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  • #5.491
Nein, sie sorgen für ein kleines Maß an Orientierung.
Wieso verneinst du meine Antwort? Du stellst eine Frage, ich gebe eine Antwort. Dann negierst du diese - und beantwortest dir deine Frage also selbst. Geht es dir nur darum zu widersprechen?
Weshalb zeichnen die Medien einen spezifischen Situationen als besonders gefährlich aus (und damit impliziert: andere als weniger gefährlich), im Unterschied dazu, einfach alle Situationen gleichsam als hochgefährlich auszugeben?
Weil es nochmals mehr "hypt".
"Ihr seid die Schönste im ganzen Land - aber die andere ist noch tausendmal schöner als Ihr".
 
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  • #5.492
Wieso verneinst du meine Antwort? Du stellst eine Frage, ich gebe eine Antwort. Dann negierst du diese - und beantwortest dir deine Frage also selbst. Geht es dir nur darum zu widersprechen?
Nein. Ich find mich gerade ziemlich sachlich und geduldig in der ARgumentation.
"Nein" hab ich geschrieben, weil deine Antwort "Superspreaderevents potenzieren diese ohnehin vorhandene Gefahr nochmals deutlich" an der Frage vorbeigeht.
Ich machs gerne klar, weshalb ich das meine:

Weil es nochmals mehr "hypt".
"Ihr seid die Schönste im ganzen Land - aber die andere ist noch tausendmal schöner als Ihr".
Es hypt die Gefahr durch einen ganz spezifischen Typ von Situation und macht eben das Sichaussetzen aller anderen Situationen im gleichen Zug weniger gefährlich. Beides! Es setzt nicht einfach einen drauf ("ohnehin"), sondern gewichtet, das eine stärker, das andere relativ dazu weniger gefährlich. Der Tenor ist immer: diese Superspreaderevents meiden. (Statt: Überhaupt alles meiden!)
Und die Frage war: Wenn es doch Anliegen der Medien ist, wie du meinst, die Parole auszugeben "Alles meiden!", weshalb fahren sie dann so sehr auf die Superspreaderevents ab? Statt sozusagen zu aller bereits genannten GEfahr noch die Superspreaderevents dazu zu nehmen, um eine noch größere GEfährlichkeit auszugeben, könnten sie doch alternativ einfach alle Situationen gleichermaßen als noch viel gefährlicher ausgeben, als sie es bereits getan haben. Was ist der strategische Vorteil des Abfahrens auf die Superspreaderevents?

Dein Beispiel mit der Schönsten bringts doch gerade gut zum Ausdruck. Indem die andere als tausendmal schöner bezeichnet wird, dürfte sich die, die als tausendmal weniger schön ausgegeben wird, gerade nicht als besonders schön fühlen, sondern ganz im Gegenteil und wird eher von Neid zerfressen.
Wenn möchte, daß alle sich gleichermaßen superschön finden, wird man besser nicht sagen "aber die andere ist noch tausendmal schöner als Ihr".
 
