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Weil ein Uminterpretieren/ neu Anstreichen / Umbenennen zum Anpassen an Gesetze oder Durchschlüpfen durch Gesetzeslücken nun wirklich keine sonderlich kreative - geschweige denn neue - (Quer)Denkleistung ist.
Offenbar hats ja sogar einigermaßen funktioniert.
Es ist ein ziemlich einfacher Move und er hat den beabsichtigten Zweck erreicht. Überdies wäre mir nicht bekannt, daß er schon oft gespielt wurde.
Das ist schon ne gute Leistung. Kann man auch mal würdigen.
Insbesondere wenn er mehr oder weniger unfreiwillig auch noch so was wie Ironie offenbart.
 
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  • #5.915
🤨
So ein "Move" wird ständig in den unterschiedlichsten Kontexten "gespielt."
Das siehst du vielleicht so, weil du das "so ein" einfach im Sinne des Umdefinierens verstehst. Mir geht es aber genau um diesen konkreten Move: das Ausgeben als Gottesdienst. Wenn du da ein Beispiel hast, wo man eine Demo als Gottesdienst ausgegeben hat, um Beschränkungen zu umgehen, les ich das interessiert. Sonst ist die Rede von "ständig" usw. eher unspezifisch und langweilig.
 
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  • #5.916
genau um diesen konkreten Move: das Ausgeben als Gottesdienst.
Wären Yoga-Stunden erlaubt geblieben, wäre es eine Yoga-Session geworden. Klar, lustige Ironie. Aber welcher Umdefinierung es bedurfte, um durchzuflutschen, bestimmten die Regularien. Das den Umdefinierenden zuzuschreiben halte ich für vollkommen überzogen, um nicht zu sagen unangemessen.
Die Wahl des Gottesdienstes ist in sich kein "move." Diese Wahl war mehr oder weniger zwingend - sobald sie Grundidee des "moves" (Umdefinieren) stand.
 
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  • #5.917
Überdies wäre mir nicht bekannt, daß er schon oft gespielt wurde.
Weil es eine solche Situation (Pandemie) noch nie gab?
Und die Regularien halt mit heißer Nadel gestrickt sind?
daher sind sie halt auch leicht zu umgehen, wenn man will (siehe die ganzen"kreativen" Maskenträger bei den Querdenkerdemos.
Und wenn doch, wer ist dann "schuld"? Oder ist es dann einfach Schicksal? (siehe @Pit Brett)
Wenn ich mir so den Verlauf anschaue, dann kommt mir der ganze AHAplusundsoweiterkillefit ziemlich naiv vor. 🙄

Eigentlich wollte ich ja auf dein "ich-weiß-eh-alles-besser-und-alle-anderen-sind-doof / Politiker-Geschimpfe" eines alten Mannes ohne Kinder und alte Angehörige nicht mehr eingehen - aber wo du mich direkt fragst:
Ja, dann ist das Pech, wenn sie sich trotzdem anstecken. Oder nenn es halt Schicksal, wenn du willst.
Hatten wir ja schon mal: es geht nicht um entweder oder, sondern darum, den richtigen Mittelweg zu finden.
Risikominimierung.
Ist für einen "Ich-weiß-es-alles-besser" schwer nachzuvollziehen.
Eh klar.
 
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  • #5.919
Wären Yoga-Stunden erlaubt geblieben, wäre es eine Yoga-Session geworden. Klar, lustige Ironie. Aber welcher Umdefinierung es bedurfte, um durchzuflutschen, bestimmten die Regularien. Das den Umdefinierenden zuzuschreiben halte ich für vollkommen überzogen, um nicht zu sagen unangemessen.
Na, da kommt schon mehreres zusammen. Also über Jürgen Fliege als Festredner hinaus, was für sich schon mal herrlich ist.
Ist doch klar (oder sollt es sein), daß mit dem "genial" in erster Linie die Gesamtsituation gemeint ist, und damit keine gewissenhaft überlegte Schulnote an irgendwelche einzelnen Personen gegeben wird, von denen ich keinen SChimmer habe, wer da welchen Anteil hatte und was der Engel der Geschichte hinzugewirkt hat. Ich sprech trotzdem von ner Leistung der Bewegung.
Die Zeiten sind ernst und schwer. Aber ein bißchen Sinn für Geschmack muß ja selbst in diesem biederen Forum nicht völlig fehl am Platze sein.
 
