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  • #3.616
Aber den AKT braucht man doch vermutlich immer, um Erkenntnisse zu gewinnen, vor allem, wenn man einen Weg sucht, die Immunität der Bevölkerung zu messen?
Ja. Dafür muss man nur ersteinmal wissen in welchem Zusammenhang das AK-Testergebnis mit Immunität steht. Und das kann der AK-Test selbst nicht beantworten. Reichen 10 U/l? Reichen 50 U/l? Braucht man > 150 U/l, um vor einer Neuerkrankung geschützt zu sein. Das kann dir der AK-Test nie sagen. Wenn du das aber weißt, kannst du den AK-Test als Indikator nutzen, wie für andere Erkrankungen bereits etabliert und für Covid-19 anvisiert.
 
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  • #3.617
Ja. Bestimmt.
V.a. wird es helfen, die fehlenden Erkentnisse zu gewinnen, wenn man z.B. sieht, dass so gut wie alle mit <50 U/l nochmal krank geworden sind und die mit >200 U/l praktisch nie.
Problematisch ist aber auch eine Verlaufskontrolle. Eigentlich bräuchte man den AK-Status direkt vor Neuerkrankung, weil noch unklar ist, wie lange die AK sich halten.
Z.B. kann es sein, dass die mit <50U/l (ab AK-Testung) binnen 2 Monaten nochmal erkranken, die mit ~150 binnen 8 Monaten und die mit >200 erst wieder nach 2 Jahren.
 
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Deleted member 21128

  • #3.618
Ja. Dafür muss man nur ersteinmal wissen in welchem Zusammenhang das AK-Testergebnis mit Immunität steht.
Gibt es überhaupt irgendeinen Test, der ohne jeglichen Zusammenhang mit anderen Bedingungen brauchbare Erkenntnisse liefert?
Reichen 10 U/l? Reichen 50 U/l? Braucht man > 150 U/l, um vor einer Neuerkrankung geschützt zu sein. Das kann dir der AK-Test nie sagen.
Aber ich brauche doch den Test, um die Zahlen zu ermitteln?
 
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  • #3.620
Das winzig kleine Problem dabei ist nur, dass dieses - von Menschen verfasste Schriftstück - für den Virus und den Körper des Besitzers nicht verbindlich ist, und dieser Immunitätsnachweis nicht unbedingt Immunität nachweist und beim Besitzer keine Immunität herbeiführen kann.
... von Datenschutz- und anderen rechtlichen und ethisch-moralischen Fragen (Ausgrenzung !) mal ganz abgesehen !
 
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  • #3.621
Aber ich brauche doch den Test, um die Zahlen zu ermitteln?
Genau. Für sich sind die Zahlen aber recht bedeutungslos.

Worüber genau? Könnte man grob sagen, fehlende Erkenntnisse über Infektion, Immunität und Viruslast?
  1. Darüber bei welchem AK-Testergebnis jemand nach welchem Zeitraum erneut erkrankt.
    1. Nein, über die Viruslastkonzentration bringt der Test definitiv keine Erkenntnisse, weil - neben der Viruskonzentration - eine Myriade an Faktoren darauf einwirkt, wie stark die Immunantwort ausfällt.
    2. Über die Infektion das Infektionsgeschehen in der Bevölkerung sicher in Grenzen, wenn man eine gewisse falsch-positive Rate akzeptiert und die einigermaßen gut Einschätzen kann (saisonale Unterschiede). Über die (durchgemachte) Infektion - unter Annahme das Testergebnis sei ein Treffer - kann der AK-Test eine Aussage machen, ja.
    3. Nein, über die Immunität selbst, bringt der Test keine Erkenntnisse. Er kann dir nur die Immunität anzeigen, wenn du weißt, bei welchem Testergebnis eine Immunität besteht. Der Test selbst sagt, ohne dieses Hintergrundwissen, aber nichts über die Immunität aus (v.a. auch nicht über den Zeitverlauf nach Testung) und kann für sich allein keine Erkenntnisse dazu bringen.

