Beiträge
307
  • #1

Das Gefühl : da kommt nichts mehr

Nach langer Abstinenz hier hab ich doch noch mal ein Thema, wozu sich vielleicht jemand äußern möchte..
Ich bin jetzt Anfang 50, habe in so ziemlich jeder Lebensform gelebt (WG, Familie, Alleinerziehend, Single) und habe in vielerlei Hinsicht ein glückliches Leben (Beruf, Kinder, Freunde, Familie, Auskommen, Gesundheit). Parship habe ich vor gut 10 Jahren kennengelernt, war auch je 2-3 Jahre in Beziehungen, die hier entstanden sind. Jetzt gerade ist mal wieder eine längere Suchphase vorbei und es war zum ersten Mal ...mühsam und erfolglos. Die Welt geht deshalb noch lange nicht unter, aber zum ersten Mal schleicht sich der Gedanke in mein Hirn - Was, wenn es das war ?

Was, wenn es sich einfach nicht mehr ergeben wird, dass ich mich mit allem zipp und zapp mit jemandem verbinden werde ? Was, wenn der jetzige Zustand der ist, den ich nicht mehr verlassen werde ?

Ich merke, dass ich diesen Gedanken sehr beklemmend finde. Gut, ich hab mich irgendwann auch damit abgefunden, aus Altersgründen nicht mehr schwanger zu werden, nicht mehr Inliner zu fahren und vielleicht auch nicht mehr Ski.... aber das war absehbar und keine große Überraschung. Vielleicht keine Liebesbeziehung mehr zu finden, das ist eine Nummer härter...
Okay, okay, sicher kann man darüber lachen - ich bin ja erst Anfang 50, da kann ja noch viel passieren.. Aber was, wenn nicht, außer vielleicht dem einen oder anderen Gehampel ? ... Kennst du das auch ? Wie gehst du damit um ?
P.S. : Ich brauche keine praktischen Ratschläge oder Trost, mich interessiert eher, ob du das kennst und wie du damit umgehst...
 
  • Like
Reactions: MissTonka, chava, Fireweed und 4 Andere
D

Deleted member 7532

Gast
  • #2
Nach langer Abstinenz hier hab ich doch noch mal ein Thema, wozu sich vielleicht jemand äußern möchte..
Ich bin jetzt Anfang 50, habe in so ziemlich jeder Lebensform gelebt (WG, Familie, Alleinerziehend, Single) und habe in vielerlei Hinsicht ein glückliches Leben (Beruf, Kinder, Freunde, Familie, Auskommen, Gesundheit). Parship habe ich vor gut 10 Jahren kennengelernt, war auch je 2-3 Jahre in Beziehungen, die hier entstanden sind. Jetzt gerade ist mal wieder eine längere Suchphase vorbei und es war zum ersten Mal ...mühsam und erfolglos. Die Welt geht deshalb noch lange nicht unter, aber zum ersten Mal schleicht sich der Gedanke in mein Hirn - Was, wenn es das war ?

Was, wenn es sich einfach nicht mehr ergeben wird, dass ich mich mit allem zipp und zapp mit jemandem verbinden werde ? Was, wenn der jetzige Zustand der ist, den ich nicht mehr verlassen werde ?

Ich merke, dass ich diesen Gedanken sehr beklemmend finde. Gut, ich hab mich irgendwann auch damit abgefunden, aus Altersgründen nicht mehr schwanger zu werden, nicht mehr Inliner zu fahren und vielleicht auch nicht mehr Ski.... aber das war absehbar und keine große Überraschung. Vielleicht keine Liebesbeziehung mehr zu finden, das ist eine Nummer härter...
Okay, okay, sicher kann man darüber lachen - ich bin ja erst Anfang 50, da kann ja noch viel passieren.. Aber was, wenn nicht, außer vielleicht dem einen oder anderen Gehampel ? ... Kennst du das auch ? Wie gehst du damit um ?
P.S. : Ich brauche keine praktischen Ratschläge oder Trost, mich interessiert eher, ob du das kennst und wie du damit umgehst...
Ja, das kenne ich - und je nach meiner persönlichen Verfassung kann ich damit besser oder schlechter umgehen.
Wenn es spezielle Auslöser (so wie für mich gestern) gibt, ängstigt mich diese Vorstellung, weil ich mich frage, was das auf Dauer mit mir macht.
 