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  • #5.923

"Wer hätte das im 21. Jahrhundert noch erwartet? Seit dem Wochenende zerbrechen sich Juristen, Politiker, Polizisten und Theologen in der Landeshauptstadt die Köpfe darüber, was ein Gottesdienst ist und was nicht. "
 

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  • #5.924

"Wer hätte das im 21. Jahrhundert noch erwartet? Seit dem Wochenende zerbrechen sich Juristen, Politiker, Polizisten und Theologen in der Landeshauptstadt die Köpfe darüber, was ein Gottesdienst ist und was nicht. "

Die Juristen des bayrischen Innenministeriums haben einfach gepennt. Die eigentliche Frage wäre gewesen, ob es ein genehmigungsfähiges Hygienekonzept gibt und wird es auch eingehalten.
 
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  • #5.925
Die Juristen des bayrischen Innenministeriums haben einfach gepennt. Die eigentliche Frage wäre gewesen, ob es ein genehmigungsfähiges Hygienekonzept gibt und wird es auch eingehalten.

Al Capone hat man auch nur wegen Steuerhinterziehung drangekriegt.

Aber geklärt muß es doch werden, die Gottesdienstsache. Sonst macht man dasselbe halt nochmal nur mit Hygienekonzept.
 

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  • #5.927
Wie stellst du dir das vor? Der einzige Zeuge, der vor Gericht erklären könnte, wie ihm zu dienen genehm wäre oder nicht, hat keine ladungsfähige Anschrift.
Am brennenden Dornbusch 1.

Aber das wäre ohnehin ein nicht vielversprechender Move zu verkünden, Gottesdienste könne es nur geben, wenn darin einem Gott gedacht würde, den es tatsächlich gibt.
Da brauchts andere Kriterien.
 
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  • #5.928
"Die Frage, wo Religion anfängt und wo sie aufhört, ist ein Standardproblem in der Rechtswissenschaft. Grundsätzlich gilt hier das Prinzip, dass religiöse Gemeinschaften sich selbst als solche definieren können. Allerdings verläuft da eine Grenze, wo Religion nur vorgeschoben ist, um sich damit Vorteile zu verschaffen. "

Der Witz ist, daß es ja nicht vorgeschoben wäre, wenn die Querdenkerei sich tatsächlich zu ner handfesten Verschwörungstheorie auswüchse. Das ginge ja dann eben halt in Richtung Religion.
 
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  • #5.929

In D zerbrechen sich die Leute wegen friedlicher Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen den Kopf und jetzt wagt man sich einer Veranstaltung die Bezeichnung "Gottesdienst" zu geben ... 🙊 ... Ui .... welch Frevel! Während in anderen Ländern ...
 
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Am brennenden Dornbusch 1.

Aber das wäre ohnehin ein nicht vielversprechender Move zu verkünden, Gottesdienste könne es nur geben, wenn darin einem Gott gedacht würde, den es tatsächlich gibt.
Da brauchts andere Kriterien.

Nachdem der Ausführende ein emeritierter evangelischer Pfarrer ist, scheint mir naheliegend, welchem Gott gehuldigt werden sollte und ob dieser hierzulande als verehrungswürdig anerkannt ist.

Dem SZ Artikel zufolge schritt die Polizei ein, nachdem ein langes Gitarrensolo und Applaus ihren Argwohn erregt hatte. Allerheiligen sei schließlich ein stiller Gedenktag.
Hier stellt sich die Frage, ob es eine einheitliche, durch die Staatsmacht zu kontrollierende Regelung geben kann, wie ein Gottesdienst zu gestalten ist, oder ob es der jeweiligen Religionsgemeinschaft anheimzustellen ist, auf welche Weise sie ihrem obersten Herrn zu gefallen versucht. Letztlich kann der jeden einzelnen Teilnehmer dereinst von der Himmelspforte weisen, auf dass er seinen Frevel im Fegefeuer büße.
 