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  • #5.493
glaube ich schon, dass es der Politik gelegen käme, wenn sie von "Großteilen der Bevölkerung" wüsste, wo sich diese zu jedem Zeitpunkt gerade aufhalten. Eine sich unkontrolliert bewegende Masse an Menschen ist schlichtweg nicht zu überblicken. Ob nun Kriminalität oder Infektionsgeschehen - Aufenthaltsorte von Menschen zu kennen ist diesbezüglich von Vorteil.
Ich sehe schon... ich muss Mal wieder im Auftrag des Herrn unterwegs sein.
@Syni hat ja schon den Spiegelartikel verlinkt.
Interessanterweise funktioniert das beschriebene Phänomen hier auch im Forum. Mir scheint die einzige Möglichkeit, dem zu begegnen tatsächlich immer wieder auf die Fakten (soweit bekannt und eben auch nicht bekannt) hinzuweisen, Widersprüche in der Argumentation aufzudecken und Lügen zu benennen.
Und halt nachzufragen.
Das ist mühsam und wird an den verschwörungstheorethischen Überzeugungen oder dem "die da oben wir da unten" oder dem gut-böse... halt all dem, was darauf hinausläuft, dass jemand anderes dafür verantwortlich ist, dass ich mich schlecht fühle, und ich eigentlich gar nix tun kann (also keine Verantwortung übernehmen muss) weil alle anderen mich ja daran hindern und außerdem ich alles besser weiß als alle Fachleute, weil die sind ja wieder gesteuert oder haben andere (böse) Interessen...
Alles extrem langweilig und Energieverschwendung.
Mit solchen Überzeugungstätern ist eine Diskussion aussichtslos. Allerdings ist es meiner Ansicht nach extrem wichtig, zu widersprechen.
Währet den Anfängen (siehe USA).
Interessant finde ich ja, dass wenn auf irgendwelche Behauptungen (gefüüüühhle Wahrheiten) mit Verweisen auf Studien / Fakten geantwortet wird keinerlei Reaktion kommt, sondern einfach der nächste Schauplatz aufgemacht wird, oder mit Nebelbomben um sich geworfen wird. Erinnert ein bisschen an die Methode Trump.
 
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  • #5.494
Ach ja, eigentlich wollte ich ja @IMHO fragen:
bist du wirklich der Ansicht, dass die verantwortlichen Politiker in Deutschland andere Interessen haben, die Einschränkungen zu vershängen oder zu verschärfen, als den Schutz der Bevölkerung?
Ganz ernst gemeinte Frage. Also denkst du, dass diese das Volk irgendwie überwachen oder steuern oder einschränken wollen mit diesen Maßnahmen, um irgendwelche anderen Interessen zu verfolgen? Alle Parteien haben sich also verabredet? Und die anderen Länder mit vergleichbaren Einschränkungen auch?
Und zu welchem Zweck?
 
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  • #5.495
Ach ja, eigentlich wollte ich ja @IMHO fragen:
bist du wirklich der Ansicht, dass die verantwortlichen Politiker in Deutschland andere Interessen haben, die Einschränkungen zu vershängen oder zu verschärfen, als den Schutz der Bevölkerung?
Ganz ernst gemeinte Frage.
Auch wenn ich nicht IMHO bin: Menschen haben bezüglich ihres Tuns in der Regel mehrere parallele Motive.
Ich würde jedem mißtrauen, der sich hinstellt und sagt sagt: mein einziges Motiv für X ist (das sich toll anhörende) Y.
Keinen Deut plausibel ist aber der typische Anti, wenn er sich hinstellt und sagt: die anderen haben nur ein einziges Motiv für x, nämlich (das sich übel anhörende) Z.
Herr Söder beansprucht edelste Motive für sein Tun, die Verschwörungstheoretiker unterstellen niedrigste Motive.
Ist doch beides langweilig und gleichermaßen dämlich.
Ich finde den Rekurs auf Motive in solchen Zusammenhängen generell eher schädlich. Kommt man nirgendwo hin. Kommt doch nicth auf die Motive an. Und nicht auf die Personen. Daß Motive und Personen so stark in den Blick genommen werden, ist doch eher Zeichen von Abhängigkeit und Kompetenzmangel im Umgang mit Gehalten. Politik oder Ethik für Galaleser.
 
