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  • #917
Musst Du mir erklären. Was hätten sie davon?
Versicherungen auf z.B. das Leben oder die Gesundheit müssen doch wohl eine Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Kosten vornehmen, oder irre ich mich da? Wie wollen sie sonst was verdienen?
Und "schlechte Risiken" im Sinne der Versicherung müssen mehr zahlen oder werden gar abgelehnt, sofern möglich.
 
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  • #918
@fafner: Einverstanden, aber das ist doch nicht der Wert des Lebens, sondern eine Bewertung des Risikos, die Lebensqualität des Versicherten könne sich verschlechtern. Dein Beitrag zur Gesellschaft (= Wert) und Dein Risiko, krank zu werden, haben sehr wenig miteinander zu tun.
 
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  • #919
Epidemische Verläufe sind sehr stark regionsspezifisch. Was in Indien oder Afrika abläuft, kannst du aus vielerlei Gründen nicht auf Europa übertragen.
Das funktioniert doch bereits auf rein europäischer Ebene nicht. Deutschland mit Italien zu vergleichen hinsichtlich der ohne Frage dort herrschenden dramatischen Zustände ist ebenfalls fahrlässig - und letztendlich panikschürend.
 
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  • #920
Aber hier werden nun drakonische Maßnahmen mit dem Hinweis "Lombardei" oder "Elsaß" verhängt. Das ist in dem Licht nicht wirklich überzeugend.
Yep.
In I/F werden solche Entscheidungen täglich getroffen. Geht also schon. Ich erwarte das auch von Ärzten. Wer das nicht will, sollte einen andern Beruf wählen.
Exactly. Dort wird auch tagtäglich entschieden, wer als "erhaltenswert(er)" gilt - und wer eben nicht.
In einer Pandemie sterben viele Leute. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Ich frag mich halt, zu welchem Preis man überleben möchte.
Da wirst du von einem Schwerkranken wohl eine völlig andere Antwort erhalten als von einem (noch) nicht Betroffenen.
 
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  • #921
Dein Beitrag zur Gesellschaft (= Wert) und Dein Risiko, krank zu werden, haben sehr wenig miteinander zu tun.
Der "Wert" eines Menschen hängt auch nicht von seinem Beitrag zur Gesellschaft ab. Campact schreibt z.B.: "In der Krise wird es deutlich: der Mensch muss im Mittelpunkt stehen, nicht die Profite!"
Und das bedeutet: einfach der Mensch, ob krank, ob jung, ob alt, es gibt dafür keine Wertungen. Das wäre ja sonst schrecklich!
 
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  • #922
Falls Du es noch nicht bemerkt hast: "Demokratie" wird gerade ziemlich, hm, "progressiv" ausgelegt (oder eher äußerst restriktiv). Vor kurzem wurde hier noch panisch vor "Rechts" gewarnt, jetzt werden von "Mitte-Links" Grenzen geschlossen und Migranten ganz selbstverständlich draußen gehalten. Irgendwie spooky, nöd?
in einer hochambivalenten Krise werden manche Dinge noch komplexer und die Leute brauchen ihren Verstand und manche Dinge werden vereinfacht, dies ist auch notwendig...zur Entlastung

...und nein, die Demokratie ist zwar durch rechtsradikale Mächte und Flüchtlingskrise schon gefordert, jetzt ist sie nun noch mehr gefordert. Die Anforderungen steigen. Bin gespannt wer sich Mängel und Grenzen zugeben getraut.
 
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  • #923
Der "Wert" eines Menschen hängt auch nicht von seinem Beitrag zur Gesellschaft ab.
Auch hier einverstanden. @Syni: Die Überlegungen sind unzulässig, weil wir uns mal geeinigt haben, irgendwann nach '45, dass wir das nicht mehr tun wollen, sondern jedem die gleiche Würde & den gleichen Wert beilegen wollen. @Marlene: Wenn Du bewerten willst, dann wüsste ich keinen anderen Maßstab. Was denn sonst? Prozentuale Entsprechung zu altgriechischen Schönheitsidealen?
 
