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  • #31
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von SineNomine:
Wenn jemand keine wirkliche emotionale Bindung an den eigenen Namen hat ...

Hallo Herr Hmmmh ! :)
Ja, Einzelfälle kenne ich auch, auch solche, die es richtig spannend und witzig fanden, plötzlich anders zu heißen. Oder die, die heilfroh waren, endlich einen kürzeren/leichter zu schreibenden Namen zu bekommen. Oder die das Zusammenspiel/den Klang mit ihrem Vornamen toll fanden.

All diese Gründe müssten doch aber auch im gleichen Umfang für Männer gelten. Aber Männer übernehmen doch deutlich seltener den Namen der Frau.
 

SineNomine

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  • #32
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von Schreiberin:
All diese Gründe müssten doch aber auch im gleichen Umfang für Männer gelten. Aber Männer übernehmen doch deutlich seltener den Namen der Frau.

Wenn's ihr oder beiden nicht so wichtig ist, dann läuft's halt meist auf die Standardlösung hinaus, also den Namen des Mannes als gemeinsamem Familiennamen. Das kann man dann halt für oberflächlich halten oder eher für pragmatisch: Wieso sich zu irgendetwas groß Gedanken machen was einen eigentlich nicht wirklich interessiert?
 

Else

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  • #33
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von Schreiberin:
Wenn man mit dem Beginn einer Ehe Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft zeigen will - müsste man sich dann nicht eigentlich einen gemeinsamen neuen Namen ausdenken ?
Das wäre für mich auch logisch. Denn Namesgebung = Bemächtigung der Person bzw. des benannten Gegenstandes oder genealogische Aspekte scheiden für mich als Gründe, den Namen des Mannes anzunehmen aus. Bliebe also der Aspekt der Zusammengehörigkeit. Das ginge dann mit einem gemeinsamen Doppelnamen oder einem Phantasienamen. Mal abgesehen davon, dass ich Doppelnamen "schwierig" finde und es gesetzlich nicht möglich ist. Also pragmatisch an die Sache rangehen? Geht aber auch nicht so einfach, weil ich an meinem Namen hänge (identitätsstiftend) und ich mir auch mit diesem Namen einen Namen gemacht habe, ich also mit dem Namen auch Emotionen verbinde.
Da das ganze Thema für mich aber ein "Glasperlenspiel" ist, muss ich mir zum Glück auch keine tiefer gehenden Gedanken machen.
 

Satjamira

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  • #34
AW: Den eigenen Namen abgeben

Ich habe 1979 stolz den Namen meines Mannes angenommen und meiner kam mit Bindestrich hintendran. Leider habe ich damals auch noch die schöne Heimatgemeinde aufgebe müssen.
Damals wäre es andersrum komplizierter gewesen. Als ich mich scheiden liess habe ich diesen Namen behalten, des Kindes wegen, damit alle gleich heissen.

All das empfinde ich heute nicht mehr als nötig und bin doch erstaunt, dass meine Tochter bereit war den Namen ihres Mannes anzunehmen, ist aber auch viel schöner der neue Name und nicht so gewöhnlich, wie Müller, Huber, Meier. Also jetzt erst recht Namenswechsel, denn als ich es bei ihrer Volljährigkeit dann tun wollte, hätte mich das viel Geld gekostet. Seit diesem Jahr ist die Namensänderung ein Klaks was das Amtliche angeht, also habe ich 2013 meinen Familiennamen wieder anzunehmen und es fühlt sich total stimmig an.

In der heutigen Zeit sähe ich einen Grund mehr diesen Namen aufzugeben, denn Doppelnamen mit Bindestrich sind in der Schweiz nicht mehr möglich.
 

Satjamira

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  • #35
AW: Den eigenen Namen abgeben

Übrigens die Standesämter sind erstaunt, dass trotzdem und auch heute noch so viele Frauen den Namen des Mannes annehmen. Ich vermute, es ist etwas das sich nur langsam ändert.
 

anaj

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  • #36
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von Else:
... Geht aber auch nicht so einfach, weil ich an meinem Namen hänge (identitätsstiftend) und ich mir auch mit diesem Namen einen Namen gemacht habe, ....

Das mit dem sich-einen-Namen-gemacht-haben haben nun schon mehrere genannt. Ich kann das zwar verstehen, aber dennoch waere auch dies kein Argument fuer mich, meinen Nachnamen behalten zu wollen / zu muessen. Auch da gibt es ganz einfache / pragmatische Loesungen. Es wuerde meinem Ruf und meiner Karriere nicht schaden, wenn ich den Namen eines Mannes annehmen wuerde. Eine Rundmail und alle sind informiert, die "alte" E-Mail wird an die neue weitergeleitet, das Linked-in-Profil wird auf den neuesten Stand gebracht usw....
 
