waldwicht

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  • #61
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Guten Morgen!
Die Balance bei den Abhängigkeiten finde ich auch wichtig.
Und auch die Grundeinstellung, dass ich nicht verantwortlich für das Glück des anderen bin und umgekehrt.
Wenn wir gutes freiwillig füreinander tun, umso schöner!

(Theorie 1 - Praxis ... )
 

Victor

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  • #62
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Ich habe gerade ein Buch namens "Die Glücksformel" von Stefan klein gelesen. Darin wird die Gefühlswelt des Menschen mit aktuellen Ergebnissen der Neurobiologie in Verbindung setzt. Es ist ein sehr spannendes und und unkompliziert geschriebenes Buch, das auch sehr lehrreich ist.

Interessant ist vor Allem, dass es sich auch mit dem auseinadersetzt was NICHT glücklich macht und wie es sich aushebeln oder umgehen lässt. Denn der Mensch ist von der Evolution so programmiert worden, dass er sich an Gutes schnell gewöhnt während er Schlechtes wesentlich stärker und länger wahrnimmt.

Und ja: man kann sich selber glücklich machen. Beispielsweise, indem man aufhört es als Unglück zu empfinden, keinen Partner zu haben.
 

Heike

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  • #63
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Gegen die Programmierung der Evolution anzugehen dürfte unglücklich machen.
Daraus könnte man den Schluß ziehen, daß die gegen die Programmierung der Evolution gerichtete gegenwärtige Mode der Glückssucht nicht ganz unverantwortlich für die Verstärkung und Verbreitung des allgegenwärtigen Unglücksgefühl ist.
 

DerDaniel

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  • #64
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Ich möchte gerne das Modell eines Tempels frei zitieren:

Betrachten wir eine harmonische, ausgeglichene und stabile Partnerschaft als einen antiken Tempel, so leuchtet es ein, dass das Dach auf zwei Säulen steht (zumindest sind es derer zwei, in der 2D Darstellung, welcher wir uns der Einfachheit halber bedienen). Betrachten wir den ebengenannten Tempel aus der sichet einer Partnerschaft des "du sollst mich glücklich machen" Gedankens, dann sehe ich nur mehr eine Säule, die aus der zwanghaften Abhängigkeit der Partner resultiert - sie wollen im sich-gegenseitig-glücklich-Machen verschmelzen. Des Tempels Dach dürfte aber bei der kleinsten Erschütterung (ein kleiner Beziehungs-Streit vielleicht?) ins Wanken geraten, wenn nicht gar zusammenstürzen.


Kann diesem Modell jemand etwas abgewinnen? Ich finde das immer so schön erklärt, weil ich mit den Bildern was anfangen kann. Und in meinem einfachen Verständnis ergibt das Sinn, dass zwei Personen zuerst mit sich selbst glücklich und in Harmonie sein sollten, um dann gemeinsam einen Tempel auf diesen beiden Säulen zu bauen, der auch langfristig Bestand haben kann. Wie seht ihr das?

Grüßchen
Daniel
 
D

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  • #65
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Wenn ich selber total unglücklich bin und von einer Partnerin / einem Partner verlange, mich glücklich zu machen, ist das eine Überforderung. Deshalb ist es sinnvoll, zuerst sein eigenes Glück zu suchen (the pursuit of happiness, kein Zufall, dass es sogar in der amerikanischen Verfassung steht...). Wenn ich ein bisschen Glück gefunden habe (manchmal in den alltäglichsten Dingen: die Tautropfen in einem Spinnennetz, die Strahlen der Morgensonne), ist es einfacher, es zu teilen.
Allzu verbissen sollte die Suche nach dem Glück aber nicht sein: "Ja renn nur nach dem Glück, doch renne nicht zu sehr, denn alle rennen nach dem Glück, das Glück rennt hinterher." (Brecht, Dreigroschenoper)
 

Heike

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  • #66
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Ach, sei mal nicht so pessimistisch, Beziehungen im Sinne einer schlappen zweidimensionalen Ansicht mit zwei (!) Säulen zu verstehen. Vielleicht kriegen Menschen ja bessere Beziehungsarchitekturen hin.
Aber selbst wenn nicht: schau mal: eine Säule drückt eben gerade keine Harmonie aus.
Und denk doch, wenn du Architekturfan bist, mal an den Schlußstein in einem Bogen: hält die Konstruktion zusammen, die ohne ihn nicht bestehen könnte. Keine Seite des Bogens könnte für sich bestehen. Mit dem Schlußstein klappts. Raffiniert, nicht?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

