Mark

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  • #1

Den Nährboden für Liebe schaffen

Es gibt einen schönen Artikel in der NY Times:
http://www.nytimes.com/2015/01/11/fashion/modern-love-to-fall-in-love-with-anyone-do-this.html

Dort wird beschrieben, wie man aktiv die Grundlage legen kann, die ein Verlieben ermöglicht. Gerade hier in der Parship-Welt doch ein interessanter Gedanke, dass man beim nächsten Treffen sich und dem Date auch die Möglichkeit gibt, sich zu verlieben.

Fazit des Artikels:
"It’s true you can’t choose who loves you, although I’ve spent years hoping otherwise, and you can’t create romantic feelings [...] But despite all this, I’ve begun to think love is a more pliable thing than we make it out to be. Arthur Aron’s study taught me that it’s possible — simple, even — to generate trust and intimacy, the feelings love needs to thrive."

Und die Idee, sich mit solchen Fragen bei einem Date zu beschäftigen, finde ich irgendwie reizvoll. Aber vermutlich würde es nicht gut ankommen, oder wie seht ihr das (hängt natürlich immer von den Situationen usw. ab)?
 

lone rider

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  • #2
Romantic feelings kann man schon createn. Sogar in New York. Think big, wie der Lateiner sagt.
 

anaj

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  • #3
Reizvoll finde ich die Idee nicht wirklich. Kommt aber auch auf die Situation an. Damit man sich wirklich darueber unterhalten kann, muessen ja beide den Artikel / die Studie gelesen haben Es gibt interessantere Themen fuers 1. Treffen.
 

Mark

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  • #4
Ne, nicht den Artikel oder Studie. Es sind ja die Fragen, die ausgearbeitet wurden, und die kann man ja mitbringen (einfach sich merken z.B.). Beim Beantworten gehen beide Gesprächspartner ein emotionales "Wagnis" ein und dies führt zu einer Verbindung, einen Resonanzboden der Vertrautheit und eröffnet gleich eine andere Ebene der Kommunikation.

Das kenne ich auch von Feiern, wo man manchmal mit Fremden plötzlich ganz intensive Gespräche führt, nur weil man an einer Stelle einer spannenden Frage nachging.
 

Heike

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  • #5
Klar kann man da einiges beeinflussen. Ob es gewollt ist, ist eine andere Frage. Die Liebe dient dazu, das Geheimnisvolle, das man woanders nicht mehr erträgt, das Unsichere und Unkontrollierbare, auf einen Punkt zuzuspitzen, wo man es feiert und wo Leiden schön sein darf. 
Diese Funktion ist ihr so wesentlich in unserer Gesellschaft, daß das Gegenteil, die Kontrollierbarkeit der Liebe, einen zentralen Topos des Bösen ausmacht.
Man sehe sich nur ein paar Filme an, ganz gleich ob Hollywood oder nicht.
 

Pit Brett

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  • #6
The idea is that mutual vulnerability fosters closeness. Auch Latein.
 

vivi

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  • #9
Also, Männer....ich kann kein Latein und mein Englisch hält sich in einem überschaubaren Rahmen.....aber....wenn wir jetzt wirklich da hinkommen das ich eine Studie als Gesprächsgrundlage für ein Date nehme(n) (soll) und dann noch die ominösen Checklisten die irgendwie irgendwo in irgendwelchen Köpfen oder Schubladen rumschwirren, zzgl. der NoGo's....das kann ich mir beim / für's 1. Date echt nicht alles merken. Da nehm ich doch lieber meine "Methode": kucken, drauf ankommen lassen und losplappern....Themen haben sich bisher immer gefunden, auch ohne Anleitung.
 

Gaxpy

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  • #11
Interessant! So wissen wir doch endlich, wo Parship seine/ihre Fragen her hat :)
 

Eiterblase

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  • #12
Zitat von Mark:
Und die Idee, sich mit solchen Fragen bei einem Date zu beschäftigen, finde ich irgendwie reizvoll. Aber vermutlich würde es nicht gut ankommen, oder wie seht ihr das (hängt natürlich immer von den Situationen usw. ab)?

Ich könnte mir vorstellen, dass das Kennenlernen dadurch eine ganz interessante Wendung bekommt. Du solltest dann allerdings aufpassen, dass du nicht im Gespräch wieder zurückruderst mit einem "Vermutlich kommt das gerade gar nicht gut an, was ich mache."

