D

Deleted member 7532

  • #61
Nein, nein, nach einem Jahr war sie nicht mehr aktuell. Es folgten noch einige andere. Mit einer bekam er auch noch ein weiteres Kind. Seit ein paar Jahren ist es aber nun die Selbe. Er lebt mit ihr zusammen. In unserem früheren gemeinsamen Haus.
Wir begegnen uns gar nicht. Zuletzt auf der Hochzeit meines Sohnes vor über zwei Jahren. Ich bin aber auch schon seit 17 Jahren geschieden.
Ah ok, danke.
 
Beiträge
1.557
Likes
1.987
  • #62
Mal Hand auf´s Herz - würdet ihr wirklich euch besser fühlen wenn eure Männer euch verlassen hätten ohne fremd zu gehen?
Wenn es keine andere Frau gegeben hätte und er deshalb auch nicht der Arsch wäre auf den ihr zu Recht wütend sein könnt?
Was wäre, wenn er sich getrennt hätte, weil er keine Möglichkeit sieht die Beziehung zu retten oder so zu führen, dass er eine reelle Chance sieht wieder glücklich zu werden? Wäre das wirklich besser, oder würde das nicht ganz andere Fragen aufwerfen?
 
D

Deleted member 20013

  • #63
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

60+

Beiträge
212
Likes
524
  • #64
Was wäre, wenn er sich getrennt hätte, weil er keine Möglichkeit sieht die Beziehung zu retten oder so zu führen, dass er eine reelle Chance sieht wieder glücklich zu werden? Wäre das wirklich besser, oder würde das nicht ganz andere Fragen aufwerfen?
Ja, das wäre besser. Vor allem wäre es besser, wenn man(n) über Probleme spricht. Oft fehlt es aber an der Kommunikation, man(n) frisst alles in sich hinein und wartet darauf, dass irgendwann mal die Lösung kommt. Meist dann in Form einer anderen Frau.
Ich kenne ich meinem ganzen Bekanntenkreis kein einziges Paar, bei denen der Mann sich getrennt hat, ohne dass eine andere Frau im Spiel war. Wirklich kein einziger Fall.
Ja, wenn mein Ex zu mir gesagt hätte, dass er sich in der Beziehung nicht mehr wohl fühlt, weil ......, dann hätte man versuchen können, ob es eine Lösung gibt und wenn nicht, dann hätte man sich friedlich trennen können.
Aber ich kenne keinen Mann, der dazu in der Lage wäre.
 
Beiträge
1.293
Likes
2.335
  • #65
Ich kenne ich meinem ganzen Bekanntenkreis kein einziges Paar, bei denen der Mann sich getrennt hat, ohne dass eine andere Frau im Spiel war. Wirklich kein einziger Fall.

also ich kenne in meinem umfeld nur frauen, die sich getrennt haben. weil ihre männer fremdgegangen sind und erstmal gehofft hatten, dass sie weitermachen dürfen und ihre frau die füsse still hält. oft noch garniert mit großer empörung darüber, dass "sie mit der trennung ja alles kaputtmacht". :oops:
 
Zuletzt bearbeitet:
A

*Andrea*

  • #66
Mal Hand auf´s Herz - würdet ihr wirklich euch besser fühlen wenn eure Männer euch verlassen hätten ohne fremd zu gehen?
Wenn es keine andere Frau gegeben hätte und er deshalb auch nicht der Arsch wäre auf den ihr zu Recht wütend sein könnt?
Was wäre, wenn er sich getrennt hätte, weil er keine Möglichkeit sieht die Beziehung zu retten oder so zu führen, dass er eine reelle Chance sieht wieder glücklich zu werden? Wäre das wirklich besser, oder würde das nicht ganz andere Fragen aufwerfen?
Ich habe keine der beiden Situationen erlebt, sondern nochmal etwas anderes, das damals aber auch ganz schwer war. Ich kenne also beide Situationen, die du ansprichst, nicht aus eigener Erfahrung, aber ich denke, dass auch das Verlassenwerden, weil der Partner keine Möglichkeit mehr sieht, mit einem glücklich zu werden, schwierig wäre. (Hast du das selbst erlebt, oder hast du dich aus solchen Gründen getrennt?) Und ja, es würde sicher ganz andere Fragen aufwerfen. Vielleicht kennen deine Fragestellung eher Männer? Man sagt ja, dass es tendenziell die Frauen sind, die sich trennen.

