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  • #4.201
Zuerst möchte ich mich für die vielen hilfreichen Dating-Tipps der letzten Seiten bedanken. Somit vielen lieben Dank.

Und nun möchte ich mich an der Diskussion beteiligen.

Gerade die neusten Zahlen bestätigen ziemlich eindeutig die These, dass wir es auch in diesem Jahr mit einer Winterepidemie zu tun hatten,

Eben, es wird eine These gestützt und auch wenn dieses ziemlich eindeutig erscheint, kann es doch nicht sicher belegt werden.
Deshalb halte ich eine schrittweise Lockerung für angebracht, damit nicht gleich alles über den Haufen geworfen wird, was durch den Lockdown möglicherweise erreicht worden ist.
Zu belegen, dass er komplett unnötig war, ist im Rückblick schwer möglich, da ja nur dieses eine Szenario durchgespielt wurde.
Jede Entscheidung, die getroffen worden wäre, hätte vielen nicht gepasst und diese vielen hätten sich dann auf den Schlips getreten gefühlt. Gerade deshalb ist ein durchgreifen der Politik in einer unüberschaubaren Situation wie dieser nötig.
Auch in Deutschland es belächelt, bis drastische Folgen in den Nachbarländern aufgetreten sind.
Daher halte ich lieber noch einige Wochen oder Monate 1,50m Abstand, bis sicher gesagt werden kann, das es nicht notwendig ist.
Mein persönliches Bedürfnis nach sozialen Kontakten kann auch gut in einer 10er Gruppe gestillt werden.



PS: Ich schnalle mich nur an, weil es so vorgeschrieben ist und mir es so anerzogen wurde.
 
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  • #4.202
Aber doch nicht etwa nur, weil die Politik Dir das vorschreibt, sondern weil Du für Dich erkannt hast, daß Du ohne Gurt ein unnötiges Risiko eingehst. Der Vergleich hinkt also.
Hab den Gurt noch nie gebraucht, als die Gurtpflicht eingeführt wurde gabs aber wohl ähnliche Proteste wie heute
Ich kanns nicht beurteilen obs gerechtfertigt war/ist.
Unabhängig von dem, was Politik/Medien/Wissenschaft so erzählen.
 
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  • #4.203
Naiv ist es, weil in anderen Bereichen ja auch Maßnahmen abgelehnt werden, die Menschenleben retten würden, mit der Begründung das sei zu teuer, z.B. im Straßenverkehr, im Klimaschutz, bei der Tabakwerbung, in der Entwicklungshilfe und in der Rüstungsindustrie.

Falsch ist es, weil weniger Geld mehr Armut bedeutet. Und mehr Armut bedeutet eine kürzere Lebenserwartung. Man mag sich gar nicht ausmalen, was auf diesem Planeten los wäre, wenn die Corona-Krise "sämtliches Geld der Welt" kosten würde.
Seit wann denkt denn die Politik in derartigen langfristigen Zeitfenstern. Es wird sich auf das fokussiert, was jetzt akut ist, was aktuell kurzfristige Schäden anrichtet und vermeintlich "kurzfristig" korrigiert bwz. behoben werden kann.

Perspektivisch passiert doch schon lange nicht mehr all zu viel, denn die Maßnahmen würden jetzt viel Geld kosten, der Nutzen sich jedoch erst erheblich später ergeben (und sich möglicherweise von anderen "auf die Fahnen geschrieben"). Da die zeitlichen "Machtfenster" der meisten Politiker jedoch stark begrenzt sind, wird in der Regel lediglich bis zum nächsten Wahltermin gedacht - und oftmals auch gehandelt.
 
