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  • #47
Gottseidank lernen wir aus Fehlern. Man muss sich dem Problem stellen, ansprechen und sachlich darüber diskutieren ... Kommunikation ist ein wichtiges Medium innerhalb einer Beziehung ...
Das hat doch aber nix mit "Reibung" oder gar "Gewitter" zu tun !?!

So kann ich das problemlos unterschreiben - aber "knistern", "Spannung", "Reibung" ?

Da kann ich mir schönere Anlässe vorstellen ... ! ;)
 
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Deleted member 21128

  • #49
Eine solche Beziehung (ohne Gewitter) hatte ich auch mal - und glaube mir, da brodelt jeder still für sich, Sprachlosigkeit und Konfliktscheue auf beiden Seiten ... und dann Bumm - das ist dann kein Gewitter mehr, sondern eher ein zerstörerischer Tornado bei dem nichts stehen bleibt! :eek:
Man kann aber auch eine harmonische Beziehung haben, ohne Dinge unter den Teppich zu kehren. Ich glaube schon lang nicht mehr an Sachen wie "Streit gehört auch dazu".
 
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  • #50
Man kann aber auch eine harmonische Beziehung haben, ohne Dinge unter den Teppich zu kehren. Ich glaube schon lang nicht mehr an Sachen wie "Streit gehört auch dazu".
@WolkeVier, natürlich kann man eine harmonische Beziehung führen, aber Konflikte gehören nun einmal dazu. Dabei ist es egal, ob sie laut und im Streit (aber trotzdem respektvoll) geführt werden oder ruhig diskutiert werden. Das "Wie", also ob ruhige Diskussion oder lauter Streit hängt m.E. auch damit zusammen, wie temperamentvoll jemand ist. Hauptsache es wird darüber gesprochen. Ich für meinen Teil möchte keinen harmoniesüchtigen sprachlosen Partner ohne Streitkultur. Da lass ich es lieber mal laut krachen - und eine anschließende Versöhnung hat ja auch was ;)
 
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Deleted member 21128

  • #51
Dachte ich auch lange. Sehe ich inzwischen definitiv anders und erlebe es auch anders.
Ich für meinen Teil möchte keinen harmoniesüchtigen sprachlosen Partner ohne Streitkultur.
Da beginnt für mich der Hamster zu humpeln. Harmonie funktioniert nicht nur mit jemandem, der harmoniesüchtig und sprachlos ist, sondern auch in einer Beziehung, die eine echte Liebesbeziehung ist. Streitkultur braucht man ja nur dann, wenn es um die Durchsetzung von Ego-Trips geht.
und eine anschließende Versöhnung hat ja auch was ;)
Klar. Aber diese Spannung kannst du auch anders auf- und abbauen. ;)
 
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  • #52
Das hat doch aber nix mit "Reibung" oder gar "Gewitter" zu tun !?!

So kann ich das problemlos unterschreiben - aber "knistern", "Spannung", "Reibung" ?

Da kann ich mir schönere Anlässe vorstellen ... ! ;)
Die Einen sehen ein Gewitter, wo die Anderen einen leichten Gegenwind verspüren. ;) Die Auffassungsgabe ist sehr unterschiedlich. Werden die Themen offen angesprochen, kann man vieles vermeiden. Hierzu gehören aber immer zwei. :) Frisst einer in sich hinein ... kann es durchaus mal kochen. Kein Mensch möchte unter ständiger Gewitterangst leben ... Alles eine Frage der Kommunikation und des Verständnis ...
 