  • Like
Reactions: MissTonka, chava, Fireweed und 3 Andere

Rise&Shine

User
Beiträge
3.765
  • #3
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: chava
U

Ursina60

Gast
  • #4
Ich habe es mir so eingerichtet, dass ich mir auch vorstellen kann, alleine zu bleiben. Klar wäre eine Partnerschaft schön. Aaaaaaber ich erkenne auch immer wieder, wie ich spontan sein kann, wenn ich alleine bin. Diese und andere Vorteile sehe ich bewusst.
 
  • Like
Reactions: MissTonka, chava, Fireweed und 4 Andere

Sevilla21

User
Beiträge
2.778
  • #5
Es wird in jedem Leben Zeiten geben voller Motivation und Vorfreude auf das was kommen wird. Und genau so gibt es Zeiten in denen man/frau wie mit einem Brett vor dem Kopf herumläuft. Nichts funktioniert und man zu zweifeln beginnt.

@Schreiberin+ Nimm diese Zeit als Ruhe und Sammelphase an um zu einem späteren Zeitpunkt wieder voll durchzustarten!
Diesen "wollen müssen" finde ich total lähmend. Nimm Dir Zeit für Dich und genieße es. So schnell kann sich alles wieder ändern...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reactions: SchöneHelena, chava, Lilith888 und 4 Andere

lisalustig

User
Beiträge
8.079
  • #6
...mich interessiert eher, ob du das kennst und wie du damit umgehst...
Ich kenne diese Gedanken zunehmend auch. Nach der Trennung (da war ich 49 J.) hab ich mir gar nicht vorstellen können, dass die Partnersuche so schwierig werden könnte......

Und wenn dann noch Artikel in der Zeitung stehen, die diese Gedanken eher bestätigen, wird es auch nicht besser..... Da geht es mir dann wie oben @mone7 schreibt. Manchmal sag ich mir, nun so ist es eben, ich kann es nicht ändern. Lieber allein, als irgendeine Krampfbeziehung..... Damit komm ich eigentlich ganz gut klar. Aber es gibt natürlich auch Momente, da bin ich furchtbar traurig ob der Aussicht vlt. nie wieder jemanden zu finden....
 
  • Like
Reactions: chava, Fireweed, Lilith888 und 3 Andere
Beiträge
307
  • #7
Es wird in jedem Leben Zeiten geben voller Motivation und Vorfreude auf das was kommen wird. Und genau so gibt es Zeiten in denen man/frau wie mit einem Brett vor dem Kopf herumläuft. Nichts funktioniert und man zu zweifeln beginnt.

@Schreiberin+ Nimm diese Zeit als Ruhe und Sammelphase an um zu einem späteren Zeitpunkt wieder voll durchzustarten!
Diesen "wollen müssen" finde ich total lähmend. Nimm Dir Zeit für Dich und genieße es. So schnell kann sich alles wieder ändern...

Ja, das scheint mir auch die richtige Haltung .... Bei mir war es jedoch fast mein ganzes Leben lang so, dass ich einen Mann "entdeckt" und den ersten Schritt gemacht habe. Mein Hirn hat wohl abgespeichert, dass nichts passieren wird, wenn ich nichts tue.. Aber du hast recht. Im Moment ist mir eh lieber nach "Klappe halten, was anderes machen"....;)
 
  • Like
Reactions: MissTonka and Sevilla21
Beiträge
307
  • #10
Ich kenne diese Gedanken zunehmend auch. Nach der Trennung (da war ich 49 J.) hab ich mir gar nicht vorstellen können, dass die Partnersuche so schwierig werden könnte......

