Beiträge
6.051
Likes
6.584
  • #61
@Fraunette : Ich denke, möglicherweise verstehen wir unter "streiten" etwas Unterschiedliches ?

"Streit" ist nach meinem Verständnis *immer* negativ konnotiert, weil unsachlich, emotional.

Über unterschiedliche Meinungen oder Auffassungen kann/soll/muß man IMVHO diskutieren. Sachlich ! Aber was soll es bringen, sich dabei die Emotionen um die Ohren zu hauen ? Warum soll es "der Tod jeder Beziehung" sein, wenn man das nicht macht ? Ich sehe das genau andersrum !

Bitte nicht mißverstehen : Ich rede keineswegs der "unendlichen Harmonie" das Wort ! Unterschiede sind völlig normal, ja unumgänglich, haben wir es doch immer noch mit 2 Individuen zu tun.

Mir geht es lediglich um die Art und Weise der Auseinandersetzung : Warum soll es nicht reichen, sich nicht mit den Argumenten der anderen Seite auseinanderzusetzen, darüber sachlich zu diskutieren ?

Warum soll ich partout "streiten" ?
 
D

Deleted member 21128

  • #63
Ja, @Tone ich glaube wir haben hier ein Definitionsproblem.
@Fraunette Ich sehe einen großen Unterschied zwischen Meinungsaustausch und Streit. Selbstverständlich hat man unterschiedliche Ansichten und Bedürfnisse. Und freilich gilt es, nicht nur Freiräume zu lassen, sondern auch Kompromisse zum Gemeinsamen zu finden. Das geht aber gut ohne Streit.
Hier mal zur besseren Abgrenzung die erstbeste Definition, die das Internet hergibt:
der Vorgang, dass (meist zwei) Menschen verärgert miteinander sprechen und sich aggressiv behandeln, weil sie unterschiedliche Meinungen vertreten.
Ich kann nicht sehen, warum so ein Umgang miteinander für eine Beziehung gut sein soll.
 
Beiträge
2.460
Likes
1.727
  • #67
Warum will man sich dann "streiten" ?

Genau das hat man mir mal vorgeworfen : "Mit Dir kann man sich nicht streiten!", wobei damit durchaus der lautstarke, emotional geführte Streit gemeint war. Denn die sachliche Diskussion ist exakt "meins", aber das reichte nicht !

Deshab finde ich die Diskussion hier gerade brennend interessant, geht es doch um den Kern des Problems, das ich offensichtlich nicht verstehe : Warum kann man sich nicht sachlich mit unterschiedlichen Auffassungen auseinandersetzen, sie auch dem Gegenüber lassen, die respektieren ? Warum brauchen einige offenbar zusätzlich die emotionale Komponente, um zu "streiten" ?

Ich sehe darin eher die Gefahr, daß sich die Dinge unkontrolliert "hochschaukeln" und man Dinge sagt, die man hinterher bereut, die mehr kaputt machen (können) als sie bewirken.

Warum also ?
Dein "Mit Dir kann man sich nicht streiten" kenne ich. Die Menschen sind halt unterschiedlich. Die Einen bleiben ruhig, sachlich und tiefenentspannt, die Anderen gehen ab wie ein Fruchtgummi. Ist halt so ... Ich kann die Menschen doch nicht ändern? Möchte ich auch garnicht. Entweder ich akzeptiere es, wie es ist oder ich ziehe die Konsequenzen.

Was aber @Fraunette in meinen Augen meint, ist eine Meinungsverschiedenheit oder auch Streit - wie auch immer - der entfacht, weil der Andere keinen Ton sagt, es schluckt und damit das Fass zum Überlaufen bringt. Für Sie ist es Streit, für mich eine Meinungsverschiedenheit. Streit nur, weil Sie es zuvor so kannte. Würde normal diskutiert werden, würde es garnicht soweit kommen ...

Streiten möchte ich auch nicht. Sicherlich gehen bei solchen Wörtern bei vielen die Alarmglocken an und sehen nur das Negative. Auch gut ... Deswegen ist es mir bei PS wichtig, wie die Dame bei Kritik reagiert.
Zehn Komplimente anzunehmen sind einfacher als mit einer Kritik umzugehen.
Wenn der Mensch sich unter Kontrolle hat, ist es einfach. Sein wahres Gesicht zeigt er unter Druck ...
 
Beiträge
6.850
Likes
10.871
  • #68
Definition Streit: Streit, auch Zank, Zwist, Zwistigkeit, Zwietracht, Hader, Stunk, ist das offene Austragen einer Meinungsverschiedenheit zwischen zwei oder mehreren Akteuren, Personen, Gruppen oder auch Parteien (Politische Partei, Partei in einem Rechtsstreit, Kriegspartei), die nicht immer offenkundig und nicht notwendigerweise stets feindselig sein muss, oft aber auch (im Gegensatz etwa zur neutraleren Diskussion) von emotionalen Elementen begleitet oder getragen werden kann.

So, alles kann - nichts muss!
@Fraunette : Ich denke, möglicherweise verstehen wir unter "streiten" etwas Unterschiedliches ?