DerDaniel

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  • #67
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Heike:
Ach, sei mal nicht so pessimistisch, Beziehungen im Sinne einer schlappen zweidimensionalen Ansicht mit zwei (!) Säulen zu verstehen. Vielleicht kriegen Menschen ja bessere Beziehungsarchitekturen hin.
Aber selbst wenn nicht: schau mal: eine Säule drückt eben gerade keine Harmonie aus.
Und denk doch, wenn du Architekturfan bist, mal an den Schlußstein in einem Bogen: hält die Konstruktion zusammen, die ohne ihn nicht bestehen könnte. Keine Seite des Bogens könnte für sich bestehen. Mit dem Schlußstein klappts. Raffiniert, nicht?

Aber, Heike, wenn ich doch so extrem gut darin bin, pessimistisch zu denken ;o)

Und der Schlussstein ist heutzutage auch nicht mehr so in, oder kennst du wen, der sein Kreuzgratgewölbe noch händisch mauert, anstatt sich das aus Fertigteil-Dingern hinstellen zu lassen? Wir leben in einer modernen und konsumoptimierten Welt. Weg mit den ganzen traditionellen, erprobten Dingen wie Gewölben. Ich verbrenn jetzt sogar meine Tempel-Metapher, ich will eine Fertigteilhaus-Beziehung. Nach Maß, in Windeseile aufgebaut und dann bin ich die restlichen Jahre mit diesem unindividuellenn standardisierten Klotz unglücklich, so wie halt alle anderen auch.

Siehst du? Ich kann pessimistisch echt voll gut ... ;o)

Grüßchen
Daniel
 

Heike

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  • #68
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Entlang dem omnipräsenten Rat, sich nur selbst glücklich machen zu wollen, weil man dann niemanden überfordert (also niemand anderen als sich selbst) und somit nicht enttäuscht werden kann (also von niemand anderem als einem selbst, diesem Versager), wäre auch zu empfehlen:
Sei pessimistisch! Denn wenn du immer vom Schlechtesten ausgehst, kannst du nie negativ, sondern immer nur positiv überrascht werden.
Der Ratgeberfan wendet dagegen natürlich ein, daß es meist so kommt, wie man es sich vorstellt. Also wenn man pessimistisch ist, daß einen dann auch nichts Besseres ereilt.
Lustigerweise zieht der Ratgeberfan nicht die entsprechende Konsequenz, nämlich daß wer meint, man könne sich immer nur selbst glücklich machen, es auch in dem Sinne so kommt, nämlich daß einen kein anderer glücklich macht, man kein Glück mehr erfahren kann, weil Glück ja, so hat man auswendig gelernt, nicht erfahren, sondern gemacht wird. Und weil die wenigsten gute Macher sind und das Glück also nicht machen können, und sie es zugleich nicht erfahren können, weil man ihnen dies verboten hat, bleibt ihnen nur, sich das Glück vorzumachen.
Das Ideal des sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens resultiert meist in der REalität des sich-selbst-das-glück-vormachens.

Mit den Fertigteilen beschreibst du ganz gut, was heutzutage so Gefühle sind und zu leisten haben.
 

t.b.d.

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  • #69
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

@DD
Deine Schreibe kommt mir bekannt vor. Du bist nicht zufällig seit diesem Sommer im Besitz einer blauen VFR?

Zitat von DerDaniel:
Ich verbrenn jetzt sogar meine Tempel-Metapher, ich will eine Fertigteilhaus-Beziehung. Nach Maß, in Windeseile aufgebaut und dann bin ich die restlichen Jahre mit diesem unindividuellenn standardisierten Klotz unglücklich, so wie halt alle anderen auch.

Zitat von Heike:
Mit den Fertigteilen beschreibst du ganz gut, was heutzutage so Gefühle sind und zu leisten haben.

Ein Gebäude ist als Metapher für Beziehung zu statisch. Es passt sich nicht an Veränderungen an. Gut, es erodiert stetig vor sich hin und braucht deshalb ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Pflege. Aber es hat nicht die gleiche Dynamik. Es wird nach einem vorgefertigten Plan errichtet.

Vlt. wäre ein Garten passender. Ein Garten an dem zwei verschiedene Hobbygärtner arbeiten.

Sie treffen sich, lernen sich kennen und beschließen, sich einen gemeinsamen Garten zu erschaffen.