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  • #5.496
@syntagma
Es geht mir bei der Frage ja nicht um eine "normale" kritische Sichtweise auf Politiker. Dass Söder seine Großmutter verkauft hätte, um an die Macht zu kommen hat ja selbst Seehofer öffentlich geäußert.
Natürlich ist die Frage nach den Motiven wichtig.
Wenn mir Menschen im Freundeskreis mit verschwörungstheoretischen Geschichten kommen ist doch die logische Frage: warum sollten die (Politiker, Gates, ...) das tun? Was ist deren Zweck / Vorteil? Und warum auf der ganzen Welt?
Dann kommt meist: nein, Weltverschwörer sind sie ja nicht, und eigentlich wollen sie da ja garnicht so drüber diskutieren, aaaaber...
Hatte ich hier schon mal geschrieben: im Grunde geht es um Vertrauen; in den Staat, seine Institutionen, die Gewaltenteilung, die Presse, die unabhängige Wissenschaft. Wenn das weg ist, kann nicht nur die Demokratie einpacken. Was dann kommt? Starker Führer?

Edit: im Übrigen traue ich noch nicht mal Söder zu, dass er die Bevölkerung nur zu seinen Gunsten manipulieren und gängeln wollte.
Und ich denke auch nicht, dass alle Maßnahmen immer sinnvoll und gerechtfertigt sind.
Am Ende wissen wir es eh erst in ein paar Jahren.
Aber diese Empörung ständig. Meine Güte, sagt halt eure Meinung, aber tut nicht immer gleich so, als würden euch sämtliche Grundrechte gestrichen aus reinem jux und Tollerei.
Konstruktive Alternativvorschläge kommen aus dem Empörungslager sehr selten. Was schlagt ihr denn vor? @IMHO? Z.B. mit den Altenheimen? Wie soll das konkret laufen?
Alle dürfen rein, und wer nicht angesteckt werden will, muss halt ausziehen? Und die Pflegekräfte / Ärzte? Werden die gefragt?

Wehret den Anfängen... war gemeint 😊 ...während Trump und Putin und Erdogan schon da sind...
 
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  • #5.497
Und die Frage war: Wenn es doch Anliegen der Medien ist, wie du meinst, die Parole auszugeben "Alles meiden!", weshalb fahren sie dann so sehr auf die Superspreaderevents ab? Statt sozusagen zu aller bereits genannten GEfahr noch die Superspreaderevents dazu zu nehmen, um eine noch größere GEfährlichkeit auszugeben, könnten sie doch alternativ einfach alle Situationen gleichermaßen als noch viel gefährlicher ausgeben, als sie es bereits getan haben. Was ist der strategische Vorteil des Abfahrens auf die Superspreaderevents?
Schlagzeilen-Philosophie?
Das eine ist gefährlich, aber das andere noch viel gefährlicher. Der Umkehrschluss, dass das vermeintlich "Gefährlichere" lediglich nur "normal gefährlich" sei und alles andere weit weniger gefährlich, ist medienspezifisch nicht erwünscht. Und diese Relativierung findet ja in den Köpfen der schlagzeilen-lesenden Menschen auch gar nicht statt.
 
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  • #5.498
@syntagma
Es geht mir bei der Frage ja nicht um eine "normale" kritische Sichtweise auf Politiker. Dass Söder seine Großmutter verkauft hätte, um an die Macht zu kommen hat ja selbst Seehofer öffentlich geäußert.
Natürlich ist die Frage nach den Motiven wichtig.
Wenn mir Menschen im Freundeskreis mit verschwörungstheoretischen Geschichten kommen ist doch die logische Frage: warum sollten die (Politiker, Gates, ...) das tun? Was ist deren Zweck / Vorteil? Und warum auf der ganzen Welt?
Ja, du hattest ja auch von "Interessen" geschrieben, das deckt einiges ab. So im Sinne von nicht-persönlichen Zielen und Strategien, diese zu erreichen, bin ich da ganz einverstanden.
Davon unterscheiden würd ich eher private Motive.

Aus schlechten Motiven können gute Strategien gefahren werden und umgekehrt.

