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Deleted member 21128

  • #121
Daher wäre es für mich unlogisch, übermäßig Interesse an jemanden zu empfinden, den ich noch gar nicht kenne.
Es geht um das Interesse, jemanden kennenzulernen. Und übermäßig ist nie gut.
Wenn ich mit jemandem zusammen bin, nimmt das Interesse am Kennenlernen nach und nach ab (hoffentlich nie völlig!) und andere "Dinge" werden stärker.
Wenn dein Interesse am Kennenlernen nicht sehr groß ist, dann ist es auch authentisch, das nicht vorzuspielen. Dann kann es dir aber auch egal sein, wenn derjenige sich verabschiedet.
 
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Deleted member 21128

  • #123
@WolkeVier Habe ich nicht verstanden - erklärst du es mir?
Gern.
Nach meiner Erfahrung folgt stürmischer und begeisterungsschwangerer Anfangskommunikation männlicherseits auch gerne die Minimal- bis Nullkommunikation.
Ich wünsche dir andere Erfahrungen. Vielleicht machst mal nen reset?
Ich hab zB mit meiner Freundin von Anfang an sehr intensiv und voller Begeisterung kommuniziert und darauf folgte keine Minimal- bis Nullkommunikation. Das wünsche ich dir auch.
So lange du diese Überzeugung hast, wirst du wohl selbst zur Minimalkommunikation neigen, daher könnte ein Reset förderlich sein. :)
 
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  • #124
So lange du diese Überzeugung hast, wirst du wohl selbst zur Minimalkommunikation neigen, daher könnte ein Reset förderlich sein. :)
:p Achso. Nein. Alles gut. Danke für den guten Wunsch.
Ich habe es über die Zeit geschafft - trotz dieser irritierenden Erfahrungen (erst Überschwang, dann nix) - optimistisch zu bleiben.
Zur Minimalkommunikation neige ich wirklich nicht.
Und die positive Erfahrung ist mit ein bisschen Glück gerade in Arbeit. :)
 
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  • #125
Es geht um das Interesse, jemanden kennenzulernen.
Woraus speist sich dieses Interesse am puren Kennenlernen "irgendeines anonymen Online-Profils" (nicht des Menschen dahinter!)?

Wenn ich darüber nachdenke, dann kann das ja nur ein Grund sein, der überhaupt nicht mit dem anderen Menschen zu tun hat, sondern nur nach dem eigenen Bedürfnis "nicht allein zu sein" or whatever. Das ist ja, als wolle der Counterpart meine "chemische Reaktionsgeschwindigkeit" testen in Bezug auf Partnerwunsch (metaphorisch gesprochen).

Dieses Modell ist für mich aber falsch/nicht zutreffend, da ich das Interesse nur dann entwickle, wenn ich den anderen schon kenne, - wieder metaphorisch - Interesse an etwas, was mir in Aussicht gestellt wird. Nicht aber, allein die mögliche Aussicht auf generelle Bedürfnis-Befriedigung.

Ich bin auch nicht sehr "needy" und komme auch gut alleine klar. Im Umkehrschluss würde Deine These ja voraussetzen, dass man einen Mangel in seinem Leben hat, den es dringend zu füllen gibt. So dringend, dass man wahnsinnig viel Zeit rein steckt, mit dem Gießkannenprinzip auf anonyme Bekanntschaften schreibend einzugehen, mit denen man nur einen vagen Online-Kontakt hat. Man weiß doch gar nicht, wer wirklich am anderen Ende sitzt!

Für mich ist das unlogisch und absurd. Aber es wäre falsch, diese gewissen Schlussfolgerungen zu treffen, dass ich generell kein Interesse habe und nichts rein gebe. Es ist nur die Haltung gegenüber dem erwarteten Ablauf, die mich stört. Und es liegt nicht am Online Prozess, der ist für mich ok. Unpassend für mich ist die Erwartungshaltung der Gegenparteien dahinter. Ich plädiere für mehr Entspanntheit und großzügiges Denken. Nicht den anderen Menschen instrumentalisieren als Spielzeug seiner unterbewussten Motivationen und dann noch Rechtfertigung in der Gemeinschaft des Mainstream suchen, weil viele ähnlich ticken. Was ja auch legitim ist! Anderseits aber nur selbstschützend und für mich ineffizient und mit geringerem "Konstruktivitäts-Grad".

