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  • #4.516
Ein Standpunkt wird doch nicht ausschließlich durch Wissen manifestiert. Man kann doch eine Meinung zu etwas haben, ohne sofort stundenlang recherchiert zu haben. Das würde jegliche Diskussion im öffentlichen Raum lahmlegen.
Hast völlig Recht. Die verfassungsmäßige Meinungsfreiheit ist schließlich nicht an Fakten gebunden. Also warum sich die Meinung durch Realität beeinflussen lassen? ;)
 
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  • #4.518
Gegen die Grippe gibt es auch genug Impstoff und was hat es bei der grossen Grippe-Welle 2017/2018 geholfen? Wenig.
Einerseits, weil es immer mehr Impfgegner gibt, die die Nebenwirkungen fürchten (s.u.).

Andererseits, weil der jeweilige Impstoff für die kommende Grippesaison in der Regel vor dem vor ca. 2 Jahren grassierenden Virus schützt. Die Entwicklung eines Impfstoffs dauert halt so lange (incl. Zulassungsverfahren). Und da hinkt die Medizin hinter der Mutation der Viren immer so ca. 2 Jahre hinterher.
Es wurde schon berichtet, dass gerade ältere Menschen, die gegen die Grippe geimpft waren, dann erst recht an Grippe, dazu sehr schwer erkrankt sind. In meinem direkten Umfeld habe ich so eine ältere Dame. Die war 4 Monate krank, kurz nachdem sie vom Hausarzt empfohlen, gegen Grippe geimpft wurde. Sie sagt, macht sie nie wieder.
Haben/hatten meine Eltern auch schon erlebt. Einmal versucht - und dann nie wieder.
 
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  • #4.519
Hast völlig Recht. Die verfassungsmäßige Meinungsfreiheit ist schließlich nicht an Fakten gebunden. Also warum sich die Meinung durch Realität beeinflussen lassen? ;)
Das habe ich ja nicht gesagt. Aber was ist "Realität", wenn diverse "Fakten" zu einem Zeitpunkt "X" noch gar nicht bekannt sind? Letzten Endes hat jeder Mensch seine eigene Realität und wie er diese wahrnimmt.

Du hast doch auch eine Meinung zu Themen, in die du dich nicht vorher stundenlang eingelesen hast, oder?
 
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  • #4.520
Ach du Sch...... Da versucht die Erde ein paar der lästigen und schädlichen Parasiten namens Mensch loszuwerden und kaum hat das mit ein paar Hunderttausenden funktioniert, da kommen womöglich schon wieder Millionen neue hinzu.

Da wird sich Mutter Natur wohl ein erheblich letaleres Virus ausdenken müssen - die Fahnenstange in der Variabilität ist diesbezüglich bestimmt noch lange nicht ausgeschöpft...........
 
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  • #4.521
Das habe ich ja nicht gesagt. Aber was ist "Realität", wenn diverse "Fakten" zu einem Zeitpunkt "X" noch gar nicht bekannt sind? Letzten Endes hat jeder Mensch seine eigene Realität und wie er diese wahrnimmt.

Du hast doch auch eine Meinung zu Themen, in die du dich nicht vorher stundenlang eingelesen hast, oder?
🤦‍♀️

Siehst du einen Unterschied zwischen eine Meinung haben und sich deren Beschränktheit bewusst sein; und eine Meinung haben und sie - trotz ihrer beschränkten Basis - mit Überzeugung vertreten?
 
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  • #4.522
🤦‍♀️

Siehst du einen Unterschied zwischen eine Meinung haben und sich deren Beschränktheit bewusst sein; und eine Meinung haben und sie - trotz ihrer beschränkten Basis - mit Überzeugung vertreten?
Ja, sicher. Wir sprachen jedoch von den Maßnahmen, die zu einem Zeitpunkt getroffen werden mussten, als "die Basis" (belastbare Daten) äußerst beschränkt war. Und ja, ich stehe weiterhin dazu, dass ich lediglich Maskenpflicht und Abstände empfohlen hätte - und die eventuell erhöhten Todeszahlen mit einer "stärkeren" Grippewelle erklärt hätte.
 

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  • #4.523
Du hast doch auch eine Meinung zu Themen, in die du dich nicht vorher stundenlang eingelesen hast, oder?
Das ist ein guter Einwand.
Eigentlich bin ich sehr impilsiv. Weil ich das weiß, versuche ich tatsächlich, mich stundenlang in ein Thema einzulesen bevor ich mit dem Meinungsbildungsprozess beginne.
Im Zuge dessen stelle ich lieber dar, wie etwas auf mich wirkt und probiere verschiedene Perspektiven aus.

Ceterum censeo Carthaginem esse delendam :cool:
 
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  • #4.524
Daran ist doch per se nichts Schlechtes.
Weil ich das weiß, versuche ich tatsächlich, mich stundenlang in ein Thema einzulesen bevor ich mit dem Meinungsbildungsprozess beginne.
Das ist doch aber im täglichen Leben nicht praktikabel, oder? Wenn man dich nach deiner Meinung zum Thema "X" fragt, antwortest du doch nicht:
"Tut mir leid, aber da mir hier eine entsprechende Faktenbasis fehlt, möchte ich mich diesbezüglich lieber nicht äußern", oder?

In der Regel antwortet dann doch jeder basierend seiner eigenen Kenntnisse, Eindrücke und Gefühle, oder nicht?
 
