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  • #3.121
@fafner: Guckst Du heute ins Föitong der NZZ (digitale Ausgabe):
Als Grundlage politischer Entscheidungen dienen also Experteneinschätzungen, die sich ihrerseits auf Studien stützen, die von politischen Interessen massgeblich geprägt werden. Oder anders gesagt: Hier wird über einen Umweg die Politik von der Politik beraten. Man schafft ein selbstreferenzielles System, in dem die wissenschaftlichen Berater als externe Experten auftreten dürfen, eigentlich jedoch nur als Aushängeschilder gebraucht werden, um politischen Entscheidungen den Anstrich naturwissenschaftlicher Objektivität zu verleihen.
Und wie hilft das jetzt genau weiter ? :rolleyes:

Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen : Hör(t) auf, rumzunölen - mach(t)s doch besser ! :mad:
 
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Deleted member 24688

  • #3.122
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  • #3.123
Das Recht zu nölen ist halt ein Grundrecht. "Machts besser" ist genauso wie "ja,aber... darf man nicht sagen" eher seicht und führt zu nix.
Ich sag meinen Kunden auch nicht "machs besser" :)
 
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  • #3.124
@fafner: Guckst Du heute ins Föitong der NZZ (digitale Ausgabe):
Als Grundlage politischer Entscheidungen dienen also Experteneinschätzungen, die sich ihrerseits auf Studien stützen, die von politischen Interessen massgeblich geprägt werden. Oder anders gesagt: Hier wird über einen Umweg die Politik von der Politik beraten. Man schafft ein selbstreferenzielles System, in dem die wissenschaftlichen Berater als externe Experten auftreten dürfen, eigentlich jedoch nur als Aushängeschilder gebraucht werden, um politischen Entscheidungen den Anstrich naturwissenschaftlicher Objektivität zu verleihen.
Nennt sich Lobbyismus, gibt es seit Jahrzehnten und um das zu wissen braucht es nicht das Föjtong der NZZ.
 
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  • #3.126
Heute bei Aldi an der Kasse sagt die nette Kassiererin zu jedem Kunden:
"Und ab Montag möchte ich sie verkleidet sehen, denken Sie bitte dran".
Ick freu mir uff die Maskenpflicht:
 
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  • #3.128
Seit Wochen ist die Zahl der Infizierten in unserem Landkreis annähernd unverändert bzw. steigt leicht. Da frage ich mich zum wiederholten Male, wieso offensichtlich keine Leute genesen. Auf diese Weise sehen die Menschen ausschließlich steigende Fallzahlen, von denen die Zahlen der mittlerweile Gesundeten schlichtweg nicht abgezogen werden, da diese nicht meldepflichtig sind.

Die immer größer werdende Zahl der "Infizierten" stellt somit alle Menschen dar, die das Virus nachweislich haben oder hatten. Dies stellt ein absolut verfälschtes Bild in der Öffentlichkeit dar und schürt weiterhin Ängste.

Auf die Darstellung eines möglicherweise gar nicht so dramatischen Bildes wird wissentlich verzichtet. Möglicherweise, um die Forderung nach weiteren Lockerungen nicht weiter zu befeuern bzw. die Menschen weiter zu den gebotenen Schutz- und Hygienemaßnahmen anzuhalten.
 
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  • #3.131
Seit Wochen ist die Zahl der Infizierten in unserem Landkreis annähernd unverändert bzw. steigt leicht. Da frage ich mich zum wiederholten Male, wieso offensichtlich keine Leute genesen. Auf diese Weise sehen die Menschen ausschließlich steigende Fallzahlen, von denen die Zahlen der mittlerweile Gesundeten schlichtweg nicht abgezogen werden, da diese nicht meldepflichtig sind.
Welche Medien konsumierst Du denn? In den heute-Nachrichten wird Tag für Tag auch die Zahl der Genesenen genannt, und zwar seit Wochen.
 