Vermutlich sind Unterscheidungsvermögen und Empathie stark gefordert. Eine unzureichende Ausprägung davon wird kompensiert durch Kontaktabbruch. Natürlich soll sich keiner "hinhalten lassen" usw. Ein natürliches Selbstschutzbedürfnis ist absolut angebracht.
 
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Deleted member 21128

  • #126
Woraus speist sich dieses Interesse am puren Kennenlernen "irgendeines anonymen Online-Profils" (nicht des Menschen dahinter!)?

Wenn ich darüber nachdenke, dann kann das ja nur ein Grund sein, der überhaupt nicht mit dem anderen Menschen zu tun hat, sondern nur nach dem eigenen Bedürfnis "nicht allein zu sein" or whatever. Das ist ja, als wolle der Counterpart meine "chemische Reaktionsgeschwindigkeit" testen in Bezug auf Partnerwunsch (metaphorisch gesprochen).

Dieses Modell ist für mich aber falsch/nicht zutreffend, da ich das Interesse nur dann entwickle, wenn ich den anderen schon kenne, - wieder metaphorisch - Interesse an etwas, was mir in Aussicht gestellt wird. Nicht aber, allein die mögliche Aussicht auf generelle Bedürfnis-Befriedigung.

Ich bin auch nicht sehr "needy" und komme auch gut alleine klar. Im Umkehrschluss würde Deine These ja voraussetzen, dass man einen Mangel in seinem Leben hat, den es dringend zu füllen gibt. So dringend, dass man wahnsinnig viel Zeit rein steckt, mit dem Gießkannenprinzip auf anonyme Bekanntschaften schreibend einzugehen, mit denen man nur einen vagen Online-Kontakt hat. Man weiß doch gar nicht, wer wirklich am anderen Ende sitzt!

Für mich ist das unlogisch und absurd. Aber es wäre falsch, diese gewissen Schlussfolgerungen zu treffen, dass ich generell kein Interesse habe und nichts rein gebe. Es ist nur die Haltung gegenüber dem erwarteten Ablauf, die mich stört. Und es liegt nicht am Online Prozess, der ist für mich ok. Unpassend für mich ist die Erwartungshaltung der Gegenparteien dahinter. Ich plädiere für mehr Entspanntheit und großzügiges Denken. Nicht den anderen Menschen instrumentalisieren als Spielzeug seiner unterbewussten Motivationen und dann noch Rechtfertigung in der Gemeinschaft des Mainstream suchen, weil viele ähnlich ticken. Was ja auch legitim ist! Anderseits aber nur selbstschützend und für mich ineffizient und mit geringerem "Konstruktivitäts-Grad".

Vermutlich sind Unterscheidungsvermögen und Empathie stark gefordert. Eine unzureichende Ausprägung davon wird kompensiert durch Kontaktabbruch. Natürlich soll sich keiner "hinhalten lassen" usw. Ein natürliches Selbstschutzbedürfnis ist absolut angebracht.
Also ich kann ja natürlich nur von mir ausgehen. Als ich mich bei PS angemeldet habe, wollte ich eine Freundin finden. Das darf von mir aus als "Mangel" bezeichnet werden und natürlich entspringt dieser dem Bedürfnis nach einer Partnerschaft und so gesehen dem Wunsch, nicht mehr "allein" zu sein.
Ich habe einige Dutzend Profile gecheckt, und wenn davon welche interessant waren, hatte ich Interesse für den Menschen dahinter, und das habe ich dann auch gezeigt. Wenn ich im Umkehrschluss den Eindruck hatte, dass das mir entgegengebrachte Interesse gering ist, weil mir tagelang nicht geantwortet wurde, habe ich den Kontakt nicht weiterverfolgt. Das wäre für mich Zeitverschwendung und obendrein will ich ja niemanden belästigen.
Dieses Modell ist für mich aber falsch/nicht zutreffend, da ich das Interesse nur dann entwickle, wenn ich den anderen schon kenne,
Und warum bist du dann an einer Singlebörse angemeldet?
 