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  • #37
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von anaj:
Auch da gibt es ganz einfache / pragmatische Loesungen. Es wuerde meinem Ruf und meiner Karriere nicht schaden, wenn ich den Namen eines Mannes annehmen wuerde. Eine Rundmail und alle sind informiert, die "alte" E-Mail wird an die neue weitergeleitet, das Linked-in-Profil wird auf den neuesten Stand gebracht usw....

Es gibt berufliche Kontexte, da ist das leider nicht so einfach zu lösen. Z.B., wenn man publiziert. Da steht man ja mit den meisten Leuten nicht in direktem Mailkontakt und der neueste Namens-Stand auf irgendwelchen Profilen nutzt auch eher weniger, weil man ja unter dem alten Namen bekannt ist und gesucht wird.
Aber für mich selbst ist es, wie schon erwähnt, wirklich vor allem eine Identitätsfrage. Ich empfinde meinen Namen als zu mir gehörend. Allenfalls hätte ich mich (vielleicht) von einem besonders schönen männlichen Nachnamen zu einem solchen Namenswechsel 'verführen' lassen.
Die Doppelnamen-Zwischenlösung fand ich immer sehr benutzerunfreundlich.
 

equinox

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  • #38
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von anaj:
Das mit dem sich-einen-Namen-gemacht-haben haben nun schon mehrere genannt .... Eine Rundmail und alle sind informiert, die "alte" E-Mail wird an die neue weitergeleitet, das Linked-in-Profil wird auf den neuesten Stand gebracht usw....

... das mit der mail-weiterleitung klingt jetzt doch etwas naiv, in der scientific community oder bei beratungsdienstleistungen wie auch im theater-, film- oder musik-geschäft möchte man schließlich immer wieder in den aufmerksamkeitsfokus von menschen geraten, die einen irgendwann (auch vor längerer zeit und ohne zwischenzeitlichen kontakt!) unter einem bestimmten namen kennengelernt haben. daher sind namensänderung nur bei beginn einer karriere sinnvoll. wer erstmal als hinterobermaier eingeführt ist, sollte schlicht dabei bleiben ...
 

Heike

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  • #39
AW: Den eigenen Namen abgeben

Der sogenannte eigene Name ist ja in der Regel derjenige der Eltern, meinst derjenige des Vaters. In den guten alten Zeiten, wann auch immer die waren, dokumentierte der Namenswechsel den Übergang von Papitochter zu Partnerzugehöriger. Heute scheut man tendenziell solche Identitätsfestlegungen, ist älter beim Heiraten, sodaß man Papis Namen als eigenen schon etwas mitangereichert hat, bleibt zudem gerne Kind und weiß außerdem nicht, wie lange es hält. Zur Not nimmt man den Namen der eigenen Kinder an.
 
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  • #40
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von Heike:
Der sogenannte eigene Name ist ja in der Regel derjenige der Eltern, meinst derjenige des Vaters. In den guten alten Zeiten, wann auch immer die waren, dokumentierte der Namenswechsel den Übergang von Papitochter zu Partnerzugehöriger. Heute scheut man tendenziell solche Identitätsfestlegungen, ist älter beim Heiraten, sodaß man Papis Namen als eigenen schon etwas mitangereichert hat, bleibt zudem gerne Kind und weiß außerdem nicht, wie lange es hält. Zur Not nimmt man den Namen der eigenen Kinder an.
Ob der Nachname vom Vater oder der Mutter stammt (das kommt doch inzwischen bestimmt auch häufiger vor, z.B. bei unverheirateten Paaren oder ledigen Müttern), erscheint mir immer nebensächlicher.
Ich sehe die Kombination aus Vor- und Nachnamen als den persönlichen Markennamen an. Und als eingeführte Marke wechselt man den doch nicht ohne Not.
Erinnert sich noch jemand an "Raider heißt jetzt Twix"?
 

Heike

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  • #41
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von Verärgert:
Ich sehe die Kombination aus Vor- und Nachnamen als den persönlichen Markennamen an. Und als eingeführte Marke wechselt man den doch nicht ohne Not.
Erinnert sich noch jemand an "Raider heißt jetzt Twix"?
Ja, das ist ein interessanter Gesichtspunkt. Stammte der Name "Raider" eigentlich vom Vater und "Twix" von der Mutter oder umgekehrt? Oder hat irgendjemand das sich jeweils ausgedacht?
Ich mich als Marke verstehend dürfte weder den Namens meiner Mutter noch meines Vaters tragen, sondern würde mir dafür eher einen eigenen Namen ausdenken.
Daß Kinder das Familienunternehmen ihrer Eltern weiterführen ist auch nicht mehr unbedingt die Regel. Wer einen neuen Akzent setzen will, gründet eher selbst was.
 

anaj

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  • #42
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von Verärgert:
Ich sehe die Kombination aus Vor- und Nachnamen als den persönlichen Markennamen an. Und als eingeführte Marke wechselt man den doch nicht ohne Not.
Erinnert sich noch jemand an "Raider heißt jetzt Twix"?

