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  • #317
Es existiert etwas, das der Mensch (noch) nicht kontrollieren kann, das aber gleichzeitig möglicherweise nur wenige cm vom Einzelnen entfernt - und eben nicht weit weg wie Tsunamis, Erdbeben oder Heuschrecken ist.
Ist halt dummerweise weltweit, bei uns noch zusätzlich zur Grippewelle.
Wenn jetzt versucht wird die Auswirkungen zu mindern bzw. zu verlangsamen halte ich das schon für sinnvoll. Wir haben ja z.B @Lou Salome die das recht gut erklärt hat.
 
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  • #318
Wieso könnten aktuell 60-70% der Bevölkerung gleichzeitig erkranken - in 2 Wochen jedoch nicht mehr?
Nein, so ist das nicht gemeint.

Es werden schätzungsweise 60 bis 70% der Bevölkerung erkranken.
Damit die Fallzahlen der ERkrankung nicht alle auf einmal kommen, soll die Ansteckungsquote quasi in die länge gezogen werden.
Es geht darum zeit zu gewinnen, um eventuell ein Ipfstoff zu entwickeln und dass die Intensivbetten für die besonders schweren Fälle ausreichend sind.
Hiervon gibt es ca. 28.0000.
Wenn nun keine Maßnahmen ergriffen werden, um die Übertragunsrate zu verlangsamen, könnte das Gesundheitssystem zusammenbrecehn mit allen Folgen.
Das Thema Coronavirus wird also nicht im Aprill zu Ende sein, sondern uns noch eine lange Zeit begleiten.
 
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  • #319
Es stellt sich doch die Frage, was dadurch gewonnen werden soll? Zwei Wochen? Danach ist das Virus immer noch im Umlauf. Wenn dann alle wieder aus der gesetzlich angeordneten oder erbetenen Quarantäne (mehr denn je, da "Nachholbedarf"!) auf die Straßen, in die Kinos und in die Shopping-Malls drängen, erfolgt die Ausbreitung eben lediglich etwas später. Und? Was ist dann anders?
Erstens glaube ich nicht, dass in zwei Wochen wieder Business as usual möglich sein wird. Und zweitens ist dann die erste Welle derer, die intensivmedizinische Betreuung brauchen abgeflaut und die Intensiveinheiten werden frei für die nächste Runde. Denn darum geht's offenbar: die Gruppe derer, für die es problematisch ist zu schützen, bzw zu verhindern, dass die alle gleichzeitig erkranken.
Und drittens hoffen wohl die Experten darauf, dass mit der wärmeren Jahreszeit dem Virus die Luft ausgeht.
 
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  • #320
Erstens glaube ich nicht, dass in zwei Wochen wieder Business as usual möglich sein wird. Und zweitens ist dann die erste Welle derer, die intensivmedizinische Betreuung brauchen abgeflaut und die Intensiveinheiten werden frei für die nächste Runde. Denn darum geht's offenbar: die Gruppe derer, für die es problematisch ist zu schützen, bzw zu verhindern, dass die alle gleichzeitig erkranken.
Und drittens hoffen wohl die Experten darauf, dass mit der wärmeren Jahreszeit dem Virus die Luft ausgeht.
Blöd nur eine Eigenschaft von Viren:
Die sind sehr anpassungsfähig.
Ein wenig hier die Strucktur geändert und es geht weiter mit der Ansteckung.
Gut ist dann, wenn schon Antikörper im Körper vorhanden sind.
So sind die Krankheitssymptome dann nicht mehr so schlimm.
Deswegen sollte man ja auch jedes Jahr die grippeschutzimpfung machen, wenn man zu den gefährdeten PErsonen gehört.
Beim Corona wird das wohl nicht anders werden, nur man lernt einfach damit zu leben,
 
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  • #321
Denn darum geht's offenbar: die Gruppe derer, für die es problematisch ist zu schützen, bzw zu verhindern, dass die alle gleichzeitig erkranken.
Für die es problematisch ist (im niedrigen Promillebereich), gibt es eh keine Rettung. Alle andern überstehen es wie jeden normalen grippalen Infekt.
Dieses Lahmlegen der Wirtschaft wird viel gravierendere Folgen haben als das Virus selbst.
 
