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  • #4.216
Ich bin fest davon überzeugt, dass allein das Tragen von Mundschutz in gewissen Bereichen, die Abstandsregeln und die [...] Handhygiene [...] zu einem drastischen Rückgang der Neu-Infektionen geführt hätte.
Das hört sich ja erstmal einfach an, aber gerade die Abstandsregel hat dann ja doch weitgehende Konsequenzen für z.B. Gastronomie, Kinos, Discos, Kirchen, Stadien, ...

Ich denke hingegen, dass sich das Virus dort schnell verbreitet, wo sich mehrere Menschen über einen längeren Zeitraum (eine Stunde oder mehr) gemeinsam in einem geschlossenen Raum aufhalten. Genau das kennzeichnet die Super-Infektionen beim Karneval in Heinsberg, bei den bayerischen Starkbierfesten und beim Après-Ski in Tirol, sowie jetzt beim Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt, der Restaurant-Eröffnung in Leer und in den Schlachthöfen.

Der Rückgang der Infektionszahlen Mitte März - schon bevor der Lockdown überhaupt wirken konnte - wäre demzufolge auch darauf zurückzuführen, dass die Menschen schon von sich aus auf solche Veranstaltungen verzichtet haben und sich stattdessen - begünstigt durch das gute Wetter und den späteren Sonnenuntergang - verstärkt im Freien aufgehalten haben.

Die Baptisten in Frankfurt beteuern übrigens, dass sie sich an die staatlichen Vorgaben gehalten haben. Die enthalten kein Verbot von gemeinsamem Singen oder eine Maskenpflicht während des Gottesdienst, wenn nur der Abstand eingehalten wird (anders als das z.T. die großen Kirchen beschlossen haben). Es wird spannend zu sehen, was passiert, wenn jetzt Kinos und Theater wieder öffnen dürfen, d.h. ob da die Abstandsregel ausreicht, um Infektionen zu verhindern.
 
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  • #4.217
Ich denke hingegen, dass sich das Virus dort schnell verbreitet, wo sich mehrere Menschen über einen längeren Zeitraum (eine Stunde oder mehr) gemeinsam in einem geschlossenen Raum aufhalten. Genau das kennzeichnet die Super-Infektionen beim Karneval in Heinsberg, bei den bayerischen Starkbierfesten und beim Après-Ski in Tirol, sowie jetzt beim Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt, der Restaurant-Eröffnung in Leer und in den Schlachthöfen.
Genau daraus resultieren generell auch viele Grippe- und/oder andere Infektionen. Wenn Abstände nicht eingehalten werden können, müssen/sollten eben Masken getragen werden. Ebenso muss man nicht jeden Freund/Bekannten mit Umarmung und Bussi begrüßen. Häufiges Händewaschen (und Finger aus dem Gesicht!) war schon immer ein Tipp der Virulogen in der Grippe-Saison mit der Begründung, dass das schon viel helfen würde.

Und dort wo viele unterschiedliche Menschen arbeiten/zusammenkommen muss eben tatsächlich mehr und häufiger desinfiziert werden.
 
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  • #4.218
Die Baptisten in Frankfurt beteuern übrigens, dass sie sich an die staatlichen Vorgaben gehalten haben. Die enthalten kein Verbot von gemeinsamem Singen oder eine Maskenpflicht während des Gottesdienst, wenn nur der Abstand eingehalten wird (anders als das z.T. die großen Kirchen beschlossen haben). Es wird spannend zu sehen, was passiert, wenn jetzt Kinos und Theater wieder öffnen dürfen, d.h. ob da die Abstandsregel ausreicht, um Infektionen zu verhindern.
Erinnert mich an die Bedienungsanleitung mit dem Hinweis, dass Hunde nicht in der Mikrowelle getrocknet werden dürfen.

Ich halte es für naheliegend, dass man bei Vorgaben den Sinn verstehen sollte und zu entsprechenden Transferleistungen in der Lage sein sollte.

Ich habe ja Verständnis, wenn das mal schief geht, es wird aber absurd, wenn aus grober kognitiver Fahrlässigkeit/Verweigerung ein Anspruch, in diesem Fall Rechtfertigung geltend gemacht wird, weil etwas nicht micromanaged beschrieben wurde.

Und um sonderliche Transferleistungen geht es hier nicht. Sprich, dass das mit Singen.. 🙃.. ungünstiger sein könnte.
 
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  • #4.219
Ich glaube, singen hinter Maske hätte den Schaden stark begrenzt...und ob bei so einer entrückten Baptistengemeinde ( die ich nur aus NYC kenne und die sich im Gottesdienst schon mehr bewegen u d aufspringen u gerne mal zur Kanzel rennen ) die Abstände eingehalten wurden ...das dürften auch die Gesundheitsbeamten am Main stark bezweifeln...
 