Mir kommt da allerdings noch ein anderes Fazit in den Sinn. Wenn wir uns bewusst in viel mehr Leute verlieben können als wir auf den ersten Eindruck meinen würden, aber trotzdem noch Single sind, dann bedeutet das doch, dass wir alle hier etwas ganz gewaltig falsch machen.
 

lilo

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  • #13
Ich finde die Idee wirklich interessant und könnte mir das sehr gut vorstellen.
Zufälligerweise bin ich auch heute über einen anderen Artikel, der über die Studie berichtet, gestolpert.
 

Mentalista

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  • #14
Zitat von Eiterblase:
Mir kommt da allerdings noch ein anderes Fazit in den Sinn. Wenn wir uns bewusst in viel mehr Leute verlieben können als wir auf den ersten Eindruck meinen würden, aber trotzdem noch Single sind, dann bedeutet das doch, dass wir alle hier etwas ganz gewaltig falsch machen.

Interessanter Gedanke, aber nur verliebt sein reicht ja nicht aus. Was nützt verliebt sein, wenn mir mein Verstand sagt, dass die Beziehung keine Chance hat, weil Er vergeben, oder sonstige Probleme hat, wo ich genau weiss, dass diese Probleme mir über kurz oder lang Probleme machen würden, dass ich IHM dann Probleme mache, die dazu führen, dass es für Beide problematisch wird?
 

Eiterblase

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  • #15
Zitat von Mentalista:
Interessanter Gedanke, aber nur verliebt sein reicht ja nicht aus. Was nützt verliebt sein, wenn mir mein Verstand sagt, dass die Beziehung keine Chance hat, weil Er vergeben, oder sonstige Probleme hat, wo ich genau weiss, dass diese Probleme mir über kurz oder lang Probleme machen würden, dass ich IHM dann Probleme mache, die dazu führen, dass es für Beide problematisch wird?

Das stimmt auch wieder, aber dennoch: wie oft lassen wir uns auf etwas nicht ein, weil wir von vornherein vielleicht zu negativ an die Sache herangehen und meinen, dass es ja eh nicht klappen könne, obwohl dies gar nicht der Fall ist?
 

fafner

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  • #16
Zitat von Eiterblase:
... aber dennoch: wie oft lassen wir uns auf etwas nicht ein, weil wir von vornherein vielleicht zu negativ an die Sache herangehen und meinen, dass es ja eh nicht klappen könne, obwohl dies gar nicht der Fall ist?
Man muss es schon unbedingt wollen. Eine Partnerschaft an sich.
 

ENIT

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  • #18
Zitat von Eiterblase:
Das stimmt auch wieder, aber dennoch: wie oft lassen wir uns auf etwas nicht ein, weil wir von vornherein vielleicht zu negativ an die Sache herangehen und meinen, dass es ja eh nicht klappen könne, obwohl dies gar nicht der Fall ist?

Das ist ein sehr interessanter Gedanke. Ich z. B. traue mich, wenn man es so schreiben will, an mache Typen von Mann nicht ran. Man blockt irgendwie obwohl man sie eigentlich kennenlernen möchte. Hm, irgendwie ist das alles wirklich schon seltsam.
 

equinox

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  • #20
Zitat von suzanne:

Das Video ist ein Feldversuch ... ah, ja, bei dem praktischerweise ein Schwarzer einer Schwarzen gegenübersitzt. Und eine Ältere einem Älteren, und ... schön, aber man kann da ja mal weiterlesen: http://www.zeit.de/zeit-wissen/2015/01/valentinstag-liebe-forschung-wissenschaft/seite-2 "... Inzwischen ist ein ganzer Botenstoffcocktail identifiziert, der für sexuelle Erregung, Verliebtheit und Bindung verantwortlich gemacht wird. (...) Warum nicht die chemischen Stoffe künstlich verabreichen, um den Partner stärker an sich zu binden oder der Lust auf die Sprünge zu helfen?"

Und DAS wäre dann doch wirklich eine gute Erweiterung des Geschäftsfelds für PS, denn damit sollte schließlich ein Mittelmaß an Sympathie (wir erinnern uns: matching-points) für alles Weitere ausreichen ...
 