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  • #322
Denn darum geht's offenbar: die Gruppe derer, für die es problematisch ist zu schützen, bzw zu verhindern, dass die alle gleichzeitig erkranken.
klingt doch logisch, in einigen Ländern in Asien hats ja auch ganz gut geklappt mit dem strikten isolieren.
Wir haben in vielen Unternehmen durch den Fachkräftemangel, Grippe, Urlaube/Elternzeit eh ne extrene Belastung.
 
D

Deleted member 24688

  • #323
Erstens glaube ich nicht, dass in zwei Wochen wieder Business as usual möglich sein wird. Und zweitens ist dann die erste Welle derer, die intensivmedizinische Betreuung brauchen abgeflaut und die Intensiveinheiten werden frei für die nächste Runde. Denn darum geht's offenbar: die Gruppe derer, für die es problematisch ist zu schützen, bzw zu verhindern, dass die alle gleichzeitig erkranken.
Man muss sich auch mal überlegen: es wurden etliche Krankenhäuser geschlossen, ich glaube 14% abgebaut! ... Gleichzeitig stieg die Zahl der Personen die Intensivmedizinische Betreuung benötigen an ... die Verweildauer für einen Klinikaufenthalt wurde gekürzt ... die Kapazität ist doch gar nicht mehr vorhanden. Finde das interessant, dass darüber gar nichts berichtet wird.
 
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  • #324
Für die es problematisch ist (im niedrigen Promillebereich), gibt es eh keine Rettung. Alle andern überstehen es wie jeden normalen grippalen Infekt.
Dieses Lahmlegen der Wirtschaft wird viel gravierendere Folgen haben als das Virus selbst.
Und das ist eine moralisch Grundsatzdiskussion.

Stellt man den wirtschaftlichen Erfolg über Menschenleben,
oder verzichten alle etwas auf ihren Wohlstand, damit auxh Risikogruppen eine goße Chance bekommen weiter zu Leben.
 
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  • #325
Find ich ja alles okee, die Vorsichtsmaßnahmen! Aber:

Zusätzlich bewirken die Kindergarten- und Schulschließungen auch ein finanzielles Drama bei Geringverdienern, die nicht in wichtigen Posten arbeiten und nicht unter Quarantäne stehen. Da besteht eine erhebliche Gesetzeslücke, wenn die jetzt unbezahlten Urlaub für die Kinderbetreuung nehmen müssen. Oder selbständig mit Einmannbetrieb sind. Oder weil die ihnen zustehenden Krankenbetreuungstage schon verbraucht sind.
Die Lebenshaltungskosten und Rückzahlungen für Darlehen laufen ja schließlich weiter. Dann bleibt nur ein neuer Kredit. Und Stress mit den Chefs ist ebenfalls garantiert. Was glaubt ihr, wie viele jetzt am verzweifeln sind, und auch Angst um ihre Jobs haben, wenn sie sich ruckzuck Urlaub nehmen müssen, gerade in Kleinbetrieben.
Die tun mir auch leid, das wird hart für viele. Wie kriegen die das organisiert?
 
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  • #326
Ganz so simpel ist es nicht. Es gibt für Corvid-19 auf absehbare Zeit keinen wirksamen Impfstoff. Derzeit geht es nur darum den großen Peak an Erkrankungen zu vermeiden, der das Gesundheitssystem völlig überlastete.

Viele haben erhebliche finanzielle Einbußen, nur weil das staatlich verordnet wird.

Mal sehen wie es in Amiland läuft, die haben ganz miese Voraussetzungen das vermeiden/händeln zu können.
 
