Pit Brett

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  • #31
Zitat von Truppenursel:
die Ideologie … ist … conditio sine qua non …
Das bringt mich, auch ob seiner Würze, ins Grübeln. Mein Georges hilft mir auch nicht weiter, für conditio bietet er zwei Bedeutungen an, die hier keinen Sinn ergeben:

1. conditio, onis, f. (condo),
I) die Zusammentuung = die Schöpfung, Erschaffung, a die conditionis tuae, Vulg. Ezech. 28, 15. – meton., die Schöpfung = das Werk, Tert. de hab. mul. 8 u.a. –
II) (nach condo no. II), die Aufbewahrung = der Gewahrsam, Pseud. Ambros. ad ep. ad Ephes. 4.

2. conditio, onis, f. (condio),
I) das Einlegen der Früchte, amurcae, Varr. r. r. 1, 61: bacarum conditiones, Cic. de div. 1, 116. – meton., das Eingemachte, Tert. de pudic. 8. –
II) das Würzen, Schmackhaftmachen, suci, Varr. LL.: vini, Col.: ciborum conditiones, Cic. de nat. deor. 2, 146.

Hast Du vielleicht condicio gemeint?
 

lone rider

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  • #32
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Glück und Liebe sind zwei paar Stiefel. Und eigentlich bedürften beide Begriffe einer Definition.
 
G

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  • #33
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Manche Menschen glauben mit dem Gebrauch von lateinischen Begriffen intelligenter zu wirken oder versuchen damit Menschen mit höherer Bildung anzusprechen. Es sollte aber auch die Rechtschreibung stimmen. Dabei könnte man es so leicht in unserer Sprache beschreiben.

Selbst glücklich sein ist die Vorausssetzung für eine glückliche Beziehung.

Ich teile die Ansicht, wenn das auf beide Partner zutrifft.

Viele Grüße
Michael
 
G

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  • #34
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von lone rider:
Glück und Liebe sind zwei paar Stiefel. Und eigentlich bedürften beide Begriffe einer Definition.

Da hast Du schon recht. Man kann jemanden lieben, muss aber selbst nicht dabei glücklich sein. Aber wie will man etwas erklären, dass für jeden Menschen eine unterschiedliche Bedeutung haben kann.

Hm, ich denke das Thema bezieht sich darauf, dass "glücklich sein" eine Bedingung ist, die erfüllt werden muss, um eine glückliche Beziehung zu führen. Für mich heisst aber "eine glückliche Beziehung haben" auch, dass man sich liebt.

Vielleicht werden hier zu viele Haare gespalten, wäre nicht das erste Thema ;)

Grüße
Michael
 

lone rider

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  • #35
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Haare spalten, nein. Aber Exaktheit ist vonnöten bei aller Philosophie.
 

Heike

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  • #36
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Ich find passend, daß Ursel die lateinische Formel hernimmt. (Und "conditio" ist schon ganz richtig; wir sind Spätgeborene.) Das verweist darauf, daß der entsprechende vermutete Zusammenhang so oft als Lehrsatz formuliert wird. Denn das ist ja das Auffällige, daß bei dem Thema so oft eine Formel, so eine Regel oder gar ein Gesetz, genannt wird, etwa von "Bedingung" die Rede ist. Statt das jemand sagt "Ich mag einen anderen gern haben. Und ich mag auch mich gern haben.", kommt oft, auch hier im Forum "Sich lieben ist Bedingung dafür, jemand anderen lieben zu können."
Das klingt dann so schön wissenschaftlich, also muß es besonders wahr sein. Gerade in solchen Fällen meist im krassen Mißverhältnis: nichts begründet, aber umso genereller behauptet. Die Vollendung findet das dann, wenn das auch noch als "Meinung" tituliert wird. "Man kann einen anderen Menschen nur lieben, wenn man mit sich selbst im REinen ist. Aber das ist nur meine Meinung." ist in etwa so sinnig wie "Alle Menschen, deren Ringfinger länger als der Zeigefinger ist, haben nur eine einzige Niere. Aber das ist nur meine Meinung."
Mit den anderen Forumsphilosophemen ist das so ähnlich. Da werden großkotzig Ausdrücke wie "Auge des Betrachters", "Konstruktion", "subjektiv"/"objektiv" o.a. im Mund geführt, und weil man das argumentativ nicht bewältigt, versichert man zugleich schon mal, man äußere aber nur ne höchstpersönliche Meinung.
Mein Vorschlag ist ja: entweder der Verpflichtung des Großkotzigen nachkommen und argumentativ für es einstehen oder aber einfach das Großkotzgige vermeiden und solche Phrasen und Ausdrücke, die man nicht bewältigen möchte, auch nicht verwenden.
 