Das Ergebnis kann zwischen einem totalem Fiasko oder einem fantastischen Meisterwerk, dass je zwei von ihnen nur mit ihren eigenen Fähigkeiten und Vorstellungen niemals hin bekommen hätten, liegen.

Je nachdem, wie unterschiedlich die Vorstellungen der beiden sind und mit welchem Eifer sie zu Werke gehen. Wie sie ihre Fähigkeiten und Vorstellungen weiter entwickeln.

Wieviel Mikromanagement ist nötig und verträglich? Welches Potenzial für Selbstorganisation ist vorhanden?
 

lone rider

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  • #70
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Statik und Gotik: Wer Gotik machen will, muss Statik beherrschen.
 

lone rider

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  • #71
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Und bei Rokoko ist das Gold wichtig. Viel Gold. Es gibt auch weißes Rokoko. Weiß-güldenes Rokoko.
 

t.b.d.

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  • #72
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von lone rider:
Statik und Gotik: Wer Gotik machen will, muss Statik beherrschen.

Das tragische an der Gotik ist, dass sie erst wirklich vollendet werden konnte, als sie längst aus der Mode war und man sich Gotik ohne ausuferndes Strebe- und Stützwerk und vom Kohlezeitalter geschwärzten Mauern kaum noch vorstellen konnte.

Was könnte man mit modernen Mitteln lichte helle Kathedralen bauen! Wahre Gotteshäuser könnte man schaffen!
 

Heike

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  • #73
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von t.b.d.:
Das tragische an der Gotik ist, dass sie erst wirklich vollendet werden konnte, als sie längst aus der Mode war und man sich Gotik ohne ausuferndes Strebe- und Stützwerk und vom Kohlezeitalter geschwärzten Mauern kaum noch vorstellen konnte.

Was könnte man mit modernen Mitteln lichte helle Kathedralen bauen! Wahre Gotteshäuser könnte man schaffen!

So wie bei den Elben?
 

lone rider

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  • #74
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

...Weiter sage ich euch: wo zwei unter euch eins werden, warum es ist, daß sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.
Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Matthaeus 18

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Lutherbibel

Denn wo zwei oder drei versammelt sind auf meinen Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Bibel 1899

(Man beachte, dass "auf" zu "in" geändert wurde.)

Kathedralen des Lichtes. Das sagt sich so einfach.
Nur so ein Einwand aus dem Vestibül.
Eine Rokoko-Tasse auf einem gotischen Tisch. Das geht.
 

t.b.d.

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  • #75
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Heike:

Jetzt wo du es sagst... und es gibt noch eine Parallele. Da hat auch erst ein durch Peter Jacksons Umsetzung inspirierter Christopher Paolini zur Vollendung gebracht, was ein J.R.R. Tolkien Jahrzehnte zuvor aus seiner anthroposophisch geprägten Vorstellungswelt schöpfte.

Aber noch besser finde ich die Baukunst der Ogier aus "Das Rad der Zeit". Die sind mir auch nicht so fremd wie die Elben.
 

t.b.d.

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  • #76
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von lone rider:
...Weiter sage ich euch: wo zwei unter euch eins werden, warum es ist, daß sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel.
Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Matthaeus 18

Zwischenruf vom Balkon:
Matthaeus hätte lieber schreiben sollen "Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da geht alles auf meinen Deckel."


Kathedralen des Lichtes. Das sagt sich so einfach.
Nur so ein Einwand aus dem Vestibül.

Kennst du den Text von Hermann van Veen über Gott und das Gotteshaus?


Eine Rokoko-Tasse auf einem gotischen Tisch. Das geht.

Geht immer. Oder ein Barocker Orgelprospekt in einer gotischen Kirche.
 
D

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  • #77
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von t.b.d.:
Zwischenruf vom Balkon:
Matthaeus hätte lieber schreiben sollen "Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da geht alles auf meinen Deckel."

:))))))

Zitat von t.b.d.:
Kennst du den Text von Hermann van Veen über Gott und das Gotteshaus

Herman van Veen
Eine Geschichte von Gott
Als Gott nach langem Zögern wieder mal nach Haus ging war es schön; sagenhaftes Wetter! Und das erste was Gott tat war: die Fenster sperrangelweit zu öffnen, um sein Häuschen gut zu lüften.

Und Gott dachte: Vor dem Essen werd' ich mir noch kurz die Beine vertreten. Und er lief den Hügel hinab zu jenem Dorf von dem er genau wusste, dass es dort lag.