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  • #4.220
Ich halte es für naheliegend, dass man bei Vorgaben den Sinn verstehen sollte und zu entsprechenden Transferleistungen in der Lage sein sollte.
Ach! Nachdem wochenlang haargenau vorgeschrieben wurde, was erlaubt ist und was nicht, ist hier plötzlich eine "Transferleistung" gefragt? Und woher genau soll dieser "Transfer" denn kommen? Ich hab noch nicht einmal irgendwo einen allgemeinen Hinweis gelesen, dass der empfohlene Abstand situationsabhängig sei oder dass man bestimmte Dinge auch trotz Abstand unterlassen solle.

Denn das ist ja genau der Punkt, auf den ich hinaus will. Es wird pauschal der Mindestabstand von 1,50 m vorgegeben. Egal was man dabei macht, egal wie lange die Begegnung ist, und vor allem egal ob drinnen oder draußen.
 
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  • #4.221
Denn das ist ja genau der Punkt, auf den ich hinaus will. Es wird pauschal der Mindestabstand von 1,50 m vorgegeben. Egal was man dabei macht, egal wie lange die Begegnung ist, und vor allem egal ob drinnen oder draußen.
Wenn es für jede Begegnung nochmals spezielle Regelungen gäbe, wären die Leute noch unsicherer und unvorsichtiger als sie jetzt schon sind.
 
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  • #4.222
Kannst dich ja mal überprüfen, was du damit meinst. Ist natürlich ein subjektiver Eindruck, aber ich habe Maßnahmen in Erinnerung behalten, die nur als Empfehlung ausgesprochen wurden und die weitere Vorgehensweise vom Erfolg der Empfehlung abhängig gemacht wurde. Spätestens dann sollte man Transferleistung mit dem zu erreichenden Ziel im Blick als erwünscht erkennen können. Die 1,5 m-Regel ist ein Beispiel das dir gut in die Argumentation passt, du hättest ja auch die Maske drinnen/draußen, sprechend/hustend/singend betrachten können. Hast du aber nicht, denn bei der gibt es Spielraum und dann kannst du nicht sagen Transferleistung wäre nicht erwünscht.

Oft kann man erkennen, dass die Einschränkungen bis hin zur persönlichen Entmündigung empfunden wurden. Ist ja auch eine Transferleistung Regeln in Frage zu stellen oder auch sich einfach mal darüber im Klaren zu werden, dass ich nur noch die Wahl habe - im wahrsten Sinne des Wortes - und Verteter wähle, die das mit der Legislative, Judikative und Exekutive für mich regeln. Das kann natürlich dazu führen mit getroffenen Maßnahmen nicht einverstanden zu sein oder es besser zu wissen. Gibt's hier Einige. Schön, kann man sich aufregen und verschleißen oder mit dem gegebenen Rahmen arrangieren wie wir es idR sonst auch tun. Da geht dann Adaption, bei Corona nicht mehr? Ich denke, doch. :)
 
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  • #4.223
Wenn es für jede Begegnung nochmals spezielle Regelungen gäbe, wären die Leute noch unsicherer und unvorsichtiger als sie jetzt schon sind.
Hä? Hast du dir die Verordnungen schon mal angesehen? Da gibt es für jede Art von Begegnung spezielle Regelungen.

Hier in NRW darf man sich z.B. wieder zu zehnt treffen. Man darf auch wieder zu zehnt im Restaurant an einem Tisch sitzen, aber man darf nicht zu zehnt Hochzeit feiern (weil man da ja nicht am Tisch sitzt), auch nicht in einem abgetrennten Saal; aber Parteisitzungen sind da möglich, auch wenn es mehr als 10 Leute sind. Kontaktsport ist nur draußen und zu zehnt erlaubt, außer Tanzunterricht, der ist nur mit paarweisem Kontakt erlaubt. Kontaktfreier Sport ist mit Mindestabstand drinnen und draußen erlaubt, egal wieviele Leute, wobei der Mindestabstand wieder zwischen den 10er-Gruppen gilt, d.h. kontaktfreier Sport ist bei bis zu 10 Leuten drinnen auch ohne Mindestabstand erlaubt (Kontaktsport jedoch nicht). Bei einigen dieser Zusammentreffen ist das Führen einer Kontaktliste vorgeschreiben, bei anderen nicht; wenn man sich einfach nur zu zehnt trifft, werden keine Hygienemaßnahmen (sprich Händewaschen) verlangt, aber wenn man Sport treibt (auch kontaktfrei), dann ist das vorgeschrieben.

Und da willst du weismachen, dass eine differenzierte Abstandsregelung zu kompliziert wäre?
 
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  • #4.224
....ist die Verwendung des vorhandenen Hirns leider nicht, da nicht sichergestellt werden kann, dass hinreichend Kapazitäten zur Verarbeitung der Anforderungen vorhanden ist.