Vielleicht ist dies auch eine Möglichkeit hier mit dem Thema anzuknüpfen, das mich gerade in einem anderen Zusammenhang (nicht im Zusammenhang mit einer Liebesbeziehung) beschäftigt: wie ist es, wenn man auf der anderen Seite steht und sich Schuld aufgeladen hat? Oder auch nur sich fragt, ob man das hat? Wie geht man damit um? (Ist das OK hier in diesem Thread, oder soll ich einen neuen eröffnen, was meint ihr?)
 
Beiträge
1.557
Likes
1.987
  • #70
  • Like
Reactions: Deleted member 20013
D

Deleted member 22756

  • #72
Mal Hand auf´s Herz - würdet ihr wirklich euch besser fühlen wenn eure Männer euch verlassen hätten ohne fremd zu gehen?
Wenn es keine andere Frau gegeben hätte und er deshalb auch nicht der Arsch wäre auf den ihr zu Recht wütend sein könnt?
Was wäre, wenn er sich getrennt hätte, weil er keine Möglichkeit sieht die Beziehung zu retten oder so zu führen, dass er eine reelle Chance sieht wieder glücklich zu werden? Wäre das wirklich besser, oder würde das nicht ganz andere Fragen aufwerfen?
Ich finde diesen Gedanken sehr spannend.
 
Beiträge
6.875
Likes
10.868
  • #73
Mal Hand auf´s Herz - würdet ihr wirklich euch besser fühlen wenn eure Männer euch verlassen hätten ohne fremd zu gehen?
Wenn es keine andere Frau gegeben hätte und er deshalb auch nicht der Arsch wäre auf den ihr zu Recht wütend sein könnt?
Was wäre, wenn er sich getrennt hätte, weil er keine Möglichkeit sieht die Beziehung zu retten oder so zu führen, dass er eine reelle Chance sieht wieder glücklich zu werden? Wäre das wirklich besser, oder würde das nicht ganz andere Fragen aufwerfen?
Ja! Als ich die Affäre meines Ex entdeckt habe, wurde mir der Boden unter den Füßen weggezogen. Das war dermaßen körperlich (ich habe mich als erstes übergeben müssen). Ich habe in drei Monaten 16 kg (!!!) abgenommen. Du hast permanent Bilder im Kopf, wie er mit der anderen Frau schläft (dazu kommt die Frage, ob er mich mit irgendetwas angesteckt hat?). Jede Lüge von ihm schwirrt dir permanent im Kopf rum. Mein Vertrauen wurde zutiefst mißbraucht. Das, was da ausgelöst wird ist ein Trauma. In einem Buch wurde dieses Trauma verglichen mit dem, welches Menschen durch eine Katastrophe erlitten haben (meine Therapeutin hat es auch so verglichen). Das Schlimmste an der ganzen Angelegenheit ist der Vertrauensmißbrauch. Das erschüttert dich in deinen Grundfesten. Ich habe meinem Ex absolut vertraut. Und er hat selbst zugegeben, dass er das wusste und das schamlos ausgenutzt hat. Außerdem hast du keine Möglichkeit zu handeln. Du wirst vor vollendete Tatsachen gestellt.
Und bitte jetzt nicht so Sprüche, da muss man doch was merken, da war doch was vorher schon nicht in Ordnung.
Natürlich war da was nicht in Ordnung. Aber wir hatten zwei extrem schwere Jahre mit Krankheit, Pflege und Tod in der Familie. Und wenn du einen Partner hast, der eh nicht viel redet, bekommst du das nicht mit.

Also ja, ich hätte mich besser gefühlt, wenn mein Ex nicht fremdgegangen wäre. Und auch meine Kinder hätten sich besser gefühlt, wenn der Vater nicht auch sie angelogen hätte.

Also entschuldige bitte, aber deine Frage ist - aus meiner Sicht - total dämlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: 60+ and Look
D

Deleted member 7532

  • #74
Mal Hand auf´s Herz - würdet ihr wirklich euch besser fühlen wenn eure Männer euch verlassen hätten ohne fremd zu gehen?
Wenn es keine andere Frau gegeben hätte und er deshalb auch nicht der Arsch wäre auf den ihr zu Recht wütend sein könnt?
Was wäre, wenn er sich getrennt hätte, weil er keine Möglichkeit sieht die Beziehung zu retten oder so zu führen, dass er eine reelle Chance sieht wieder glücklich zu werden? Wäre das wirklich besser, oder würde das nicht ganz andere Fragen aufwerfen?