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  • #924
sondern jedem die gleiche Würde & den gleichen Wert beilegen wollen.
Eben.
Aber ist das von mir ausgeschriebene nicht gerade das, was ein @fafner seinen Überlegungen zu Grunde legt, wenn er abwägt zwischen dem wirtschaftlichen Schaden der Einen und dem Tod der Anderen und zu dem Schluss kommt, dass der wirtschaftliche Schaden der Einen schwerer wiegt als der Tod der Anderen?
Oder worauf sonst basieren deine Überlegungen, @fafner ?
Was übersehe ich?
Dass der Tod ein kurzweiliges Ereignis ist, der wirtschaftliche Schaden sich jedoch durch eine ganze Existenz weiterträgt (wie von @fafner angesprochen)?
Aber was ist mit den ungelebten/ beendeten Existenzen?
 
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  • #925
"Campact" halte ich für völlig wertlos. Na, eigentlich sogar schädlich.
Und das bedeutet: einfach der Mensch, ob krank, ob jung, ob alt, es gibt dafür keine Wertungen. Das wäre ja sonst schrecklich!
Machst Du Dir da nix vor? Migranten zum Beispiel sind im Moment ganz offiziell "weniger wert" (auch wenn es nicht so bezeichnet wird) als Schengen-Bürger. Alle "Ausländer" müssen draußen bleiben.
Dass der Tod ein kurzweiliges Ereignis ist, der wirtschaftliche Schaden sich jedoch durch eine ganze Existenz weiterträgt (wie von @fafner angesprochen)?
Gut ausformuliert. Von Abermillionen Existenzen möchte ich noch verstärkend anmerken.
Aber was ist mit den ungelebten / beendeten Existenzen?
Den Lebenden gehört die Welt.
 
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  • #926
@Marlene: Wenn Du bewerten willst, dann wüsste ich keinen anderen Maßstab. Was denn sonst? Prozentuale Entsprechung zu altgriechischen Schönheitsidealen?
Ich will/kann nicht bewerten. Das war mißverständlich ausgedrückt, es ging da um die Frage, ab wann jemand für "tot" erklärt wird. Das ist eine ganz andere, ob man jemanden in Ruhe sterben lassen kann oder mit allen Mitteln am Leben erhalten möchte, obwohl er sich im Sterbeprozess befindet. Eine Grenzfrage, die man diskutieren kann.
Alles andere ist außerhalb jeglicher Diskussion.
 
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  • #928
Aber wenn es um Solidarität und Rücksichtnahme geht, trennt sich schnell die Spreu von den Arschlöchern.
Ich hab seit Wochen weder WC-Papier noch Mehl noch Reis noch Nudeln gekauft.* Kannst Du das auch von Dir sagen, oder plusterst Du Dich da nicht zu sehr auf mit Deiner "Solidarität"? Wie auch schon bei der Frage, wer von uns denn wohl "klimafreundlicher" lebt, worauf Du - vielsagend - nie eingegangen bist.

Mir sind ehrliche Arschlöcher echt näher als sich selbst betrügende Heuchler. :)

*Und nein, ich hab das auch nicht seit Jahren gebunkert.
 
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  • #929
Du hast einen kommerziellen, privaten Liveticker. Darum gehts doch. Du solltest die offiziellen, aktuelle Infos von der "Behörde" bekommen, die dafür verantwortlich ist. Den Zahlen und Aussagen Vertrauen können.
naiv, ich weiss.
Die Zahlen finde ich nicht extrem relevant. Es gibt Berichte über die Entwicklung, China, Italien usw, mir persönlich reicht das, ich brauche keine stündlich Meldung über Todeszahlen oder Infizierte. Was in meinem Bundesland los ist erfahre ich ohnehin aus erster Hand. Es liegt aber in unserer Natur mittlerweile, daß man minutiös aufgeklärt werden will, ansonsten traut man nicht oder fühlt sich unsicher. Aber was ändert das denn.
 
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  • #930
Die Zahlen finde ich nicht extrem relevant. Es gibt Berichte über die Entwicklung, China, Italien usw, mir persönlich reicht das, ich brauche keine stündlich Meldung über Todeszahlen oder Infizierte. Was in meinem Bundesland los ist erfahre ich ohnehin aus erster Hand. Es liegt aber in unserer Natur mittlerweile, daß man minutiös aufgeklärt werden will, ansonsten traut man nicht oder fühlt sich unsicher. Aber was ändert das denn.

Ich erfahrs ja nicht aus erster Hand, darum gehts doch. Ist aber auch schwer :rolleyes:

Grad an nem Seniorenheim vorbei. Flatterband aber am Zaun auf beiden Seiten 2 ältere Menschen dicht beieinander gemütlich schwätzen.

So funktionierts doch nicht. Selbst Kinder versuchen Abstand zu halten.