Falls es dir hilft: Betrachte es doch vielleicht einfach als Handreichung für Ordnungshüter, um gewisse Kriterien zu haben und keinem allzu zügellosen Willkürvorwurf unterliegen zu müssen und um der unsäglichen Dummheit mancher Leute mit Vorschriften begegnen zu können.
 
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  • #4.225
Hä? Hast du dir die Verordnungen schon mal angesehen? Da gibt es für jede Art von Begegnung spezielle Regelungen.

Hier in NRW darf man sich z.B. wieder zu zehnt treffen. Man darf auch wieder zu zehnt im Restaurant an einem Tisch sitzen, aber man darf nicht zu zehnt Hochzeit feiern (weil man da ja nicht am Tisch sitzt), auch nicht in einem abgetrennten Saal; aber Parteisitzungen sind da möglich, auch wenn es mehr als 10 Leute sind. Kontaktsport ist nur draußen und zu zehnt erlaubt, außer Tanzunterricht, der ist nur mit paarweisem Kontakt erlaubt. Kontaktfreier Sport ist mit Mindestabstand drinnen und draußen erlaubt, egal wieviele Leute, wobei der Mindestabstand wieder zwischen den 10er-Gruppen gilt, d.h. kontaktfreier Sport ist bei bis zu 10 Leuten drinnen auch ohne Mindestabstand erlaubt (Kontaktsport jedoch nicht). Bei einigen dieser Zusammentreffen ist das Führen einer Kontaktliste vorgeschreiben, bei anderen nicht; wenn man sich einfach nur zu zehnt trifft, werden keine Hygienemaßnahmen (sprich Händewaschen) verlangt, aber wenn man Sport treibt (auch kontaktfrei), dann ist das vorgeschrieben.

Und da willst du weismachen, dass eine differenzierte Abstandsregelung zu kompliziert wäre?
Die deutschen Verordnungen kenne ich nicht. Ich wohne nicht in Deutschland. Hier sehe ich einfach, je mehr Verordnungen umso verwirrten sind die Leute. Sie wissen ja nicht mehr, wo man was darf und unter welchen Bedingungen.

Wir haben hier immer die 2 Meter; überall. Aber es hält sich eh niemand mehr daran und Masken sind nur empfohlen wenn man ÖV fährt oder in ein Geschäft geht, in welchem man den 2 Meter Abstand nicht halten kann.
 
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  • #4.226
Was ich in der ganzen Sache sehr bemerkenswert finde, ist, wie wenig erträglich und verständlich es für eine ganze Reihe von Leuten zu sein scheint, dass, wenn man nichts weiß, man auf der Grundlage der Wissens über die am nächsten verwandten Gebiete, nach bestem Wissen und Gewissen, eine Vermutung anstellt und diese justiert/ revidiert, wenn neues, spezielleres Wissen verfügbar ist.
 
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  • #4.227
Wenn bis heute von einem Teil der Leute nicht verstanden wird, dass man sich nicht abküssen oder die Hand geben soll bei Begrüssung, wie sollen sie all die anderen Verordnungen je verstehen :confused:..
 
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  • #4.228
Hat sich doch wohl eh erledigt dieses Corona Virus, natürlich Aussterben nach paar Wochen, ist doch immer so bei Viren 😌. Die Billiarden Euro Schulden würde ich bei den Politikern und Wissenschaftler eintreiben und gut ist
 
D

Deleted member 24688

  • #4.230
Die Billiarden Euro Schulden würde ich bei den Politikern und Wissenschaftler eintreiben und gut ist
Na du glaubst noch an den Weihnachtsmann ... ;) .... zumindest ist offensichtlich wie kaputt das Gesundheitswesen ist, wie da vor der Krise gespart und gespart und gespart und gespart, wurde, privatisiert wurde, und es wirtschaftlich rentabel sein muss ... ;) ... Ein Schelm wer da Böses denkt, und darüber darf man sich wirklich mal Gedanken machen. Für den Gesundheitsminister ist eben eine Überlastung des wirtschaftlichen Gesundheitssystem ein Schäfchen, welches man hüten muss. Sicher hat diese Krise die Schwachstellen offenbart, nur auf welche Kosten! Und anstatt sich um ein angeschlagenes Gesundheitssystem zu kümmern, überlässt man die Verantwortung einem inzwischen "entmündigten" Bürger, der sich dann in Zukunft über den digitalen Bereich noch gut überwachen lässt. Die Verantwortung für die Gesundheit eines mündigen Bürgers, darf diesem nicht selbst überlassen werden, um Himmels Willen, die muss doch unbedingt dorthin, wo der Profit ... äh Sorry, die Wirtschaftlichkeit auch hin soll. Also Bitte! ... :)