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  • #4.471
Die unbegleiteten UMFs machen heute die meisten Probleme. Gelegentlich dürfen die Eltern nacheinreisen , aber in der Zwischenzeit sozialisieren sich viele negativ/ untereinander weiter, einige ( wenige) positiv - die letzteren sind die, die ansatzweise auf Lehrerin, Sozialpädagogin u Arbeitsamtberaterin hören..
in Ö sieht man einen großen Unterschied im Verhalten bei Denjenigen, die sich mehr als fünf Jahre in einer pädagogischen Einrichtung befanden und jenen, die von Sicherheitspersonal beaufsichtigt wurden

Traumatisierte Menschen brauchen Beziehung um wachsen zu können und Anpassungsschwierigkeiten überwinden können.
 
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  • #4.472
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  • #4.473
Wenn man sich die Corona Warn-App ansieht, dann kann die für die aktuelle Welle kaum was bringen. Es geht perspektivisch um Akzeptanz und daraus resultierenden Benefit für zukünftige Corona-Ausbrüche und Pan-/Epidemien.

Die üben noch. So ich es denn richtig verstanden habe, braucht es 15 Min. Kontakt mit einem positiv getesteten Menschen um das als riskanten Kontakt einzustufen.
Na ja, ... Hier in S-H, sowieso ein riesengroßes Dorf, derzeitiges Schlusslicht bezüglich quantitativer Coronainfektionen, kann das für mich in seiner praktischen Relevanz knicken. Trotzdem ist die App im Sinne einer sukzessiven Weiterentwicklung eine (persönlich minimale) Investion in den Umgang mit zukünftigen Pan-/Epidemien.

Ist schon interessant, wie stark sich bei den durch die Warn-App in ihrer Freiheit beraubt wähnenden Protagonisten der Blick zu dem Freiheit propagierenden, in Sachen Corona schlicht überforderten Amiland eintrübt.
 
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  • #4.477
Good morning to one and all, die NYT wirft heute aber gar kein gutes Licht auf's RKI ... Sind bestimmt fake news.
 
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  • #4.478
Good morning to one and all, die NYT wirft heute aber gar kein gutes Licht auf's RKI ... Sind bestimmt fake news.
Interessanter Artikel!
Schon Ende Januar war also Wisenschaftlern bekannt, dass auch Menschen ohne Symptome anstecken können.
Ebenfalls, dass sich Menschen bei einem kurzfristigen Kontakt angesteckt haben..
Die neue App gaukelt da Sicherheiten vor, die es eigentlich nicht gibt, weil sie ja nur Begegnungen von mindestens 15 Minuten speichert.
Und ich begegne überall Menschen, die ohne Mundschutz dicht aneinander vorbeigehen, auf Fotos und in Videos, in Zeitung und Internet ebenfalls. Wo ist die Angst hin? Weg.
Neulich ein Freund : "Corona ist vorbei".
Schön. Bei mir leider noch nicht angekommen.
Und bei euch?
 
A

acuteness

  • #4.481
Die neue App gaukelt da Sicherheiten vor, die es eigentlich nicht gibt, weil sie ja nur Begegnungen von mindestens 15 Minuten speichert.
Und ich begegne überall Menschen, die ohne Mundschutz dicht aneinander vorbeigehen
Wovon soll die Regierung ausgehen, außer von der Annahme, dass die Menschen klug genug sind, sich an die Vorgaben (Masken und Abstand) zu halten?
 

ICQ

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  • #4.482
Schon Ende Januar war also Wisenschaftlern bekannt, dass auch Menschen ohne Symptome anstecken können.
Das ist vermutlich schon seit der Steinzeit bekannt.
Andernfalls hätte man einfach den Typ mit der Rotznase erschlagen und damit die Ausbreitung aller durch Tröpcheninfektion übertragbaren Krankheiten verhindert.

Meiner Kenntnis nach wurde der Fall Webasto akribisch aufgearbeit um alle Infektionswege nachzuvollziehen. Die Ergebnisse wurden bereits Anfang Februarz veröffentlich. Hätte man nur lesen brauchen.
 
