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  • #4.246
Deshalb halte ich eine schrittweise Lockerung für angebracht, damit nicht gleich alles über den Haufen geworfen wird, was durch den Lockdown möglicherweise erreicht worden ist.
Zu belegen, dass er komplett unnötig war, ist im Rückblick schwer möglich, da ja nur dieses eine Szenario durchgespielt wurde.
Das ist sehr einfach möglich und wir sehen es ja bereits. Trotz aller "Lockerungen" bleibt die "2. Welle" aus. Corona ist durch und das von ganz alleine.
Jede Entscheidung, die getroffen worden wäre, hätte vielen nicht gepasst und diese vielen hätten sich dann auf den Schlips getreten gefühlt.
Das allein kann ja wohl unmöglich Motivation für politisches Handeln sein.
Gerade deshalb ist ein durchgreifen der Politik in einer unüberschaubaren Situation wie dieser nötig.
Es war nicht nur unnötig, sondern hochgradig gefährlich. Gerettet wurde niemand, dafür bleibt eine nachhaltige Zerrüttung der Finanzen. Für Bund, Länder, Kommunen, Firmen, Menschen. Für die Sozial- und Rentenkassen. Insbesondere auch für das Gesundheitswesen. Auf viele Jahre und generationenübergreifend.
Dazu kommt der politische Schaden in Europa durch Grenzschließungen und egoistischer Zurückhaltung von Material sowie Bußgelder für ennet der Grenze einkaufende "Ausländer". Das "europäische Projekt" ist nun kaum noch mehr als eine gigantische Geldvernichtungsmaschine. :mad:
Mit nur einem Minimum an Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge, wie man sie eigentlich von jedem verantwortlichen Politiker erwarten können sollte, wäre das vorher klar gewesen.

Fast ein guter Artikel, gegen Ende gehts dann abwärts 😏
Die Erklärung, es läge am Mundschutz, dient auch nur zur Selbstbeschwichtigung für evidenzfreien Aktionismus. Hier nämlich hat so gut wie niemand eine Maske auf und Corona ist genauso fertig wie in D. 💁‍♂️
 
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  • #4.249
Was ich in der ganzen Sache sehr bemerkenswert finde, ist, wie wenig erträglich und verständlich es für eine ganze Reihe von Leuten zu sein scheint, dass, wenn man nichts weiß, man auf der Grundlage der Wissens über die am nächsten verwandten Gebiete, nach bestem Wissen und Gewissen, eine Vermutung anstellt und diese justiert/ revidiert, wenn neues, spezielleres Wissen verfügbar ist.
Na ja, das mag damit zusammenhängen, dass man von Wissenschaftlern grundsätzlich "verlässliches Wissen" erwartet. Fundierte Erkenntnisse halt, wie bei den meisten, sehr gut erforschten Krankheiten und/oder Naturgesetzen etc. Dass in diesem Fall die Wissenschaft mit ihrem Kenntnisstand ebenso fast bei "Null" angefangen hat, ist den meisten Leuten nicht bewusst bzw. unverständlich, vor allem wenn sie hören, dass Virologen sich schon sehr lange mit Coronaviren beschäftigen und diese erforschen.

Gerade in Deutschland gibt es meiner Meinung nach viele Menschen, die glauben, dass man nur die richtigen "Fachleute" fragen muss, und dann vollständige, allumfängliche und fundierte Aussagen erhält, auf die man sich 100ig verlassen und anhand derer man ganz konkrete Regeln und (unumstößliche) Maßnahmen festlegen kann.

"Der Deutsche" hat halt gerne "klare Verhältnisse".
 
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Du musst in Italien, Frankreich, Großbritanien oder den USA wohnen. Wo war denn in Deutschland offen zu sehen, dass das Gesundheitssystem kaputt ist?
Na ja, also "kaputt" ist vielleicht etwas übertrieben. Aber die Liegezeiten nach OPs wurden immer weiter verkürzt, in ländlichen Regionen mag sich kein Arzt mehr niederlassen. Die Wege für die dortige Bevölkerung zum nächsten Kreiskrankenhaus bzw. Notaufnahme sind teilweise sehr weit geworden. Und die Fallpauschalen für die niedergelassenen Ärzte sind tatsächlich nicht mehr so hoch wie früher. Deshalb "schleusen" viele Ärzte ihre Patienten auch nur noch "durch" und behandeln nach "Schema F".
 
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  • #4.252
Und die Fallpauschalen für die niedergelassenen Ärzte sind tatsächlich nicht mehr so hoch wie früher. Deshalb "schleusen" viele Ärzte ihre Patienten auch nur noch "durch" und behandeln nach "Schema F".
Nur mal so: der deutsche Krankheitsminister möchte massenweise Coronatests und die Kassen sollen es bezahlen. Das bedeutet mindestens 8 Mrd. mehr im Jahr oder durchschnittlich eine Beitragserhöhung von 14,6% auf 15,4%. Zumindest die Testlabore wird es natürlich freuen. 😃💸
 
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  • #4.253

Fast ein guter Artikel, gegen Ende gehts dann abwärts 😏
Also, schnell, ab ins Krankenhaus, sämtliche wichtigen Untersuchungen und Behandlungen in den Sommer legen, weil im Herbst die gigantische zweite Welle kommen wird - und dann gibt's keine freien Betten mehr.

Außerdem werden sogenannte "Superspreader" von vornherein von Großveranstaltungen ausgeschlossen. Diese Personen erhalten ab September eine rote Schärpe, um bereits von weitem erkennbar zu sein.

Der Trend geht zur Open-Air-Disco (siehe Ibiza); ebenso werden Kinosäle demnächst mit einem "Cabrio-Dach" ausgerüstet, sodass nach der Hälfte des Films nicht nur Eis nachgekauft, sondern auch gelüftet werden kann.
 
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  • #4.254
Nur mal so: der deutsche Krankheitsminister möchte massenweise Coronatests und die Kassen sollen es bezahlen. Das bedeutet mindestens 8 Mrd. mehr im Jahr oder durchschnittlich eine Beitragserhöhung von 14,6% auf 15,4%. Zumindest die Testlabore wird es natürlich freuen. 😃💸
Hm, wenn man auf diese Weise zu deutlichen Budgeterhöhungen kommt, könnten die Labore ja tatsächlich ein paar neue Viren "züchten". Wichtig ist nur, dass man sie auf irgendeinem Wildtiermarkt in China "freilässt".
 
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  • #4.256
Man sollte auch mal die positiven Aspekte der Krise sehen. Arbeitsplätze werden geschaffen:
- Einkaufswagen-Desinfizierer
- Ladenflächen-Maximalkunden-Kontrolleure (1x am Eingang, 1 x am Ausgang)
- Abstandsmarkierungsmarken-Nachkleber
- Plexiglas-Scheibenwischer
- Supermarkt-Maskentragepflicht-Durchsager

Schafft zwar lediglich nicht mal Mindestlohn-Beschäftigte, aber Hauptsache wieder raus aus der leidigen Arbeitslosenstatistik. Vom Vollbeschäftigten zum Altersarmut-Grundsicherungsempfänger.

Das sind doch mal Perspektiven.