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  • #1.291
Und das beruhigt mich jetzt weshalb? Was hat das mit dem Artikel zu tun? Der Inhalt war doch nur ein großes Fragezeichen. Ich verstehe deine Aussage nicht. Davon ausgehend, dass du mit dem Posten des Interviews irgendetwas rüberbringen wolltest, was ist das genau?
Der Versuch, sich selbst zu vergewissern, dass man keinen Blickwinkel außer Acht gelassen hat?
Das würde ich verstehen, würde es doch nur meine eigene Unsicherheit spiegeln, aber ich weiß es nicht. Es bleibt das Fragezeichen.

Der Artikel bezog sich auf das Gezeter hier bzgl. verschiedener Aussagen zum Virus. Ich finde es durchaus sinvoll, jetzt mal runterzufahren, zur Not auch über Zwang in Regionen, wo es sinnvoll erscheint. Aber die Zeit auch wirklich zu nutzen um z.B. die Kliniken und Ärzte vorzubereiten. Haben ja z.B. immer noch keine Masken.

Aber dann muss man wohl schon mal gucken wie es weitergeht.
 
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  • #1.293
Der Artikel bezog sich auf das Gezeter hier bzgl. verschiedener Aussagen zum Virus. Ich finde es durchaus sinvoll, jetzt mal runterzufahren, zur Not auch über zwang in Regionen wo es sinnvoll erscheint. Aber die Zeit auch wirklich zu nutzen um z.B die Kliniken und Ärzte vorzubereiten. Haben ja z.B immer noch keine Masken.

Aber dann muss man wohl schon mal gucken wie es weitergeht.
Da denkst du weiter, als der Artikel.
 
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  • #1.294
Ja, mein Vater hat eine schwere Autoimmunkrankheit und geht langsam auf die Siebzig zu. Ich lauf auf rohen Eiern. Jedes Mal, wenn ich die Straße überquere und ein Auto kommt, denk ich, och nee, nen Unfall kannst jetzt echt nicht brauchen. Wie ist das eigentlich, wer wird dann behandelt, der Papa oder ich? Ein Leben gegen ein Leben.
Du. Alter entscheidet.
 
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  • #1.295
gar nicht, vor Ewigkeiten hatte ich nen Kollegen , der war ziemlich groß und knochig, das fiel dann schon auf, der andere war klein und bisserl pummelig, eigentlich ganz niedlich.:p
Doch, wohl. :p Ich kenn ja auch so ein paar Transgender, eigentlich nur Männlein zu Weiblein, fällt mir grade auf, und alle sehen so aus, wie sie halt aussehen, wenn man sich zu einem relativ späten Zeitpunkt entschliesst, das zu sein, was man ist. Ist halt so. :p Ich geb Modetipps. :D
 
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  • #1.297
Ja, mein Vater hat eine schwere Autoimmunkrankheit und geht langsam auf die Siebzig zu. Ich lauf auf rohen Eiern. Jedes Mal, wenn ich die Straße überquere und ein Auto kommt, denk ich, och nee, nen Unfall kannst jetzt echt nicht brauchen. Wie ist das eigentlich, wer wird dann behandelt, der Papa oder ich? Ein Leben gegen ein Leben.

Da kannst mal unsere Notärtzin fragen.
Ich denk das aber auch öfters, wie unangenehm das wäre, jetzt einen Herzinfakt oder sowas zu bekommen.
Soviele Betten gibts ja nicht. Aber eher so, dass ich jemanden das Bett wegnehme.
 
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  • #1.298
Und damit hast du sogar recht. o_Oo_O
Alter entscheidet NICHT:
Kurzfristige Prognose ist entscheidend
In einer Katastrophensituation haben gemäss Richtlinie diejenigen Patienten die höchste Priorität, deren Prognose mit Intensivbehandlung gut, ohne diese aber ungünstig ist. Wer auch ohne Intensivmedizin eine Chance auf Überleben hat, wird auf eine normale Station verlegt.

Patienten mit ungünstiger Prognose, die in einer Normalsituation intensiv behandelt würden, werden in Katastrophensituationen aufgegeben. Das heisst: Sie werden ausserhalb der Intensivstation palliativ betreut.