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lone rider

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  • #37
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Der Begriff Liebe wird häufig als eine Art Synonym für wellness verwendet.
Diese christliche Nächstenliebe, auf die sich der Thread indirekt bezieht, hat jedoch nichts damit zu tun. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst verdeutlicht m. E. die Dimension der Liebe. Es ist eher eine hochkomplexe Metapher denn ein Kalenderspruch oder eine Anleitung zum Glücklichsein.
 
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authentisch_gelöscht

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  • #38
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Heike:
Den ersten Teil nehm ich besser wieder als Witz.

Dinge als Witz zu deklarieren, die eine andere Person Ernst meint, ist auch eine Taktik, sich nicht wirklich einzulassen.

Wenn du dir tatsächlich nicht vorstellen kannst, dass ich das so meine, wie ich es schreibe, dann sind wir wieder am Anfang unserer Diskussion angelangt: nämlich beim Vorstellungsvermögen und bei den Gründen, die dessen Fehlen auch noch haben könnte.
 

lone rider

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  • #39
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Wenn man von der Liebe innerhalb der christlichen Hermeneutik spricht, ist der erste Brief des Paulus an die Korinther sehr aufschlussreich. Das Hohelied der Liebe. Ich will das jetzt nicht hier posten, es lässt sich leicht im Web finden.
 

Heike

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  • #40
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von authentisch:
Dinge als Witz zu deklarieren, die eine andere Person Ernst meint, ist auch eine Taktik, sich nicht wirklich einzulassen.

Wenn du dir tatsächlich nicht vorstellen kannst, dass ich das so meine, wie ich es schreibe, dann sind wir wieder am Anfang unserer Diskussion angelangt: nämlich beim Vorstellungsvermögen und bei den Gründen, die dessen Fehlen auch noch haben könnte.

Doch, ich kanns mir vorstellen. Deswegen hab ich ja auch geschrieben: unfreiwillige Komik oder Witz. Wenn nicht Witz, dann halt unfreiwillige Komik. Und das setzt voraus, daß du es ernst gemeint hast.
Ich kann auch einfach das Bild schildern, das mir beim Lesen gekommen ist: 50er Herzenskomödie, ein fünfjähiger Fratz sucht in der Uni seinen Papa und kommt in einen Hörsaal, in dem ein Mathematikerkongress stattfindet. Als das Mädchen sieht, daß einer auf die Tafel so seltsame Zeichen schreibt, die es nicht kennt, sagt es, mit dem Herzen auf dem rechten Fleck: "Du, Onkel, ich möcht dir so gerne helfen. Drei und vier, das macht sieben. Auch du kannst dich ja mal verrechnen! Versprich mir, daß du darüber nachdenkst!"
In dem Bild war es sogar nicht unfreiwillig komisch, sondern rührend.
 

lone rider

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  • #41
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Interessant wäre doch, sich vor Augen zu führen, was man denn eigentlich sucht, wenn man die Liebe sucht.
Die e i n e Liebe, die Eigenliebe oder die Nächstenliebe oder was auch immer.
 

lone rider

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  • #42
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Mein alter Prof pflegte immer, wenn ich "vom Firmament" sprach, zu sagen, haben sie es nicht eine Nummer kleiner. Bemängelte also die Stilistik. Guter Prof. Ein Anfängerfehler ist zu viel hineinzupacken. Aber er meinte es auch noch anders.
Überambitioniert. Und ferner: "The Cure, A Forest", aber zu clean, wie die kluge suzanne bemerkte.
 
