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  • #1.176
Eigentlich ist mir das viel zu müßig , das hier zu erläutern, daher kurz.
Mir ist auch wurscht, ob wir uns grundsätzlich nicht viel vom Tier unterscheiden.
Für mich liegt der Unterschied ua. in der Fähigkeit der Sprache ( nicht Kommunikation, sonder Sprache)
und in der Art des Handelns, unserem Bewusstsein ( ich glaube zB. nicht, dass Tiere wissen, dass sie sterben werden, zumindest nicht, wenn sie nicht krank sind), unserer Fähigkeit der Reflexion usw.
In Thomas Suddendorfs Buch : „Der Unterschied. Was den Mensch zum Menschen macht.“ , sind dazu Gedanken, die ich teile.
 

HrMahlzahn

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  • #1.178
Die ganze Diskussion hier wird auf einer recht subjektiven Ebene geführt und zusätzlich aus einer überaus anthropozentrischen Perspektive. Menschen sind noch immer das über allen anderen stehende Lebewesen das Gott am 6. Tag geschaffen hat, damit es sich die Erde untertan mache.
In Wirklichkeit beherrschen wir weder Pflanzen noch Tiere. Nicht mal unsere eigenen Dieselfahrzeuge haben wir im Griff.:p Menschenaffen sind so nahe mit uns verwandt dass wir sogar Blutkonserven austauschen können. Uns Menschen, also den Homo sapiens gibt es seit gerade mal 200000 Jahren und unserer äffischen Ahnen sind vor etwa 3 Millionen Jahren von den Bäumen gefallen und liefen mit einem orangengroßen Gehirn durch die Steppe.
Es gibt nichts, was uns grundsätzlich von anderen Tieren unterscheidet, von der Fähigkeit zum Suizid einmal abgesehen.
Wir sind nichts weiter als nackte aufrecht gehende Affen. (Insofern war der Bademantel von Hugh Hefner vielleicht ein Schritt zurück zu den Wurzeln:D)

Und noch ein Wort zu den primitiven Pflanzen, die ja gar nicht richtig leben, sondern eher vegetieren.
In Reiseprospekten sieht man oft Fotos der afrikanischen Savanne mit einer unter gehenden Sonne, davor eine Schirmakazie und davor wiederum eine Giraffe.
Nun, Giraffen lieben die zarten Blätter der Akazien, was diesen gar nichr gefällt, brauchen jene doch zur Fotosynthese. Allerdings brauchen sie auch die Giraffen, denn die verbreiten ihre Samen, indem sie Früchte fressen und nach ausgiebiger Verdauung die nächste Akaziengeneration samt einer guten Portion Dünger in entfernteren Gegenden absetzen.
Wenn die Giraffe einige Blätter genascht hat, reicht es der Akazie und sie produziert in den Wurzeln einen Bitterstoff, den sie in die Bätter leitet. Da vergeht der Giraffe der Appetit und sie trollt sich zum nächsten Baum. Doch erstaunlicherweise schmecken dessen Blätter genau so bitter.
Wie ist denn das jetzt passiert?
Pflanzen, das hirnlose Veganerfutter, können nämlich miteinander kommunizieren. Quasi per Pheromon. Sie geben über die Blätter das Gas Ethylen ab und sobald die benachbarten Bäume das riechen!!!!, produzieren sie ebenfalls Bitterstoffe. So ist die arme Giraffe ziemlich viel unterwegs, weil sie von den Akazien, die übrigens mit unseren Bohnen und dem wilden Tofu verwandt sind, permanent ausgetrickst wird.
 
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Tone

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  • #1.179
In Wirklichkeit beherrschen wir weder Pflanzen noch Tiere. Nicht mal unsere eigenen Dieselfahrzeuge haben wir im Griff.:p
Eine sehr schöne Darstellung der wirklichen Wirklichkeit. Wirklich kultivieren uns Pflanzen, domestizieren Tiere uns Nutzmenschen und wie uns die Technik im Griff hat brauche ich gar nicht erwähnen, ich möchte eigentlich meine liebe Frau umarmen, ihre Wärme spüren, statt zwanghaft über ein Klugfon hier Zeichen aneinander zu reihen, die ausser Internetbots eh kein Mensch nachvollziehen kann :p
 
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schnee

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  • #1.180
Yep! darüber hinaus ist nachgewiesen, dass sie nicht nur die Botenstoffe (Kommunikationsstoffe) bei direkter Verletzung abgeben, um benachbarte Pflanzen zu warnen, damit sie sich schon in Abwehrstellung begeben, sondern sie produzieren sie schon bei Gegenwart! zB. eines bestimmten Menschen, der regelmäßig kommt, um die Pflanze (im Labor) zu verletzen um die Studie durchzuführen....soweit zum Thema: "wir wissen alles".
 