Entscheidend für die Beurteilung der Prognose ist die Wahrscheinlichkeit des Überlebens der Corona-Infektion – und nicht die mittel- oder längerfristige Lebenserwartung. Das heisst: Ein 70-Jähriger ohne Begleiterkrankungen, der mit Intensivmedizin eine gute Überlebenschance hat, wird an die Beatmungsmaschine angeschlossen. Eine 27-jährige Mutter, die wegen einer schweren Begleiterkrankung eine schlechte Prognose hat, wird dem Tod überlassen.
Entscheid muss gerecht sein
Die SAMW verweist auf der Website auf ihre Richtlinien zum Thema "Intensivmedizinische Massnahmen", die auch auf die Corona-Situation anwendbar seien. Diese beschreiben "zur Entlastung der Ärztinnen und Ärzte", nach welchen Kriterien eine ethisch vertretbare Triage erfolgen sollte.

Die Richtlinien stellen klipp und klar fest: Alter, Geschlecht, sozialer Status, Nationalität, Religion oder Behinderung dürfen beim Entscheid keine Rolle spielen. "Es ist wichtig, dass Triage-Entscheide nachvollziehbar und gerecht sind", schreibt die SAMW
 
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  • #1.299
Die Richtlinien stellen klipp und klar fest: Alter, Geschlecht, sozialer Status, Nationalität, Religion oder Behinderung dürfen beim Entscheid keine Rolle spielen. "Es ist wichtig, dass Triage-Entscheide nachvollziehbar und gerecht sind", schreibt die SAMW

Ich hoffe ja auf ne weibliche Ärtzin, die würde mich zuerst retten.
Hab niedliche Katzenunterwäsche an. Ich bin ziemlich durchtrieben.:rolleyes:
 
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  • #1.300
Da kannst mal unsere Notärtzin fragen.
Ich denk das aber auch öfters, wie unangenehm das wäre, jetzt einen Herzinfakt oder sowas zu bekommen.
Soviele Betten gibts ja nicht. Aber eher so, dass ich jemanden das Bett wegnehme.
Ich glaube Herzinfakt wäre nicht das Problem. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dich davon vollkommen erholst ist doch hoch. Ein Problem wäre eher ein schwerer Verkehrsunfall. Wenn du zusammengeflickt werden müsstest etc..
Unglaublich, was wir sonst alles als selbstverständlich annehmen.. :-/
 
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  • #1.301
Und damit hast du sogar recht. o_Oo_O
Alter entscheidet NICHT:
Kurzfristige Prognose ist entscheidend
In einer Katastrophensituation haben gemäss Richtlinie diejenigen Patienten die höchste Priorität, deren Prognose mit Intensivbehandlung gut, ohne diese aber ungünstig ist. Wer auch ohne Intensivmedizin eine Chance auf Überleben hat, wird auf eine normale Station verlegt.

Patienten mit ungünstiger Prognose, die in einer Normalsituation intensiv behandelt würden, werden in Katastrophensituationen aufgegeben. Das heisst: Sie werden ausserhalb der Intensivstation palliativ betreut.

Entscheidend für die Beurteilung der Prognose ist die Wahrscheinlichkeit des Überlebens der Corona-Infektion – und nicht die mittel- oder längerfristige Lebenserwartung. Das heisst: Ein 70-Jähriger ohne Begleiterkrankungen, der mit Intensivmedizin eine gute Überlebenschance hat, wird an die Beatmungsmaschine angeschlossen. Eine 27-jährige Mutter, die wegen einer schweren Begleiterkrankung eine schlechte Prognose hat, wird dem Tod überlassen.
Entscheid muss gerecht sein
Die SAMW verweist auf der Website auf ihre Richtlinien zum Thema "Intensivmedizinische Massnahmen", die auch auf die Corona-Situation anwendbar seien. Diese beschreiben "zur Entlastung der Ärztinnen und Ärzte", nach welchen Kriterien eine ethisch vertretbare Triage erfolgen sollte.

