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  • #4.096
@creolo
Ich habe mir die ersten 32 oder 34 seiner Podcasts angehört, in denen er sehr differenziert erklärt hat. Jedoch ist die Differenziertheit auf dem Weg zu den Berichten über seinen Podcast verloren gegangen.
Daher bin ich eher dafür sich die Originalquelle zu Gemüte zu führen, sofern möglich.
 
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  • #4.097
"Dutzende hervorragende Journalistinnen und Journalisten sind gezwungen, sich mit diesem Unsinn zu befassen, die kruden Behauptungen zu widerlegen und "Faktenchecks" zu schreiben. Dass sie es tun, ist unerlässlich, denn tun sie es nicht, bleibt der Schrott unerwidert als "legitime Meinung", als akzeptable Äußerung im Raum stehen."
Sorry, aber das halte ich für Blödsinn. Wie schon Herr Blome begreift auch Herr Kazim von der ZEIT anscheinend nicht, dass Journalisten nicht nur stille Beobachter sind, sondern dass sie auch Akteure sind. Wer sich aufgerufen fühlt, immer nur den lautstarken Spinnern zu widersprechen und dafür in Kauf nimmt, dass über die Stillen mit echten Anliegen nicht mehr berichtet wird, der erzeugt damit genau das Gegenteil des gewünschten: Die lauten Spinner bekommen immer mehr Platz auf der Bühne; und den Stillen bleibt nicht anders übrig als den Spinnern zuzustimmen, damit ihr Anliegen überhaupt Gehör findet.

Mich erinnern unsere Medien in den letzten Wochen häufig an Noam Chomskys "Manufactoring Consent". Chomsky hat in den 80er Jahren ein Modell aufgestellt (und belegt), nach dem die kapitalistischen Massenmedien (in den USA) eine systemstützende Propaganda-Funktion erfüllen, und dass dabei internalisierte Annahmen und Selbstzensur eine Rolle spielen.

Chomsky hat man übrigens auch oft vorgeworfen, er verbreite Verschwörungstheorien.
 
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  • #4.098
Sorry, aber das halte ich für Blödsinn. Wie schon Herr Blome begreift auch Herr Kazim von der ZEIT anscheinend nicht, dass Journalisten nicht nur stille Beobachter sind, sondern dass sie auch Akteure sind. Wer sich aufgerufen fühlt, immer nur den lautstarken Spinnern zu widersprechen und dafür in Kauf nimmt, dass über die Stillen mit echten Anliegen nicht mehr berichtet wird, der erzeugt damit genau das Gegenteil des gewünschten: Die lauten Spinner bekommen immer mehr Platz auf der Bühne; und den Stillen bleibt nicht anders übrig als den Spinnern zuzustimmen, damit ihr Anliegen überhaupt Gehör findet.
Journalisten müssen sich auch nach den Gegebenheiten der zahlenden Zielgruppe richten und sind insofern auch deren Akteure inkl. der politischen Färbung

nur unabhängige Medien berichten im Besten Fall breit gefächert bzw. mit den Hinweisen auf die politischen Hintergründe bzw. Kenntnisse von unterschiedlichster Seiten
 
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  • #4.099
Auch Experten sind lernfähig; viele jedenfalls.
Merkwürdig ist nur, dass diese Lernfähigkeit immer in die Richtung ausfällt, dass das Virus gefählich bleibt: Im Winter erklärt uns dieser Experte, dass wir durch die jahreszeitliche Erwärmung nicht mit einem wesentlichen Rückgang der Epedemie rechnen dürfen. Und im Sommer (also war doch schon Sommer heute, oder? ☀😎) hat er dann dazu gelernt und erklärt uns, dass die Epedemie im kommenden Winter dann wieder viel schlimmer kommen wird.
 
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  • #4.101
ich hab deinem Akteur Argument auch nicht widersprochen

ich seh die Wissenschaftler nicht als die Akteure der Coronakrise, den Logikfehler der Politik möchte man ihnen gerne zuschieben und das funktioniert scheinbar bei einigen Leuten ganz gut
 
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  • #4.102
Zur Abwechslung mal ein Statement von einer Berufsgruppe, die - wie sich herausgestellt hat - so gar nicht system-relevant ist.


"Wenn das so weiter geht, war's das. Tschüss."
 
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  • #4.103
@creolo
Ich habe mir die ersten 32 oder 34 seiner Podcasts angehört, in denen er sehr differenziert erklärt hat. Jedoch ist die Differenziertheit auf dem Weg zu den Berichten über seinen Podcast verloren gegangen.
Daher bin ich eher dafür sich die Originalquelle zu Gemüte zu führen, sofern möglich.
Das kannst aber nicht erwarten, dass das alle machen und das müsste er wissen. Wenn also meine Aussagen oft völlig falsch dargestellt und vereinfacht werden, schau ich warum und ändere das. Ich mach nicht einfach weiter und schimpf.
Die Medien greifen sich 2, 3 Sachen raus die sie verkaufen können.
 
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  • #4.104
Zur Abwechslung mal ein Statement von einer Berufsgruppe, die - wie sich herausgestellt hat - so gar nicht system-relevant ist.


"Wenn das so weiter geht, war's das. Tschüss."
Das typische Statement eines ich bezogenen Künstlers, dessen Geschäftsmodell wegen Corona gescheitert ist. Ich finde es gut, dass er nicht herum jammert und dass er im Gegensatz zu vielen anderen nicht von der Hand in den Mund lebt, sondern vorgesorgt hat.
 
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  • #4.107
Ich finde es gut, dass er nicht herum jammert und dass er im Gegensatz zu vielen anderen nicht von der Hand in den Mund lebt
Blöd halt, dass in der Kunst- und Kulturbranche sehr viele schlicht nicht in der Lage sind, vorzusorgen, weil es schon im Normalfall immer eng ist. Und deinen geht es jett echt schlecht. Aber ihre Lobby ist deutlich schlechter, als zb die der Tourismusbetriebe.