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  • #43
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Pit Brett:
Das bringt mich, auch ob seiner Würze, ins Grübeln. Mein Georges hilft mir auch nicht weiter, für conditio bietet er zwei Bedeutungen an, die hier keinen Sinn ergeben:

1. conditio, onis, f. (condo),
I) die Zusammentuung = die Schöpfung, Erschaffung, a die conditionis tuae, Vulg. Ezech. 28, 15. – meton., die Schöpfung = das Werk, Tert. de hab. mul. 8 u.a. –
II) (nach condo no. II), die Aufbewahrung = der Gewahrsam, Pseud. Ambros. ad ep. ad Ephes. 4.

2. conditio, onis, f. (condio),
I) das Einlegen der Früchte, amurcae, Varr. r. r. 1, 61: bacarum conditiones, Cic. de div. 1, 116. – meton., das Eingemachte, Tert. de pudic. 8. –
II) das Würzen, Schmackhaftmachen, suci, Varr. LL.: vini, Col.: ciborum conditiones, Cic. de nat. deor. 2, 146.

Hast Du vielleicht condicio gemeint?
Junger Mann, Latein wohl abgewählt zugunsten von irgendeinem Sozi-Firlefanzfach?
Setzen, 100 Liegestütze!
 
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  • #44
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Truppenursel:
Junger Mann, Latein wohl abgewählt zugunsten von irgendeinem Sozi-Firlefanzfach?
Setzen, 100 Liegestütze!

Googlen können reicht auch, der Satz steht bei Wikipedia. Man muss nicht alles wissen, nur wissen, wo es steht. Lesen können hilft auch.

100 Liegestütze verlangen und selbst vermutlich nichtmal 2 schaffen finde ich etwas frech ;)

Geschwollene Ausdrucksweise ist nicht unbedingt ein Zeichen höherer Intelligenz, eher versucht man seine eigene Dummheit, Unwissenheit oder Unsicherheit zu überspielen. Zumal man mit der "einfachen" Sprache mehr Menschen erreicht. Mehr Bildung geht nicht zwangsläufig mit höherer Intelligenz Hand in Hand, es ist unter Umständen einfach nur eine Ansammlung von mehr Wissen.

Schon traurig, wenn man mit ansehen muss, wie sich Einige in RTL2 soapartigen Themen verlieren und dabei andere "wertvolle" Themen, das Thema "Transgender" als Beispiel, stark vernachlässigen. Allerdings wären solche Themen dann vermutlich weiterhin inhaltlich leer, wenn man diese mit der Art von Beiträgen füllen möchte.

Und weil mein Beitrag jetzt auch am Thema vorbei ist, sag ich Tschüss und hoffe, dass sich ein Moderator erbarmt und das Thema endlich schließt.

Wenn zwei Menschen mit sich selbst glücklich sind und diese Menschen sich finden, wird daraus vermutlich eine viel harmonischere Beziehung entstehen, als wenn einer der beiden nicht mit sich glücklich ist. Man kann sich das Glück nicht einfach vom anderen Partner borgen.

Doch noch was zum Thema geschrieben :D

Grüße
Michael
 
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  • #45
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von MichaelX:
Man kann sich das Glück nicht einfach vom anderen Partner borgen.
Das bringt ganz gut die Auffassung von Glück als Besitz auf den Punkt.
Was dabei nicht in den Blick kommt: Beglückung, also so ein Geschehen. Daß einen etwas beglücken kann, ohne daß man damit das Glück vom anderen borgt oder es von ihm, er es schon besitzen muß, geschenkt bekommt, und er dann weniger hat.
Aber vielleicht steckt hinter dem "jeder kann sich nru selbst glücklich machen" tatsächlich diese Form von Geiz. Die nicht nur nicht so schön ist, sondern auch irgendwie irrig. Denn sie übersieht ja, daß man sein Glück sogar vermehren kann, indem man jemand anderen beglückt, und damit nicht notwendig einen Verlust erleidet.
Es ist sogar möglich, daß zwei Menschen, die jeder für sich noch nicht so viel Glück besitzen, einander Glück schenken können, einander glücklich machen können. Anders als bei Geld kann man Glück geben, ohne es zu besitzen. Vielleicht ist der Umstand, daß das wenig kapitalistisch klingt, zu weit entfernt ist von Vorstellungen des Gefühlsinvestment und Glücksdarlehen, ein Grund dafür, weswegen es für viele nicht in den Blick kommen kann.
 

lone rider

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  • #46
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Weil er jetzt Tschüss sagt, hofft er, dass ein Moderator das Thema schließt. Hm. Nun ja.