Hatte ich hier schon mal geschrieben: im Grunde geht es um Vertrauen; in den Staat, seine Institutionen, die Gewaltenteilung, die Presse, die unabhängige Wissenschaft. Wenn das weg ist, kann nicht nur die Demokratie einpacken. Was dann kommt? Starker Führer?
Ja, hinsichtlich des Vertrauens gibts einige Erschütterung, geht sozusagen ein Ruck durchs Land.
Ist in unterschiedlichen Staaten traditionell unterschiedlich stark ausgeprägt.
Vielleicht sind viele Deutsche auch so enttäuscht vom Staat, weil sie eigentlich so viel von ihm erwarten, ihn so auf den Sockel stellen. Eben diese Untertanerei, von der hier auch ganz viel zu spüren ist. Viel von den Ausbrüchen kann ich mir nur so verständlich machen. Eigentlich heißgeliebte Mama und Papa Staat tun nicht so, wie man will. Da wird man dann zerknirscht.
Während bei einem von vornherein gutmütig duldenden Verhältnis vom Staat, das ihn aber auch nicht soo wichtig nimmt, nicht das Ausmaß von empfundenem Vertrauensbruch entstehen kann.

Enttäuschung kann dabei wie auch sonst auch ne positive SEite haben. Eben Aufbrechen von Illusionen. Solchen, die womöglich gar nicht notwendig sind. Nach ein bißchen pubertärem Anrennen gegen "die da oben" könnte das zu ner reiferen Haltung führen.

Ne andere Frage ist, was derartige Vertrauensbrüche in einem solchen Klima dann konkret auslöst. Womit sorgen bestimmte Staatsorgane dafür, daß Leute abgehängt werden usw.?
 
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  • #5.499
@IMHO Was ich mich bei dir frage ist, warum du so extrem im Externen verhaftet / davon abhängig bist und dich selbst nicht beachtest / als abgrenzbares eigenständiges Individuum nicht zu existieren scheinst.

Egal ob du dich als Mann angeklagt fühlst, weil Vergewaltiger und gewalttätige Männer verurteilt werden, ob du dich von den gelesenen Erfahrungen unterschiedlicher Menschen nicht abgrenzen kannst und sie als einen homogenen eigenen Meinungshaufen internalisierst, ob du für vermeintlich existierende Interessengruppen eintrittst, die dich nie um dein Engagement gebeten haben, oder jetzt hier in der Politikdebatte.
 
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  • #5.500
Das eine ist gefährlich, aber das andere noch viel gefährlicher. Der Umkehrschluss, dass das vermeintlich "Gefährlichere" lediglich nur "normal gefährlich" sei und alles andere weit weniger gefährlich, ist medienspezifisch nicht erwünscht.
Na, wenns nicht erwünscht ist, weshalb ists dann das vorherrschende Muster?
Das war ja meine Frage: weshalb fahren die Medien zum Erreichen des von dir vermuteten Ziels gerade die weniger förderlichen Strategien?

Und diese Relativierung findet ja in den Köpfen der schlagzeilen-lesenden Menschen auch gar nicht statt.
Aha, was du wieder weißt!
Oder meinst du dich?
Ehrliche Frage.

Und es war doch dein Beispiel mit dem "Schönste". Bist du da auch der Auffassung, daß diejenige, die hört, es gebe noch mal ne tausend mal schönere als sie, sich nun wirklich besonders schön findet?
 
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  • #5.501
Tja, manchmal verliert man vor lauter "Weltrettung" das eigentliche Ziel aus dem Fokus, gell?
.....bist du wirklich der Ansicht, dass die verantwortlichen Politiker in Deutschland andere Interessen haben, die Einschränkungen zu vershängen oder zu verschärfen, als den Schutz der Bevölkerung?
Ganz ernst gemeinte Frage. Also denkst du, dass diese das Volk irgendwie überwachen oder steuern oder einschränken wollen mit diesen Maßnahmen, um irgendwelche anderen Interessen zu verfolgen?
Ich schrieb davon, dass es ihnen womöglich "gelegen käme" (wenn sich eben der überwiegende Teil der Bevölkerung für eine mehr oder minder längere Selbstisolation entscheiden würde) - für welche Interessen auch immer. Ich erwähnte aber auch, dass ich das für nicht durchsetzbar halte. Das meinte ich mit "hypothetisch".
Nö, sieht man ja am Flickenteppich der Bundesländer/Gemeinden.
Kontrolle, es geht um Kontrolle.
Ruhe in den Straßen, kein Aufbegehren, keine Demonstrationen, kein Widerspruch. Regieren ohne Gegenrede. Gefüg- und genügsame Bürger dürften doch für jede Regierung eine Wohltat sein, oder? Wenn die Staatsmacht weiß, dass sich möglichst viele Bürger in ihren Wohnungen/Häuser aufhalten, können deren Aktivitäten auch viel besser überwacht werden.

