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Ich denke mal, dass das Umfeld hier entsprechend eine Spiegelfunktion einnimmt. Wenn du geschätzt wirst, man dich gern hat, man positives Feedback bekommt, ...also von anderen auch als Bereicherung angesehen wird. „Wertvoll“ kann aber natürlich auch andere Bedeutungen haben. Vielleicht ist man sozial engagiert oder, wie in Albert Einsteins Fall, bringt neue wissenschaftliche Erkenntnisse ein.
Die Phrase soll ja nur kontrastieren, dass Menschen, die als erfolgreich gelten (z.B. ein Vorstandsmitglied im Autokonzern) nicht unbedingt auch wertvoll sind, weil vielleicht skrupellos, unsozial, unfair gegenüber Mitarbeitern, oder sie über Abgas-Werte lügen ;)
Oder nehmen wir die Immobilien-Haie. Oder die Börsianer, die nur noch Zahlenwerte sehen, aber nicht mehr die Firma dahinter.
Sicherlich ein schwieriges Thema, dass man nicht so kurz umreißen kann.
Man kann natürlich auch ein egoistisches, rücksichtsloses Ar***loch sein, aber ist man dann noch „wertvoll“ als Mensch?
 
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Die Phrase soll ja nur kontrastieren, dass Menschen, die als erfolgreich gelten (z.B. ein Vorstandsmitglied im Autokonzern) nicht unbedingt auch wertvoll sind, weil vielleicht skrupellos, unsozial, unfair gegenüber Mitarbeitern, oder sie über Abgas-Werte lügen ;)
Weiß ich doch. Ich wollte mit meiner provokativen Frage darauf hinaus, dass ich den Eindruck habe, dass diese Wertung viel zu häufig vor allem auf die eigene Person und außerdem noch übertrieben "Anwendung" findet.
Da Lob und Anerkennung von anderer (meist hierarchisch höherer) Stelle komplett fehlen, werden Menschen häufig dazu angehalten, sich selbst zu loben oder aber sich selbst sagen zu müssen, dass sie wertvoll seien.
Mitunter tun dies nach meinem Empfinden jedoch mehr und mehr Menschen - und unterliegen einer zum Teil krassen, subjektiven Fehleinschätzung.
(Banales und nicht praxistaugliches Extrembeispiel:
Früher: "Ich stehe öfter für ältere Menschen in den ÖPNV auf, um ihnen einen Sitzplatz anzubieten. Ich glaube, dass ich ein wertvoller Mensch bin."
Heute: "Ich habe heute einem alten Mann nicht den Sitzplatz streitig gemacht - ich glaube, ich bin ein wertvoller Mensch.")
Meiner Meinung werden heutzutage Selbstverständlichkeiten maßlos überbewertet - und Menschen gelangen häufig zu einer absolut übertrieben positiven Selbsteinschätzung- und Bewertung.
Und in der Tat stelle ich bei mir fest, dass zum Teil selbstverständliches Verhalten anderer von mir überhaupt bemerkt und positiv konnotiert wird.
Alltägliches Beispiel:
Vor mir gehen junge Leute. Einer versucht mit einer leeren Getränkedose aus einigem Abstand einen Mülleimer zu treffen - und wirft daneben. Geht dann jedoch hin, hebt die Dose auf und wirft sie in die Abfalltonne. So etwas hätte ich früher ohnehin erwartet. Mittlerweile erfüllt mich ein solcher Vorgang mit postiver Überraschung, erlebe ich es doch häufig genug, dass mit der am Boden liegenden Dose dann "Fußball" gespielt und, bei aufkommender Unlust, diese irgendwo liegengelassen wird.
 
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Wie alt bist du denn? Getränkedosen sind kein Abfall!
Danke, für diesen ökologisch konformen Hinweis.
Frag' doch einfach mal die "jungen Leute", wieso die ihren leeren "Getränkeverpackungen" nicht ordnungsgemäß entsorgen. Schau dir doch mal an, wieviele ihre Pfandflaschen irgendwo auf der Wiese liegen lassen und dabei noch glauben, sie tun irgendwelchen "Obdachlosen" etwas Gutes.
 
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