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  • #1.457
So ein Schmarrn, ich habe die vollen, übervollen, Einkausfwagen mit bestimmt 10 Paketen Mehl , zig Packungen Nudeln, Suppendossen und zig Packungen WC-Papier im Wagen und an der Hand doch mit eigenen Augen gesehen.

Ich war dagegen auffällig, mit meiner Bio-Gurke, gab es ausreichend, meinen Bio-Nüssen und einigen Packungen Katzenfutter, so dass mich die Kassierin gefragt hat, ob das wirklich alles bei mir ist.
Mittelding wäre vermutlich sinnvoll. Ich schau, dass ich nur alle 7- 10 Tage einkaufen gehe. Dann habe ich natürlich ziemlich viel. Vor allem im Obst-, Gemüse- und Käsebereich. Aber natürlich auch so Zeug wie Mehl, Linsen oder Reis.
In Summe ist es nicht mehr als sonst, wenn ich für 3-4 Personen 1-2×/Woche gehe.
Merk ich auch daran, dass die Kosten gleich bleiben.
Mit einer Gurke wirst halt auch du nicht weit kommen und dann wieder gehen müssen. Wenn das alle machen steigt die Frequenz in den Geschäften.
 
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  • #1.459
Dann wird es wohl nur in Berlin die Hamsterkäufe geben:p:D....
Vielleicht hat es was mit der Bevölkerungsdichte zu tun (?)
Die Supermärkte um mich herum sind schon im normalen Betriebsverkehr brechend voll - da in ihrem Einzugsgebiet viele Menschen leben.
Wenn ich meine Familie auf dem Land besuche, ist es purer Luxus dort einkaufen zu gehen. Große Parkplätze, weite Gänge - man muss sich nicht an 30 anderen im Gang vorbeischlängeln. Teilweise werden Menschen schon blöd angeschaut, die dabei noch versuchen einen Einkaufswagen hindurchzuschieben. Die 8 Kassen bei REWE zum Beispiel sind immer alle auf - auch bevor es Corona gab.
Die Supermärkte hier müssen halt viel mehr Kunden bedienen, als manche in den ländlichen Regionen oder in kleineren Städten.
Nachtrag: Ich habe übrigens großen Repekt vor den Kassiererinnen und Kassierern hier vor Ort. Die müssen richtig auf Zack sein und ihren Job perfekt beherrschen - damit dieser große Durchlauf nicht in Stocken gerät. Meiner Lieblings-Kassiererin im Aldi (die bei all dem Stress den sie haben, immer freundlich bleibt) gebe ich öfter mal Trinkgeld, weil ich sie echt dafür bewundere, was sie da alles zeitlich mal eben so managt. Letztens zum Beispiel - waren drei Kunden da, die etwas umtauschen wollten (Kleidung) und an einer anderen Kasse wurde etwas falsch gebongt, und sie selbst saß an der Kasse und der Laden war brechend voll. Sie hat exakt 2 Minuten gebaucht, um diese Probleme zu lösen. Woanders hätten sich riesige Schlangen gebildet und alle wären genervt gewesen.
 
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  • #1.460
Das ist es ja, was mich bewegt. Die Sorge um die negativen Auswirkungen der Isolation werden gerade (noch) ernster genommen, als die Sorge um die Entwicklung der Pandemie.
Stimme ich zu. Ich habe täglich Kontakt mit meinen Verwandten mitten im Krisengebiet in Italien. Die haben seit zwei Wochen strikte Ausgangssperre (welche nun noch erweitert wurde). Glaubt mir, die Isolation ist nichts gegen die ständige Angst vor:
der Ansteckung
dem Tod eines nahen Angehörigen durch Corona
der Lungenentzündung bei der man nach Wochen am Beatmungsgerät elendiglich erstickt, weil es ein Organversagen mangels Sauerstoff gibt

Die Liste ist beliebig weiter zu führen. Das tägliche Geheule der Sirenen, die Lastwagentransporte mit den Verstorbenen etc. etc.
 
D

Deleted member 21128

  • #1.462
Kann man gucken und rechtzeitig gegensteuern.
Also in anderen Ländern hat das nicht so gut geklappt. Die haben glaub ich zu lange geguckt und nicht rechtzeitig gegengesteuert.
Lass doch mal das fürchten und tue JETZT, was DU jetzt tun kannst und für richtig hältst. Wenn das übertrieben sein sollte, ist das OK und du richtest keinen Schaden an, wenn das fahrlässig ist, wirst du (hoffentlich) in deine Schranken gewiesen.
Da versteh ich jetzt die Botschaft nicht ganz. Ich tu ja, was ich für richtig halte, neige für meine Verhältnisse schon zu Übervorsicht.
Das nützt aber nix, wenn das nur einzelne machen und sehr viele nicht.
Schätzt du das Risiko auch eher gering ein und die Lage noch für beherrschbar?
 