Ich bin Heikes Ansicht, aber aus anderen Gründen. Ich denke, dass das Ich sich nur im Du erkennen und definieren kann.
 
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  • #47
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von MichaelX:
Schon traurig, wenn man mit ansehen muss, wie sich Einige in RTL2 soapartigen Themen verlieren und dabei andere "wertvolle" Themen, das Thema "Transgender" als Beispiel, stark vernachlässigen.
Wir gehen jetzt erstmal das Thema "Ebola" an und nicht irgendwelchen sexuellen Firlefanz.
 
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  • #48
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Ich denke es kommt auf den Typ Mensch an. Heute wird gerne Menschen vorgeworfen, die sich leicht in einer Beziehung sehen und definieren können, sie seien abhängig, hätten kein Selbstbewußtsein und müssten erstmal zu sich Selbst finden, bevor sie mit anderen glücklich werden können. ich glaube das ist falsch, in meinen Augen sind das einfach zwei unterschiedliche Typen. und beide haben für sich recht.
 

Sarah

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  • #49
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von ent:
Ich denke es kommt auf den Typ Mensch an. Heute wird gerne Menschen vorgeworfen, die sich leicht in einer Beziehung sehen und definieren können, sie seien abhängig, hätten kein Selbstbewußtsein und müssten erstmal zu sich Selbst finden, bevor sie mit anderen glücklich werden können. ich glaube das ist falsch, in meinen Augen sind das einfach zwei unterschiedliche Typen. und beide haben für sich recht.

Kann man das so separat sehen? In einer Beziehung bin ich selbst ja nicht erkenntnislos. Im Gegenteil; die Perspektive des anderen erhellt ja so einiges an mir selbst. So ein Prozess im Spiegel des anderen erscheint mir vollständiger, lebensnaher. Glücklicher? Ja. Ohnehin ist Glück ja keine Konstante. Deshalb mag ich den Gedanken auch nicht; erst oder nur das eine und dann das andere. Im 'Team' hast du vielfältigere Angebote. Ist doch 'ne ganz gute Basis für viele Glücksmomente.
 
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  • #50
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Ein großer Zweifler vor dem Herrn sagte einst: Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich.
 
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  • #51
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von ent:
Ich denke es kommt auf den Typ Mensch an. Heute wird gerne Menschen vorgeworfen, die sich leicht in einer Beziehung sehen und definieren können, sie seien abhängig, hätten kein Selbstbewußtsein und müssten erstmal zu sich Selbst finden, bevor sie mit anderen glücklich werden können. ich glaube das ist falsch, in meinen Augen sind das einfach zwei unterschiedliche Typen. und beide haben für sich recht.
ich verstehe sowieso nicht, wieso sich alle selbst für so wichtig nehmen. Wir sind alle nur Staubkörner im Weltall. Es wird später kein Hahn mehr danach krähen, ob jemand abhängig oder unabhängig war oder selbstbewusst war oder auch nicht.
 

Else

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  • #52
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Truppenursel:
ich verstehe sowieso nicht, wieso sich alle selbst für so wichtig nehmen. Wir sind alle nur Staubkörner im Weltall. Es wird später kein Hahn mehr danach krähen, ob jemand abhängig oder unabhängig war oder selbstbewusst war oder auch nicht.

Später kräht vielleicht kein Hahn danach, aber doch eventuell jetzt? Also während des Lebens wird es ggf. jemanden geben, dem es nicht gleichgültig ist, wie man durchs Leben geht. Abhängig oder frei, selbstbewusst oder nicht. Dafür muss man noch nicht einmal sich selbst wichtig nehmen, es reicht, dass man wichtig für andere ist.
 