Wenn man dann noch die Menschen dazu bewegen kann, das vermeintliche Fehlverhalten anderer auf- bzw. anzuzeigen - und die Menschen sich praktisch gegenseitig auf gesellschaftlich konformes Verhalten prüfen - dann hat man den Grundstein für eine Welt voller Misstrauen gelegt, sodass die Gemeinschaft, die ja, je größer sie ist, für Stärke und Macht steht, zerbricht und somit der Einzelne für sich allein da steht - schwach, ohne Rückhalt der Gesellschaft und somit noch besser manipulierbar.
 
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  • #5.502
Wenn die Staatsmacht weiß, dass sich möglichst viele Bürger in ihren Wohnungen/Häuser aufhalten, können deren Aktivitäten auch viel besser überwacht werden.
Weil sie vorweg überall Wanzen angebracht haben oder weswegen?
Bislang dachte ich ja immer, die Überwachungskameras wären eher draußen. Aber ich such mal gleich hier hinter meinen Spiegeln!
 
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  • #5.503
Vielleicht sind viele Deutsche auch so enttäuscht vom Staat, weil sie eigentlich so viel von ihm erwarten, ihn so auf den Sockel stellen. Eben diese Untertanerei, von der hier auch ganz viel zu spüren ist. Viel von den Ausbrüchen kann ich mir nur so verständlich machen. Eigentlich heißgeliebte Mama und Papa Staat tun nicht so, wie man will. Da wird man dann zerknirscht.
Das ist interessant. So habe ich das noch nicht gesehen.
Ich würde es aber nicht so negativ sehen / interpretieren mit der "Untertanerei". Steckt vermutlich doch noch irgendwie drin in der "deutschen DNA"... Aber es ist ja auch eine Erkenntnis und eine Errungenschaft, dass aus den Erfahrungen der Deutschen ein "starker Staat" mit ganz klaren Regeln entstanden ist.
Aber das ist ja ein Misstrauen, das sich auch in anderen Staaten ausbreitet. Ich denke nicht, dass es deutsch-typisch ist.
Wo genau diese Brüche stattgefunden haben.. wäre eine interessante Frage. Woher kommt der Vertrauensbruch?
Globalisierung, Internet, zunehmende soziale Ungleichheit,?? Keine Ahnung.
Seltsam finde ich nur, dass oft gerade diejenigen, die kaum Existenzängste haben müssten so wütend sind. Die, die eigentlich Grund dazu hätten, wählen Trump.
Kann ich mir nur mit der kompletten Abkehr von allen bekannten Institutionen erklären.
Was haben die falsch gemacht?
Die Bereicherung kann es nicht sein, denn das tun alle gewählten Autokraten.
Was hat das Establishment falsch gemacht?
 