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  • #4.483
... die NYT wirft heute aber gar kein gutes Licht auf's RKI ...
Das RKI hatte schon vor 10 Jahren versagt. Die können nur evidenzfreie Panik verbreiten. Aber genau das braucht halt die Politik... 😡
 
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  • #4.485
Zitat von DVZ (Deutsche Verkehrszeitung) vom 02.07.2020:
Das Amtsgericht Essen hat für die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof und acht verbundene Unternehmen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angeordnet. Betroffen seien neben der Warenhauskette selbst die Tochterunternehmen Karstadt Sports, Galeria Logistik, Sportarena, Le Buffet, Dinea Gastronomie Karstadt Feinkost, Atrys I und Saks Fifth Avenue Off 5th Europe, teilte das Amtsgericht am Mittwoch mit.

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung schließt an das bisherige Schutzschirmverfahren an. Galeria Karstadt Kaufhof war durch die pandemiebedingte Schließung aller Filialen in eine schwere Krise geraten und hatte Anfang April Rettung in einem Schutzschirmverfahren suchen müssen. Fiege X Log war davon nicht betroffen. Das Joint Venture des Warenhauskonzerns mit dem Dienstleister Fiege ist seit kurzem für die gesamte Logistik zuständig.

Galeria Karstadt Kaufhof und Karstadt Sports reichten am Mittwoch beim Gericht die in den letzten Monaten erarbeiteten Insolvenzpläne mit den Details des Sanierungskonzepts ein. Das Gericht hat nun zu prüfen, ob die Pläne den gesetzlichen Voraussetzungen entsprechen. Zum Sachwalter wurde der Insolvenzexperte Frank Kebekus berufen, der die Unternehmen auch schon im Schutzschirmverfahren beaufsichtigt hatte.

Logistikstandort in Hessen vor dem Aus
Der Warenhauskonzern hatte eigentlich Großes vor. Doch jetzt droht in der Coronakrise der Kahlschlag. Dabei könnten auch die Pläne für das Logistik-Joint-Venture mit Fiege ins Wanken geraten. Nach den bisher bekannt gewordenen Sanierungsplänen sollen 62 der 172 Warenhäuser, sowie 20 der 30 Niederlassungen der Tochter Karstadt Sports geschlossen werden. Außerdem sollen 26 von 50 Karstadt-Feinkost-Filialen dicht machen. Dem Galeria-Logistik-Standort im hessischen Dietzenbach droht bereits im Herbst 2020 die Schließung, wie die Gewerkschaft Verdi kürzlich mitteilte.

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens können nun die Gläubiger ihre Forderungen gegenüber Galeria Karstadt Kaufhof beim Sachwalter anmelden. Eine erste Gläubigerversammlung könnte Anfang September stattfinden.

Immer mehr Firmen kämpfen ums Überleben
Der Warenhauskonzern ist nicht allein. Vor allem in der Modebranche häufen sich die Problemfälle. Nicht nur Galeria Karstadt Kaufhof, sondern auch die Handelskette Sinn und das Modeunternehmen Hallhuber suchten im April Rettung in einem Schutzschirmverfahren. Die Damenmode-Kette Appelrath Cüpper beantragte eine Insolvenz in Eigenverwaltung.

Schon vor Galeria Karstadt Kaufhof hatten Ende März außerdem mehrere Tochtergesellschaften des Modekonzerns Esprit sich in ein Schutzschirmverfahren gerettet. Der Modekonzern kündigte am Mittwoch an, im Zuge seiner Neuausrichtung rund die Hälfte seiner Filialen in Deutschland schließen zu wollen – insgesamt rund 50 Geschäfte. Rund 1.100 Stellen in den Läden und der Verwaltung sollen wegfallen.

Ende 2019 hatten Fiege und Galeria Karstadt Kaufhof mit Esprit den ersten Drittkunden für ihr Joint Venture Fiege X Log gewonnen. Esprit arbeitet bereits seit vielen Jahren mit Fiege zusammen. In einem Zentrallager in Mönchengladbach hatte der Modekonzern die Logistik für die Belieferung der Filialen in Europa und der Kunden im Handel zusammengefasst. Dort wurde aber nur die Liegeware umgeschlagen. Die Hängeware hatte Meyer & Meyer abgewickelt. Für das gesamte E-Commerce-Endkundengeschäft ist die Bertelsmann-Tochter Arvato zuständig. Wie Galeria Karstadt Kaufhof schrieb auch Esprit schon vor der Coronakrise rote Zahlen.

