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  • #46
Der Balzmodus bindet die künstlerische Kraft.
 
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  • #47
Dem Balzmodus fehlt das Selbstverständliche. Das ist es, was mir an ihm so missfällt. Da treffen zwei Wesen aufeinander, von denen mindestens einer aufgeplustert ist. Auf eine seltsame Art aufgebrezelt. Irgendwie verkorkst dringlich.
 
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  • #48
Zitat von chiller7:
Dem Balzmodus fehlt das Selbstverständliche. Das ist es, was mir an ihm so missfällt. Da treffen zwei Wesen aufeinander, von denen mindestens einer aufgeplustert ist. Auf eine seltsame Art aufgebrezelt. Irgendwie verkorkst dringlich.

Hattet ihr den "Balzmodus" einmal genau definiert und gegen "Flirten" und "sich angezogen fühlen" abgegrenzt?
Ich denke, die Sache mit dem Aufplustern ist stark Typ abhängig. Ich weiß zwar, was du meinst (habe gerade so ein Bild von einem Truthahn) und kenne auch die dazugehörigen geltungsbedürftigen Menschen, aber mit dem "Balzmodus" würde ich das jetzt nicht abgleichen.

Es gibt auch die leise, zarte, sehr persönliche "Balz" oder die ebenso leise, die sich nur durch kurzen aber überaus brennenden Blickabtausch vollzieht..manche Männer sind Meister darin...

...und gegen "Feld, Wald und Wiesen" habe ich überhaupt nichts, denn das hört sich nach Natur pur an und keinesfalls nach Show.

Darüber hinaus meine ich mich sogar zu erinnern, dass die gleichen Männer, die die Geflügelbalz praktizieren, wenn eine das eigene Image aufbessernd scheinende Beute in Reichweite ist, in dem Moment, indem es um echte Gefühle zu einer Frau geht, nur einfach diese faszinierten Kinderaugen haben, ohne weiter aus sich herausgehen zu können.

Demnach hätte die Geflügelbalz allenfalls das Ziel, den eigenen Status aufzubessern und wäre damit von der echten Balz, die eine Partnerschaft zum Ziel hat, abzugrenzen.

Ich überlege gerade, welchen Erfolg ein Suchender auf einer Partnerbörse haben könnte, wenn er keinem "Balzmodus" unterliegt. Dann stände sozusagen das sachliche "Geschäftsgebahren" im Vordergrund....
 
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  • #49
Definitionssache. Mir schwebt eine Angezogenheit vor, die nicht dem Moment unterliegt und auch nicht mit Pathos schwanger geht. Ein Gefühl der Stimmigkeit. Das Gegenteil von Gefühlsdusseligkeit ist nicht das Geschäftsgebahren.
 
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  • #50
Zitat von chiller7:
Definitionssache. Mir schwebt eine Angezogenheit vor, die nicht dem Moment unterliegt und auch nicht mit Pathos schwanger geht. Ein Gefühl der Stimmigkeit. Das Gegenteil von Gefühlsdusseligkeit ist nicht das Geschäftsgebahren.

..bis jetzt hast du mir nur in dem Moment widersprochen, dass du das Gefühl der Angezogenheit nicht mit einem Balzmodus verbinden möchtest.
Pathos hat für mich nicht unbedingt etwas mit "Gefühlsdusseligkeit" zu tun, geschweige wäre es dem gleich zu setzen..

Sich angezogen fühlen würde ich allerdings auch als "Gefühlsdusseligkeit" bezeichnen...welche intellektuelle Analyse (Gefühle ausgeschlossen) würde zu soetwas führen können?



und die Stimmigkeit.......wann genau meinst du, kannst du dieses Gefühl bekommen?
 
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  • #51
?
Ich habe etwas komplett anderes geschrieben. Das Problem der Philosophie ist die Begriffsklärung. Daher findet diese immer vorab statt. Dass der Wunsch der Vaters des Gedanken ist, entstammt der Psychologie. Ich halte es damit, dass die Philosophie die Mutter der Wissenschaften ist. Semantik, Dialektik, Hermeneutik und derlei. Also keine Moral zum Handwerk.
So ein Thread kann nur die Sammlung von Meinungen sein.
 
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  • #52
Zitat von chiller7:
?
Ich habe etwas komplett anderes geschrieben. Das Problem der Philosophie ist die Begriffsklärung. Daher findet diese immer vorab statt. Dass der Wunsch der Vaters des Gedanken ist, entstammt der Psychologie. Ich halte es damit, dass die Philosophie die Mutter der Wissenschaften ist. Semantik, Dialektik, Hermeneutik und derlei. Also keine Moral zum Handwerk.
So ein Thread kann nur die Sammlung von Meinungen sein.

achso
 
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  • #53
Zitat von Marlene:
Ich finde, dass diese Begriffe "Jäger", "Beute", "Eroberung", "Sich Ergeben" usw. männlich besetzte Begriffe sind und aus dem militärischen Bereich kommen, ....
Diese Begriffe kommen doch ebenso in der Biologie vor, vor allem in Bezug auf Nahrungssuche von Carnivoren.
Und ein Territorium "erobern" kann im Bereich von Revierkämpfen von Tieren ebenso auftreten.
Und das Anbieten der Kehle ist eine Demutsgeste eines Tieres, um anzuzeigen, dass der Rivale gewonnen hat und das unterlegene Tier "sich ergibt".

Im Militärischen sehe ich eher Begriffe wie Freund, Feind, Aggressor und Verteidiger.
 
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  • #54
Zitat von t.b.d.:
Ich würde eher sagen, die meisten Menschen wünschen sich positives Feedback von Gleichgesinnten und dass es davon möglichst viele gibt.
Ich glaube, dass es vielen Menschen mittlerweile egal ist, woher der Zuspruch kommt. Das kann auch aus völlig anderen Ecken kommen, an die man als "Verbreiter" des Gedankengutes anfangs gar nicht gedacht hat. Hauptsache man fühlt einen starken Rückhalt in der Bevölkerung.

Und genau hierin besteht die Gefahr, dass die möglicherweise ursprüngliche Idee von extremistischen Gruppierungen für eigene Zwecke missbraucht wird ("auf den Zug aufspringen") und sich auf diese Weise verselbständigt und innerhalb kürzester Zeit eine ganz eigene Dynamik in eine Richtung entwickelt, die der Urheber in keiner Weise beabsichtigt hatte.
 
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  • #55
Ist jetzt hier die erste Verliebtheitsphase gemeint? In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.
 
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  • #56
Hesse in allen Ehren, aber sein Zauber des Anfangs ist doch sehr nahe am Kalender gebaut.