Eine echte Gemeinheit. Was Beziehungen angeht, wäre ich jetzt eigentlich in Top-Form : keine großen Verpflichtungen durch Kinder oder Karriereaufbau oder was auch immer, in vielen Dingen abgeklärter, gelassener... Ich finde mich eigentlich besser vermittelbar als vor 20 oder 10 Jahren... Aber da scheine ich auf dem Holzweg zu sein...:(
 
  • Like
Reactions: Fireweed, lisalustig, Rise&Shine und ein anderer User
Beiträge
307
  • #11
@Andrea Ein positiveres Männerbild, weniger Angst vor Bindung, entspannter im Umgang mit Erwartungen .....
 
  • Like
Reactions: Rise&Shine and *Andrea*
Beiträge
307
  • #12
Ursina 60
Ich hatte immer wieder Phasen, in denen ich allein gut klargekommen bin, das ist kein Problem. Aber ich habe diese Phasen nie als endgültigen Dauerzustand gesehen. Das ist ein Unterschied.
 
  • Like
Reactions: Deleted member 7532
A

*Andrea*

Gast
  • #13
@Andrea Ein positiveres Männerbild, weniger Angst vor Bindung, entspannter im Umgang mit Erwartungen .....
Ich finde, das sind gute Voraussetzungen!

Klar, wir können es nicht selbst kontrollieren, und vielleicht macht es auch wenig Sinn, uns überhaupt darüber den Kopf zu zermartern. Mir hilft es allgemein im Leben, und auch beim Partnerthema, wenn ich sehe, dass doch immer sehr viel Positives und Überraschendes geschieht, und wenn ich daraus mein Vertrauen ins Leben stärken kann.

Ich kann nur versuchen, offen zu sein. Offen für die Liebe, offen für einen allfälligen Partner (ich habe mich vor Kurzem getrennt, aber es ist vielleicht eh noch zu früh mir darüber, ob da wieder jemand kommen könnte, gross Gedanken zu machen), aber auch offen dafür, dass sich vielleicht Anderes ergibt, dass meine Wünsche ans Leben und meine Perspektive darauf sich verändern können. Denn eigentlich ist (zumindest für mich) das oberste Ziel nicht eine Partnerschaft, sondern ein gelingendes, erfülltes Leben voller Liebe jeglicher Art.
 
  • Like
Reactions: pointsman and Sevilla21
U

Ursina60

Gast
  • #14
Ursina 60
Ich hatte immer wieder Phasen, in denen ich allein gut klargekommen bin, das ist kein Problem. Aber ich habe diese Phasen nie als endgültigen Dauerzustand gesehen. Das ist ein Unterschied.

Soweit nach vorne denke ich nicht. Versuche den Moment und die nahe Zukunft zu geniessen und zu planen. Ich stelle mir nicht vor, wie es wäre, wenn ich 70 bin und dann immer noch alleine, denn es kann auch mit einem Partner so viel passieren. (Mein Partner starb mit 56 Jahren, nach über 25-jähriger Beziehung, seit dem plane ich nicht mehr weiter als einige Monate und ich weiss, auch, wenn ich einen Freund habe, kann es ganz schnell sein, dass ich alleine bin).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: chava

Sevilla21

User
Beiträge
2.778
  • #17
Beiträge
113
  • #18
Ich habe mir diese Frage vor knapp zweieinhalb Jahren gestellt - allerdings in einem anderen Kontext. Ich hatte gerade die Diagnose Brustkrebs bekommen und war gerade dabei, die Chemo anzufangen.
Für einen kurzen Moment habe ich mir diese Frage gestellt und kam schnell darauf, dass das kein guter Ansatz war. Ich brauchte eine brauchbare Strategie, um der Angst nicht mehr Platz zu geben, als unbedingt notwendig und habe beschlossen: ich tue alles, was in meiner Macht steht, um die Krankheit zu bekämpfen, mache mir aber darüberhinaus keine Gedanken solange es nur Sorgen sind.

So gehe ich inwzischen mit jeder schwierigen Situation um: Ich tue, was ich kann und schiebe die Restsorge zur Seite mit dem Gedanken, dass ich mich immer noch um sie kümmern kann, wenn sie Realität wird.
Das ist komplett anders, als mein typisches Verhalten vor der Diagnose. Aber für mich klappt das super und ich bin entspannter, denn je zuvor.

Ich hoffe, du findest deinen Weg auf weniger bedrohliche Art und Weise.
LG
L
 
  • Like
Reactions: Marie1234, chava, Fireweed und 5 Andere
Beiträge
307
  • #19
Ursina
Oh, das tut mir leid...Ja, das kann ich verstehen, dann hat man sicher einen ganz anderen Blick auf Zeit...
Ich hatte eine lange Beziehung, die als Familie eine ganze Weile funktioniert hat und mehrere mittellange (kurze ?) Beziehungen. Bei mir ist eher das Gefühl vorherrschend, dass es noch nie richtig dauerhaft gepasst hat... Als wenn noch etwas fehlt, was ich auf jeden Fall noch erleben möchte.
 

Rise&Shine

User
Beiträge
3.765
  • #20
Ich Vollpfosten wollte nie heiraten - jetzt wäre ich endlich bereit und jetzt gibt`s keinen. Dumm gelaufen

Das kenne ich, auch wenn ich jünger bin.
Es war eben nie meine Priorität in einer Beziehung.

Bei mir ist eher das Gefühl vorherrschend, dass es noch nie richtig dauerhaft gepasst hat..

Kenne ich. Das war einfach so...es hat nie dauerhaft gepasst.
Schön gesagt @Schreiberin+
 
Zuletzt bearbeitet:
D

Deleted member 4363

Gast
  • #21
Hmm, da stellt sich doch eigentlich sofort die Frage, warum Du das diesmal anders empfindest, warum Du befürchtest, dass das ein Dauerzustand werden könne?
Das wird wohl die letzte lange mühsame und erfolglose Suchphase sein. Enttäuschungen summieren sich, der Frust steigt. Das kenne ich aus der Vergangenheit auch. Mir hat es geholfen, mich wieder auf andere Bereiche in meinem Leben zu konzentrieren, in denen es gut lief, um wieder Mut und Kraft für die weitere Suche zu gewinnen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: chava, lisalustig, Dora und 3 Andere

Rise&Shine

User
Beiträge
3.765
  • #22
@mone7 warum hast Du Deinen Beitrag wieder gelöscht?
 
D

Deleted member 22408

Gast
  • #25
Ihr Damen seid alle selbst dafür verantwortlich, wie Euer Leben in beziehungsmäßiger Hinsicht verlaufen ist und auch noch wird oder auch nicht wird! Also jammert nicht!
Und seid vor allen Dingen realistisch in Euren Ansprüchen!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • Like
Reactions: fuzy
D

Deleted member 7532

Gast
  • #27
  • Like
Reactions: Rise&Shine
Beiträge
307
  • #28
So gehe ich inzwischen mit jeder schwierigen Situation um: Ich tue, was ich kann und schiebe die Restsorge zur Seite mit dem Gedanken, dass ich mich immer noch um sie kümmern kann, wenn sie Realität wird.
Das ist komplett anders, als mein typisches Verhalten vor der Diagnose. Aber für mich klappt das super und ich bin entspannter, denn je zuvor.

Das ist sicher eine perfekte Strategie, da kannst du stolz drauf sein...
Ich bin grundsätzlich nicht schnell dabei, negativ rumzuunken... Habe nur etwas Angst, dass die Realität mich eines Tages überholen könnte und ich merke es nicht mal...
 
  • Like
Reactions: Rise&Shine
D

Deleted member 4363

Gast
  • #30
Außerdem bin ich mittlerweile sehr davon überzeugt, dass es zielführender ist nicht in der Vergangenheit zu verweilen, sondern lösungsorientiert nach vorne zu schauen. Manchmal passieren dann die verrücktesten Sachen. So habe ich mich vor ca. zwei Jahren gefragt, was mir zu dieser Zeit am meisten gefehlt hat. Es war das Gefühl berührt zu werden und Sex zu haben. Danach habe ich gesucht und alte Grenzen überschritten. Beim zweiten Versuch, bin ich auf einen Mann getroffen, mit den ich seit dem ersten Treffen eine Beziehung führe.
 
  • Like
Reactions: chava, Fireweed, ICQ und 6 Andere