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  • #5.504
@IMHO Was ich mich bei dir frage ist, warum du so extrem im Externen verhaftet / davon abhängig bist und dich selbst nicht beachtest / als abgrenzbares eigenständiges Individuum nicht zu existieren scheinst.
Und? Zu welchem Schluss bist du gekommen? ;)
Weil ich als Individuum nicht zähle/unwichtig bin. Wichtig ist die breite Masse, die Gesellschaft, die in ihrer Gesamtheit ein gewisses Bild prägt.
Egal ob du dich als Mann angeklagt fühlst, weil Vergewaltiger und gewalttätige Männer verurteilt werden, ob du dich von den gelesenen Erfahrungen unterschiedlicher Menschen nicht abgrenzen kannst und sie als einen homogenen eigenen Meinungshaufen internalisierst oder jetzt hier in der Politikdebatte.
Hm, vielleicht ziehe ich mir (noch immer) gerne (fast) jeden Schuh an? Vielleicht fühle ich mich viel zu oft verantwortlich für das Schlechte in der Welt, obwohl ich es nicht ändern kann? Vielleicht ist es aber auch das Gefühl, eigentlich zu "den Guten" zu gehören, aber so gut wie nichts gegen die vielen mir auffallenden Missstände tun zu können, also ob einer in meinen Gedanken eingebildeten Erfolglosigkeit von eigenem Bemühen "die Welt besser machen zu wollen" in Hilflosigkeit zurückbleibe?
 
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  • #5.506
können deren Aktivitäten auch viel besser überwacht werden.
Warum denn? Welcher Zweck? Eine Diktatur zu errichten?
Das ist nicht die DDR, die ihre Bürger kontrollieren und überwachen musste, damit diese nicht in den Westen abhauen oder aufbegehren! Was diese ja dann trotzdem getan haben.
Warum (!) sollte die Bundesregierung ihre Bürger "kontrollieren" wollen?
 
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  • #5.507
Moment, Moment. Ein Schritt nach dem anderen. Nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen. ;)
Endlich geht mir ein Licht aus, weswegen die jungen Leute auch dann miteinander nur noch übers Handy kommunzieren, wenn sie sich in ein und demselben Raum aufhalten. Damit sie besser kontrolliert werden können!
Ich sag nur: 5G.

Zu den interessanten Aspekten von Verschwörungstheorien gehört ja, daß ihre Mittel so altbacken sind. Beispielsweise der Kontrollbegriff. Das ist ja so vorletztes Jahrhundert. Aber verständlich, weils ja möglichst simpel sein soll. Blockchain usw. verstehen ja die älteren Semester nicht, und die sind ja eine besonders geschätzte Zielgruppe. Die Alm-Öhis. Die kommen auch deswegen auf Reptiloide, weil sie selbst vom intellektuellen mind set eher Dinosaurier sind. I consider this to be steam punk.
 
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  • #5.509
Na, wenns nicht erwünscht ist, weshalb ists dann das vorherrschende Muster?
Das war ja meine Frage: weshalb fahren die Medien zum Erreichen des von dir vermuteten Ziels gerade die weniger förderlichen Strategien?
Tun sie das? Ich lese das nicht so. Eine Relativierung, dass es überall draußen sicher sei, nur eben nicht auf den Superspreader-Events habe ich bis dato noch nicht in dieser Form gelesen. In der Yellow-Press gibt es doch nur das Prinzip: "Sehr schlimm - und noch viel schlimmer".
Und nicht: "Schlimm - und weniger schlimm bzw. harmlos".
Wie kommt es eigentlich, dass du wiederholt die redliche Absicht einer Fragestellung von dir, glaubst so explizit hervorheben zu müssen? Sind andere Fragen, die du an Foristen stellst, unehrlich?
Und es war doch dein Beispiel mit dem "Schönste". Bist du da auch der Auffassung, daß diejenige, die hört, es gebe noch mal ne tausend mal schönere als sie, sich nun wirklich besonders schön findet?
Nein, in dem Falle nicht, weil sie selbst konkret betroffen ist. Aber wenn eine "allgemeine Lage/Situation" als "gefährlich" beschrieben wird, andere, punktuelle Lokalitäten (Hotspots) aber als "brandgefährlich", dann glaube ich nicht, dass Großteile der Leser-/Zuhörerschaft die Gefährlichkeit der allgemeinen Lage dann stark relativieren und als "ziemlich ungefährlich" einstufen wird.