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  • #4.205
Welche genau du meinen?
Hungerleidende gibts auch in der Schweiz. SRF berichtete von "Kilometerlanger Warteschlange" in Zürich...
Ich bitte dich. Du willst nicht im Ernst die Menschen, die in Industrieländern von "den Tafeln" o.ä. abhängig sind, mit den Millionen Hungernden in Afrika & Co. vergleichen, oder?
DAS ist definitiv falsch. In dem Fall hast du die "Bedrohung" bereits an den Händen gehabt. Ich habe niemanden in keinem der Läden gesehen, der Theke, Kartenterminal, Einkaufswagen etc. nach jedem Kunden gereinigt hat. Ich habe auch keinen gesehen, der Kunden zurück gewiesen hat, die sich nicht nicht die Hände desinfiziert haben. Oder das Gemüse, Keine Handschuhe, kein Reinigen des angefassten Gemüses, wenns jemand angefasst aber nicht gekauft hat. So eine kleine, aber ausreichende Überlebenschance auf Oberflächen hat COVID19 ja schon...
Missverständnis. Ich meinte die "Bedrohung durch Hunger" und weit entfernte "Seuchen" (z.B. Malaria, Ebola, Dengue-Fieber u.a.)
 
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  • #4.206
Wo bleibt eigentlich die "2. Welle"? Bleibt sie vielleicht aus? Und wo ist dann die Gefahr hin? Hat sich in Luft aufgelöst? Oder war gar nie eine?
Na ja, es ist wohl zu erwarten, dass die Zahlen möglicherweise aufgrund der Lockerungen (und der häufig damit verbundenen Einstellung einiger Menschen, dass "es vorbei sei") etwas ansteigen werden. Wenn man lange genug an den Zahlen "herumbastelt", könnte man daraus möglicherweise eine 2. Welle "bauen". Es reichen doch schon Meldungen von Gottesdiensten, wo ein Besucher 'zig andere infiziert haben soll. Derartige Cluster werden besonders medial präsentiert, um Angst und Besorgnis hochzuhalten.
 
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  • #4.207
Aber doch nicht etwa nur, weil die Politik Dir das vorschreibt, sondern weil Du für Dich erkannt hast, daß Du ohne Gurt ein unnötiges Risiko eingehst. Der Vergleich hinkt also.
Der Vergleich hinkt auch aus anderen Gründen. Die Folgen eines Nichtanlegens des Gurtes sind nicht ansteckend und auf eine äußerst kleine Personenzahl begrenzt.

Der Staat glaubt dafür sorgen zu müssen, die "unmündigen" und vor allem unwissenden Bürger (Thema: Schafe/Stimmvieh, das zur Wahl geht) vor Menschen zu schützen, die die Schutzmaßnahmen eben nicht mittragen wollen. Das Problem ist nicht der Einzelne, der sich gegen die Maßnahmen entscheidet und dabei möglicherweise eigenen Schaden erleidet, sondern dass er eben Verursacher für das Leid anderer sein kann, deren Folgen dann eben nicht er allein tragen muss, sondern die Allgemeinheit. Durch die zusätzliche Belastung des Gesundheitssystems, durch damit verbundene höhere Kosten etc.

Nun könnte man ja sagen, diejenigen, die Angst vor Ansteckung haben, können ja komplett zuhause bleiben und sich von der Außenwelt abschotten. Würde jedoch bedeuten, dass Menschen eine "Zwangsisolierung" angeraten wird, nur, weil andere Menschen nicht bereit sind, einige Einschränkungen hinzunehmen. Statt vielen alles zu gestatten und andere dafür extrem einzuschränken (weil sie das "Pech" haben, zu einer Risikogruppe zu gehören), hat man sich zu "moderaten Einschränkungen für die Allgemeinheit" entschlossen. Somit kann die Risikogruppe dennoch etwas am öffentlichen Leben teilhaben, und für die anderen sind die zeitlich befristeten Maßnahmen wohl noch "halbwegs verkraftbar". Ist das nicht auch das Prinzip einer "Solidargemeinschaft", auf denen unser Gesellschaftssystem basiert?