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  • #3.132
...aber bei der nächsten Kommunalwahl würde ich mich so richtig freuen wenn die SPD so richtig abschmiert. Das vergoldet dir den Tag, oder?
Geht so. Eine wirkliche Gefahr sind die ja eh nicht mehr. Und den Scholz finde ich tatsächlich ganz ok. Nicht unbedingt wegen seiner Politik. Der ist halt nur nicht so'n Großkotz wie die andern.
Ich frage mich ja als Laie ja wirklich, wie man bei solchen Aussichten auf -5,4 % kommen kann - wohlgemerkt für den Worst Case!
Hier in der CH haben sie grad von -1% oder so auf knapp -7% korrigiert. Und nächstes Jahr sollen dann exakt +5.2% eintreten. 🤦‍♂️ Das ist schon arg lachhaft.
Ich persönlich rechne mit mindestens -10% dieses Jahr, so wie die Politik es derzeit anstellt.
@fafner: Guckst Du heute ins Föitong der NZZ (digitale Ausgabe):
Ein sehr guter Artikel. https://www.nzz.ch/feuilleton/gross...aegt-die-stunde-der-star-virologen-ld.1552990
Drostens zahlreiche Kehrtwenden kann man nur schwerlich als Bewusstsein für wissenschaftliche Unsicherheit deuten. Vielmehr wären die Kehrtwenden überhaupt nicht notwendig gewesen, hätte Drosten von Beginn an offene Sachfragen als solche dargestellt und Unsicherheiten ehrlich kommuniziert. Er muss sich darum kritische Fragen gefallen lassen: Etwa, welche Auswirkungen eine frühzeitige differenzierte Darstellung der Mundschutzthematik auf die deutschen Fallzahlen gehabt hätte. Oder inwieweit manche verharmlosende Aussage das Risikobewusstsein innerhalb der Bevölkerung verringert habe.
Und richtig richtig wird's dann hier:
Doch eindeutige Antworten glauben Politiker der Bevölkerung eben leichter verkaufen zu können als offene Fragen. Lieber präsentiert man neue Massnahmen mit der vermeintlich einhelligen Rückendeckung der Wissenschaft.
Erleichtert wird dies durch ein naives Verständnis von «Wissenschaft», das in jüngerer Zeit immer salonfähiger geworden ist: So verdienstvoll das Engagement von Greta Thunberg und jungen Klimaaktivisten weltweit ist, so simplifizierend ist der Wissenschaftsbegriff, der in Sätzen wie «Unite behind the science» zum Ausdruck kommt. Immer öfter begründen auch Intellektuelle politische Forderungen mit einem angeblich einheitlichen und alternativlosen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Doch Wissenschaft lebt vom Ringen um Fakten und deren Interpretation. Forschung befasst sich definitionsgemäss mit offenen Fragen, auf die eine Vielzahl von Antworten gegeben werden können
.
Wissenschaft ist eben keine Frage einer Abstimmung.
Forderungen, «der» Wissenschaft Folge zu leisten, offenbaren darum eine undemokratische Sichtweise auf Politik: Man entlässt die gewählten Vertreter aus der Legitimationspflicht und verschleiert, dass es bei politischen Entscheidungen letztlich immer um Werte und Haltungen geht.
Und schließlich:
Es ist kein Wunder, dass sich unter solchen Rahmenbedingungen jene Wissenschafter als Berater qualifizieren, die den öffentlichen Auftritt besonders geniessen, deren Sehnsucht nach Publikum das Bedürfnis nach wissenschaftlicher Objektivität und Rationalität übersteigt. Mit wachsender innerer Abhängigkeit eines Wissenschafters von jenem Ruhm, den ihm die Beratertätigkeit einbringt, gelingt der Politik seine Instrumentalisierung immer leichter.
Das ist genau das, was seit Jahren in dieser unsäglichen Klimadebatte abläuft.
Dies stellt ein absolut verfälschtes Bild in der Öffentlichkeit dar und schürt weiterhin Ängste.