(und "die allgemeine Lage" wird sicherlich nicht eingeschnappt sein, dass sie nun vielleicht nicht mehr "die Gefährlichste aller Lagen ist). ;)

Anderes Beispiel:
Wenn man in der Savanne einem einzelnen Löwen begegnet, dürfte man das als "gefährlich" erachten. Trifft man auf ein ganzes Rudel Löwen, dürfte sich die Situation wohl eher noch zuspitzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass man die Begegnung mit nur einem Löwen dann als "annähernd harmlos" einschätzt, oder?
Und, btw: dem einzelnen Löwen ist es ziemlich egal, ob er im Vergleich mit dem Rudel als nicht mehr so gefährlich eingeschätzt werden könnte). :D
 
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  • #5.510
@IMHO
Es ist möglich selbst völlig bedeutungslos zu sein und sich dessen bewusst zu sein und sich dennoch nicht in der (vermuteten) Masse aufzulösen und somit als Selbst nicht mehr zu existieren.
Die Bedeutung ist nicht dasselbe wie die Existenz.
 
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  • #5.511
Und ich dachte, dass du bereits "alle Lampen an" hättest. 😜
.... weswegen die jungen Leute auch dann miteinander nur noch übers Handy kommunzieren, wenn sie sich in ein und demselben Raum aufhalten. Damit sie besser kontrolliert werden können! Ich sag nur: 5G.
Aber das ist doch nichts Neues. Auf Facebook selbst den Toilettengang dokumentieren, aber bitte keinen Eintrag im Telefonbuch - Datenschutz.
 
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  • #5.512
Ich habe meine Sichtweise auf die Dinge dargestellt und auch begründet, wie ich dazu komme. Von persönlichen Befindlichkeiten habe ich in den letzten Beiträgen nichts geschrieben. Du stellst mit deinem Beitrag lediglich Vermutungen über mein Seelenwohl an.

Ich ergänze. Du beschreibst aber die Befindlichkeiten von völlig wildfremden Menschen und das irritiert mich, wie du das kannst.
 
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  • #5.513
@IMHO
Es ist möglich selbst völlig bedeutungslos zu sein und sich dessen bewusst zu sein und sich dennoch nicht in der (vermuteten) Masse aufzulösen und somit als Selbst nicht mehr zu existieren.
Die Bedeutung ist nicht dasselbe wie die Existenz.
Meine Existenz zweifle ich ja auch gar nicht an. Wohl aber erkenne ich eben meine absolute Bedeutungslosigkeit in dieser Welt.
 
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  • #5.514
Ich ergänze. Du beschreibst aber die Befindlichkeiten von völlig wildfremden Menschen und das irritiert mich, wie du das kannst.
Ich beschreibe, wie ich bestimmte Situationen, die auch bestimmt werden, durch eben konkrete Handlungsweisen von anderen Menschen, einschätze. Und das Ein- oder Abschätzen von Befindlichkeiten anderer Leute macht jeder von uns wohl annähernd jeden Tag, oder meinst nicht?
 
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  • #5.515
Tja, manchmal verliert man vor lauter "Weltrettung" das eigentliche Ziel aus dem Fokus, gell?
Und das ist der Unterschied zwischen uns beiden lieber @IMHO (unbekannterweise!)
Ich steige hier wieder in eine Diskussion ein, obwohl ich mich schon längst abgemeldet hatte (theatralisch) und ich nur @Lou eigentlich Hallo sagen wollte (Hallo @Lou !) und blamiere mich zum Wohle der Weltenrettung (im Auftrag des Herrn!). Und was machst du?:
Vielleicht fühle ich mich viel zu oft verantwortlich für das Schlechte in der Welt, obwohl ich es nicht ändern kann? Vielleicht ist es aber auch das Gefühl, eigentlich zu "den Guten" zu gehören, aber so gut wie nichts gegen die vielen mir auffallenden Missstände tun zu können, also ob einer in meinen Gedanken eingebildeten Erfolglosigkeit von eigenem Bemühen "die Welt besser machen zu wollen" in Hilflosigkeit zurückbleibe?
Perspektivenwechsel würde ich empfehlen. Lies noch mal @Syni s Kommentar. Der war wirklich sehr treffend und freundlich fand ich.
 