Und das erste was Gott auffiel war, dass da mitten im Dorf während seiner Abwesenheit etwas geschehen war, was er nicht erkannte.
Mitten auf dem Platz stand eine Masse mit einer Kuppel und einem Pfeil, der pedantisch nach oben wies.

Und Gott rannte mit Riesenschritten den Hügel hinab, stürmte die monumentale Treppe hinauf und befand sich in einem unheimlichen, nasskalten, halbdunklen muffigen Raum. Und dieser Raum hing voll mit allerlei merkwürdigen Bildern; viele Mütter mit Kind mit Reifen überm Kopf und ein fast sadistisches Standbild von einem Mann an einem Lattengerüst. Und der Raum wurde erleuchtet von einer Anzahl fettiger, gelblich-weißer chamoistriefender Substanzen, aus denen Licht leckte.

Er sah auch eine höchst unwahrscheinliche Menge kleiner Kerle herumlaufen; mit dunkelbraunen und schwarzen Kleidern und dicken Büchern unter müden Achseln, die selbst aus einiger Entfernung leicht moderig rochen.

"Komm mal her! Was ist das hier?"
"Was ist das hier! Das ist eine Kirche, mein Freund! Das ist das Haus Gottes."
"Aha... Wenn das hier das Haus Gottes ist, Junge, warum blühen hier dann keine Blumen, warum strömt dann hier kein Wasser und warum scheint dann hier die Sonne nicht, Bürschchen?!"
"Das weiß ich nicht."
"Kommen hier viele Menschen her, Knabe?"
"Es geht in letzter Zeit ein bisschen zurück."
"Und woher kommt das deiner Meinung nach? Oder hast du keine Meinung?"
"Es ist der Teufel. Der Teufel ist in die Menschen gefahren. Die Menschen denken heutzutage, dass sie selbst Gott sind und sitzen lieber auf ihrem Hintern in der Sonne."

Und Gott lief fröhlich pfeifend aus der Kirche auf den Platz. Da sah er auf einer Bank einen kleinen Kerl in der Sonne sitzen. Und Gott schob sich neben das Männlein, schlug die Beine übereinander und sagte: "...Kollege!"

Himmel ist das lange her,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,an was du dich so erinnerst! [/QUOTE]
 
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Heike

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  • #78
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Die Natur ist Freund und Feind der Architektur. Aber sie ist nicht Architektur. Wenn ich die Fülle von Blumen, Wasser und Sonne haben will, bau ich kein Haus.

Zitat von t.b.d.:
JChristopher Paolini ... Baukunst der Ogier aus "Das Rad der Zeit". Die sind mir auch nicht so fremd wie die Elben.

Hm, kenn mich nicht so aus in den Fantasywelten. Wie sind denn die Ogier, bzw. wie sind die Elben nicht?
 

IMHO

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  • #79
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Ich denke, dass wenn jemand mit sich selbst im Reinen und zufrieden ist, dieses auch ausstrahlt. Somit wird derjenige von anderen Menschen meist auch viel positiver wahrgenommen.

Wer glücklich ist, hadert auch nicht so viel mit den diversen Baustellen im Leben, sondern ist offen für Neues, was wiederum eine Grundvoraussetzung für eine(n) neue(n) Partner(schaft) ist.

Was ich in der Praxis feststelle ist jedoch, dass viele sich dieses vermeintliche Glücklichsein lediglich suggerieren. Wenn man mal tiefergehende Gespräche mit diesen Leuten führt, dann kommen oft auch viele versteckte und kaschierte Ängste, Probleme, Sorgen ans Tageslicht, die das Leben desjenigen doch sehr bestimmen bzw. immer noch prägen.

Häufig kommt hier auch der Alkohol ins Spiel. Nach außen gibt man sich lustig und unbeschwert, aber am nächsten Tag kommt der ganz große Katzenjammer - und der hat nicht immer etwas mit dem "Kater" zu tun.

Ich habe es erlebt, dass Menschen, von denen ich dachte, dass sie ihr Leben im Griff hätten, glücklich seien und auch ohne Partner viel Spaß am Leben hätten, im Gespräch dann völlig zusammen- und in Tränen ausbrachen; so tief verwurzelt waren die Probleme. Heraus kam dann, dass eigentlich gar nichts gut war in deren Leben und sie sich selbst fast alles vorgespielt hatten. Auch, weil das Leben dann vermeintlich leichter zu bewältigen sein soll.
 

t.b.d.