Die Richtlinien stellen klipp und klar fest: Alter, Geschlecht, sozialer Status, Nationalität, Religion oder Behinderung dürfen beim Entscheid keine Rolle spielen. "Es ist wichtig, dass Triage-Entscheide nachvollziehbar und gerecht sind", schreibt die SAMW
Okay, das muntert mich nicht auf. :(
 
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  • #1.303
Ich glaube Herzinfakt wäre nicht das Problem. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dich davon vollkommen erholst ist doch hoch. Ein Problem wäre eher ein schwerer Verkehrsunfall. Wenn du zusammengeflickt werden müsstest etc..
Unglaublich, was wir sonst alles als selbstverständlich annehmen.. :-/

Es geht mir eher um die vorwurfsvollen Blicke. Ich war mal bei ner Geburt dabei, da wars ähnlich. Seitdem meide ich diese Gebäude.
 
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  • #1.304
Und Überlebenschance, bzw. zu erwartende Lebensqualität - also Frage der Schwere der Verletzungen.
Zumindest laut dem Leitfaden, der angeblich gerade für die spanischen Ärzte als Entscheidungshilfe gemacht word.
Ich möcht, glaub ich, nicht wirklich drüber nachdenken. :( Und bei uns ists ja noch supi. Deutschland ca. 25000 Intensivbetten vs. UK 4000.
 
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  • #1.305
Ah Triage heisst das Ding. Ich wusste es. Gibt in Frostpunk so ne Option..
Tut mir leid..
Und ja. Sorry wegen deinem Vater. Aber er hat kein Corona und selbst wenn er es kriegen würde, wäre die Chance ca. bei 15% dass er in die Intensiv müsste. Ausserdem versuchen wir in DE und CH alles, dass wir keine Zustände haben werden, wie in Italien oder Spanien..
 
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  • #1.307
Jetzt frag ich mich, wie sie wohl meine Vorerkrankung einstufen.. :eek:
 
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  • #1.308
Ah Triage heisst das Ding. Ich wusste es. Gibt in Frostpunk so ne Option..

Tut mir leid..
Und ja. Sorry wegen deinem Vater. Aber er hat kein Corona und selbst wenn er es kriegen würde, wäre die Chance ca. bei 15% dass er in die Intensiv müsste. Ausserdem versuchen wir in DE und CH alles, dass wir keine Zustände haben werden, wie in Italien oder Spanien..
Das wird auch klappen, da bin ich mir ziemlich sicher.
Mein Vater hat nicht nur nen Morbus Wegener, also das Autoimmun-Dingens, sondern hat auch noch ein Pankreaskarzinom überlebt, was an sich schon fast absolut unwahrscheinlich ist. Crazy. Die Mama beschreibt seine Einstellung aktuell als fatalistisch. I do not like that!
 
