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Dr. Bean

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  • #392
vier? mama mia :)
 

Julianna

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  • #397
Ich habs erwartet aber es ist trotzdem schwach, dass du dann danach auch aufhörtest zu schreiben :)
Ich las zum Thema Romantik und fragte mich, was diese bedeutet.
http://www.kontaktvoll.de/romantik/
"
Was Romantik nicht ist:
  • Romantik hat nichts mit Kerzen, Rosen, Rotwein oder einem offenen Kamin zu tun.
  • Romantik hat nichts zu tun mit Geschenken, mit Süßholzraspeln und irgendwelchen Liebesschwüren und auch nichts mit kitschiger Musik oder sonstigem Blödsinn.
  • Romantisch sein ist nicht nur was für den Valentinstag, den Jahrestag oder den Hochzeitstag.
  • Romantik ist nichts rosa oder rot oder kitschig.
  • Romantik hat nichts zu tun mit dem, was Du kaufst oder tust – sondern eher wie und vor allem warum!"
Das Klischee also bei Seite gelassen:
Nach dieser Definition, ist Romantik dann nichts weiter, als dem anderen Aufmerksamkeit zu schenken und seine Zuneigung und Liebe zu zeigen.
Irgendwie doch selbstverständlich, oder nicht? Bedarf es dazu der Bezeichnung "romantisch"?
Wenn dem so ist, dann ist es romantisch, dass er mir vollste Aufmerksamkeit und Zuwendung schenkt, wenn man gemeinsam die Bettlaken zerwühlt. Man kann es aber auch schlicht Leidenschaft nennen.
 
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MaryCandice

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  • #398
@Dr. Bean

Tagsüber heißt es der Weizen, das Korn.
Abends das Weizen, der Korn.

Tagsüber sprechen wir vom Weizen und Korn am Acker.
Abends vom Weizen(Bier) und Korn (Schnaps).

Das ist einer der Witze, der die Eigenartigkeit der deutschen Sprache ausdrückt.
 
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Dr. Bean

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  • #399
@Dr. Bean

Tagsüber heißt es der Weizen, das Korn.
Abends das Weizen, der Korn.

Tagsüber sprechen wir vom Weizen und Korn am Acker.
Abends vom Weizen(Bier) und Korn (Schnaps).

Das ist einer der Witze, der die Eigenartigkeit der deutschen Sprache ausdrückt.

Ah ok danke für die Aufklärung sowas hab ich noch nie gehört.
Aber ich sprech ja au nicht mehr viel deutsch, das ist ne aussterbende Sprache :).
 
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MaryCandice

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  • #403
Etwas, was @Traumichnich Emoticons braucht. Gestern Abend, Gastgarten. Größere Runde. Ich einzige Frau.
Einer: "Ja, ab 50 nimmt halt die Reaktionszeit auch ab." Ein anderer (50+) entrüstet: "Ja sag spinnst du?!?!"
Der dritte trocken: "Reg dich ab. Er sagte Reaktion nicht Erektion."
 
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Dr. Bean

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  • #404
Ich las zum Thema Romantik und fragte mich, was diese bedeutet.
http://www.kontaktvoll.de/romantik/
"
Was Romantik nicht ist:
  • Romantik hat nichts mit Kerzen, Rosen, Rotwein oder einem offenen Kamin zu tun.
  • Romantik hat nichts zu tun mit Geschenken, mit Süßholzraspeln und irgendwelchen Liebesschwüren und auch nichts mit kitschiger Musik oder sonstigem Blödsinn.
  • Romantisch sein ist nicht nur was für den Valentinstag, den Jahrestag oder den Hochzeitstag.
  • Romantik ist nichts rosa oder rot oder kitschig.
  • Romantik hat nichts zu tun mit dem, was Du kaufst oder tust – sondern eher wie und vor allem warum!"
Das Klischee also bei Seite gelassen:
Nach dieser Definition, ist Romantik dann nichts weiter, als dem anderen Aufmerksamkeit zu schenken und seine Zuneigung und Liebe zu zeigen.
Irgendwie doch selbstverständlich, oder nicht? Bedarf es dazu der Bezeichnung "romantisch"?
Wenn dem so ist, dann ist es romantisch, dass er mir vollste Aufmerksamkeit und Zuwendung schenkt, wenn man gemeinsam die Bettlaken zerwühlt. Man kann es aber auch schlicht Leidenschaft nennen.

Und mich nennst du Bauer :)
 
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MaryCandice

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  • #405
Auch Anrufer sind unterhaltsam

Ich arbeitete beim Abschlussfest der hießigen Schule. So um 19:00 Uhr sehe ich einen Anruf in Abwesenheit und eine AB-Nachricht. Ich höre ab. "Ja, hallo. Hier ist .... (irgendeine Firma die ich nie gehört hab). Ich war gerade bei Ihnen zuhaus. Leider kann ich Sie jetzt auch nicht erreichen. Bitte rufen Sie zurück unter ... (irgendwelche Zahlen) ähhh Entschuldigung unter ... (wieder welche Zahlen)." Ich schon am Grinsen. Geiler Typ, der hat ja Ideen! Ich ruf zurück. Irgendein Name. Er gibt vor von einer staatlichen Firma zu sein. Jetzt war es schon 20 Uhr. Ich: "Ja sag mal, willst du mich verars....? Schau auf die Uhr? Aber nichts desto trotz, die Anmache ist nicht schlecht." Nein, er sei tatsächlich vom Amt. Wirklich. Ich: "Ha, wie du meinst, aber ich arbeite und vor 22 Uhr bin ich nicht wirklich gedanklich bei dir. Also tschüsd." Er: "Kein Problem. Sie dürfen auch dann anrufen. Ich arbeite noch länger." Ich: "Ja klar. Beamter halt. Aufgelegt" Er war so gefasst und höflich, fiel nie aus der Rolle.
Ich hab dann um 22:30 wieder angerufen. Sofort abgehoben. Selbe Story. Amt. Hat mir alles erklärt. Höflich, zuvorkommend. Ich: "Du bist ja wirklich ein Hammer. So hartnäckig Wahnsinn. Wer bist du?" Er nannte mir den Namen. Unbekannt.
Nächster Morgen. Mein Sohn übergibt mir ein amtliches Formular mit den Worten: "Da war gestern noch wer da. Er ruft dich aber an."
Mir fiel alles runter. Hab den Mann nochmal angerufen und mich entschuldigt. Er lachte von Herzen und meinte: "Kein Problem. Das war endlich mal ein erfrischend anderes Dienstgespräch, danke." :oops:

Ein Bekannter von mir macht Security. Einmal bei einer Veranstaltung mit Austropromi, den ich aber nicht mag. Er neckt mich, ich mach, dass er dich anruft, abgemacht. Ich drohe ihm, wehe wenn.
2 Uhr besagte Nacht. Telefon. Unbekannte Nummer. Ich: "Hallo!" Er: "Mary?" - "Ja." - "Hier ist dein Traummann, der König deines Herzens. Du bist der Stern meines Lebens. Ich kann ohne dich nicht mehr sein! Oh Mary, willst du mich heiraten? Sag ja, die Welt gehört uns! Bitte mein Augenstern!" Ich hab so lachen müssen. "Ihr seid ja echt der Hammer. Bist teppat, nicht schlecht! Ich wünsch euch noch viel Spaß, ihr Verrückten!"

Ich ruf ein Amt an. Brauche Infos.
Mein erster Satz: "Sorry, ich bin zwar nicht blond, aber ich versteh das Formular nicht. Hilfe!!!!!"
"Grins, kein Problem. Name? Ja, dafür bin eh ich zuständig." Er erklärt mir alles. Wir sind in der gleichen Stadt zu Hause. "Eine Frau mit so sympathischer Stimme und so fröhlich und ein so herzliches Lachen. Wo wohnen Sie genau? Dürfens ruhig sagen, ich seh es eh am Antrag dann und den studiere ich sicherlich sehr genau. Ach echt, da bin ich ja öfters. Wollen wir uns mal treffen?"
Auf einen Kaffee gingen wir. Seither telefonieren wir jedes Jahr zweimal, wenn ich die Auskunft wieder brauche. Macht immer Spaß. :rolleyes:
 
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MaryCandice

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  • #408
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Ahhhh zitieren geht!!!!
 
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fafner

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  • #410
Warum verliebt man sich in Menschen, die egoistisch sind oder sogar narzisstische Ausprägung haben? Warum hast du dich in diesen Mann verliebt? Obwohl er nichts zu geben hatte? Selbstreflexion.
Die Antwort kann nicht lauten "weil der Funke übergesprungen ist".
Das merkt man ja alles nicht sofort.

Vielleicht wegen "Liebe macht blind" und so. Oder ganz schlicht, weil man keine Erfahrung mit so jemandem hat. Das noch nie erlebt hat. Für irgendwas ist eben immer das erste Mal.

Es ist ja auch nicht so, daß die gar nichts geben. Schließlich wollen sie ja was von Dir. Es ist diese permanente Selbstüberhebung, was einem erst nach geraumer Zeit auffällt, daß sie zum Beispiel für alle Schwierigkeiten in der Beziehung niemals sich selbst in der Verantwortung sehen, sondern immer nur Dich. Daß sie in ihrem Leben so ziemlich alles richtig gemacht haben, es aber dummerweise überall Leute hat, die ihnen ihr Tollsein vermiesen. Daß in ihren früheren gescheiterten Beziehungen immer das Gegenüber der Depp war. So was hält man zunächst mal einfach alles für möglich, wenn man vertrauensselig ist. Oder naiv, was weiß ich.

Außerdem ist es vielleicht so, daß man froh ist, überhaupt jemanden zu haben. Daß man vielleicht auch nicht so streitsüchtig ist, um jedesmal das Tollsein des Gegenübers in Frage zu stellen.

Deshalb date ich jetzt länger. Ich will nie wieder eine Frau, die einfach nur toll ist, und es immer war in ihrem Leben.
 
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Julianna

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  • #411
Das merkt man ja alles nicht sofort.

Vielleicht wegen "Liebe macht blind" und so. Oder ganz schlicht, weil man keine Erfahrung mit so jemandem hat. Das noch nie erlebt hat. Für irgendwas ist eben immer das erste Mal.

Es ist ja auch nicht so, daß die gar nichts geben. Schließlich wollen sie ja was von Dir. Es ist diese permanente Selbstüberhebung, was einem erst nach geraumer Zeit auffällt, daß sie zum Beispiel für alle Schwierigkeiten in der Beziehung niemals sich selbst in der Verantwortung sehen, sondern immer nur Dich. Daß sie in ihrem Leben so ziemlich alles richtig gemacht haben, es aber dummerweise überall Leute hat, die ihnen ihr Tollsein vermiesen. Daß in ihren früheren gescheiterten Beziehungen immer das Gegenüber der Depp war. So was hält man zunächst mal einfach alles für möglich, wenn man vertrauensselig ist. Oder naiv, was weiß ich.

Außerdem ist es vielleicht so, daß man froh ist, überhaupt jemanden zu haben. Daß man vielleicht auch nicht so streitsüchtig ist, um jedesmal das Tollsein des Gegenübers in Frage zu stellen.

Deshalb date ich jetzt länger. Ich will nie wieder ein Frau, die einfach nur toll ist, und es immer war in ihrem Leben.
Ja den Fehler darf man machen. Aus Fehlern lernt man. Und die Erfahrung nimmt man dann mit.
Aber nach solch Geschehnissen sollte man dann Selbstreflexion betreiben und schauen, welche Konsequenzen das für eine erneute Partnersuche hat. Darum ginge es mir. Nützt ja nichts, sich wieder blindlinks ins gleiche zu stürzen.
Mir war da noch der Gedanke, welchen Anteil man selbst daran hatte? Wieso steht man jemandem mit narzisstischen Tendenzen gegenüber? Gibt es da Co-Faktoren? Oder einfach nur Zufall?
Wie schützt man sich davor, unbewusst etwas "Vertrautes" im neuen Gegenüber zu finden. Das Vertraute meint hier, einen Wiedererkennungswert. Und dieser muss nicht positiv anotiert sein. Wir finden auch etwas "uns Vertrautes" in schlechten Verhaltensweisen.
 
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lisalustig

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  • #412
Und nur durch Schreiben kann ich keinen überzeugen.
Mir bleibt nur: ein schnelles Treffen - man mag sich, oder aber nicht.
Und dann kann er die Initiative ergreifen, wenn er merkt, dass ich netter bin als er gedacht oder aus dem Profil herausgelesen hat.

Ich finde es prima, dass Du so aktiv bist! Mach weiter, so lange es Dir damit gut geht. Von allein wird sich wenig tun. So, wie Du auch geschrieben hast.
 

fafner

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  • #413
Klar gibt's die und die sind ja auch bekannt.
Wie schützt man sich davor, unbewusst etwas "Vertrautes" im neuen Gegenüber zu finden. Das Vertraute meint hier, einen Wiedererkennungswert.
Also für mich war da eigentlich überhaupt nix vertraut und das war vielleicht auch der Reiz.
Aber nach solch Geschehnissen sollte man dann Selbstreflexion betreiben und schauen, welche Konsequenzen das für eine erneute Partnersuche hat.
Ich weiß ja jetzt, worauf ich achten muß. Kommt sie zu "toll" daher (ihr Selbstempfinden), dann einfach Finger weg. :rolleyes:
 

Rapunzel78

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  • #416
Ich und die Männer (ist ein bisschen länger geraten – Sorry)

Also erstmal vorne weg: Ich glaube, ich habe als Kind definitiv zu viele Disney-Filme gesehen. Das hatte zur Folge, dass ich jetzt irgendwie auf den Männer-Typ „Verwegener Abenteurer mit fettem Grinsen im Gesicht“ stehe. Fatal. Tarzan, Sinbad, John Smith, Flynn Rider und Captain Future sind im wirklichen Leben echt schwer zu finden ;)

Außerdem scheint es so zu sein, dass genau dieser Männer-Typ (nennen wir ihn in Zukunft Kategorie A) leider überhaupt nicht auf mich steht. Absolut fatal.

Männer-Kontakte waren für mich schon immer irgendwie schwierig: Bin zwar viel unterwegs, habe einen großen Freundeskreis und weder auf den Kopf noch den Mund gefallen, wirke aber scheinbar nur auf etwas konservativere Typen, die ich weniger attraktiv finde oder solche, die etwas unmännlich, sensibel und anhänglich sind (nennen wir diese in Zukunft Kategorie B).

Soweit zur Vorgeschichte. Los geht’s!

Ich 15 Jahre: Erstes Mal verknallt in C. Er ist wie ich bei den Pfadfindern. Super Fahrradfahrer, blonde Haare, fettes Grinsen, steht auf Tracy Chapman und auf die Bösen Onkelz. Ich finde ihn super cool und sexy (Kategorie A). Er steht leider überhaupt nicht auf mich, sondern auf die blonde, hübsche A. Ich mag beide und kuppel so ein bisschen. Sie werden ein Paar. Dann erst mal jahrelang nichts. Schule, Freunde, Pfadfinder – niemand, der mich interessiert.

Ich etwa 23 Jahre: Nach einem etwas verunglückten Date liege ich völlig verkrampft im Bett bei T. In der Nacht ist nichts passiert, weil ich mir nicht sicher war, ob T. Kategorie A oder B ist. Er will mich massieren, aber ich kann mich nicht entspannen. Er bietet an, dass ich ihn massieren kann. Ok, noch nie gemacht, aber ich probiere es. Er hat den behaartesten Rücken, den ich je gesehen habe. Auf meine Frage, wie viel Massageöl man braucht, antwortet er: „Wie Sonnenmilch.“ Ich schwimme also in einem schleimigen Brei von Massageöl und Rückenbehaarung und bin mir sicher: Kategorie B. Dann wieder jahrelang nichts. Freundinnen im Studium kommen mit Kerlen zusammen. Ich bin irgendwie zu gehemmt, um interessante Typen auf mich aufmerksam zu machen.

Ich 28 Jahre: Im Pfadfinderlager begegne ich B. Super sympathisch, Skatspieler, blonde Locken, fettes Grinsen (100% Kategorie A). Zweites Mal in meinem Leben so richtig verknallt, bin aber viel zu schüchtern, um mit ihm zu flirten und es passiert nichts. Wochen später finde ich ihn im Studivz und schreibe ihn an. Er schreibt zurück. Kumpelhaft. Lustig. Ich bemühe mich auch um einen kumpelhaften, unkomplizierten Schreibstil. Aber ich leide innerlich. Würde ihn gerne wiedersehen. Nach einem halben Jahr traue ich mich endlich ihm zu sagen, dass ich ihn toll finde. Er wundert sich. Dachte, ich wollte nur einen freundschaftlichen Mailkontakt und dass ich eine Freund hätte, weil ich die ganze Zeit nichts gesagt hätte. Hätte sich mehr vorstellen können, aber nun hat er eine Freundin. Mailkontakt lief dann noch etwa drei Jahre und ist schließlich verebbt. Er ist inzwischen verheiratet und hat ein Kind.

Ich 32 Jahre: Auf einer Ferienfreizeit himmelt mich A. an. Er ist nett, aber optisch nicht ganz mein Typ, außerdem starker Raucher und irgendwie antriebslos (Kategorie B). Freundin redet auf mich ein. Ich wäre jetzt 32 Jahre, hätte noch nie einen Freund gehabt (und auch keinen Sex). Ich könne nicht ewig auf meinen Disney-Helden warten und solle einfach mal ins kalte Wasser springen. Was soll ich sagen: Ich bin logischen Argumenten gegenüber aufgeschlossen und sie hatte eindeutig recht. Habe dann mit A. was angefangen. Er war wirklich nett. Hatten dann eine Beziehung und sind zusammengezogen. Er war nicht mein Traumprinz, aber ein guter Partner. Die Beziehung ist leider an seinem Alkohol-Problem gescheitert (Thematik passt hier nicht hin).

Ich zwischen 34 und 37 Jahren: Wollte wieder eine Beziehung und fing mit dem Suchen an: Anmeldung bei Parship, Anmeldung bei neu.de, Teilnahme am Speeddating, Single-Partys, Single-Urlaubsreise. Nichts. Überall nur Männer Kategorie B. Beim Speeddating erzählte mir einer die ganze Zeit von seinem Pferd in der Eifel, ein anderer davon, wie viele Damen bei der Arbeit auf ihn stehen würden.

Über Parship und neu.de kam ich an diverse Dates mit militanten Veganern, Sternzeichen-Fanatikern, „meine-Exfreundin-ist-ja-so-toll“-Sagern. Ich saß mit einem Kerl im Restaurant, der das Handy auf den Tisch legte und die ganze Zeit draufstarrte, weil angeblich eine gute Freundin dringend seine Hilfe bräuchte. Ein anderer hatte in seinem Wohnzimmer kein Sofa, sondern zwei Schreibtische mit drei Monitoren, auf denen ständig Aktienkurse liefen. Wir verabredeten uns trotzdem 5-mal, von denen er 2-mal super schlecht gelaunt war und fast depressiv wirkte – seine Aktien waren gefallen. Nach unzähligen Verabredungen fragte ich in einem Kölner Café meinen Gegenüber, was er denn für eine Macke hätte. Er war (zurecht) entsetzt über meine Unterstellung, offenbarte mir dann aber 15 Minuten später, dass er eine Ausbildung zum Schamanen mache...o_O

Single-Urlaub war auch nicht erfolgreicher. Fast nur Frauen und Senioren auf der Tour. Einer der wenigen Single-Männer machte mit mir in Schweden einen See-Kajak-Ausflug. Ich fand es großartig: Der Wellengang, das Wasser im Gesicht, Adrenalin pur. Er sah es nicht so. Nach etwa 20 Minuten auf dem Meer schrie er mich an, wir müssten sofort umkehren. Er würde es nicht mehr aushalten und ich möge bitte nicht so weit vorfahren. Wo verstecken sich eigentlich die mutigen Männer?

Auf Single-Partys übrigens nicht. Da werde ich seit Jahren immer nur von völlig Betrunkenen lallend angesprochen. Ich bin bestimmt kein Victoria-Secret-Model, aber so völlig unterirdisch laufe ich dann doch nicht durch die Welt, dass man mich schön saufen müsste.

Ich 37 Jahre: Treffe J. auf einer Gartenparty. Groß, kräftig, verschmitztes Grinsen im Gesicht (Kategorie A). Bekomme von einer Bekannten seine Telefonnummer und rufe ihn am nächsten Tag an. Er freut sich, wir verabreden uns. Es funkt bei mir. Bei ihm eher nicht. Wir kommen trotzdem zusammen. Was soll ich sagen: Ich habe mich halt mächtig ins Zeug gelegt, damit so was wie bei B. nicht noch mal passiert. Hatten ein Jahr eine Fernbeziehung. Wir entscheiden, dass ich zu ihm ziehe. Ich kündige meine Wohnung, suche mir eine neue Stelle und als ich schon alles in Umzugskisten packe, verliebt er sich in eine andere. Was soll ich sagen? Pech für mich. Ich war für ihn wohl nur Kategorie B.

Also wieder zurück zu Parship…

Date inzwischen recht eifrig und meine jugendliche Schüchternheit hat sich auch gelegt. Das Alter bringt halt auch Vorteile Hatte inzwischen viele nette Kontakte, aber gefunkt hat es noch nicht. Irgendwie scheint es zwischen der Menge „Kategorie A (Kerle, auf die ich stehe)“ und der Menge „Kategorie B (Kerle, die auf mich stehen)“ keine Schnittmenge zu geben.
Aber wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt :)
 
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199MKt8gf

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  • #418
@Rapunzel78
Warum hast Du Deine Geschichte nicht einfach nur Ich genannt?