... von Datenschutz- und anderen rechtlichen und ethisch-moralischen Fragen (Ausgrenzung !) mal ganz abgesehen !
Naja... für Masern geht es doch auch und die Ausgrenzung wird auch da ganz offen und klar kommuniziert (Kindergartenplätze).
 
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Deleted member 21128

  • #3.622
Ich hab da immer noch ein Verständnisproblem, @Syni
Diese AKT, über die wir hier reden, werden doch vermutlich etwas mehr testen als die bloße Existenz von AK? Da wird doch die Konzentration bestimmt eine Rolle spielen?
Und dann würde ich davon ausgehen, dass solche Tests auch nur dann seriös angewendet werden, wenn es brauchbare Sollwerte gibt, mit denen abgeglichen werden kann?
 
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  • #3.623
Das bestätigt zwar meine Annahme, wie Du das siehst (wollte aber fragen und nix vermuten oder unterstellen), finde es dennoch schade.

Denn ich finde, dieser Austausch bringt eine ganze Menge.
1. inhaltlich, fachlich - weil @Syni @creolo @WolkeVier ne Menge Sachliches (dazu gehören auch Fragen) beisteuern
2. in Hinblick auf die Stellen, wo ersichtlich wird, wie die Kommunikation verbessert werden könnte bzw. warum sie oft schiefläuft
 
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  • #3.624
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Deleted member 24688

  • #3.625
Das bestätigt zwar meine Annahme, wie Du das siehst (wollte aber fragen und nix vermuten oder unterstellen), finde es dennoch schade.

Denn ich finde, dieser Austausch bringt eine ganze Menge.
1. inhaltlich, fachlich - weil @Syni @creolo @WolkeVier ne Menge Sachliches (dazu gehören auch Fragen) beisteuern
Ja ... ist immer schade.
Kannst du die Sachlichkeit in Bezug auf ihren Wahrheitsgehalt beurteilen? .... Je nachdem bleibt dir nichts anderes übrig, als das als sachlich anzusehen, was du hier liest.
 
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  • #3.628
WARST!

zwischen künstlicher und natürlicher Immunisierung würde ich keinen großen Unterschied machen. Der Masern-Immuniätsnachweis, weist nicht aus, ob du die Erkrankung durchgemacht hattest oder geimpft wurdest. Er benennt nur, dass eine Immunität besteht, egal wo die herkommt.
Im Unterschied zu Masern streiten sich AFAIK indessen noch die Gelehrten, ob ein Corona-Erkrankter nach seiner Genesung nicht womöglich doch erneut daran erkranken kann : Soweit ich weiß, gibt es entsprechende Berichte aus Südkorea ... ! o_O
 
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  • #3.629
Der Masern-Immuniätsnachweis, weist nicht aus, ob du die Erkrankung durchgemacht hattest oder geimpft wurdest. Er benennt nur, dass eine Immunität besteht, egal wo die herkommt.
Korrektur!!
Da steht:

🔲 2 Masernschutzimpfungen
🔲 Eine Immunität gegen Masern (serologischer Laornachweis) liegt vor
Befreiung von einer Masern-Impfung:
🔲 Es liegt eine dauerhafte medizinische Kontraindikation vor, aufgrund derer nicht gegen Masern geimpft werden kann
🔲 Für o.g. Person konnte §20 Absatz 9 IfSG NICHT als erfüllt bewertet werden.
 
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ob ein Corona-Erkrankter nach seiner Genesung nicht womöglich doch erneut daran erkranken kann
Genau darum geht es (z.T.) die ganze Zeit bei der AK-Testungsdiskussion.

Soweit ich weiß, gibt es entsprechende Berichte aus Südkorea ... !
Die Berichte sind mit Vorsicht zu genießen. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Erkrankung noch nicht wirklich überstanden war und Positiv-Testungen (PCR) infolge von Negativ-Testungen in der Nähe der Detektionsgrenze keine Überraschung ist. Soweit ich gehört habe, fanden die "überraschenden" Positiv-Ergebnisse recht kurz nach den letzten Negativ-Ergebnisse statt.
 
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