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  • #1.319
Sorry dass ich euren Dornröschenschlaf störe, aber man muss nur hier mitlesen, um zu erkennen, dass es die Leute noch lange nicht begriffen haben.
Nichtsdestotrotz schätze ich, dass die verschärften Ausgangsbeschränkungen noch kommen werden.
Die hätten schon vor einer Woche kommen müssen. Aber so lange es hier noch so viele Idioten gibt, die sich über die Verletzung der Grundrechte sorgen, anstatt zu sehen, dass Hunderttausende sterben werden, ist einfach Hopfen und Malz verloren!
Beim Edeka eben haben sie am Eingang bei den Körben und Wägelchen einen Spender mit Desinfektionstüchern zum Reinigen der Griffe aufgestellt und an den Kassen mit gelb-schwarzem Klebeband 2 Meter-Abstände auf den Boden geklebt und Schilder aufgestellt. Das funktioniert gut!
Ja Himmel, Arsch und Zwirn, wie kann man immer noch so ignorant sein? In Italien sind sie schon lange dazu übergegangen, nur noch eine ganz begrenzte Anzahl Menschen gleichzeitig in den Supermarkt zu lassen. Heute wissen sie dort, dass all diese Maßnahmen viel zu spät getroffen wurden.
Und wir beobachten das und machen es nicht viel besser.
Wir fühlen uns relativ sicher, weil es ja noch nicht so viele erwischt hat.
Wie kann man nur so dumm sein und völlig ausblenden, dass bei einer Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen und einem durchschnittlichen 18. Todestag bereits jetzt die Dunkelziffer der Infizierten und der Todgeweihten ein Vielfaches ist?
Wie kann man da noch abwarten und erst dann zu den richtigen Maßnahmen greifen, wenn wiederum bereits ein Vielfaches von dem infiziert sein wird?
Der Söder hat mich zum ersten Mal richtig beeindruckt, er hat wenigstens erkannt, dass die Menschen viel zu langsam kapieren, was da passiert.
Das Bewusstsein ist einfach nicht da, dass das Virus gerade munter weiterverbreitet wird.
Hier wird ganz verständlich dargestellt, was passiert und warum Abstandhalten so wichtig ist:
https://web.br.de/interaktiv/corona-simulation/
Ja, mein Vater hat eine schwere Autoimmunkrankheit und geht langsam auf die Siebzig zu. Ich lauf auf rohen Eiern.
Dann solltest du schon lange für ein viel entschiedeneres Vorgehen eintreten. So wie es im Moment läuft, steuern wir auf 60-70 % Infektionsrate zu. Anscheinend müssen erst ein paar Hundert jeden Tag sterben, bevor das ernstgenommen wird.
Schaut nach Italien, nach Spanien, nach Frankreich. Und schaut, was bei uns anders läuft. Hofft ihr dann immer noch, dass keine Ausgangssperre kommt?
Und die Quintessenz ist ja auch: wir wissens nicht, es fehlen die Informationen. Was ist da jetzt die Schlußfolgerung? Was ist jetzt die Botschaft an die aktuell Agierenden?
Wieviel Informationen braucht ihr denn noch, um eins und eins zusammenzählen zu können?
Und genau das ist der Grund, warum die Regierung dringend so drastische Maßnahmen ergreifen muss! Das Volk erkennt es nicht. Es ist nicht gewohnt, selber zu denken.
Was aber viele gut können, ist sich selber für superschlau halten und beklagen, dass es anderen an Klugheit mangelt.
So, habe fertig.
Sorry, mir geht’s nicht darum, jemanden angreifen, ich hoffe, die Zitierten fühlen sich nicht hervorgehoben, der Großteil der Bevölkerung pennt ja noch. Aber wir brauchen jetzt deutliche Worte. Und schnelle Entscheidungen. Eine Ausgangssperre wird in den nächsten Monaten unser geringstes Problem sein.
 
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Deleted member 21128

  • #1.320
Die Äußerung habe ich bewußt im Zusammenhang mit der Verhältnismäßigkeit der Mittel gebracht, weil ich hier Zündstoff sehe. Es geht mir darum, Wind aus den Segeln zu nehmen.
Vielleicht ist es so, aber die Wahrnehmung ist bei den jungen Leuten ggf. nach einiger Zeit eine andere. Darauf kommt es an. Was an dieser Stelle "wahr" ist, werden wir erst sehr viel später wissen.
Ich in meiner unendlichen Arroganz weiß aber nicht erst seit heute, dass wir in dem Sinne, dass wir alle angesteckt werden können und wir alle das Virus weiterverbreiten, EINE Gruppe sind. Natürlich begreifen das die Leute nicht bzw. viel zu spät. Ich hab ein Interview mit einem jungen Deutschen gesehen, der in Italien lebt und jetzt zurückgekehrt ist. Er hat erzählt, wie sie das am Anfang alle unterschätzt haben. Wie sie lustig weitergefeiert haben, trotz Ausgangssperre.
Jetzt sterben dort in größerem Ausmaß auch die jüngeren Menschen. Jetzt müssen sie Hunderte in den Krankenhäusern verrecken lassen, weil sie zu wenig Kapazitäten haben. Jetzt müssen die Leichen von Militär-Lkw abtransportiert werden wie im Krieg.
Wie kann man nur glauben, dass das bei uns so viel anders sein wird?
 
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