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  • #3.346
Ich kann mich eben nicht frei entfalten: Ich darf mich nicht mit Freunden treffen, um mit denen z.B. Sport zu machen. Ich darf kein Picknick machen. Ich darf nicht in ein Restaurant oder eine Kneipe gehen. Ich darf mein Eis nicht unter dem Tulpenbaum vor der Eisdiele essen. Ich darf nicht ins Fitnessstudio gehen und ich darf meine Nägel nicht lackieren lassen.
Ist das darauf nicht verzichten eventuell ein Menschenleben wert?

Sei kreativ und finde Wege, die deine Bedürfnisse erfüllen, aber nicht die Gesundheit anderer beeinträchtigen
Zur freien Berufswahl gehört ja nicht nur dessen Wahl, sondern auch seine Ausübung. Köche, Kellner, Schauspieler, Musiker, Tanzlehrer, Frisöre, Masseure, Prostituierte und viele andere dürfen ihren Beruf zur Zeit nicht ausüben.
Bis auf Friseure und Prostituierte habe ich einige im Bekanntenkreis, die Ihren Beruf ausüben können.

Hier sind Kreativität und neue Ideen gefragt.

An Nord- und Ostsee darf man gar nicht reisen. De facto kann man auch sonst nirgendwo hinterreisen, denn man bekommt (als Tourist) ja keine Unterkunft.
Ja, es gibt Reiseziele, die bis Anfang Mai bis dato keine Unterkunft anbieten können.

Aufgrund von Quarantäneregelungen, die aus Bekämpung des Virus Sinn machen, sind z.B. Flugreisen nicht möglich.
Das ist jedoch alles zeitlich begrenzt und nicht wie in der damaligen DDR grundsätzlich verboten.

Nun mal ganz provokativ gefragt:

Ist für dich die rote Ampel an einer stark befahrenen Kreuzung auch eine Einschränkung der Grundrechte?
Du darfst halt nicht dann fahren, wenn du willst, sondern erst dann, wenn die Straße für dich frei ist.
 
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  • #3.347
Lebst du hinter dem Mond? Das kann doch nicht dein Ernst sein!

Ich kann mich eben nicht frei entfalten: Ich darf mich nicht mit Freunden treffen, um mit denen z.B. Sport zu machen. Ich darf kein Picknick machen. Ich darf nicht in ein Restaurant oder eine Kneipe gehen. Ich darf mein Eis nicht unter dem Tulpenbaum vor der Eisdiele essen. Ich darf nicht ins Fitnessstudio gehen und ich darf meine Nägel nicht lackieren lassen.

An Nord- und Ostsee darf man gar nicht reisen. De facto kann man auch sonst nirgendwo hinterreisen, denn man bekommt (als Tourist) ja keine Unterkunft.

Zur freien Berufswahl gehört ja nicht nur dessen Wahl, sondern auch seine Ausübung. Köche, Kellner, Schauspieler, Musiker, Tanzlehrer, Frisöre, Masseure, Prostituierte und viele andere dürfen ihren Beruf zur Zeit nicht ausüben.

Ich halte das für eine ganz schlimme Verharmlosung, wenn da jemand sagt, es seien ja gar keine Grundrechte eingeschränkt.
Aber all das kannst du doch mal ein/zwei Monate aushalten. Mach deinen Sport zu Hause und steck die Pizza in deinen Ofen. Was bedeuten schon die paar Wochen, wo man sich etwas einschränkt im Vergleich zu all den Jahrzehnten, wo alles möglich ist.
 
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  • #3.349
Ist das darauf nicht verzichten eventuell ein Menschenleben wert?
Schon der erste Satz enthält drei Fehler (und auf den Rest habe ich dann gar nicht Lust einzugehen).

Erstens hast du eben noch davon gesprochen, dass es ja gar keine Grundrechtseinschränkungen gebe, und jetzt sind sie es plötzlich wert?

Zweitens machst du den gleichen Fehler wie Herr Lauer und verwechselst das, was moralisch-ethisch geboten ist, mit dem, was der Staat anordnen darf. So sind ja z.B. Blutspende und ein Organspendeausweis moralisch-ethisch geboten, aber wenn der Staat das anordnet, wird es problematisch.

Und drittens ist es ja gerade die Frage, ob die aktuellen drastischen Maßnahmen überhaupt nötig sind, um Menschenleben zu retten. Das Virus wird ja in zwei Monaten nicht verschwunden sein. Stattdessen geht man immer noch davon aus, dass sich im Laufe der Zeit ohnehin 60-70 % der Bevölkerung infizieren werden. Als Ziel wurde immer genannt, die Infiziertenkurve so flach zu halten, dass das Gesundheitssystem mit den Covid-19-Kranken nicht überlastet wird. Das Gesundheitssystem in Deutschland ist von dieser Überlastungsgrenze aber weit entfernt.
 
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  • #3.350
Ist das darauf nicht verzichten eventuell ein Menschenleben wert?
Was ist mit denen, die auf Grund des Lockdowns ihre Existenzgrundlage verlieren durch das Rettungsnetz fallen und sich suizidieren.
Was ist mit dem Besuchsverbot in den Pflegeheimen, ein paar der Alten wird das nicht überleben.

Wie lange lassen sich die Massnahmen zum Wohle weniger gegenüber der Existenzgefährdung vieler noch rechtfertigen? Wohlgemerkt, zum Schutze des Gesundheitssystem alles OK, aber das Ziel ist in Deutschland und der Schweiz ja erreicht worden. Es hat reichlich Intensivbetten.
 