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  • #53
@WolkeVier, natürlich kann man eine harmonische Beziehung führen, aber Konflikte gehören nun einmal dazu. Dabei ist es egal, ob sie laut und im Streit (aber trotzdem respektvoll) geführt werden oder ruhig diskutiert werden. Das "Wie", also ob ruhige Diskussion oder lauter Streit hängt m.E. auch damit zusammen, wie temperamentvoll jemand ist. Hauptsache es wird darüber gesprochen. Ich für meinen Teil möchte keinen harmoniesüchtigen sprachlosen Partner ohne Streitkultur. Da lass ich es lieber mal laut krachen - und eine anschließende Versöhnung hat ja auch was ;)
Nein, es ist nicht egal, ob eine Meinungsverschiedenheit laut und im Streit, oder ruhig abläuft.
Und häufig wird laut werden mit temperamentvoll sein gleichgesetzt. Das ist es für mich nicht.
In meiner Ehe bin ich nie laut geworden (glaube aber schon, Temperament zu haben). Laut bin ich bei den Kindern geworden, wenn sie mich an meine Grenzen gebracht haben (und das kann niemand so gut wie Kinder - bestätigen auch viele Freundinnen).
Laut werden ist dann häufig ein Ausdruck von Hilflosigkeit. Passiert mir mittlerweile nur mehr ganz selten beim jüngsten Sohn (die Kinder werden halt auch älter ;) und ich lerne dazu :p) - aber wenn, dann erlebe ich das nicht gerade als Glanzleistung meinerseits, sondern suche, wie das beim nächsten Mal lösungsorientierter ablaufen könnte.
Und in einer Partnerschaft würde es mich sehr irritieren.
 
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  • #54
Streitkultur braucht man ja nur dann, wenn es um die Durchsetzung von Ego-Trips geht.
Was hat das denn mit der Durchsetzung eines Ego-Trips zu tun? Was ist das für eine Beziehung, wo beide immer der gleichen Meinung sind? Streitkultur bedeutet für mich auch, verschiedene Standpunkte zu diskutieren und sich die Argumente des Gegenüber anzuhören und ggf. dagegen zu argumentieren. So wie Du und ich gerade. Und leider gibt es Menschen die selbst dazu nicht in der Lage sind und jedem Konflikt - egal wie klein oder groß dieser ist - aus dem Weg gehen.
 
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  • #55
Nein, es ist nicht egal, ob eine Meinungsverschiedenheit laut und im Streit, oder ruhig abläuft.
Und häufig wird laut werden mit temperamentvoll sein gleichgesetzt. Das ist es für mich nicht.
In meiner Ehe bin ich nie laut geworden (glaube aber schon, Temperament zu haben). Laut bin ich bei den Kindern geworden, wenn sie mich an meine Grenzen gebracht haben (und das kann niemand so gut wie Kinder - bestätigen auch viele Freundinnen).
Laut werden ist dann häufig ein Ausdruck von Hilflosigkeit. Passiert mir mittlerweile nur mehr ganz selten beim jüngsten Sohn (die Kinder werden halt auch älter ;) und ich lerne dazu :p) - aber wenn, dann erlebe ich das nicht gerade als Glanzleistung meinerseits, sondern suche, wie das beim nächsten Mal lösungsorientierter ablaufen könnte.
Und in einer Partnerschaft würde es mich sehr irritieren.
Eine Meinungsverschiedenheit die im Streit geführt wird muss nicht zwingend laut sein. Besonders meine Kinder wissen ganz genau, je ruhiger Mama bei einem Streitthema wird, desto ernster ist die Angelegenheit! :eek:
Mir geht es im Grunde eigentlich auch nur darum, dass der Partner überhaupt in der Lage ist über Konflikte, Differenzen, Meinungsverschiedenheiten etc. zu reden. Da ist mir die "äußere Form" nicht so wichtig. Deshalb sagte ich, lieber ein heftiger Krach als Dauerschweigen. ;)
 
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Deleted member 21128

  • #58
Was hat das denn mit der Durchsetzung eines Ego-Trips zu tun?
Ganz viel. Worum sollte ich sonst streiten?
Was ist das für eine Beziehung, wo beide immer der gleichen Meinung sind?
Eine langweilige. Aber was ist das für eine Beziehung, wo ich dem anderen seine Meinung nicht lassen kann?
Für mich ist das nicht so. Warum sollte ich dagegen argumentieren, wenn es nicht darum geht, mein Ego durchzusetzen?
Ja, wir streiten ja auch nicht. Jeder darf doch seine eigene Meinung behalten.
Und leider gibt es Menschen die selbst dazu nicht in der Lage sind und jedem Konflikt - egal wie klein oder groß dieser ist - aus dem Weg gehen.
Das finde ich auch übel, aber davon rede ich ja nicht.
 