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  • #328
Find ich ja alles okee, die Vorsichtsmaßnahmen! Aber:

Zusätzlich bewirken die Kindergarten- und Schulschließungen auch ein finanzielles Drama bei Geringverdienern, die nicht in wichtigen Posten arbeiten und nicht unter Quarantäne stehen. Da besteht eine erhebliche Gesetzeslücke, wenn die jetzt unbezahlten Urlaub für die Kinderbetreuung nehmen müssen. Oder selbständig mit Einmannbetrieb sind. Oder weil die ihnen zustehenden Krankenbetreuungstage schon verbraucht sind.
Die Lebenshaltungskosten und Rückzahlungen für Darlehen laufen ja schließlich weiter. Dann bleibt nur ein neuer Kredit. Und Stress mit den Chefs ist ebenfalls garantiert. Was glaubt ihr, wie viele jetzt am verzweifeln sind, und auch Angst um ihre Jobs haben, wenn sie sich ruckzuck Urlaub nehmen müssen, gerade in Kleinbetrieben.
Die tun mir auch leid, das wird hart für viele. Wie kriegen die das organisiert?
Und genau das ist es, wo ich von den Verantwortlichen bis jetzt keinen Lösungsansatz sehe.
Es werdne zwar Kredite, Sofortmaßnahmen etc. in Aussicht gestellt.
Aber was mache ich mit meine drei Kindern, wenn es dann irgendwann heute mittag heißt:
Schule und Kiga ab Montag in NRW zu.
Oma und Opa soll man nicht einbinden, da sie zur Risikogruppe zählen.
Krankschreiben lassen auf die Kinder?
Urlaub nehmen, der eigentlich zur Erholung diehnt?

Bis jetzt habe ich hierfür keine Antworten.
 
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  • #329
Damit die Fallzahlen der ERkrankung nicht alle auf einmal kommen, soll die Ansteckungsquote quasi in die länge gezogen werden.
"Aufgeschoben" bedeutet doch gerade aktuell in keinem Fall auch "aufgehoben".
Es geht darum zeit zu gewinnen, um eventuell ein Ipfstoff zu entwickeln und dass die Intensivbetten für die besonders schweren Fälle ausreichend sind.
Hiervon gibt es ca. 28.0000. [/quote]
Impfstoff? Zur Zeit gehen die Experten davon aus, dass dieser (incl. Genehmigungs-/Zulassungsverfahren) ca. Herbst 2021 zur Verfügung stehen könnte.
Wenn nun keine Maßnahmen ergriffen werden, um die Übertragunsrate zu verlangsamen, könnte das Gesundheitssystem zusammenbrecehn mit allen Folgen.
O.k., es bricht aufgrund des verordneten Stillstands des öffentlichen Lebens aktuell nicht zusammen. Man verzögert die Ausbreitung. Aber was, wenn in zwei, drei oder meinetwegen vier Wochen die Leute ihr "normales" Leben wieder aufnehmen?
- Gibt's dann einen Impfstoff? - Nein.
- Ist das Virus weniger ansteckend? - Nein.
- Gibt es dann wieder mehr Desinfektionsmittel/Schutzmasken? - Eher nicht, da die Produktion ja lahmt
- Gibt es dann mehr Krankenhausbetten/Beatmungsgeräte?

Ist das Szenario nicht von der Sachlage (nicht von der Gefährlichkeit oder Dauer!) ähnlich dem, dass ich einen Atomangriff in einem Schutzbunker womöglich überstehe, diesen jedoch irgendwann mal wieder verlassen muss, draußen jedoch weiterhin hohe Radioaktivität besteht?

Denn das Virus wird weiterhin den Weg in jedes nicht komplett "abgeschottete" Land finden, da genügend Leute symptomfrei infiziert sind. Oder wird jeder, der eine deutsche Grenze passiert, erstmal 14 Tage in Quarantäne gesteckt?
Das Thema Coronavirus wird also nicht im Aprill zu Ende sein, sondern uns noch eine lange Zeit begleiten.
Ja, aber wieso sollte die aktuell drohende Dynamik in 2-3 Wochen nicht zum Tragen kommen?