Markenname?! Das ist ein interessanter Aspekt! Dann nenne ich es Rebranding, wenn ich den Namen eines Mannes annehmen wuerde. Das war bei einigen Unternehmen auch eine erfolgreiche Strategie. ;-)

Fuer mich passt das dann auch, weil eine Eheschliessung doch auch der Beginn eines neuen Lebensabschnittes waere.
 
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  • #43
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von Heike:
Ja, das ist ein interessanter Gesichtspunkt. Stammte der Name "Raider" eigentlich vom Vater und "Twix" von der Mutter oder umgekehrt? Oder hat irgendjemand das sich jeweils ausgedacht?
Ausgedacht hat sich das vermutlich die Marketingabteilung von Mars Inc.
Aber die Sache scheint komplizierter (oder einfacher?) zu sein, als von mir angenommen. Denn Raider hieß, wie ich eben mit Hilfe meiner Lieblingsinternetseite herausfand, in den meisten Ländern eh schon immer Twix, da hat sich der Deutsche sprachlich ne Extrawurst (oder nen -riegel) gebraten. Dafür heißt jetzt aber auch alles flächendeckend REWE, was früher mal als HL o.ä. bekannt war. Egal.

Ich mich als Marke verstehend dürfte weder den Namens meiner Mutter noch meines Vaters tragen, sondern würde mir dafür eher einen eigenen Namen ausdenken.
Guter Plan. Aber ab wann greift der? So rein vom Sprech- und Denkvermögen her gedacht.
 
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suzanne

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  • #45
AW: Den eigenen Namen abgeben

Die pragmatische Lösung: Nicht heiraten!
 

Heike

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  • #46
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von Verärgert:
Guter Plan. Aber ab wann greift der? So rein vom Sprech- und Denkvermögen her gedacht.

Kindern würd ich es noch nicht zumuten, sich selbst als Marke entwerfen zu müssen. Und Jugendliche sollten noch ein bißchen was haben, gegen das sie sich auflehnen dürfen, eben beispielsweise Vati/Muttis Namen. Der Auszug aus dem Elternhaus scheint mir über den Daumen gepeilt eine gute Zeit, um sich selbst einen eigenen Namen zuzulegen. Da kann man das in einem Rutsch machen: per Emailverteiler oder auf Tumbler die neue Adresse und zugleich den neuen Namen. Vielleicht gleich mit erster, natürlich noch amateurhaft erstellter eigener Visitenkarte.
 
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AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von Heike:
Der Auszug aus dem Elternhaus scheint mir über den Daumen gepeilt eine gute Zeit, um sich selbst einen eigenen Namen zuzulegen. Da kann man das in einem Rutsch machen: per Emailverteiler oder auf Tumbler die neue Adresse und zugleich den neuen Namen. Vielleicht gleich mit erster, natürlich noch amateurhaft erstellter eigener Visitenkarte.

Das leuchtet mir ein. Aber so spät, wie heute gelegentlich von Zuhause ausgezogen wird, ist bis dahin natürlich die Gewöhnung an den elter(teil)ichen Nachnamen bereits eingetreten und man hat sich u.U. bereits mit deren Namen einen ebensolchen gemacht. Vielleicht ließe sich an eine Namensänderungspflicht mit Eintritt der Volljährigkeit denken.
Ob wir noch schnell ne SMS an Gabriel und Merkel auf den Weg bringen?
 

Freitag

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  • #48
AW: Den eigenen Namen abgeben

Zitat von Verärgert:
Ausgedacht hat sich das vermutlich die Marketingabteilung von Mars Inc.
Aber die Sache scheint komplizierter (oder einfacher?) zu sein, als von mir angenommen. Denn Raider hieß, wie ich eben mit Hilfe meiner Lieblingsinternetseite herausfand, in den meisten Ländern eh schon immer Twix, da hat sich der Deutsche sprachlich ne Extrawurst (oder nen -riegel) gebraten.
das war doch schon immer so dass für die dummen deutschen alles irgendwie eingedeutscht wurde weil sie meistens zu blöd sind, die englischen begriffe auszusprechen.
Mr Proper wurde eingedeutscht zu Meister Proper
Cellphone in Handy
etc
 

Freitag

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  • #50
AW: Den eigenen Namen abgeben

Twix klang damals für die deutschen viel zu fremd.