Und auch die Tom Tailor Holding geriet in der Coronakrise in Schieflage und musste im Juni wegen der Probleme bei der Tochter Bonita einen Insolvenzantrag stellen. Die Tom Tailor GmbH und damit die Modemarke Tom Tailor ist nach Unternehmensangaben davon aber nicht betroffen. Ihre Zukunft sei durch eine Bund-Länder-Bürgschaft über 100 Mio. EUR gesichert, betonte das Unternehmen.

Ein Ende der Probleme für die Branche ist derzeit noch nicht absehbar. Im Gegenteil: Erst vor einigen Tagen stellten mit dem Hosenspezialisten Hiltl und der Deutschland-Tochter des schwedischen Modehändlers Gina Tricot weitere Unternehmen aus der Branche Insolvenzanträge.

Weitere Einbußen im Mai
Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet denn auch in den nächsten Monaten mit einem weiteren Anstieg der vorläufigen Insolvenzverfahren und der Insolvenzen in der Modebranche. „Dienstleister, Gastronomie und (Textil-)Einzelhändler sind diesmal nicht am Ende der Krise von den Auswirkungen betroffen, sondern stehen am Anfang. Daher wird die Masse der insolvenzreifen Unternehmen unweigerlich steigen“, prognostizierte der Creditreform-Experte Patrick-Ludwig Hantzsch.

Im Mai musste der gerade für die Innenstädte relevante Handel mit Textilien, Schuhen und Lederwaren starke Einbußen hinnehmen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch auf der Grundlage vorläufiger Zahlen berichtete. Das Segment verzeichnete preisbereinigt einen um 22,6 Prozent verringerten Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres fehlen diesen Händlern 32,6 Prozent der Erlöse. Im Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, womit zum Beispiel die Waren- und Kaufhäuser gemeint sind, lag das Minus real bei 8,3 Prozent. Nach einer Branchenumfrage der Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“ lagen die Umsätze im stationären Modehandel in der vergangenen Woche um 21 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Hugo Boss baut Onlinegeschäft aus
Der Internet- und Versandhandel verzeichnete im Mai dagegen ein Umsatzplus zum Vorjahresmonat von real 28,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte. Der Modehändler Hugo Boss will angesichts solch eines selbst für den E-Commerce ungewöhnlichen Wachstums sein Onlinegeschäft deutlich ausbauen. Bis 2022 soll der Onlineumsatz von 151 Mio. EUR 2019 auf mehr als 400 Mio. EUR steigen, teilte Hugo Boss am Mittwoch mit. Dies soll sowohl über den eigenen Onlineshop als auch über das Konzessionsgeschäft mit Partnern erreicht werden.

„Die wachsende Bedeutung des Onlinegeschäfts ist 2020 noch deutlicher geworden. Unsere Branche ist mit einer noch nie dagewesenen Situation konfrontiert und das Einkaufsverhalten der Kunden verlagert sich zunehmend von stationär auf online“, erläuterte der für das E-Commerce-Geschäft verantwortliche Manager Matthew Dean mit Blick auf die Corona-Pandemie. Hugo Boss will daher sein bislang eher maues Internetgeschäft ausbauen. Die Onlineumsätze machen derzeit nur einen kleinen Teil der Erlöse von Hugo Boss aus. So erwirtschaftete der Konzern 2019 einen Umsatz von knapp 2,9 Mrd. EUR.

Im zweiten Quartal sei das eigene Onlinegeschäft erneut stark gestiegen, hieß es weiter. Es werde dabei das elfte Quartal in Folge mit deutlich zweistelligem Wachstum sein. (cs/dpa)
Meine Gedanken dazu:
Die Verödung der Innenstädte wird weiter rasant zunehmen. Menschen werden möglicherweise noch weniger "vor die Tür gehen", sondern vermehrt online bestellen. Somit werden sich "soft skills", wie die Fähigkeit zum sozialen Umgang miteinander, weiter rückläufig entwickeln, da sich (auch jetzt schon) eher nur zielgerichtet getroffen und miteinander kommuniziert wird. Der Mensch isoliert sich (bestenfalls im Kreis der engsten Familie) immer weiter selbst (Cocooning).
 
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