).
Oder es ist eine Ausrede, um Zeit zu schinden, er pflegt vielleicht mehrere Parallelkontakte, ist sich nicht sicher, hat Bindungsangst, muss vorher noch kurz die Welt retten...
 
J

Jenny Treibel

  • #25
AW: Des Suchens müde....

Im Allgemeinen soll man diese Aspekte nicht ausschließen, da bin ich ganz bei Dir, in diesem konkreten Fall aber gelten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.
 
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  • #28
Erwarte ich zuviel?

Liebes Forum,
@sarah & delfin: Auch ich bin letztlich immer wieder an dem gleichen Typ Mann hängengeblieben - nämlich an dem, der sich rar macht, dann wenn ich ihn brauche, der das ganze völlig unverbindlich angeht, während ich mich zu 100% eingelassen habe. Das zu verstehen und zu verarbeiten hat ein paar Jahre gedauert, ich weiß aber jetzt, warum ich immer wieder nach diesem Muster auswähle, und kann heute bewußt darauf (und auf mich!) achten. Ergebnis ist (vorerst), dass ich nun schon ziemlich lange gar keinen Partner habe und mit der Situation als aktiver, vielbeschäftiger Single wunderbar zurecht komme - ich sags mal so: es fehlt mir FAST nichts... ;-)

In letzter Zeit habe ich auch im RL zunehmend mehr "soziale Kontakte", als zu der Zeit der Trennung von meinem letzten Partner. Neue Bekanntschaften und Freundschaften, nicht nur zu Männern, sondern generell, tun mir gut und ich räume ihnen inzwischen auch mehr Priorität ein als der Suche nach einem neuen Partner.

Dennoch bin ich bei PS hin und wieder noch aktiv. Wenn ich ein wirklich interessantes Profil finde, schreibe ich den Mann an (kommt eher selten vor), und ab und an bekomme ich auch Zuschriften von Männern.

In letzter Zeit haben mich mehrmals richtig lange Kontaktanfragen erreicht, die jeweils (sinngemäß) mit dem Satz: "Hallo Unbekannte, Dein Profil hat mich neugierig gemacht..." beginnen. Danach kommt ein ellenlanger Text, der mit mir und meinem Profil nichts zu tun hat, in dem der Mann sich, sein Leben, seine Erwartungen... beschreibt. Ich hab auf diese Anfragen zwar geantwortet und bin auch auf seinen Text/sein Profil eingegangen, jedoch mit einer gewissen "Lustlosigkeit", weil ich das Gefühl hatte, der Mann meint gar nicht mich, sondern hat nach dem Gießkannenprinzip mal alles angeschrieben, was über 100 MP auswies oder in einem bestimmen Umkreis wohnt.

Letzlich ist es ja legitim, auf DIESE Weise zu beginnen - dennoch merke ich, dass mich jemand, der so vor geht, von Haus aus schon gar nicht mehr reizt (egal wie sein Profil aussieht). Erwarte ich zuviel, wenn ich mir eine PERSÖNLICHE Zuschrift schon bei der ersten Kontaktaufnahme wünsche?
 
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  • #29
AW: Erwarte ich zuviel?

Zitat von Pusteblume:
Erwarte ich zuviel, wenn ich mir eine PERSÖNLICHE Zuschrift schon bei der ersten Kontaktaufnahme wünsche?
Definitiv nicht.
Es muss ja nicht gleich ein ganzes Buch daraus werden. Aber auch ich erwarte wenigstens in einem einzigen Punkt Bezug auf mein Profil, auch als Hinweis darauf, dass es überhaupt oder wenigstens teilweise gelesen wurde. Dabei kommt es aber natürlich auch auf die Qualität bzw. die Individualität des eigenen Profils an.
 
J

Jenny Treibel

  • #30
AW: Erwarte ich zuviel?

Zitat von Pusteblume:
In letzter Zeit haben mich mehrmals richtig lange Kontaktanfragen erreicht, die jeweils (sinngemäß) mit dem Satz: "Hallo Unbekannte, Dein Profil hat mich neugierig gemacht..." beginnen. Danach kommt ein ellenlanger Text, der mit mir und meinem Profil nichts zu tun hat, in dem der Mann sich, sein Leben, seine Erwartungen... beschreibt. Ich hab auf diese Anfragen zwar geantwortet und bin auch auf seinen Text/sein Profil eingegangen, jedoch mit einer gewissen "Lustlosigkeit", weil ich das Gefühl hatte, der Mann meint gar nicht mich, sondern hat nach dem Gießkannenprinzip mal alles angeschrieben, was über 100 MP auswies oder in einem bestimmen Umkreis wohnt.
Nach diesem Gießkannenprinzip gehen leider viele vor, ich glaube, daß sie einen einzigen Text entwerfen und den immer wieder neu versenden in der Hoffnung, irgendwer wird anspringen.