Auf die Darstellung eines möglicherweise gar nicht so dramatischen Bildes wird wissentlich verzichtet. Möglicherweise, um die Forderung nach weiteren Lockerungen nicht weiter zu befeuern bzw. die Menschen weiter zu den gebotenen Schutz- und Hygienemaßnahmen anzuhalten.
Tatsächlich gibt die fortgesetzte Einschränkung von Grundrechten der politischen Kaste so was wie einen Machtrausch.
 
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  • #3.133
Hör(t) auf, rumzunölen - mach(t)s doch besser !
@Traumichnich , das ist ein Missverständnis. Ich nöle nicht, und ich bin auch nicht unzufrieden. Besser machen kann ich es sowieso nicht: das zeigen mir die letzten drei Monate. Da hätte ich vieles falsch entschieden.

Es geht mir eher darum, immer wieder die Komplexität der ganzen Sache in Erinnerung zu rufen. Das betrifft auf der politischen Seite die Expertenmeinungen, wie sie entstehen, und wie sie benutzt werden. Man weiß doch wirklich nicht, wer recht hat. Kekulé empfiehlt seit Januar Mundschutz. Montgomery hält den Mundschutz für die beste Methode, sich zu infizieren. Hirschhausen flieht ins Beispiel und meint, wenn Du in der U-Bahn stehst und Dein Nachbar pinkelt, ist es ganz hübsch, wenn er eine Hose anhat.

Dazu kommen die verwirrenden Informationen von der Medizinfront. Im Prinzip nur eine schwere Lungenentzündung? Alles andere als eine Lungenentzündung? Intubieren oder nicht intubieren? Inspiratorischer oder exspiratorischer Druck? Hat alles gar nichts mit den Alveolen zu tun, sondern es handelt sich um Thrombosen und Embolien? Nikotin der beste Impfstoff?

Fragen über Fragen, und klare Antworten sind von vornherein verdächtig. Also: vorsichtig sein, aber nicht dumm. Die Parallele zum Klimaproblem mache ich gerne mit. Auch wenn sich vielleicht nicht stichhaltig beweisen lässt, dass die aktuelle Klimaschwankung menschengemacht ist, sprechen die Zahlen doch sehr dafür. Und wegen der langen Inkubationszeit ist es ziemlich blöde, nichts zu tun. Also machen wir es hier genau so, tragen Masken und Schals und waschen uns die Hände und fühlen uns draußen sicher, bis der nächste kommt und sagt, das Ding hält sich Stunden an der frischen Luft und bleibt infektiös.

Vor diesem Hintergrund meine ich, dass wir nicht auf das Virus und die Zahlen an Kranken und Toten starren dürfen, wie das Karnickel auf die Schlange. Da spielen mir einfach zu viele Faktoren eine Rolle, um ohne Einwand hinzunehmen, dass sich die Politik nur einem einzigen Ziel verschrieben hatte: die «Überlastung des Gesundheitssystems» zu verhindern. Klar ist die Frage ketzerisch, ob das Gesundheitssystem denn in dieser Krise Nennenswertes geleistet habe. Aber ich möchte sie schon stellen. Und bevor ein shitstorm los geht: mit nennenswerter Leistung meine ich das, was unter dem Strich herausgekommen ist, nicht den Einsatz. Den erlebe ich ja jeden Tag mit und preise ihn in den höchsten Tönen. Wie spricht der Lateiner? Ut desint vires, tamen est laudanda voluntas.
 
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  • #3.135
Welche Medien konsumierst Du denn? In den heute-Nachrichten wird Tag für Tag auch die Zahl der Genesenen genannt, und zwar seit Wochen.
Was sind denn das für Zahlen, wenn die Zahl der Genesenen nicht meldepflichtig ist? Im Übrigen mag es sein, dass einzelne Medien diese Zahl veröffentlichen, diese jedoch in einer separaten Spalte darstellen, sodass der Leser gezwungen ist, die Subtraktion eigenständig vorzunehmen, was zur Folge hat, dass in der ersten Spalte weiterhin die große Zahl an Infizierten prangt.