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  • #3.351
(...) Wohlgemerkt, zum Schutze des Gesundheitssystem alles OK, aber das Ziel ist in Deutschland und der Schweiz ja erreicht worden. Es hat reichlich Intensivbetten.
Noch. Und gerade wegen der einschneidenden Maßnahmen.

Und Deine Grundrechte kannst Du eben nur so lange für Dich reklamieren, wie dadurch nicht die Rechte anderer beeinträchtigt werden. Und das Leben und die körperliche Unversehrtheit sind ebenfalls Grundrechte.
 
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  • #3.353
Oh .... ein Menschenleben wert ... was ist dann der, der "nicht verzichtet" ... ein Mörder? ... Jemand der ein Tötungsdelikt begeht? .....
Zumindest sollte sich der/diejenige der eigenen Verantwortung bewusst sein, dass er/sie eben Menschen anstecken kann, u.U. mit Todesfolge.

Leider gibt es Menschen, denen das sch...egal ist. Daher braucht es leider gewisse Vorgaben, um andere vor diesen Egoisten zu schützen.

Wer sich der eigenen Verantwortung bewusst ist, hat sicher weniger Probleme mit den Einschränkungen, weil er/sie sie ohnehin beachten würde.

Ich habe (Dir) schon einmal geschrieben, dass gewisse Verhalten m.E. auch etwas mit Respekt anderen gegenüber zu tun haben. Interessanterweise gehst Du auf sowas nicht ein. Bei Dir klingt es stark nach "ich ich ich".
 
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  • #3.354
Noch. Und gerade wegen der einschneidenden Maßnahmen.

Und Deine Grundrechte kannst Du eben nur so lange für Dich reklamieren, wie dadurch nicht die Rechte anderer beeinträchtigt werden. Und das Leben und die körperliche Unversehrtheit sind ebenfalls Grundrechte.
Für wen gilt denn die körperliche Unversehrtheit, und für wen gilt sie nicht?

Inzwischen besteht wohl allgemein Lebensgefahr für viele Menschen ... 50% der OP's wurden abgesagt ... die Menschen sitzen mit ihren Schmerzen/Beschwerden zuhause und warten darauf, einen OP-Termin zu bekommen ... viele gehen mit schweren Erkrankungen nicht mehr zum Arzt ... weil sie sich nicht mehr in die Klinik trauen ...

Die Älteren in ihren Altersheimen, Angehörige in Behinderteneinrichtungen ... dürfen keine Besuche mehr bekommen ... verstehen die Maßnahmen nicht ... wie geht es den Angehörigen, die keine Besuche mehr durchführen dürfen? ... Wie groß ist der seelische Schmerz unter Familien, denen der Kontakt untersagt wurde ... und wie hoch ist die Anzahl im Vergleich ...

Wie ist das mit dem im Grundgesetz verankerten: Die Würde des Menschen ist unantastbar ....
 
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  • #3.356
Als Ziel wurde immer genannt, die Infiziertenkurve so flach zu halten, dass das Gesundheitssystem mit den Covid-19-Kranken nicht überlastet wird. Das Gesundheitssystem in Deutschland ist von dieser Überlastungsgrenze aber weit entfernt.
Ja, weil es eine gewisse Zeit diese massiven Einschränkungen gab. Deshalb wird das öffentliche Leben jetzt wieder vorsichtig gestartet. Unter Beobachtung, weil vermutet wird, dass mit diesem Beginn die Infektionen wieder steigen werden (vor allem dann im Herbst, wenn im Normalfall wieder indoor ein mehr an Nähe ist).
Jetzt geht es darum zu schauen, welche Regeln es braucht, um auch weiterhin miit den Infektionen so zu bleiben, dass diese eben (weit) unter der kritischen Marke bleiben, weil ja natürlich auch die Normalversorgung in den Krankenhäusern wieder möglich sein muss.
Mein Vertrauen in Politik (und da vor allem in die Opposition, deren ureigenste Aufgabe es ist "lästig" zu sein und der Regierung auf die Finger zu schauen) ist da, dass immer wieder nach Stand der Forschung evaluiert wird, welche Maßnahmen weiter nötig sind und was nicht mehr.
Das Problem ist doch auch, dass man anfangs wenig über das Virus wusste und vielfach auf Vermutungen (die darauf beruhten, wie sich andere Viren verhalten) angewiesen war.
Ich möchte nicht wissen, was jetzt los wäre, wenn anfangs weniger rigoros reagiert worden und der worst case eingetreten wäre. Dann würde es heißen, warum wurde nichts getan, schließlich sah man doch schon in anderen Staaten, was passiert,. . .
Im Nachhinein zu meckern, was alles falsch gemacht wurde ist immer einfach - aber auch unsympathisch.
 
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Wie ist das mit dem im Grundgesetz verankerten: Die Würde des Menschen ist unantastbar ....
Ich vermute mal, würden die Menschen auf überfüllten Krankenhausfluren krepieren, die Empörung wäre ebenso groß. Denn das wäre ebenfalls nicht würdevoll und unseren Werten nicht würdig.
Vorsorge ist nie sexy.

Niemand hat behauptet, dass wir diese Situation bewältigen ohne einen grenzenlosen Spagat zwischen unseren ethischen Werten und einem ständigen Abwägen der gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen/Belastungen.
 
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  • #3.359
Der wichtigste Satz : Es explodiert nichts . Nicht in CH nicht in Schweden, und hier schon mal gar nicht..