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  • #4.525
antwortest du doch nicht:
"Tut mir leid, aber da mir hier eine entsprechende Faktenbasis fehlt, möchte ich mich diesbezüglich lieber nicht äußern", oder?
Doch. Durchaus häufig.


In der Regel antwortet dann doch jeder basierend seiner eigenen Kenntnisse, Eindrücke und Gefühle, oder nicht?
Wenn, dann mit der entsprechenden Unsicherheit und garantiert nicht überzeugt.
 
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  • #4.526
Da stelle ich mir Unterhaltungen aber ziemlich einsilbig, schwierig und vor allem bezüglich möglicher Themen überaus eingeschränkt vor.
Wenn, dann mit der entsprechenden Unsicherheit und garantiert nicht überzeugt.
Ich kann doch von meiner Meinung durchaus überzeugt sein, wenn ich mir diese aufgrund der mir zu einem Zeitpunkt "X" zur Verfügung stehenden "Fakten" bilde.

Es geht nicht um das Proklamieren möglicher Fakten, das Kundtun vermeintlicher Wahrheiten oder das Beweisen von Thesen. Wir schreiben hier immer noch über "Meinungen".
 
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  • #4.527
Das ist doch aber im täglichen Leben nicht praktikabel, oder? Wenn man dich nach deiner Meinung zum Thema "X" fragt, antwortest du doch nicht:
"Tut mir leid, aber da mir hier eine entsprechende Faktenbasis fehlt, möchte ich mich diesbezüglich lieber nicht äußern", oder?

In der Regel antwortet dann doch jeder basierend seiner eigenen Kenntnisse, Eindrücke und Gefühle, oder nicht?
Das wird auf die gesellschaftliche Bedeutsamkeit des Themas und die beteiligten Personen am Dialog (wer sind die Empfänger?) ankommen, also manchmal möchten verantwortungsbewusste Menschen mit Vorsicht und Umsicht in der Meinungsbildung vorgehen und von unterschiedlichen Perspektiven Kenntnisse in die eigene Beurteilung einfließen lassen, um die persönliche Behauptungen auch begründen zu können...wie z.B. diese Schnittstellenthematik wie Co19, wo die Gesundheit, Wirtschaft, Weltfrieden und rechtliche Belange Teilbereiche des Wissens sind. Eindrücke und Gefühle sind eher persönlicher Natur und diese kennzeichnet man im Dialog auch als solche und sagt damit etwas über sich selber .. z.B. wie bilde ich mir eine Meinung zu diesem Thema? Wie gehe ich vor? welche Betrachtungen sind mir dazu wichtig und erscheinen notwendig und warum sind diese für mich persönlich bedeutsam? usw.
 
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  • #4.528
Das ist doch aber im täglichen Leben nicht praktikabel, oder? Wenn man dich nach deiner Meinung zum Thema "X" fragt, antwortest du doch nicht:
"Tut mir leid, aber da mir hier eine entsprechende Faktenbasis fehlt, möchte ich mich diesbezüglich lieber nicht äußern", oder?
Warum nicht? Man kann doch sagen, wenn man von etwas keine oder nicht genug Ahnung hat.

In der Regel antwortet dann doch jeder basierend seiner eigenen Kenntnisse, Eindrücke und Gefühle, oder nicht?
Das kann man machen. Nach meiner Kenntnis gilt dies und das... . Ich habe den Eindruck... . Mein Gefühl ist... .
 

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  • #4.529
Da stelle ich mir Unterhaltungen aber ziemlich einsilbig, schwierig und vor allem bezüglich möglicher Themen überaus eingeschränkt vor.
Das käme auf die Tiefe und Vielfalt des vorhandenen Allgemeinwissens, die Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen und zu verknüpfen und darauf wie gut man googeln kann an. 🤓

Es geht nicht um das Proklamieren möglicher Fakten, das Kundtun vermeintlicher Wahrheiten oder das Beweisen von Thesen. Wir schreiben hier immer noch über "Meinungen".
Theoretisch ja, denn es steht ja vorher schon fest, dass es keine Konsequenzen hat. Das ist aber irgendwie unsportlich.
Wenn wir schon im Informationszeitalter leben, dann können wir´s ja auch nutzen.
 
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  • #4.530
Das wird auf die gesellschaftliche Bedeutsamkeit des Themas und die beteiligten Personen am Dialog (wer sind die Empfänger?) ankommen, also manchmal möchten verantwortungsbewusste Menschen mit Vorsicht und Umsicht in der Meinungsbildung vorgehen und von unterschiedlichen Perspektiven Kenntnisse in die eigene Beurteilung einfließen lassen, um die persönliche Behauptungen auch begründen zu können...wie z.B. diese Schnittstellenthematik wie Co19, wo die Gesundheit, Wirtschaft, Weltfrieden und rechtliche Belange Teilbereiche des Wissens sind. Eindrücke und Gefühle sind eher persönlicher Natur und diese kennzeichnet man im Dialog auch als solche und sagt damit etwas über sich selber .. z.B. wie bilde ich mir eine Meinung zu diesem Thema? Wie gehe ich vor? welche Betrachtungen sind mir dazu wichtig und erscheinen notwendig und warum sind diese für mich persönlich bedeutsam? usw.
Ich glaube, wir sollten an dieser Stelle unterscheiden, zwischen einem Meinungsbildungsprozess, bei dem ich Zeit für die Vorbereitung habe und der ad hoc Äußerung einer Meinung in einem zufälligen Gespräch, bei dem es eben keine Vorbereitung geben kann.