G

Gast

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  • #21
wat fürn Nährboden, willste Pilze anpflanzen ?
 

fafner

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  • #22
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Mentalista

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  • #23
Zitat von ENIT:
Das ist ein sehr interessanter Gedanke. Ich z. B. traue mich, wenn man es so schreiben will, an mache Typen von Mann nicht ran. Man blockt irgendwie obwohl man sie eigentlich kennenlernen möchte. Hm, irgendwie ist das alles wirklich schon seltsam.


Vielleicht blockt da nur das kluge Bauchgefühl bzw. das Unterbewusstsein?
 

hallohalli

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  • #24
Um hier nicht durch unzählige links durchzuklicken und auch für diejenigen die nicht so gut englisch sprechen hier die 36 fragen, welche während des "dates" punkt für punkt eine nach der andern in dieser reihenfolge durchgemacht werden sollen (habe Übersetzung auch nur aus internet kopiert). Am schluss dann 4 minunten einander in die augen schauen: Diese Fragen sind das Rezept zum Glück:
[h=3]Teil 1[/h] 1. Mit wem würdest du am liebsten zu Abend essen?
2. Wärst du gerne berühmt? Wenn ja, auf welche Art?
3. Bevor du jemanden anrufst, gehst du das, was du sagen willst, vorher im Kopf durch. Warum?
4. Was macht einen perfekten Tag für dich aus?
5. Wann hast du das letzte Mal für dich selbst gesungen? Und für jemand anderen?
6. Wenn du 90 Jahre alt werden würdest und dich entscheiden müsstest, ob im Alter von 30 dein Geist oder dein Körper aufhört zu altern, wofür würdest du dich entscheiden?
7. Hast du eine geheime Ahnung, wie du sterben wirst?
8. Nenne drei Dinge, die du und dein Gegenüber gemeinsam haben.
9. Wofür in deinem Leben bist du am meisten dankbar?
10. Wenn du etwas an deiner Erziehung ändern könntest, was wäre das?
11. Nimm dir vier Minuten Zeit und erzähle deinem Gegenüber deine Lebensgeschichte, so detailliert wie möglich.
12. Wenn du morgen mit einer neuen Fähigkeit aufwachen könntest, was wäre das für eine?
[h=3]Teil 2[/h] 13. Wenn eine Kristallkugel dir die Wahrheit über dich selbst, dein Leben oder die Zukunft sagen könnte, was würdest du wissen wollen?
14. Gibt es etwas, dass du schon immer machen wolltest, es aber nie gemacht hast? Warum?
15. Was ist das Grösste, das du in deinem Leben geleistet hast?
16. Was ist dir in einer Freundschaft am wichtigsten?
17. Was ist deine wertvollste Erinnerung?
18. Was ist deine schrecklichste Erinnerung?
19. Wenn du wüsstest, dass du in einem Jahr plötzlich sterben wirst, würdest du etwas an der Art, wie du jetzt lebst ändern? Warum?
20. Was bedeutet Freundschaft für dich?
21. Welche Rolle spielen Liebe und Zuneigung in deinem Leben?
22. Welche fünf positiven Eigenschaften soll dein Partner haben?
23. Wie eng und warm ist das Verhältnis zu deiner Familie? Denkst du, deine Kindheit war glücklicher als die von den meisten Menschen?
24. Wie ist die Beziehung zu deiner Mutter?
[h=3]Teil 3[/h] 25. Mache drei «Wir»-Sätze über dich und dein Gegenüber. Zum Beispiel: Wir sind beide in diesem Raum, weil wir...
26. Vervollständige den Satz: «Ich wünschte, ich hätte jemanden, mit dem ich gemeinsam...»
27. Wenn ihr enge Freunde werden würdet, was müsste er/sie wissen?
28. Sage deinem Gegenüber, was du an ihm magst. Sei sehr ehrlich und sage Dinge, die du sonst nicht jemandem sagen würdest, den du gerade kennen gelernt hast.
29. Erzähle von einem peinlichen Erlebnis in deinem Leben.
30. Wann hast du das letzte Mal vor jemandem geweint? Und vor dir selbst?
31. Erzähle deinem Gegenüber, was du bereits jetzt an ihm magst.
32. Was ist zu ernst, um darüber Witze zu machen?
33. Wenn du heute Abend sterben würdest, ohne die Möglichkeit zu haben, mit jemandem zu kommunizieren, was würdest du am meisten bereuen, jemandem nicht gesagt zu haben? Warum hast dus bis jetzt nicht gesagt?
34. Dein Haus mit allem drin fängt an zu brennen. Nachdem du die Menschen und Tiere gerettet hast, hast du noch kurz Zeit, um noch was zu retten. Was wäre es und warum?
35. Wessen Tod eines Familienmitglieds wäre für dich am schlimmsten? Warum?
36. Erzähle von einem persönlichen Problem und frage dein Gegenüber nach einem Ratschlag, wie er das angehen würde. Und frag ihn, wie er sich dabei fühlt, dass du ihm davon erzählst.
 
