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  • #5.851
Kannst dir ein "bitte nicht retten" auf die Brust tätowieren.
Kann ich. Bringt aber nichts. Dürfen sie nicht beachten, weil - aufgrund der permanenten Struktur eines Tatoos und des (finanziellen) Aufwands es wieder zu entfernen - nicht mit Sicherheit geschlussfolgert werden kann, dass das Tatoo meinen gegenwärtigen Überzeugungen entspricht.
 
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  • #5.853
Ich habe mal in einem Pflegeheim gearbeitet. Eine Bewohnerin 87 hatte Gelbsucht verursacht durch ein Leberversagen, ihre Haut war richtig gelb. Ihre Tage waren gezählt. Sie konnte nicht mehr kauen und man hat ihr dann noch eine richtig teure Zahnbehandlung zukommen lassen. 2 Tage später ist sie verstorben.

Das Gleiche bei der Tante einer Kollegin, die auch in einem anderen Heim arbeitet. Was der Arzt da noch alles machen wollte, ohne Sinn auf Besserung für ein paar Tage, die sie eh nur im Bett dämmrig rumlag. und meine Kollegin hat richtig kämpfen und mit einem Amwalt drohen müssen , um das zu verhindern. Patientenvollmacht lag übrigens vor.

Das hat nichts mehr mit Lebensqualität sondern eher mit Verlängerung der Qualen zu tun.
 
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  • #5.854
@LouA.
Du kannst doch nicht ernsthaft leugnen wollen, dass die Medizin längst das Augenmaß verloren hat, wenn es um die angemessenheit lebenserhaltender bzw Leben-wieder-einhauchender Maßnahmen geht.

In sehr großen Teilen hat sich die Medizin von dem Konzept verabschiedet, dass der Tod zum Leben gehört, drückt sich vor moralisch und ethisch schweren Auseinandersetzungen und hält praktisch so gut wie jeden am Leben, sofern die (technnischen) Möglichkeiten dafür bestehen.
Prämisse (außerhalb palliativmedizinischer Stationen): "Sterben verboten, unter meiner Hand."
Danke für dieses Statement.
 
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  • #5.855
Ich habe mal in einem Pflegeheim gearbeitet. Eine Bewohnerin 87 hatte Gelbsucht verursacht durch ein Leberversagen, ihre Haut war richtig gelb. Ihre Tage waren gezählt. Sie konnte nicht mehr kauen und man hat ihr dann noch eine richtig teure Zahnbehandlung zukommen lassen. 2 Tage später ist sie verstorben.

Das Gleiche bei der Tante einer Kollegin, die auch in einem anderen Heim arbeitet. Was der Arzt da noch alles machen wollte, ohne Sinn auf Besserung für ein paar Tage, die sie eh nur im Bett dämmrig rumlag. und meine Kollegin hat richtig kämpfen und mit einem Amwalt drohen müssen , um das zu verhindern. Patientenvollmacht lag übrigens vor.

Das hat nichts mehr mit Lebensqualität sondern eher mit Verlängerung der Qualen zu tun.
ist es nicht so, dass Ärzte auch aufpassen müssten wenn sie zu wenig für die Pflege und Rettung der ihnen anvertrauten Menschen tun würden....fehlt anscheinend auch eine Art Sicherheitskonzept für schwierige Situationen in diesen Bereichen für alle Beteiligten
 
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  • #5.856
Kann ich. Bringt aber nichts. Dürfen sie nicht beachten, weil - aufgrund der permanenten Struktur eines Tatoos und des (finanziellen) Aufwands es wieder zu entfernen - nicht mit Sicherheit geschlussfolgert werden kann, dass das Tatoo meinen gegenwärtigen Überzeugungen entspricht.
Na gut, "bitte im Geldbeutel die Verfügung beachten" noch drunterschreiben
 
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  • #5.857
ist es nicht so, dass Ärzte auch aufpassen müssten wenn sie zu wenig für die Pflege und Rettung der ihnen anvertrauten Menschen tun würden....fehlt anscheinend auch eine Art Sicherheitskonzept für schwierige Situationen in diesen Bereichen für alle Beteiligten
Volle Zustimmung.
Nur ist der Austausch über mögliche Ursachen des Zustands eine andere Diskussion und kann erst geführt werden, wenn der Zustand als solches nicht negiert/ geleugnet wird.
 
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  • #5.858
Volle Zustimmung.
Nur ist der Austausch über mögliche Ursachen des Zustands eine andere Diskussion und kann erst geführt werden, wenn der Zustand als solches nicht negiert/ geleugnet wird.
da man in solchen Situationen nicht lange warten kann würde ich an ein internes Ethikgremium denken, denn ich meine die Ursachen müssten in der Entscheidung der unterschiedlichen Verantwortungsträger nur u.a. zur Sprache kommen. Alle Beteiligten können angehört und deren Standpunkte berücksichtigt werden, darum geht es ja in diesen Fällen...es wird unterschiedliche Einschätzungen geben und das ist auch gut so.
 