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  • #59
Die Einen sehen ein Gewitter, wo die Anderen einen leichten Gegenwind verspüren. ;) Die Auffassungsgabe ist sehr unterschiedlich. Werden die Themen offen angesprochen, kann man vieles vermeiden. Hierzu gehören aber immer zwei. :) Frisst einer in sich hinein ... kann es durchaus mal kochen. Kein Mensch möchte unter ständiger Gewitterangst leben ... Alles eine Frage der Kommunikation und des Verständnis ...
Warum will man sich dann "streiten" ?

Genau das hat man mir mal vorgeworfen : "Mit Dir kann man sich nicht streiten!", wobei damit durchaus der lautstarke, emotional geführte Streit gemeint war. Denn die sachliche Diskussion ist exakt "meins", aber das reichte nicht !

Deshab finde ich die Diskussion hier gerade brennend interessant, geht es doch um den Kern des Problems, das ich offensichtlich nicht verstehe : Warum kann man sich nicht sachlich mit unterschiedlichen Auffassungen auseinandersetzen, sie auch dem Gegenüber lassen, die respektieren ? Warum brauchen einige offenbar zusätzlich die emotionale Komponente, um zu "streiten" ?

Ich sehe darin eher die Gefahr, daß sich die Dinge unkontrolliert "hochschaukeln" und man Dinge sagt, die man hinterher bereut, die mehr kaputt machen (können) als sie bewirken.

Warum also ?
 
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  • #60
Warum will man sich dann "streiten" ?

Genau das hat man mir mal vorgeworfen : "Mit Dir kann man sich nicht streiten!", wobei damit durchaus der lautstarke, emotional geführte Streit gemeint war. Denn die sachliche Diskussion ist exakt "meins", aber das reichte nicht !

Deshab finde ich die Diskussion hier gerade brennend interessant, geht es doch um den Kern des Problems, das ich offensichtlich nicht verstehe : Warum kann man sich nicht sachlich mit unterschiedlichen Auffassungen auseinandersetzen, sie auch dem Gegenüber lassen, die respektieren ? Warum brauchen einige offenbar zusätzlich die emotionale Komponente, um zu "streiten" ?

Ich sehe darin eher die Gefahr, daß sich die Dinge unkontrolliert "hochschaukeln" und man Dinge sagt, die man hinterher bereut, die mehr kaputt machen (können) als sie bewirken.

Warum also ?
Puhhh, wie ich sehe gibt es so viele verschiedene Meinungen, was denn jetzt ein Streit bedeutet, wie es PS-Mitglieder gibt. @Traumichnich, niemand möchte doch wirklich gerne streiten, ist aber in einer Beziehung m.E. unausweichlich. Und manchmal - da kommt es wohl auf den Grund des Streits an - kommt auch die emotionale Komponente zum "Einsatz".

Und glaube mir, nicht zu streiten, sei es in Form eines lauten Streits oder mit einer ruhigen Diskussion, ist der wirkliche Tod einer Beziehung.

@WolkeVier, warum setzt du einen Streit gleich damit, dem anderen seine Meinung aufdrücken zu wollen oder seine Egotrip durchzuziehen? Ich kann in einem Streit - mit sachlichen Argumenten - doch auch mal einsehen, dass ich evtl. mit einer Sache falsch lag. Genauso anders herum. Gehört das nicht zum Alltag dazu, sich auszutauschen, auch einmal anderer Meinung zu sein und seinen Standpunkt zu vertreten, egal ob dem Partner, den Kindern oder dem Chef gegenüber? Wie langweilig wäre dann die Welt? In einem Streit geht es doch eigentlich nicht darum, den anderen von seiner Meinung zu überzeugen, sondern z.B. versuchen dem Partner ehrlich und offen zu erklären, warum man etwas gesagt oder getan hat etc. und sich vom Partner anhören, warum er/sie das anders sieht, verletzt hat usw. Und dann kann man doch gemeinsam einen Weg finden, wie es beim nächsten Mal in dieser Situatuon besser bzw. für beide mit einem guten Gefühl laufen könnte.
Das verstehe ich unter Streitkultur!
 
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