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  • #5.516
Ja, sag's mir - was mache ich denn (falsch)?
Perspektivenwechsel würde ich empfehlen. Lies noch mal @Syni s Kommentar. Der war wirklich sehr treffend und freundlich fand ich.
Ja, er war ganz offensichtlich "wohlmeinend" abgefasst. Aber welchen Perspektivwechsel "von wo nach wo" möchtest du denn nun ganz konkret von mir?
 
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  • #5.517
Meine Existenz zweifle ich ja auch gar nicht an.
Darum geht es nicht.
Es geht darum, dass du deine Existenz nur aus dem Externen zu speisen scheinst und kein eigenes Selbst zu haben scheinst, und deine angeblich eigenen - oder auch explizit fremd vertretenen - Wahrnehmungen / Meinungen zusammenfallen (identisch sind) mit den von dir vermuteten Wahrnehmungen / Meinungen einer breiten Masse, oder Anklagenden, oder Angeklagten oder worauf auch immer du dich gerade eingeschossen hast.
 
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  • #5.518
Was schlagt ihr denn vor? @IMHO? Z.B. mit den Altenheimen? Wie soll das konkret laufen?
Alle dürfen rein, und wer nicht angesteckt werden will, muss halt ausziehen? Und die Pflegekräfte / Ärzte? Werden die gefragt?
Willst du mir die Fragen noch beantworten @IMHO ?
Also natürlich nicht mit endgültigen Lösungen des Problems, aber was würdest denn du konkret vorschlagen oder anders machen? Und warum? und mit welchen möglichen Konsequenzen?
 
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  • #5.519
Darum geht es nicht.
Es geht darum, dass du deine Existenz nur aus dem Externen zu speisen scheinst und kein eigenes Selbst zu haben scheinst, und deine angeblich eigenen - oder auch explizit fremd vertretenen - Wahrnehmungen / Meinungen zusammenfallen (identisch sind) mit den von dir vermuteten Wahrnehmungen / Meinungen einer breiten Masse, oder Anklagenden, oder worauf auch immer du dich gerade eingeschossen hast.
Ich kann doch schreiben, dass ich glaube, dass "andere Menschen in einer ganz bestimmten Art denken und deshalb in einer konkreten Weise handeln - ohne dass ich selbst so denke, handle oder mich zu diesem Teil der Menschen als zugehörig zähle - oder nicht?
 
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  • #5.520
Ja, sag's mir - was mache ich denn (falsch)?

Ja, er war ganz offensichtlich "wohlmeinend" abgefasst. Aber welchen Perspektivwechsel "von wo nach wo" möchtest du denn nun ganz konkret von mir?
Ich will gar nichts von dir. War nur ein Gedanke.
Vielleicht von "Ich bin machtlos / Ich bin ausgeliefert / die Welt, die Frauen, die Politiker sind böse oder wollen mir nichts Gutes..." zu: "Ich kann im Kleinen was bewirken; die Welt ist nicht gut, aber in meinem kleinen Kosmos auch nicht ganz so schlimm, ich bin nicht verantwortlich für alles Leid der Welt, ich bin erst mal der wichtigste Mensch in meinem Leben, ich darf glücklich sein und Spass haben und muss mich nicht ständig schuldig fühlen?" ?
Nur so als Vorschlag.

Eigentlich vermutlich nur: "Ich kann was bewirken".
Du scheinst dich sehr ohnmächtig zu fühlen.
 
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