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  • #80
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Mohnblume:
"...Kollege!"

Himmel ist das lange her,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,an was du dich so erinnerst!

Da möchte ich Onkel Krischan (106) zitieren: "Komm erst mal in mein Alter, dann erinnerst du dich an ALLES." ;-)
 

t.b.d.

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  • #81
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Heike:
Die Natur ist Freund und Feind der Architektur. Aber sie ist nicht Architektur. Wenn ich die Fülle von Blumen, Wasser und Sonne haben will, bau ich kein Haus.

Oder lieber nur ein Hügelhaus.

Wie sind denn die Ogier, bzw. wie sind die Elben nicht?

Ich hoffe, du hast Herr der Ringe gesehen. Sonst weiß ich nicht, wie ich das mit wenigen Worten erklären könnte. Also Falls ja, dann ist zumindest in Bezug auf Elben alles klar.

Rein äußerlich sehen Ogier eher shrekmäßig aus (Oger). Die namentliche Verwandtschaft kommt wohl nicht von ungefähr. Vlt. nicht so grün. Vom Wesen her könnte man sie mit den Ents vergleichen. Sie wirken schwerfällig und weitschweifig. Sind aber eigentlich nur sehr gründlich und lassen sich gern viel Zeit.
Ein Ogier gilt erst mit 130 Jahren als erwachsen. Sie sind gewissenhafte Chronisten. Achten auf Details. Sie sind auch begnadete Gärtner bzw. eigentlich waren sie erst Gärtner und wurden nach der Zerstörung der Welt auch Baumeister.
 

DerDaniel

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  • #82
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von lone rider:
Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Bei mir schleicht sich da eine komplett andere Vision ins Großhirn, wenn ich an "zwei oder drei versammelte" denke ...

;o)
 

Heike

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  • #83
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von t.b.d.:
Rein äußerlich sehen Ogier eher shrekmäßig aus (Oger). Die namentliche Verwandtschaft kommt wohl nicht von ungefähr. Vlt. nicht so grün. Vom Wesen her könnte man sie mit den Ents vergleichen. Sie wirken schwerfällig und weitschweifig. Sind aber eigentlich nur sehr gründlich und lassen sich gern viel Zeit.
Ein Ogier gilt erst mit 130 Jahren als erwachsen. Sie sind gewissenhafte Chronisten. Achten auf Details. Sie sind auch begnadete Gärtner bzw. eigentlich waren sie erst Gärtner und wurden nach der Zerstörung der Welt auch Baumeister.

Ja, die Elben sind mir schriftlich und bewegtbildlich bekannt. Und da leuchtet das ja auch ein für deren Behausung, so eine lichthelle Jugendstilgotik.
Shreckähnliche Gestalten als Bewohner solcher Architekturen fände ich hingegen eher verwunderlich. Oder habe ich was mißverstanden und deren Bauten sehen gar nicht so aus?
 

lone rider

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  • #84
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Van Cleef ist mir ein Begriff.
Aber was hat das alles jetzt mit Elben zu tun?
Außerdem ist Tolkien ist doch total Eighties.
 

t.b.d.

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  • #85
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Heike:
Ja, die Elben sind mir schriftlich und bewegtbildlich bekannt. Und da leuchtet das ja auch ein für deren Behausung, so eine lichthelle Jugendstilgotik.
Shreckähnliche Gestalten als Bewohner solcher Architekturen fände ich hingegen eher verwunderlich. Oder habe ich was mißverstanden und deren Bauten sehen gar nicht so aus?

Es ist beides richtig:
"Weithin bekannt als bewunderungswürdige Steinmetze ziehen es die Ogier trotzdem vor, mit lebenden und wachsenden Dingen zu arbeiten, so wie sie es im vergangenen Zeitalter taten. Ein Ogier war in der Alten Sprache als tia avende alantin oder Baumbruder bekannt. Sie nahmen die Steinmetzarbeit nur während dem Exil auf, und offenbarten schnell ein beinahe so großes Talent für den Stein, wie auch für die Pflanzen. Wegen ihrer Liebe für lebende Dinge hat das meiste ihrer Steinmetzarbeit ein erstaunlich organisches Aussehen. Wenn ihnen freie Hand gelassen wird, wie bei der Konstruktion von einem Großteil der Stadt Tar Valon, können sie Gebäude erbauen, die beinahe die Illusion von Leben erschaffen. Viele von den großen Menschenstädten prahlen immer noch mit Gebäuden, die von den Ogiern erbaut wurden. Obwohl viele Ogier glauben, dass Steinmetzarbeit unter ihren Fähigkeiten liegt, ist es das Steinmetzhandwerk, das Geld für den Handel mit Waren in die Stedding bringt."