Ich kenne nur zwei Frauen, die gegangen sind (bzw den Mann aus diesen Gründen vor die Tür gesetzt haben).
Interessanterweise sind da beide Paare nach Jahren (und sowohl Einzel- , als auch Paartherapie) wieder zusammen gekommen.
Ich will nicht behaupten, dass das der Standard ist, aber es besteht dabei zumindest die Chance, dass man erkennt, dass es sich vielleicht lohnt, diesen mühsamen Weg zu gehen.
Sobald ein(e) Geliebt(e) im Spiel ist, fällt das eher weg, weil das neue verlockender ist und doch jeder überzeugt ist, dass da alles anders ist, man die Fehler der alten Beziehung nicht mehr macht.
Bis man erkennt, dass man diese (vielleicht in etwas abgewandelter Form) wiederholt, wenn man nicht aktiv an sich arbeitet ist dann die alte Beziehung schon längst obsolet.
 
  • Like
Reactions: Fraunette
Beiträge
6.875
Likes
10.868
  • #75
Ich kenne nur zwei Frauen, die gegangen sind (bzw den Mann aus diesen Gründen vor die Tür gesetzt haben).
Interessanterweise sind da beide Paare nach Jahren (und sowohl Einzel- , als auch Paartherapie) wieder zusammen gekommen.
Ich will nicht behaupten, dass das der Standard ist, aber es besteht dabei zumindest die Chance, dass man erkennt, dass es sich vielleicht lohnt, diesen mühsamen Weg zu gehen.
Sobald ein(e) Geliebt(e) im Spiel ist, fällt das eher weg, weil das neue verlockender ist und doch jeder überzeugt ist, dass da alles anders ist, man die Fehler der alten Beziehung nicht mehr macht.
Bis man erkennt, dass man diese (vielleicht in etwas abgewandelter Form) wiederholt, wenn man nicht aktiv an sich arbeitet ist dann die alte Beziehung schon längst obsolet.
Die sogenannten "Warmwechsler" machen in der neuen Beziehung die gleichen Fehler wie vorher. Da wird nichts aufgearbeitet. Aber da hält sich mein Mitleid in Grenzen. Wenn ich darüber nachdenke, womit sich meine "Nachfolgerin" rumschlagen darf. o_O:) Das hat die sich verdient! :D
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: 60+
F

fleurdelis*

  • #76
Beiträge
1.293
Likes
2.335
  • #78
Mal Hand auf´s Herz - würdet ihr wirklich euch besser fühlen wenn eure Männer euch verlassen hätten ohne fremd zu gehen?

ja, würde ich. denn so hat man sich m.e. dann mit mehreren schwierigen prozessen zu befassen:

1.: die trennung an sich (ein sehr schmerzhafter prozess, egal, was die gründe dafür sein mögen...).

2.: man darf jetzt auch noch zusehen, diesen massiven vertrauensmissbrauch irgendwie hinter sich zu lassen, wie ihn @Fraunette beschrieben hat. mit meinem ex habe ich das nun "durch" und meinen frieden gemacht, wie beschrieben. aber es bleibt noch...

3.: damit fertig werden, dass das vertrauen so massiv missbraucht wurde. das mach ja etwas mit einem. man muss dann zusehen, diese schlechte erfahrung nicht zum anlass zu nehmen, einen neuen partner mit misstrauen zu gängeln. zusehen, mit der frage, ob er oder sie auch mal fremdgegangen und deswegen geschieden ist, fertig zu werden. ich habe das thema teils auch mal beim date oder im dialog vorab angeschnitten. es kamen auch teils sehr ehrliche antworten. mit denen war ich dann aber auch mal überfordert. was, wenn jemand sagt, dass er fremdgegangen ist? was, wenn er sagt, er hat es nicht getan? kann ich das glauben oder wäre ich von vornherein misstrauisch? würde ich einem "täter" vertrauen können, dass er das nicht nochmal macht?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: chava, Fraunette and 60+
D