Demiurg

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  • #53
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Else:
Dafür muss man noch nicht einmal sich selbst wichtig nehmen, es reicht, dass man wichtig für andere ist.

Das ist die korrekte bzw. stimmige Zusammenfassung des gesamten Threads. Wir sind für andere Menschen so unwichtig, das wir uns in diesen Foren tummeln müssen. Heißt im Umkehrschluss, solange wir uns hier tummeln bleiben wir unglücklich?!
 

Howlith

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  • #55
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Truppenursel:
ich verstehe sowieso nicht, wieso sich alle selbst für so wichtig nehmen.

Oder warum "Liegestützen" die Lösung sein sollen ...
Warum schreibst Du hier mit, wenn doch eh alles "sinnlos" ist ... ?
 

Howlith

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  • #56
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Demiurg:
Wir sind für andere Menschen so unwichtig, das wir uns in diesen Foren tummeln müssen.

Nun ja, ich würde mal sagen, dass mir einige Menschen (& der Austausch mit ihnen) hier im Forum wichtig sind ... und das mal ganz unabhängig davon, ob ich für diese Menschen wichtig bin ...
 

Demiurg

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  • #57
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Truppenursel:
Mit etwas Scharfsinn wüsstest du, dass das Unsinn ist.

Oh Truppenursel, Du hast meine Erwartungen erfüllt. Deine Kommentare am Morgen hellen den Tag auf - Oh "Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium!"
 

Else

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  • #58
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Demiurg:
Das ist die korrekte bzw. stimmige Zusammenfassung des gesamten Threads. Wir sind für andere Menschen so unwichtig, das wir uns in diesen Foren tummeln müssen. Heißt im Umkehrschluss, solange wir uns hier tummeln bleiben wir unglücklich?!

Du hast mich zitiert; es reiche aus, wenn man für andere wichtig ist.
Ich meine das durchaus ernst, denn ich kenne viele Menschen, die sich selbst nicht wichtig nehmen können oder nicht mit sich selbst glücklich sein können, oder sich selbst nicht lieben und annehmen können. Für andere haben diese Menschen aber oft sehr wohl eine Bedeutung. Und das wiederum ist wichtig für das Leben und Selbstwertgefühl dieser Personen.
 

Demiurg

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  • #59
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Else:
Du hast mich zitiert; es reiche aus, wenn man für andere wichtig ist.
Ich meine das durchaus ernst, denn ich kenne viele Menschen, die sich selbst nicht wichtig nehmen können oder nicht mit sich selbst glücklich sein können, oder sich selbst nicht lieben und annehmen können. Für andere haben diese Menschen aber oft sehr wohl eine Bedeutung. Und das wiederum ist wichtig für das Leben und Selbstwertgefühl dieser Personen.

Hallo Else

auch hier stimme ich mit Dir überein. Die Frage die sich stellt ist, werden wir auf diesem Platz glücklich bzw. bekommen wir die Anerkennung die wir brauchen durch fiktive / anonyme Individuen?
 

Else

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  • #60
AW: Das Ideal des "sich-selbst-mit-sich-glücklich-machens"

Zitat von Demiurg:
Hallo Else

auch hier stimme ich mit Dir überein. Die Frage die sich stellt ist, werden wir auf diesem Platz glücklich bzw. bekommen wir die Anerkennung die wir brauchen durch fiktive / anonyme Individuen?

Wie Du sicher feststellen wirst, wenn Du dieses Forum aufmerksam lesend begleitest: Es sieht so aus als schenkten sich hier auf diesem Platz (=Forum) unbekannte Individuen Aufmerksamkeit, Sympathie und Anerkennung.
Auch durch die Partnerbörse werden sicher viele einen Menschen finden, der ihnen all das und sogar Liebe schenkt. Wenn das für Dich glücklich sein bedeutet, ja, dann können Menschen hier glücklich werden.

Man kann aber auch die gegenteilige Erfahrung machen. Insofern ist auch dies so wie immer: Es kommt darauf an.