D

Deleted member 25487

  • #1.463
Nun ja, wenn man sich die Zahlen aus dem Ländlichen Bereich und kleineren Städten ansieht, war auch hier das Verständniss nicht gegeben.
Welche Zahlen meinst du? Die Infektionszahlen? Es gab an der Schule meines Sohnes vor Beginn der jetzigen Maßnahmen insgesamt 6 Infektionen bei Schülern. Die Schule hat mehr als Tausend Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern. Mich verwundert eine steigende Zahl der Infektionen in unserer Region nicht (im Moment steigt sie moderat) und sie wird vermutlich noch sehr stark steigen. Ich persönlich habe früh Konsequenzen gezogen, damit ich niemanden anstecken könnte.
Auch gestern hat es noch Treffen von Jugendlichen an den üblichen "Chillpoints" gegeben.
Aufgrund von Entfernungen und weniger Personal bei den Ordnungsbhörden in Flächengemeinden ist eine konsequente Verfolgung jedoch schwierig.
Da sehe ich Aufklärung und ggf. Ausgangsbeschränkungen als effektiver an als Ausgangssperren.
 
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  • #1.464
das weiß man nicht: Die Zahlen von gestern und heute bilden die Risikolage von vor ungefähr zehn Tagen ab. Da bin ich im Moment mit 13 Fällen auf 100.000 Einwohner zwar immer noch gut dran, aber es können aktuell ja schon viel viel mehr sein.
das eher ja.
Das nützt aber nix, wenn das nur einzelne machen und sehr viele nicht.
Verständnisfrage: Machen wir das, um uns selber nicht anzustecken (was ziemlich unwahrscheinlich ist) oder doch eher, um als unerkannt Infizierte keine anderen anzustecken?
 
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  • #1.466
Also in anderen Ländern hat das nicht so gut geklappt. Die haben glaub ich zu lange geguckt und nicht rechtzeitig gegengesteuert.
Das ist ja genau das Problem; Deutschland zum Beispiel kann seit mindestens 3 Wochen gucken was in Italien passiert, dementsprechend reagieren, Vorsorgen (genügend Intensivpflegeplätze, Beatmungsgeräte, geschulte Leute etc.). Daraus lernen und die Vorlaufzeit sinnvoll nützen. Diese Chance hatte Italien nicht oder nur bedingt.
 
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  • #1.467
Das ist ja genau das Problem; Deutschland zum Beispiel kann seit mindestens 3 Wochen gucken was in Italien passiert, dementsprechend reagieren, Vorsorgen (genügend Intensivpflegeplätze, Beatmungsgeräte, geschulte Leute etc.). Daraus lernen und die Vorlaufzeit sinnvoll nützen. Diese Chance hatte Italien nicht oder nur bedingt.
Das ist richtig.
AndereLänder in Europa haben aber gar nicht oder viel zu spät reagiert.
Wenn ich nach Grait Britain schaue, dann wird es da ganz schnell schlimmer werden als in Italien.:(
 
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  • #1.468
Solange es nur Test für Risikopatienten gibt, wird die Dunkelziffer der Infizierten weiterhin sehr sehr hoch sein. Beispiel; der Vater eines Risikokindes war vorletztes Wochenende in Ischgl. Kam zurück mit Grippesymptomen (Gliederschmerzen, kein Geschmacksempfinden, Abgeschlagenheit, bisschen Husten). Er setzte sich selber in Quarantäne und hat nach einigen Tagen die entsprechende Hotline vom Bund angerufen (Hausarzt nimmt keine Verdachtsfälle auf). Die haben gesagt, solange er nicht über 38° Fieber und starken Husten hat, wird er nicht getestet. Auch nicht unter dem Aspekt, dass er ein schwerbehindertes Kind zu Hause betreuen muss.
 
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  • #1.469
Schätzt du das Risiko auch eher gering ein und die Lage noch für beherrschbar?
Nein.
Ich sehe aber Kontraproduktives in deinen Ausuferungen/ Missionen.


Das nützt aber nix, wenn das nur einzelne machen und sehr viele nicht.
Es nutzt aber, wenn es sehr viele Einzelne tun. Und daher reicht es wenn jeder Einzelnen seinen Beitrag leistet und die Wenigen, die das nicht tun, dazu veranlasst werden.
Es gibt viele Berichte, dass sich viele (die Mehrzahl) vernünftig und angemessen verhalten.

Es ist leider eine Krux, dass negative Berichte so viel besser haften und Leute die sache mit den anekdotischen Evidenzen schlicht nicht begreifen (können).
Edit: gerade in den Nachrichten "In Bayern nur vereinzelte Verstöße.", "In Hessen hält sich die Mehrzahl der Menschen an die Empfehlungen."
Psychologisch gesehen ein sehr interessantes Feld. Verantwortungsdiffussion fällt da vermutlich auch mit rein.
 
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