Deleted member 21128

  • #79
Ich kenne ich meinem ganzen Bekanntenkreis kein einziges Paar, bei denen der Mann sich getrennt hat, ohne dass eine andere Frau im Spiel war. Wirklich kein einziger Fall.
Ja, wenn mein Ex zu mir gesagt hätte, dass er sich in der Beziehung nicht mehr wohl fühlt, weil ......, dann hätte man versuchen können, ob es eine Lösung gibt und wenn nicht, dann hätte man sich friedlich trennen können.
Aber ich kenne keinen Mann, der dazu in der Lage wäre.
Ich würde hier in die Diskussion von euch Frauen gerne einen Grauton reinbringen...
Bei mir war tatsächlich auch eine andere Frau im Spiel. Ich habe die Gefühle für sie gebraucht, um endlich mal über das Stöckchen zu springen, mir einzugestehen, wo ich in Hinblick auf unsere Ehe stehe.
So bald mir das bewusst war, habe ich mit meiner Frau geredet. Viel Sinn hatte das nicht, unsere Ehe war unabhängig von der anderen Frau gescheitert. Zum Glück habe ich mich mit dieser erst getroffen, als wir getrennt waren (wir kannten uns von früher), aber im Spiel war sie trotzdem. Und heute bin ich sehr froh darüber, denn sie war wohl genau (nur?) dafür da, dass ich mich endlich trennte.
 
  • Like
Reactions: chava
Beiträge
13.489
Likes
11.498
  • #80
Nun meine Frage an diejenigen, die ihrem/ihrer Ex so etwas verziehen haben: wie habt ihr das gemacht?
Ich glaube, dass es hilft, wenn man seine eigene Rolle in der Beziehung mal näher betrachtet - und sich auch nicht dem Gedanken verschließt, welchen Anteil man selber an den letztlich zur Trennung geführten Ursachen hatte.

Dabei geht es nicht um die Klärung einer Art Schuldfrage, sondern einfach darum, dass zum Auseinanderbrechen einer Beziehung BEIDE Betroffene gehören - und jeder seinen Anteil daran hatte, dass es nicht funktioniert hat. Und wenn man sein eigenes Verhalten mal wirklich auf den Prüfstand stellt und auch nach Dingen sucht, die man manchmal nicht für sich wahrhaben möchte, dann kann ein Verzeihen leichter fallen.
 
  • Like
Reactions: chava
Beiträge
13.489
Likes
11.498
  • #81
Nur wenn ich ihn sehe, dann "tickt irgendetwas bei mir aus". Das ist, als würde ein Vorhang fallen und auf der Bühne steht eine wütende Frau die nur an seine Lügen und den Betrug denken kann. Ist er wieder weg ist meine "Denke" wieder "normal".
Eben! Du bist in diesen Momenten bei ihm - und nicht bei dir.
Du gibst ihm eine sehr große "Macht" über dich und deine Gefühle.
Versuche doch mal, bei solchen Anlässen "bei dir" zu bleiben und nicht an das, was er getan hat ("seine Schuld"), zu denken, sondern daran, wie du dich wirklich in diesen Momenten fühlst.
Mir scheint, du beschwörst diese Gefühle förmlich bei jedem Treffen wieder herauf. Besser wäre meiner Meinung nach, zu versuchen, deine tatsächliche Stimmung aufzugreifen.
 
  • Like
Reactions: Fraunette and *Andrea*
Beiträge
6.100
Likes
6.616
  • #82
Mal Hand auf´s Herz - würdet ihr wirklich euch besser fühlen wenn eure Männer euch verlassen hätten ohne fremd zu gehen?
Wenn es keine andere Frau gegeben hätte und er deshalb auch nicht der Arsch wäre auf den ihr zu Recht wütend sein könnt?
Was wäre, wenn er sich getrennt hätte, weil er keine Möglichkeit sieht die Beziehung zu retten oder so zu führen, dass er eine reelle Chance sieht wieder glücklich zu werden? Wäre das wirklich besser, oder würde das nicht ganz andere Fragen aufwerfen?
Frauen mögen das anders sehen (?), aber nein, es fühlt sich nicht besser an, im Gegenteil : Die Ohnmacht und Hilflosigkeit kommt gefühlt um ein Vielfaches schlimmer zum Tragen, weil man sich einfach nicht erklären kann, warum. Selbst wenn die-/derjenige, die/der geht, es versucht zu erklären, wird die/der andere es nur in den seltensten Fällen nachvollziehen, geschweige denn verstehen können, wenn der andere Teil anders empfindet. Geht die/der andere fremd, macht es die Trennung ungleich leichter.