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  • #25
was ist denn, wenn der andere Antworten gibt, die einem micht gefallen oder nur alberne Antworten gibt? Wird man dann auch miteinander glücklich?
 

suzanne

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  • #26
Zitat von Truppenursel:
was ist denn, wenn der andere Antworten gibt, die einem micht gefallen oder nur alberne Antworten gibt? Wird man dann auch miteinander glücklich?

Der NY Times Artikel sagt aus, dass man am Anfang das Ganze ja noch irgendwie komisch findet und das Ganze an sich ja wohl ohnehin vollkommen absurd ist. Wer glaubt schon an ein Verlieben nach wissenschaftlichem Fragebogen? Da wird man/frau ja geradezu herausgefordert, das System zu boykottieren und man/frau will ja eigentlich auch nicht daran glauben. Denn wo bliebe die Romantik?

Doch nach und nach, wenn man sich mag und sympathisch ist (in dem Artikel kannten sich die beiden schon vorher und fanden sich zu Beginn zwar mehr oder weniger uninteressant, aber irgendwie schon ganz ok... In der Ausgangsstudie war das aber nicht der Fall), dann kommt man/frau sich durch diese Fragen zwangsläufig näher, denn bei so vielen Fragen hört man/frau irgendwann auf, den Clown spielen zu wollen. Man gewährt dem/der anderen Einblick in Winkel, die man sonst eher sorgsam verbirgt. Dadurch funktioniert diese Versuchsanordnung, das ist der ganze Trick. Und dann noch 4 Minuten einander in die Augen schauen...

Im journalistischem Beitrag waren beide dafür offen, es zu probieren. In den Feldversuchen zuvor haben die Teilnehmer sich einfach drauf eingelassen, denn sie wussten es ja nicht wirklich besser. Schliesslich kannten sie die Versuchsanordnung nicht.

Mit dem Wissen um die Versuchsanordnung kann man «die Wirkung» sicherlich gezielt umgehen. Doch wie armselig wäre das denn? Wenn man die Versuchsanordnung kennt und sich nicht darauf einlassen mag, dann sollte man sich einfach nicht darauf einlassen. So zu tun, als würde man sich drauf einlassen, nur um zu beweisen, dass man widerstehen konnte: Möchte sich irgendwer tatsächlich freiwillig in diese Rolle begeben?
 
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  • #27
Nein, aber manche der Fragen sind wirklich sehr persönlich und ob die wirklich jeder wahrheitsgemäss beantwortet?
 

hallohalli

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  • #28
Daa mit den persönlichen fragen ist so gewollt und es soll ja auch mit jeder frage persönlicher werden und das ist aus meiner sicht auch der grund warum man sich dann doch auch darauf einlässt zu dem zeitpznkt. Jede frage als einzelne betrachtet gibts sicher viele wo man dann länger braucht, bis man jemandem eine antwort darauf gibt odet diese demjenigen stellt.

Und wenn mich nicht alles täuscht soll es nicht ein reines frage antwort spiel sein sondern auch bei den einzelnen fragen noch weiter darüber sprechen
 
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  • #29
Wieviel zeit muss man denn dafür ansetzen? Das wird doch dann ein ziemlicher Marathon, sofern man wirklich ernsthaft antwortet.
 

Carsten

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  • #30
ad Truppenursel: Unter den methodischen Bedingungen und bei der Länge des Leitfadens rechnete ich mit insgesamt 3h. Länger hält man es als Ungeübter nicht aus. Wenn die beiden die Möglichkeit bekommen eine Pause zu machen, geht es länger.

Ganz stark hängt es davon ab, ob die beiden sich wirklich mit der Zeit vertrauen; wenn einer der beiden beim Nachfragen, wie es hallohalli beschrieb, die Intimsphäre des Anderen verletzt, ist das Gespräch schnell zu Ende. Ausserdem hat jeder die Möglichkeit die Frage, die ihm oder ihr gestellt wurde, unbeantwortet zu lassen. Das sagt man denen aber nicht.