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  • #127
Und warum bist du dann an einer Singlebörse angemeldet?
Das habe ich in dem Sinne gemeint, dass ich Parship als technische Matching-Plattform sehe. D.h. ich möchte sie eher als Intro nutzen und nicht als dauerhafte Kommunikations-Plattform, weil es mir zu kontext-reduziert ist. Ich möchte dann baldmöglichst auf ein anderes Kommunikations-Medium wechseln, am liebsten wäre mir (sofern in der gleichen Stadt wohnend) ein kurzes Treffen, um den Mensch live zu erleben und falls das beiderseits positiv verläuft, ein zweites, längeres Treffen.
 
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  • #128
Das darf von mir aus als "Mangel" bezeichnet werden und natürlich entspringt dieser dem Bedürfnis nach einer Partnerschaft und so gesehen dem Wunsch, nicht mehr "allein" zu sein.
Ich habe einige Dutzend Profile gecheckt, und wenn davon welche interessant waren, hatte ich Interesse für den Menschen dahinter, und das habe ich dann auch gezeigt. Wenn ich im Umkehrschluss den Eindruck hatte, dass das mir entgegengebrachte Interesse gering ist, weil mir tagelang nicht geantwortet wurde, habe ich den Kontakt nicht weiterverfolgt. Das wäre für mich Zeitverschwendung und obendrein will ich ja niemanden belästigen.

Und warum bist du dann an einer Singlebörse angemeldet?
Ich bin auch hier, weil ich jemand passenden kennenlernen möchte. Mit Betonung auf "passend" - und nicht "irgendwen", nur damit ich "irgend jemand habe", bis ich dann den optimalen Partner treffe (das hab ich jetzt ein paar Mal gehört, dass hier auch einige "Optimierer" unterwegs sind). Ich sehe es als Bereicherung, also als "+" und nicht als Mangel, sozusagen "-"

Ich find's schade, dass Du auch so vorgehst, dass Du Damen löschst, die nicht sofort antworten, Du weisst doch gar nicht, was wirklich dahinter steht. Vielleicht hat sie sich auch aus Neugier kurz eingeloggt, Deine Nachricht gelesen, wollte eine individuelle, schöne Antwort verfassen, aber hatte dann viel zu tun und es blieb ein paar Tage liegen. Das wäre ja auch eine Option. Immer nur von Desinteresse in solchen Fällen auszugehen, ist für mich eine nicht quantifizierte/validierte Heuristik (oder sogar nicht mal das).
 