Wie du bereits vermutet hast, baut, wer selbst die Fülle der Natur genießen will, diese sich nicht mit Häusern zu.

"Innerhalb der Stedding leben Ogier in Häusern, die in die Erde gebaut sind. Sie verbringen viel von ihrer Zeit damit, lebende Dinge zu pflegen, besonders die Großen Bäume. Diese riesigen Harthölzer erheben sich hunderte Fuß in die Luft mit Stämmen von bis zu hundert Schritten im Durchmesser."

geklaut bei: http://rad-der-zeit.wikia.com/wiki/Die_Ogier_(DW)

PS:
"Die zweitgrößte Liebe aller Ogier ist das Wissen. Sie lieben es sehr, zu lesen und zu schreiben. Wegen ihrer langen Lebensspanne, ihrer Tradition, Geschichten zu erzählen und ihrer Belesenheit beinhalten viele ihrer Geschichten Informationen, die den Menschen verloren gegangen sind."
 

t.b.d.

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  • #86
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von lone rider:
Van Cleef ist mir ein Begriff.
Aber was hat das alles jetzt mit Elben zu tun?
Außerdem ist Tolkien ist doch total Eighties.

Was ist er wieder ungeduldig. Wir sind etwas abgeschwiffen, aber die Richtung stimmt. Wir sind von der Antike kommend (griechischer Tempel) immerhin schon in den 80ern angelangt.
 
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  • #87
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von t.b.d.:
Rein äußerlich sehen Ogier eher shrekmäßig aus (Oger). Die namentliche Verwandtschaft kommt wohl nicht von ungefähr. Vlt. nicht so grün. Vom Wesen her könnte man sie mit den Ents vergleichen. Sie wirken schwerfällig und weitschweifig. Sind aber eigentlich nur sehr gründlich und lassen sich gern viel Zeit.
Ein Ogier gilt erst mit 130 Jahren als erwachsen. Sie sind gewissenhafte Chronisten. Achten auf Details. Sie sind auch begnadete Gärtner bzw. eigentlich waren sie erst Gärtner und wurden nach der Zerstörung der Welt auch Baumeister.

Ich WILL das lesen. Womit fange ich an. Und jetzt schreib nicht Teil 1. Ich will es genau wissen. :))

Hab gerade bei wiki... nachgesehen. Super! Hast du noch einen Tip?
 
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lone rider

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  • #88
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

t.b.d.,
schon, aber die besten Materialien sind die daedrischen. (In Morrowind, meinem RPG-Liebling.)
Ich spiele in RPGs immer eine Elfen-Magierin. Falls möglich, sonst Bogen. Weil: die sind hübsch und klug. Z.Z. Dragon Age, Inquisition. Bin daher etwas übernächtigt. Wer hätte das gedacht, dass so ein alter Knochen wie ich Videospiele mag.

Postscript:
In dem Editor habe ich etwa zwei Stunden lang an dem Aussehen der Figur gebastelt. Sie ist ein Traum geworden.
Mit geflochtenem Haar, heller Haut und einem Gang und einer Stimme, dass Dir der Atem stocken würde.
 
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t.b.d.

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  • #89
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Du willst das lesen?
Dann such nach Robert Jordan "Das Rad der Zeit"
Es ist eine lange Geschichte (14 Bände, die auch in 37 Taschenbücher aufgeteilt wurden).

Eigentlich genau das richtige für lange Winterabende.
 
D

Deleted member 4363

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  • #90
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von t.b.d.:
Du willst das lesen?
Dann such nach Robert Jordan "Das Rad der Zeit"
Es ist eine lange Geschichte (14 Bände, die auch in 37 Taschenbücher aufgeteilt wurden).

Eigentlich genau das richtige für lange Winterabende.

Ich verstehe garnicht wie "Das Rad der Zeit" an mir vorbeigegangen ist. Werde bald für ein paar Wochen viel Zeit haben. Freu mich schon drauf. Da wäre jetzt tatsächlich ein eReader sinnvoll. Vielleicht sollte ich.............:)) Ich hab grad noch ein bischen Zeit........................ab in die Buchhandlung!
Ich wünsch dir einen schönen Tag.