Die Verarbeitung danach tut sich IMVHO unter dem Strich nichts.
 
  • Like
Reactions: chava and LC85
Beiträge
906
Likes
1.545
  • #83
Mal Hand auf´s Herz - würdet ihr wirklich euch besser fühlen wenn eure Männer euch verlassen hätten ohne fremd zu gehen?
Wenn es keine andere Frau gegeben hätte und er deshalb auch nicht der Arsch wäre auf den ihr zu Recht wütend sein könnt?
Was wäre, wenn er sich getrennt hätte, weil er keine Möglichkeit sieht die Beziehung zu retten oder so zu führen, dass er eine reelle Chance sieht wieder glücklich zu werden? Wäre das wirklich besser, oder würde das nicht ganz andere Fragen aufwerfen?
Hallo t.b.d.,
ich hatte meinen Beitrag nicht speziell zum Fremdgehen geschrieben. Es ging mir eher um die Gefühle.

Ich glaube, dass Fremdgehen eher ein Symptom ist, als eine Ursache (damit will ich es nicht schönreden). Die Ursache liegt m.E. in unpassender/ fehlender Kommunikation, um es mal ganz neutral zu sagen. Und das ist beileibe kein Einzelthema.

Ich habe eine Zeitlang hier nicht bzw. kaum gelesen, daher weiß ich nicht, ob du hier was zu deiner Trennung geschrieben hast. Du warst ja vorher hier öfter mal voller Frust und Verzweiflung. Ist da (vielleicht?) auch Wut auf deiner Seite, über das Unverständnis?

Ich glaube (provokant), eine andere Person macht es eher leichter, eben als "Sündenbock" (also jetzt als Gegensatz zum „anlass“losen Trennen, nicht als Gegensatz zum weiterhin zusammenbleiben).

Unabhängig davon, was der Trennungsauslöser ist, letzten Endes bleibt die Erkenntnis, in unterschiedlichen Welten zu leben und keine bzw. kaum noch eine Schnittmenge zu haben. Einen Lebenstraum verabschieden zu müssen. Das hinterlässt ja Spuren, so oder so.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: chava, LC85 and Traumichnich
Beiträge
13.489
Likes
11.498
  • #84
Wenn es aber mit der Zeit eher sinnlose Wut war, die auch keinen „reinigenden“ Charakter mehr hatte, dann habe ich versucht, mich abzulenken. Botschaft an mich war dann: „Ok, er ist ein Vollpfosten, aber wenn Du Dich jetzt aufregst, leidest nur Du.“
Wenn es für dich so funktioniert (hat), ist es ja o.k.
Meiner Meinung nach ist das aber eine einseitige Betrachtung. Wo ist dein Part in der Beziehung/während der Trennung?
Ich lese nur: ER ist...., ER hat.......
Klingt nach: 100% Schuld hat nur er alleine.
 
F

fleurdelis*

  • #87
Ich glaube, dass es hilft, wenn man seine eigene Rolle in der Beziehung mal näher betrachtet - und sich auch nicht dem Gedanken verschließt, welchen Anteil man selber an den letztlich zur Trennung geführten Ursachen hatte.

Dabei geht es nicht um die Klärung einer Art Schuldfrage, sondern einfach darum, dass zum Auseinanderbrechen einer Beziehung BEIDE Betroffene gehören - und jeder seinen Anteil daran hatte, dass es nicht funktioniert hat.

Jaja ... es gehören immer zwei dazu ... Blablabla .... ist auch so kann man nicht leugnen, spielt aber immer noch eine Rolle, wie man dann damit umgeht. Darum gehts aber denke ich nicht. Es geht auch nicht darum zu bewerten, das wurde hier meiner Meinung nach außer Acht gelassen.

Zum Thema "Fremdgehen" gibts so viel Meinungen wie du Menschen fragst... das ist auch nicht relevant. Ein Gedanke wäre vielleicht hilfreich, auch für die Frage von @t.b.d. .... Wie würde jeder selbst mit der Situation umgehen? ... Was würde man tun, wenn man in der Situation stecken würde? ... Wie würde man sich fühlen, wenn man selbst in einer Beziehung steckt und von heute auf morgen ... Knall auf Fall erfährt ... da gibt es jemand anderen..... und man wurde einfach belogen und betrogen .... Wenn es einen selbst betrifft, sieht die Welt immer noch ganz anders aus ...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: Fraunette
Beiträge
13.489
Likes
11.498
  • #88
Ich kenne ich meinem ganzen Bekanntenkreis kein einziges Paar, bei denen der Mann sich getrennt hat, ohne dass eine andere Frau im Spiel war. Wirklich kein einziger Fall.
also ich kenne in meinem umfeld nur frauen, die sich getrennt haben. weil ihre männer fremdgegangen sind und erstmal gehofft hatten, dass sie weitermachen dürfen und ihre frau die füsse still hält.
Ich könnte ja hier jetzt wieder etwas davon schreiben, dass Männern irgendwann halt langweilig wird (und sie häufig nur aus Bequemlichkeit im "Nest" hocken bleiben) und sie etwas "Neues" wollen, während Frauen eher diejenigen sind, die das "Nest" hüten.
Aber das will ja niemand hier lesen.
Was ich herauslese ist, eine enorm große Verletzheit "der Frauen". Und dazu trägt das intime "Betrogenwerden" einen Großteil bei.
Die Lügen und der "Verrat" sind eine Sache - die Intimitäten mit einer anderen Frau eine zusätzliche, andere Dimension.
Ich glaube, dass sich gerade in diesem sensiblen Bereich das vermeintliche "Nichtgenügen" aufs Intensivste ausdrückt.
Ich möchte hier gar nicht um "Verständnis" für "die armen Männer, die sich halt nicht anders zu helfen wussten" werben.
Mir fehlt eine Betrachtungsweise, die, zugegebenermaßen mitunter schwierig ist, auch das eigene Verhalten, die eigenen Handlungen in Frage zu stellen und sich mal von diesem "Schwarz-Weiß-Schema" "DER ist alleine schuld - und ich habe alles richtig gemacht" zu lösen.
 
Beiträge
13.489
Likes
11.498
  • #89
Jaja ... es gehören immer zwei dazu ... Blablabla .... ist auch so kann man nicht leugnen, spielt aber immer noch eine Rolle, wie man dann damit umgeht. ...
Hm, wieso habe ich den Eindruck, dass man (hier: Frau) sich mit diesem Aspekt gar nicht auseinandersetzen will, sondern einfach schlichtweg weiterhin auf "dem fremdgehenden Mann" einbashen will, um seiner eigenen Verletztheit möglicherweise wieder Herr werden zu können?
Man könnte genau so schreiben, "der Mann hat betrogen und gelogen, ist Schuld an der Trennung" blablabla....
Wäre ähnlich despektierlich - und stark vereinfachend.

Außerdem war der Gedanke, nur mal zu VERSUCHEN, die eigene Rolle in der Beziehung/Trennung mehr zu hinterfragen/durchleuchten, um in eine andere Gefühlsposition außerhalb von Wut und Hass zu gelangen.

Einfacher ist es selbstverständlich, sich weiterhin in der Rolle des, ohne Frage, "tapfer gegen diese Gefühle kämpfenden" Opfers zu sehen und dem Mann (hier: "das Schwein") die Schuld geben zu können.

Wie schon geschrieben, gibt man somit aber dem Mann immer wieder Macht über die eigenen Gefühle und Befindlichkeiten.
 
  • Like
Reactions: chava
F

fleurdelis*

  • #90
Hm, wieso habe ich den Eindruck, dass man (hier: Frau) sich mit diesem Aspekt gar nicht auseinandersetzen will, sondern einfach schlichtweg weiterhin auf "dem fremdgehenden Mann" einbashen will, um seiner eigenen Verletztheit möglicherweise wieder Herr werden zu können?
Man könnte genau so schreiben, "der Mann hat betrogen und gelogen, ist Schuld an der Trennung" blablabla....
Wäre ähnlich despektierlich - und stark vereinfachend.

Außerdem war der Gedanke, nur mal zu VERSUCHEN, die eigene Rolle in der Beziehung/Trennung mehr zu hinterfragen/durchleuchten, um in eine andere Gefühlsposition außerhalb von Wut und Hass zu gelangen.

Einfacher ist es selbstverständlich, sich weiterhin in der Rolle des, ohne Frage, "tapfer gegen diese Gefühle kämpfenden" Opfers zu sehen und dem Mann (hier: "das Schwein") die Schuld geben zu können..

Ich kann mich irren, aber das Thema von Schuld ... und "Mann = Schwein" ... hatte bisher niemand hier aufgebracht.... Da bist du der erste ...