Wobei ich dir weiterhin uneingeschränkt Recht gebe, was den Shutdown der Wirtschaft betrifft. Hier hätte man mit erheblich mehr Augenmaß agieren müssen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass allein das Tragen von Mundschutz in gewissen Bereichen, die Abstandsregeln und die traurigerweise erst jetzt in den Köpfen der Menschen angekommene (und hoffentlich auf Ewigkeit verankerte) Notwendigkeit der Handhygiene (nur Waschen, nicht einmal dieses häufige Desinfizieren) zu einem drastischen Rückgang der Neu-Infektionen geführt hätte. Sicherlich nicht ganz so schnell, aber immer noch in einem zeitlichen Maß, dass unser Gesundheitssystem nicht überlastet worden wäre.
 
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  • #4.208
Ich bitte dich. Du willst nicht im Ernst die Menschen, die in Industrieländern von "den Tafeln" o.ä. abhängig sind, mit den Millionen Hungernden in Afrika & Co. vergleichen, oder?
Braucht es eine Mindestzahl? Müssen es erst Millionen sein, das ihnen Aufmerksamkeit gebührt.
Sag' das mal einem, der hier in unserer Wohlstandsgesellschaft hungern muss, der ist sicherlich begeistert.

Missverständnis. Ich meinte die "Bedrohung durch Hunger" und weit entfernte "Seuchen" (z.B. Malaria, Ebola, Dengue-Fieber u.a.)
Ist bereits da: Tigermücke.
 
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  • #4.213
Braucht es eine Mindestzahl? Müssen es erst Millionen sein, das ihnen Aufmerksamkeit gebührt.
Es geht nicht um "Aufmerksamkeit", sondern um eine Art Vergleichbarkeit.
Ich könnte hier auch über diverse "Lappalien" (z.B. Schlaglöcher im Straßenbelag) klagen und in Indien waten sie barfuß durch die Scheiße.
Die Verhältnismäßigkeit sollte bei Vergleichen meiner Meinung nach grundsätzlich gewahrt sein.
 
D

Deleted member 24688

  • #4.214
Sicherlich nicht ganz so schnell, aber immer noch in einem zeitlichen Maß, dass unser Gesundheitssystem nicht überlastet worden wäre.
Die Gefahr mag man nun bewerten/einschätzen, wie es einem beliebt:


Zitat: "Während der Corona-Pandemie suchen offenbar deutlich weniger Menschen einen Facharzt auf. Krankheiten würden so verschleppt, Heilungschancen sinken. Dies berichtet der NDR unter Berufung auf eine Umfrage bei Berufsverbänden sowie Kassenärztlichen (KVen) und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen). Spitzenreiter bei den Rückgängen seien die Zahnärzte mit einem Minus von bis zu 80 Prozent. Kardiologen und Onkologen meldeten laut NDR für ihre Patienten, die oftmals einer Risikogruppe angehörten, Rückgänge zwischen 30 und 50 Prozent."

Es kann nicht angehen, dass zu Beginn der Maßnahmen Patienten nach Hause geschickt wurden, auf Deutsch: Behandlungen abgesagt wurden, und eine Angst vermittelt wurde, die solche Auswirkungen trägt, dass "alltägliche" Patienten sich nicht mehr zum Arzt/ins KKH trauen und je nachdem, (drastische) Folgen für deren Gesundheit zu erwarten sind.
 
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  • #4.215
Es kann nicht angehen, dass zu Beginn der Maßnahmen Patienten nach Hause geschickt wurden, auf Deutsch: Behandlungen abgesagt wurden, und eine Angst vermittelt wurde, die solche Auswirkungen trägt, dass "alltägliche" Patienten sich nicht mehr zum Arzt/ins KKH trauen und je nachdem, (drastische) Folgen für deren Gesundheit zu erwarten sind.
Das untermauert ja nur meine These, dass durch einfache Maßnahmen bereits viel hätte erreicht werden können. Die in meinen Augen überzogenen Maßnahmen und die relativ einseitige, negative und aufmerksamkeitsheischende Berichterstattung haben ihren Teil zu der entstandenen und in Großteilen der Bevölkerung immer noch vorhandenen Angst, wenn nicht gar Panik - nicht nur beigetragen - sondern diese sogar mit verursacht.