"Streit" ist nach meinem Verständnis *immer* negativ konnotiert, weil unsachlich, emotional.

Über unterschiedliche Meinungen oder Auffassungen kann/soll/muß man IMVHO diskutieren. Sachlich ! Aber was soll es bringen, sich dabei die Emotionen um die Ohren zu hauen ? Warum soll es "der Tod jeder Beziehung" sein, wenn man das nicht macht ? Ich sehe das genau andersrum !

Bitte nicht mißverstehen : Ich rede keineswegs der "unendlichen Harmonie" das Wort ! Unterschiede sind völlig normal, ja unumgänglich, haben wir es doch immer noch mit 2 Individuen zu tun.

Mir geht es lediglich um die Art und Weise der Auseinandersetzung : Warum soll es nicht reichen, sich nicht mit den Argumenten der anderen Seite auseinanderzusetzen, darüber sachlich zu diskutieren ?
Da ich einen Partner hatte, der nicht in der Lage war, unangenehme Dinge zu besprechen oder zu Diskutieren, der schlicht und ergreifend konfliktscheu war und wenn es "schwierig" wurde gegangen ist, kann ich behaupten, dass fehlender Streit oder fehlende Diskussion der Tod einer Beziehung ist! Und deshalb sage ich auch, dass mir dann eine laute Auseinandersetzung lieber ist, als gar keine Kommunikation! Natürlich ziehe ich eine ruhig geführte Diskussion vor. Von mir aus nennen es die einen sachlich geführte Diskussion und die anderen (ich) streiten.

Wie oben in der Definition beschrieben ist ein Streit das offene Austragen einer Meinungsverschiedenheit. Die einen werden laut und emotional, die anderen bleiben ruhig. So ist halt jeder Jeck anders.
 
Beiträge
158
Likes
234
  • #70
Beiträge
2.782
Likes
2.674
  • #71
In einer guten Beziehung kann man über vieles diskutieren dass es zu Streit kommt. Manchmal ist ein Streit auch Mittel zum Zweck und wird provoziert.
 
Beiträge
6.850
Likes
10.871
  • #72
Du musst dich nicht rechtfertigen ... Alles gut. ;)

Bleib so wie Du bist und steh zu Deiner Meinung ... ;)
Irgendwie verliere ich hier gerade den Überblick. Damit hat es wohl angefangen:

Eine solche Beziehung (ohne Gewitter) hatte ich auch mal - und glaube mir, da brodelt jeder still für sich, Sprachlosigkeit und Konfliktscheue auf beiden Seiten ... und dann Bumm - das ist dann kein Gewitter mehr, sondern eher ein zerstörerischer Tornado bei dem nichts stehen bleibt! :eek:
@WolkeVier - ich lass Dir Deine Meinung, und Du mir meine ;)
@Traumichnich - ich glaube nicht, dass Mann/Frau sich streiten will. Das passiert halt manchmal.
@mone7 - Dir wünsche ich weiterhin viel Stärke und gute Nerven mit den Kindern ... es wird besser, wenn sie älter werden :p
@magena - nichts anderes habe ich gesagt! Nur ist das nicht möglich, wenn einer immer "dicht" macht.
@Inge21 - Satz eins: genau, Satz zwei: kommt bestimmt vor.

So, ich verkrümel mich jetzt ans Lagerfeuer und hoffe, da ein paar Streicheleinheiten zu bekommen! :D:D
 
Beiträge
1.512
Likes
2.371
  • #73
Warum will man sich dann "streiten" ?

Genau das hat man mir mal vorgeworfen : "Mit Dir kann man sich nicht streiten!", wobei damit durchaus der lautstarke, emotional geführte Streit gemeint war. Denn die sachliche Diskussion ist exakt "meins", aber das reichte nicht !

Deshab finde ich die Diskussion hier gerade brennend interessant, geht es doch um den Kern des Problems, das ich offensichtlich nicht verstehe : Warum kann man sich nicht sachlich mit unterschiedlichen Auffassungen auseinandersetzen, sie auch dem Gegenüber lassen, die respektieren ? Warum brauchen einige offenbar zusätzlich die emotionale Komponente, um zu "streiten" ?

Ich sehe darin eher die Gefahr, daß sich die Dinge unkontrolliert "hochschaukeln" und man Dinge sagt, die man hinterher bereut, die mehr kaputt machen (können) als sie bewirken.

Warum also ?
Ich denke, dass passiert, wenn sich jemand Deinen Argumenten nicht gewachsen fühlt. Er/Sie verändert dann die Regeln:
Es gibt heftige Emotionen oder die Diskussion wird einfach irgnoriert.
Im ersten Fall gibt man irgendwann um des lieben Friedens Willen den Wünschen der Drama-Queen oder des Drama-King nach.
Im zweiten verzweifelt man an dem, der nicht bereit ist, offensichtliche Probleme zu lösen.
Ich hatte schon beide Varianten und fand und finde beides sehr entbehrlich.
 
Zuletzt bearbeitet: