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Gast

  • #17
Zitat von Johannes24:
Hallo liebe Community,

Sie hat mir von Anfang an gesagt, dass sie keine Beziehung sucht, vor allem nicht zu einem jüngeren Mann (*Ihr Ex war ein Jahr älter als ich und hat sie wohl enttäuscht, was die Zukunftsplanung anging). Sie wusste auch gar nicht, warum sie sich auf das einlässt und war eigentlich meistens mit angezogener Handbremse unterwegs, wenn ihr versteht."

Sie wurde enttäuscht bezüglich der Zukunftsplanung und dann kommt eine reine Sex-Geschichte. Auf die Dauer frustriert das doch nur.

"Schließlich wohne ich noch zuhause und das hätte der Sache mehr oder weniger einen offizielleren Charakter verliehen. Eigentlich war das Ganze ja als heimliches Abenteuer gedacht."

Das Ganze hört sich sehr ambivalent an, einerseits fühlst Du Dich hingezogen, andererseits kannst Du Dir auch Heimlichkeit vorstellen. Kommt mir so vor, Dir ist es egal, Hauptsache der Sex läuft weiter:

"Nun ja, auch ich begann mich zu ihr hingezogen zu fühlen und hab das mit Gesten kommuniziert, ihr also mal etwas auf der Gitarre oder dem Klavier vorgespielt. Ich habe ihr ja gesagt, dass ich sie in keine Beziehung drängen will, weder ihre Eltern noch ihre anderen Verwandten kennenlernen muss und sie auch niemandem vorstellen brauche, dass alles eben geheim bleiben könne. Ich habe keine übertriebenen Gefühle für sie, aber ich fühle mich weiterhin ehrlich zu ihr hingezogen und würde gerne weiterhin unverbindlich mit ihr schöne Momente erleben. Und Sex haben. Der Sex war so etwas wie unser Bindeglied, für uns beide eine ganz neue Erfahrung. Seit ein paar Wochen ist ihre Libido aber durch den ganzen Stress irgendwie tot :/, seit diesem Punkt ist die ganze Sache auch richtig gekippt, würde ich im Nachhinein behaupten. Nun ja, ein multifaktoriell bedingter Cut, würde ich mal sagen.
Wisst ihr, sie hatte von Anfang an immer Zweifel.
Du reitest dauernd auf der Unverbindlichkeit herum. Ich glaube, sie hat sich am Anfang hinreissen lassen, darauf eingelassen und dann halt gemerkt, dass das Ganze ihr doch nicht gefällt. An Deiner Stelle würde ich sie jetzt in Ruhe lassen, sie braucht Zeit und möchte erst mal die vergangene Geschichte aufarbeiten. Außerdem hast Du ja auch keine "übertriebenen" Gefühle für sie, dann wird dies Dir nicht so schwer fallen. Ich denke mir, sie hat halt einfach keine Lust mehr, weil irgendwann der Zeitpunkt kam, wo der Sex mehr Energie geraubt als gebracht hat. Und nun fängst Du an zu analysieren, zu rationalisieren, willst diskutieren, mit Argumenten sie wieder zurück ins Bett holen. Das ist einfach zu viel und sie macht den cut. Akzeptiere das. Sie sagt ja auch, dass sie lieber alleine ist als mit Dir zusammen. Wahrscheinlich wäre für sie eine richtige verbindliche Beziehung besser, da genau an Unverbindlichkeit ihre alte Beziehung gescheitert ist.
 
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  • #18
Zitat von fleurdelis:
Soweit habe ich das verstanden, ist aber keine Erklärung warum du das dem Östrogen zuschreibst. Entweder es ist eine flapsige Aussage, die darauf hindeutet, dass du einer Frau absprichst aus ihrer Persönlichkeit zu agieren, mit ihren eigenen Vorlieben und Abneigungen, gleichzeitig sie nicht anders kann, weil das Östrogen sie beherrscht. Also Frau automatisch aus deiner Sicht nicht nachvollziehbare Handlungen immer durchführen wird, da sie nun mal Östrogen mehr bildet als Testosteron. Oder du hast null Ahnung.

Wusstest du dass Männer ebenfalls Östrogen bilden? Und wenn sie das nicht tun, ihr Körper sich negativ verändern wird?

Deine Haltung Frauen gegenüber ist hier ja hinreichend bekannt, deine Östrogen-Ansicht, unterstreicht das hier, ich finde das sehr abwertend. Wenn Frauen dich im realen Leben nicht leiden können, wird das sicher nicht an ihrem Östrogenhaushalt liegen. Weil Östrogen in erster Linie dafür sorgt, Frauen sexuell aktiv zu halten, und ein natürliches Hormon wird erst einmal schauen seiner Funktion nach zu kommen, wenn ein männliches Exemplar gegenüber steht. Entscheidet sich die Frau gegen dieses männliche Exemplar, überzeugen andere Dinge die Funktion des Körpers: ist zwar ein Mann, aber nein, den lieber doch nicht!
Oh mein Gott............... leg doch nicht alles auf die Goldwaage und mach ne riesen Sache draus.
Sieh es als flapsige Aussage, die in die Richtung "Frauen können nicht rückwärts einparken" geht. Da können eigentlich selbst die meisten Frauen drüber lachen, wohlwissend dass das etwas überspiztes Geblödel ist. Falls es dich beruhigt. Ich bin bekennender lausiger Rückwärtseinparker.
 
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  • #19
Leute, mal ehrlich - wir sind ALLE Sklaven unserer Hormone. Verabschiedet euch davon, dass irgendjemand rein rationale Entscheidungen trifft. Unser (hormongesteuertes) Gehirn entscheidet unterbewusst, erst dann suchen wir noch nach einer rationalen Erklärung. So sieht es biologisch aus ;) Von daher muss sich auch niemand beleidigt fühlen, wenn es um Östrogen- oder Testosteron-gesteuert geht - wir sind das alle.
 
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fleurdelis

  • #20
Zitat von DerM:
Oh mein Gott............... leg doch nicht alles auf die Goldwaage und mach ne riesen Sache draus.
Es wundert mich nicht, dass dir nicht gefällt was ich geschrieben habe ….…. :))

Zitat von Git80:
Leute, mal ehrlich - wir sind ALLE Sklaven unserer Hormone. Verabschiedet euch davon, dass irgendjemand rein rationale Entscheidungen trifft.
Ja genau, und die Erde ist eine Scheibe!
 
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  • #21
Zitat von DerM:
Oh mein Gott............... leg doch nicht alles auf die Goldwaage und mach ne riesen Sache draus.
Sieh es als flapsige Aussage, die in die Richtung "Frauen können nicht rückwärts einparken" geht. Da können eigentlich selbst die meisten Frauen drüber lachen, wohlwissend dass das etwas überspiztes Geblödel ist. Falls es dich beruhigt. Ich bin bekennender lausiger Rückwärtseinparker.
"...lege doch nicht alles auf die Goldwaage", sagen oft die Menschen, die gemerkt haben, dass sie Blödsinn gesagt oder geschrieben haben und das nun abschwächeln wollen und den Gegenüber klein machen wollen. Und dann noch verallgemeinernd behaupten, dass die meisten Frauen über "Frauen können nichts rückwärts einparken" lachen können. Erinnert mich irgendwie an Kindergarten...
 
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  • #22
Ich kann rückwärts einparken - bin ich jetzt "fame" ? Oder zerstört das ein Weltbild mit Goldwaagen? Oder hebt es womöglich den Östrogen-/Testosteron Spiegel? Man weiss es nicht. :)
 
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Gast

  • #23
Zitat von DerM:
Zuerst lief es ja... bis das Östrogen wieder übergeschwappt ist.
Lieber "M", einmal das zu hören, kann vielleicht noch lustig sein. Eigentlich noch nicht mal. Dann aber das immer wieder als Argument oder "flappsige Aussage" zu bringen und dazu noch zu behaupten, das sei doch lustig, ist - wie Mentalista sagt - Kindergarten und einfach nur ätzend, weil Du Frauen auf ein hormongesteuertes Etwas reduzierst, das launisch einfach mal so oder so entscheidet. Und Du die Gründe, warum eine Frau einen und genau diesen Mann nicht will, nicht wahrhaben möchtest. Das sollte Mann sich überlegen. Hier bei dem TE denke ich mir, dass sie eigentlich lieber auf Dauer eine verbindliche Beziehung hätte, keine Lust auf nur Sex mit ihm hat, er ist auch zu jung, sie braucht Zeit für sich usw. Ich weiß es nicht, aber er könnte es eigentlich schon wissen, wenn er mal darüber nachdenkt. Ein "cut" passiert nicht einfach so aus heiterem Himmel, vorher gibt es Andeutungen, Versuche, etwas mitzuteilen, Gespräche - der Mann muss nur mal zuhören und nicht jeden Satz durch seine Interpretation ziehen, auf seine Wünsche runterbrechen bzw. einfach dumpf denken: "es ist aus.....keine Ahnung, warum. Wahrscheinlich ist das gerade das Östrogen...........wieder so eine Laune. Mal abwarten, bis ihre Hormone wieder in Ordnung sind. Dann gehts weiter!"
 
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  • #24
Es ist echt schade, dass man manche heutige junge Männer nicht in die Feminismus-Diskussion des letzten Jahrhunderts stecken kann! :)
 
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  • #25
Worin bestand die Feminismus-Diskussion des letzten Jahrhunderts und wodurch unterscheidet sie sich von der heutigen?
 
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  • #26
Oder anders gefragt: Was wird als feminin und was als maskulin erlebt?
 
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  • #27
Feminismus: Gleichberechtigung, Würde der Frau, gegen Sexismus. Verena Stefan hat schon gesagt: Sexismus ist das noch schlimmere Übel, schlimmer als Rassismus und liegt bezogen auf die Frau diesem zugrunde.
"Feminin" wird eben oft mit "irrational" gleichgesetzt, "maskulin" mit "rational". Man bewundert zwar Frauen in z.B. Diskussionsrunden mit rationalen Themen, dabei spricht man ihnen aber gleichzeitig das Feminine ab oder, wenn man den Spieß umdreht, reduziert man sie auf Busen, Po und spricht ihnen das Rationale ab. Beides zusammen anzuerkennen, ist ganz schwer. Das "und" hinzukriegen und nicht das "trotzdem". Bei Männern ist das doch auch so. Wenn ein Mann mal mit Gefühlen argumentiert, dann rutscht er in die schwule Ecke.
Oder - findest Du, das trifft nicht mehr zu? Bei meiner Generation ist das so, finde ich, bei der meiner Kinder, weiß ich nicht genau.
 
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Gast

  • #28
Das würde bedeuten, dass eine Argumentation, die Gefühle mit einschließt als eine Wesensmerkmal des Homosexuellen betrachtet wird. Entspräche das nicht auch einem Klischee? Und ist es überhaupt möglich, sich außerhalb von Klischees zu bewegen? Evolution ist doch auch ein Anpassungsprozess.
Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem Frauen sehr emanzipiert sind, ohne dass es ihrer Weiblichkeit abträglich wäre.
 
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  • #29
Zitat von chiller7:
Das würde bedeuten, dass eine Argumentation, die Gefühle mit einschließt als eine Wesensmerkmal des Homosexuellen betrachtet wird. Entspräche das nicht auch einem Klischee? Und ist es überhaupt möglich, sich außerhalb von Klischees zu bewegen?
Es ist ein Klischee, das man verlassen kann und auch versucht. Nur, man muss immer noch dafür argumentieren, das ist das Schlimme. Mein kleiner Sohn ist z.B. viel "weicher" und hat es deswegen schwerer mit Altersgenossen. Die üben sich heute noch in sogenannten männlichen Disziplinen, rumschießen, raufen, nicht viel reden. Mein Sohn muss sich anpassen, nicht umgekehrt. Er geht halt in eine staatliche Schule. Sie ist die fortschrittlichste hier, aber, wenn ich manchmal so mithöre, was seine Freunde so von sich geben, dann seh ich keine so große Veränderung zu meiner Zeit. Einem Mädchen ist es gestattet zu weinen, einem Jungen nicht. Gerade noch im Kindergarten, danach sagt man immer noch: "Du bist doch ein Junge!"
 
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fleurdelis

  • #30
Zitat von Marlene:
Feminismus: Gleichberechtigung, Würde der Frau, gegen Sexismus. Verena Stefan hat schon gesagt: Sexismus ist das noch schlimmere Übel, schlimmer als Rassismus und liegt bezogen auf die Frau diesem zugrunde.
Ich weiß was du meinst, daraus können endlos Diskussionen entstehen. Mein Gedanke geht hier auch in Richtung, Opfer- und Täter-Modus, oder vielmehr um das beherrschen. Um in den Sexismus zu geraten, haben Frauen ihren Anteil ebenso dazu beigetragen, da um beherrscht zu werden, auch jemand da sein muss der sich beherrschen lässt. Jemand der sich beherrschen lässt, ist nicht bereit jede Konsequenz zu tragen, die ihn davon befreit. Jemanden zu einer anderen Meinung zu bringen, setzt offenes Interesse voraus, welches wenn nicht vorhanden, Zeitverschwendung ist.
 
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