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fafner

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  • #1.181
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babe

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  • #1.182
Interesse, Anteilnahme, Würdigung tun sich offenbar leichter, je weniger Fremdheit sie aushalten müssen. Bäume müssen so wie wir sein, damit sie uns was wert sind.
Das ist ein bißchen so wie im Comic: da müssen die Tiere auch sprechen, eigentlich sind sie da nur Verkleidung, sind einfach Menschen, die da in Enten- oder Mauskostüm miteinander reden und handeln. Ist es Zeichen von grassierender Infantilität, daß das nicht nur für Kindercomics gilt, sondern mehr und mehr für alles? Daß nur noch geschätzt werden kann, wenn gleichsam Mensch drinnesteckt? In der Esoterik ists ja auch so. Da wird ja gerne von "Alles ist eins." gesprochen. Aber das trifft es ja nicht so gut ist, tatsächlich dominiert da ein: "Alles ist gleich."
Und so auch hier. Tiere, Pflanzen, Steine oder was auch immer, scheinen nur geschätzt werden können, wenn sie miteinander kommunizieren, Augen haben usw., wenn sie wie wir sind. Das entlarvt, wie wenig Fremdes offenbar ausgehalten und geschätzt werden kann.
Meine Empfehlung: Kompetenzen entwickeln, mit Fremdem umgehen zu können. Dann muß auch nicht alles anthropomorphisiert werden.
 
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Tone

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  • #1.183
Da bin ich anderer Meinung, zumal es um Nachhaltigkeit, um vorausschauendes Denken geht, nicht wie du vermutlich annimmst um Panikmache.

Ich finde folgende Kurzdarstellung eines Wissenschaftlers gerade passend:
"Artensterben findet ständig statt. Also ohne das Aussterben von Arten, keine Evolution, weil kein Platz für neue Arten ist, die besser optimiert sind oder wie auch immer man das nennen möchte. Das Problem ist nur, dass die Erneuerung der Artenzahl über Evolution geschieht und Evolution ist ein sehr langsamer Prozess, also wir reden über Millionen von Jahren. Und wenn das Artensterben sehr schnell ist, wie wir das gerade vermuten und abschätzen, dann haben wir ein Problem, weil sich dann die Ökosysteme schneller leeren als sie sich wieder füllen können und das kann natürlich zu sehr abrupten Folgen führen." http://www.deutschlandfunkkultur.de...oekosystem.976.de.html?dram:article_id=393001

Bäume müssen so wie wir sein, damit sie uns was wert sind.
Denkst du das wirklich? Ein Baum kann doch als fremdes Wesen allein durch seine Anwesenheit etwas wert sein, ohne ihn auf einer Ebene mit mir als Säugetier zu sehen.
Das entlarvt, wie wenig Fremdes offenbar ausgehalten und geschätzt werden kann.
Da kann schon etwas dran sein, obwohl andererseits der Animismus eine lange Tradition hat, der als Religion von der Allbeseeltheit unseres Universum ausgeht. Ich glaube nicht, dass es Animisten an Kompetenzen fehlt. Sie haben eine andere Lebensweise, vielleicht eine nachhaltigere.
 

199MKt8gf

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  • #1.184
Eine Unterscheidung gleichzeitig zu nivellieren ist dialektischer Unfug.
 

Tone

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The concept of global warming was created by and for the Chinese in order to make U.S. manufacturing non-competitive.
Donald J. Trump

The Trump administration’s moves on endangered species last year had a lot to do with climate change. The Fish and Wildlife Service used uncertainty about how long climate change would hurt species to not add them to the endangered species list. http://www.washingtonexaminer.com/endangered-species-law-in-trumps-crosshairs/article/2647148

Edit: Die abgebildete Pflanze ist übrigens vom Ausstreben bedroht. http://www.iucnredlist.org/details/39203/0
 
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babe

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  • #1.188
Denkst du das wirklich? Ein Baum kann doch als fremdes Wesen allein durch seine Anwesenheit etwas wert sein, ohne ihn auf einer Ebene mit mir als Säugetier zu sehen.
Es ging nicht um meine "Meinung", sondern eine Diagnose. Die hier zuletzt zu lesenden Posts sind ja keine zufälligen individuellen Besonderheiten, sondern das ist ein Zug der Zeit. Man glaubt nicht mehr an den Weihnachtsmann, aber an die Ents, natürlich wissenschaftskitschig "informiert".