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Deleted member 21128

  • #129
Ich bin auch hier, weil ich jemand passenden kennenlernen möchte. Mit Betonung auf "passend" - und nicht "irgendwen"
Das ist ja wohl klar, niemand hier wird sagen, dass er auch jemand unpassenden nimmt, nur um irgendwen zu haben. Das ist für mich auch der Grund, dass wir uns auf die konzentrieren, die wir interessant finden. Und auch auf die, die sich für uns interessieren.
Ich sehe es als Bereicherung, also als "+" und nicht als Mangel, sozusagen "-"
Lass uns da mal keine Wortklauberei betreiben. Auch ich habe ohne Partnerin gut gelebt, und vielleicht klingt es irgendwie souveräner, wenn man eine Liebesbeziehung nicht so sehr braucht, sondern sie als Plus bezeichnet. Trotzdem hat mir das halt nach ein paar Jahren gefehlt, und es war mir wichtig genug, um mich hier anzumelden. Und dann eben auch wichtig genug, um ein paar mir interessant erscheinenden Damen mein volles Interesse zu signalisieren.
Ich find's schade, dass Du auch so vorgehst, dass Du Damen löschst, die nicht sofort antworten
Von "sofort" war nicht die Rede. Natürlich habe ich nicht erwartet, dass die Frauen immer umgehend antworten, das ist doch logisch. Ich denke, jeder hat da seine eigene Erwartung, und freilich hängt's auch davon ab, wie sich die Kommunikation entwickelt hat. Und natürlich auch von der Qualität der Kommunikation. Ich kann mich zB daran erinnern, dass ich über zwei, drei Wochen einen Kontakt mit einer Dame hatte, die zwar von sehr starkem Interesse schrieb, und auch mitteilte, dass sie beruflich sehr gut ausgelastet sei. Nachdem aber immer nur alle zwei, drei Tage eine Antwort kam, und diese auch noch recht einsilbig ausfiel, habe ich ihr geschrieben, dass sie wohl eine recht geringe Priorität auf die Weiterentwicklung der Kommunikation legt. Das hat sie gar nicht verstanden. Für mich war es letztlich nicht die passende Partnerin. Ich will schon, dass es meiner Freundin wichtig ist, mit mir Zeit zu verbringen und sich etwas Mühe mit der Beziehung zu geben. Ich tu das ja auch.
Immer nur von Desinteresse in solchen Fällen auszugehen, ist für mich eine nicht quantifizierte/validierte Heuristik (oder sogar nicht mal das).
Woran machst du denn fest, ob das Interesse eines Manns an dir, den du nicht kennst, groß genug für dich ist? Wenn einer dich anschreibt, aber dann weiter nicht viel reingibt, ist dir das dann egal?
Wahrscheinlich hängt’s auch vom Anspruch ab, den man an eine Liebesbeziehung hat. Ich find's schon schön, eine sehr wichtige Rolle im Leben meiner Partnerin zu spielen, und da wollte ich vielleicht von Anfang an erkennen, das da jemand ist, der mich faszinierend genug findet, um sich auch Zeit zu nehmen, mich für sich zu gewinnen.
Und da beide auch in diesem Punkt ganz gut zusammenpassen sollten, macht es für mich durchaus Sinn, sich von denen zu verabschieden, die da anders ticken. Man will ja nicht irgendwen... ;)
 
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  • #130
@WolkeVier ,
Stimme ich Dir zu, ist mir jetzt auch schon passiert, dass ich nicht relativ schnell zurückgeschrieben habe. Und dann gar nicht mehr weil mir zu dem Mann so gar nichts einfiel. Das passiert nicht, wenn ich Interesse an ihm hab. Und wenn mir jemand nur so schleppend schreibt, dann hab ich es auch kapiert, ein, zweimal nachhaken und dann abhaken....
 
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  • #131
und vielleicht klingt es irgendwie souveräner, wenn man eine Liebesbeziehung nicht so sehr braucht, sondern sie als Plus bezeichnet.
Da liegt, denke ich, der Unterschied zwischen denen, die das schreiben, weil's souveräner klingt und denen, die wirklich sehr unabhängig sind. Das muss natürlich auch passen, d.h. jemand sehr Unabhängiges + jemand sehr Nähesuchendes = Desaster OR Leiden

Wie beide würden dann wahrscheinlich nicht gut zusammen passen ;-)

Es kommt eben auch auf die Kompatibilität des Nähe/Ferne-Bedrüfnis an. Für mich ist es ok, wenn ein Partner seiner Berufung nachgeht und nicht ständig an mir dran klebt. Mir ist auch recht, wenn er sich nicht immer innerhalb kürzester Zeit zurück meldet, so dass ein sehr schnelles Ping Pong entsteht (wobei es manchmal auch ok ist, ein schneller, intensiver Austausch - nur eben nicht "zwangsweise", weil der andere sonst Zweifel kriegt und sich unwohl fühlt).

ALLERDINGS gibt es in der Tat Leute, die andere hinhalten, die andere nur "benutzen" wollen, wenn es ihnen gerade in den Kram passt und es ihrem Selbstwert/Ego schmeichelt. Das lehne ich auch ab und zu solchen Männern kappe ich die Verbindung. Das sind emotionale Vampire und da ist der Kontaktabbruch wirklich angesagt. Ich habe auch bemerkt, dass (insbesondere) Frauen das nicht rechtzeitig merken, sich verlieben und schlimm leiden. Es ist nicht direkt "symmetrisch" mit Männern, weil M/F jeweils etwas anders ticken, aber vice versa gibt's so was schon in gewisser WEise auch.
 
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