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  • #5.859
Spiegel


Ist der Flickenteppich an Maßnahmen ein Auslaufmodell?
Zudem forderte Brinkhaus mit Blick auf die Coronakrise eine neue Föderalismusdebatte: "Ein Landkreis ist kein Maßstab für die Lösung nationaler oder europäischer Katastrophen – ein Bundesland ist es auch nicht. Wir sollten uns die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern im Licht der Pandemiebewältigung genau anschauen. Wenn es im Interesse der Menschen ist, mehr Zuständigkeiten beim Bund zu verorten, sollten wir diese Aufgabe ohne Scheuklappen angehen." Das föderale System sei 1949 zurechtgeschnitten worden, 2020 lebten wir in einer anderen Welt.


😁 wie subtil die Politik vorgeht...
 
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Ich glaube, ein Grossteil der Menschen kann oder will solche Voschläge oder Statements nicht begreifen.😭😭😭😭😭
 
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  • #5.861
In sehr großen Teilen hat sich die Medizin von dem Konzept verabschiedet, dass der Tod zum Leben gehört, drückt sich vor moralisch und ethisch schweren Auseinandersetzungen und hält praktisch so gut wie jeden am Leben, sofern die (technnischen) Möglichkeiten dafür bestehen.
Prämisse (außerhalb palliativmedizinischer Stationen): "Sterben verboten, unter meiner Hand."
Ich habe aus diesem Grund jahrelang in einem Ethikrat mitgearbeitet und Ethikkonsile moderiert, um eben die Würde des Menschen geschützt zu sehen und keine Medizin um jeden Preis zu unterstützen.
Ich habe deshalb auch begonnen Philosophie zu studieren, um diesen Bereich meiner Arbeit noch stärker vertreten zu können.

Wie @Luzi100 schon sagte, habe ich auch hier nie eine gegenteilige Meinung vertreten und lasse mich daher auch nicht als "Gesundheits-Faschistin" bezeichnen.
Aber ich weiß ja von wem es kommt.

Edit: ich kann nur jedem raten, eine Patientenverfügung zu verfassen. Ich habe auch eine.
Nutzt nur wenig, wenn dann die eigenen Verwandten alle Massnahmen einfordern, obwohl deine Verfügung was anderes sagt. Dann wird es auch für uns sehr schwierig mit der Umsetzung, da der Anwalt schon vor der Tür sitzt. Und das kommt sehr häufig vor.
 
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  • #5.862
Im Wochenverlauf gibt es Schwankungen, die dazu führen könnten, daß ein früherer 4-Tages-Zeitraum mehr Neuinfektionen umfasst als ein späterer (wenn z.B. die relativ niedrigen Zahlen eines Wochenanfangs mit den hohen der vorherigen zweiten Wochenhälfte verglichen werden). Die Erklärung funktioniert dann allerdings nur, wenn R sich nicht auf den aktuellen Tag bezieht, aber das konnte ich dem Text nicht entnehmen.
Danke @Malcador Die Schwankungen sieht man mE im mittelfristigen R Chart. Der R Wert bezieht sich nicht auf den aktuellen Tag, sondern auf ein Zeitintervall vier Tage vor dem aktuellen Tag. Dh ein heutiger R Wert bezieht sich auf ein Zeitintervall bis zum 27. Oktober.

So wird es im RKI Dokument zum R Wert geschrieben: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ...-Wert-Erlaeuterung.pdf?__blob=publicationFile

In der Zusammenfassung wird aber auch darauf hingewiesen: "Dieses Dokument richtet sich an das epidemiologische Fachpublikum."
...quasi passend zum Forum. ;)
 
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  • #5.863
Edit: ich kann nur jedem raten, eine Patientenverfügung zu verfassen. Ich habe auch eine.
Nutzt nur wenig, wenn dann die eigenen Verwandten alle Massnahmen einfordern, obwohl deine Verfügung was anderes sagt. Dann wird es auch für uns sehr schwierig mit der Umsetzung, da der Anwalt schon vor der Tür sitzt. Und das kommt sehr häufig vor.
Patientenverfügung und mit den Anverwandten darüber reden, sodass es gar nicht erst soweit kommt. Ich habe das schon seit Jahren und da weiss jeder Bescheid wie weit ich behandelt werden möchte. Obwohl ich gar nicht mal so alt bin. Aber da kommt halt wieder das Thema, dass das der Tod nach wie vor ein Tabu ist.
 
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1 Meter in der erweiterten Fußgängerzone wurde ich schon nett ermahnt 😷
 
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Und sonst, alle nochmal feiern heute?
 
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ab Dienstag dürfen für eine Party nur noch Personen aus zwei verschiedenen Haushalten zusammen kommen :cool: und in der Nacht ist Ausgangssperre ..Basti und wir suchen noch gemeinsam die Balance :rolleyes:
 
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und Sean Connery ist tot
 
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Da spiegelt sich Poesie in den blanken Scheiben, es fragt sich nur welche...
 
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Interessant. Aber nicht neu. Und nicht auf Amiland beschränkt, dass der «Qualitätsjournalismus» sein Ansehen verloren hat. So wie es in den Buchhandlungen kaum noch Buchhändler zu geben scheint, so begegnen mir praktisch nur noch Journalisten, die völlig unvorbereitet und ahnungslos zu dem Ereignis kommen, über das sie berichten wollen/sollen. Aber vermeintlich investigative Fragen von erlesener Ignoranz stellen, das können sie. Und große Augen machen, wenn man sie fragt, ob sie denn eine Genehmigung haben, Beitragszahlerkohle mit so blöden Fragen zu verballern.
Das polarisiert natürlich zusätzlich. Aber manchmal schwillt mir der Hals.
 
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