Da kann schon etwas dran sein, obwohl andererseits der Animismus eine lange Tradition hat, der als Religion von der Allbeseeltheit unseres Universum ausgeht. Ich glaube nicht, dass es Animisten an Kompetenzen fehlt. Sie haben eine andere Lebensweise, vielleicht eine nachhaltigere.
Ein Kind, das in der entsprechenden Phase beharrte, würde Sorgen bereiten. Entsprechend die beliebten kulturellen Atavismen. Die Sehnsucht, sich alles einfacher zu machen, ist verständlich. Ausmerzung von Fremdem auch. Wenn sie nur theoretisch erfolgt, ist das weniger schlimm, als wenn auch praktisch. Schön deswegen allerdings nicht.
 

199MKt8gf

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  • #1.189
Ich find's ja immer wieder schön, zu betrachten, wie das Zusammengehörigkeitsgefühl geschürt wird. Mensch, Tier, Pflanze, Schoki, Sandaletten und Schlemmerjoquert.
 

Tone

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  • #1.190
Es ging nicht um meine "Meinung", sondern eine Diagnose [...] Man glaubt nicht mehr an den Weihnachtsmann, aber an die Ents, natürlich wissenschaftskitschig "informiert".
Einspruch. Man glaubt nicht an die Ents, deine Pauschalierung tut das. Kannst du diese Behauptung ausser mit einer Meinung irgendwie belegen?
Die Sehnsucht, sich alles einfacher zu machen, ist verständlich. Ausmerzung von Fremdem auch.
Deine Aussage hat aber nichts mit den Menschen zu tun die von einer Allbeseeltheit ausgehen. Du unterstellst ihnen Angst vor Fremdem. Sorry, ich halte das für eine kurzsichtige und vielleicht sogar ignorante Sichtweise.
 
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babe

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  • #1.192
Einspruch. Man glaubt nicht an die Ents, deine Pauschalierung tut das. Kannst du diese Behauptung ausser mit einer Meinung irgendwie belegen?
Selbstverständlich.
Und es geht um Tendenzen. Und nein, sollte du das so gelesen haben: nicht jeder glaubt an die Ents.

Deine Aussage hat aber nichts mit den Menschen zu tun die von einer Allbeseeltheit ausgehen. Du unterstellst ihnen Angst vor Fremdem. Sorry, ich halte das für eine kurzsichtige und vielleicht sogar ignorante Sichtweise.
Das tut mir leid, daß du das so siehst.
 

Tone

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  • #1.193
Selbstverständlich.
Und es geht um Tendenzen. Und nein, sollte du das so gelesen haben: nicht jeder glaubt an die Ents.
Du bleibst aber jeglichen Quellennachweis schuldig. Das macht deine Darstellung für mich zu deiner persönlichen Meinung, die ich ja auch als solche respektiere.
Ja, ich weiß. Aber das macht im Grunde nichts, wir können ja so weiter machen wie bisher. Die Jungen werden es schon verstehen. ;)
 

babe

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  • #1.194
Du bleibst aber jeglichen Quellennachweis schuldig. Das macht deine Darstellung für mich zu deiner persönlichen Meinung, die ich ja auch als solche respektiere.

Ja, ich weiß. Aber das macht im Grunde nichts, wir können ja so weiter machen wie bisher. Die Jungen werden es schon verstehen. ;)

Nein, ich habe keine persönlichen Meinungen. Bitte keine Unterstellungen!
Eine gewisse Freude am Denken wäre hilfreich. Kompetenzgenährt.
 

Tone

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  • #1.195
Nein, ich habe keine persönlichen Meinungen.
Aber auch einen Mangel an überprüfbarer Hintergrundinformation. Irgendwie schwer zu halten so eine Postition, ausser die Argumente fußen auf deiner individuellen Meinung oder Diagnose, was ja völlig ok ist. Entschuldige wenn ich dir etwas unterstellt habe.

Du hast den Eindruck, immer mehr Menschen versuchen in animistisch geprägten Ideologien oder Versatzstücken von Religionen ihre Furcht vor Fremdem zu begegnen. Ich bin anderer Meinung. Ich denke erst die überlegene Einstellung zur Natur hat der Menschheit die Furcht genommen sie gnadenlos auszubeuten und dabei vergessen selbst ein Teil davon zu sein. Der Hang zur Esoterik, die Rückbesinnung zum Animismus oder die magischen Denkweise gibt vielleicht Sicherheit. Insofern verstehe ich deine Erwähnung des Kindlichen in Beitrag #1188, möchte sie aber nicht werten.
 
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199MKt8gf

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  • #1.198
Tone, wo siehst du eine überlegene Einstellung zur Natur? Menschliche Entwicklung basiert doch auf dem Gefühl einer Ohnmacht ihr gegenüber.
 

199MKt8gf

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  • #1.200
Vor kurzem sah ich einen semidokumentarischen Film über ein paar Jungs, die schwer angetan waren von den Abenteuern im Dschungel. Nah bei der Natur und so. Einer hat es überlebt. Nach einer Woche! Gut sah der nicht mehr aus.