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Das nicht, aber D spielt(e) sich immer gerne als "Motor" Europas auf. Mit Kolbenfresser wird das dann nix.
Für > 90% ist das Risiko durch C19 in der Nähe von Null. So verhalten sie sich ja auch, wenn man sie läßt. Natürlich hat kaum jemand Lust auf Scherereien. Also macht man den ganzen Zinnober halt mit, mehr oder weniger.
Die sensationellen Zustimmungsraten sind am Bröckeln, die Lust am Shutdown läßt nach. Fürs Gesundheitspersonal klatscht auch keiner mehr auf dem Balkon. Es wachen halt immer mehr mit Kater auf. 😾
Oder wie die NZZ so treffend schreibt: "Solidarität war im Frühling billiger zu haben. ... Wer im Frühling die Folgen für die Wirtschaft erwähnte, wurde als Unmensch hingestellt. Heute müssen sich Corona-Kranke fragen lassen, wo sie denn die Nächte durchgefeiert hätten. Die Stimmung ist auch deshalb so giftig geworden, weil wir jedem, der auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen unserer Pandemiebewältigung hinwies, befahlen, das Maul zu halten."
Mal sehen, wie das in einigen Monaten so ist, wenn wir pandemiemäßig noch gar keinen Schrit weiter sind.
Trump waere vielleicht in Gefahr und lacht sich tot, wenn Deutschland ihm (in einem Jahr) einen Herrn Habeck gegenueberstellen wuerde...
Ach so... das also ist die Strategie. 🙂
 
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In D zerbrechen sich die Leute wegen friedlicher Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen den Kopf und jetzt wagt man sich einer Veranstaltung die Bezeichnung "Gottesdienst" zu geben ... 🙊 ... Ui .... welch Frevel! Während in anderen Ländern ...
.... erheblich strengere Maßnahmen angeordnet sind. Möglicherweise steigt der Widerstand mit der Stärke der Einschränkungen, die ab einem gewissen Grad vermehrt als Willkür des Staates empfunden werden könnte.
 
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  • #5.938
Zitat von Handelsblatt vom 03.11.2020:
:
Die Kanzlerin sagte, dass sich 75 Prozent des Infektionsgeschehens in Deutschland nicht mehr nachverfolgen lasse.
Das weiß man also nicht (mehr).

Gott sei Dank gibt es aber etwas, was zumindest Frau Merkel (die emsige Sportlerin, Sauna- und Kneipengängerin) glaubt zu wissen:

Hm, wir wissen zwar nicht mehr, wo sich die Leute anstecken, aber Herr Drosten, Herr Spahn und ich haben gestern Abend ausgelost ("oder, Jens, hatten wir gewürfelt?").

Wenn's das nicht war, spielen wir Anfang Dezember noch mal "Ene, mene, muh". Jeder muss halt seinen Teil zur Eindämmung der Pandemie beitragen.
 
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  • #5.939
Der Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts, Lars Schaade, hat am Dienstag in Berlin eine neue Teststrategie bei Corona-Verdachtsfällen angekündigt. Wenn alle Patienten mit Erkältungssymptomen auf Corona getestet würden, brauche man jede Woche mehr als drei Millionen Tests. „Das ist weder möglich noch erforderlich“, sagte Schaade.

Blasen die da allmählich zum Rückzug? Haben sicher auch langsam Muffe, über Weihnachten 83 Mio in einen Lockdown zu schicken. :p
 
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  • #5.940
Blasen die da allmählich zum Rückzug? Haben sicher auch langsam Muffe, über Weihnachten 83 Mio in einen Lockdown zu schicken. :p
Nee, die hoffen, dass die Zahlen bis kurz vor Weihnachten etwas runter sind und zumindest Familientreffen wieder möglich sein können.

Ab Neujahr dann, wenn die Zahlen wieder "astronomische Höhen" erreicht haben, kommt der nächste Shutdown.
 
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