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Erin

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  • #5.401
Deine Antwort offenbart nur zwei Punkte: Du hast das Konzept der rhetorischen Frage nicht verstanden. Du hast das grundsätzliche Problem nicht verstanden, nämlich dass die (realen) Corona-Einschränkungen für viele Menschen schlimmer sind, als eine (potentielle) Corona-Infektion.
Eben, Jammern auf hohem Niveau: Du lebst ca. 80 Jahre lang und musst dich nun mal ein paar Monate etwas einschränken genau wie alle anderen Millionen rund um dich rum. Was ist so schlimm daran?
Ich habe bis jetzt niemanden gesehen, der sehr darunter leidet. Aber ich kenne einige Leute die sehr unter Corona gelitten haben und auch solche, welche gestorben sind. Was setzt du dem gegenüber, dass du halt mal ein paar Monate nicht an einen Fussballmatch kannst oder nicht nach Spanien in Urlaub fahren darfst.
Egoistisches Denken oder kleinkindlich: "Mama, warum darf ich heute nicht den Match sehen".

Kultur ist hier z.B. im Rahmen der Coronabedingungen allzeit möglich (Museen sind offen, Zirkus tourt gerade, Theater und Oper mit Mundschutz etc. etc.). Beerdigungen gehen halt nicht 100 Leute, aber man kann auch im kleinen Rahmen eine schöne Abschiedsfeier machen und in einem Jahr nochmals eine Gedenkfeier mit all denen die nicht kommen konnten. Es gibt immer Möglichkeiten.
 
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  • #5.402
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Erin

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  • #5.403
Sein Post war auch nicht sachlich. Wie man in den Wald hineinruft.. etc.
 

Erin

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  • #5.404
Erfolg ist nicht das, was ich hier bezwecke.
 

JoeKnows

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  • #5.405
Eben, Jammern auf hohem Niveau: Du lebst ca. 80 Jahre lang und musst dich nun mal ein paar Monate etwas einschränken genau wie alle anderen Millionen rund um dich rum. Was ist so schlimm daran?
Eben, Jammern auf hohem Niveau: Du lebst ca. 80 Jahre lang, was sehr viel länger ist als noch vor wenigen Jahrzenten, und zu den 1 Millionen Todesursachen, die es gibt, kommt jetzt noch eine dazu. Statistisch gesehen sinkt deine Lebenserwartung dadurch vielleicht um ein paar Wochen, aber ist das wirklich so schlimm, wenn du dafür die 80 Jahre davor wirklich mit Leben füllen kannst? Wenn du Jazz-Keller besuchen kannst (oder all die anderen Kulturveranstaltungen, die zur Zeit nicht stattfinden), wenn du deinen Sport uneingeschränkt treiben kannst (und die entsprechenden Veranstaltungen nicht abgesagt werden oder ständig ausgebucht sind), wenn du einfach so ausgehen kannst, um neue Leute kennen zu lernen - und vor allem, wenn du die Menschen, die du magst, uneingeschränkt, auch alle gleichzeitig treffen kannst, gerade in den Stunden, in denen das für dich wichtig ist.

Egoistisches Denken oder kleinkindlich: "Mama, ich bin krank, mach das das weggeht".

Ich kenne niemanden, der an Corona gestorben ist. Aber ich kenne Menschen, die gestorben sind, weil sie aus der Angst vor Corona mit ihrer Blutvergiftung zu spät ins Krankenhaus gegangen sind oder die an der Isolation während des Lockdowns bzw. im Krankenhaus zerbrochen sind und dabei ihren Lebensmut verloren haben. Willst du wirklich einem Leukämie-kranken Großvater, der nur noch wenige Monate zu leben hat, sagen, dass er in dieser Zeit seine Enkelinnen nicht mehr sehen darf, nur damit er nicht vorzeitig an was anderem stirbt? Willst du tatsächlich einem bettlägrigen Pflegeheim-Bewohner zumuten, dass er für den Rest seines Lebens kein lächelndes Gesicht mehr zu sehen bekommt, weil jeder, der sein Zimmer betritt, verpflichtet ist, eine Maske zu tragen?
 
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Luzi100

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  • #5.406
@creolo
Focus sehe ich z.B. nicht als gute Quelle.

Es gibt nicht "viele wissenschaftliche Seiten". Der wesentliche Unterschied zum "Meinen" oder "Fühlen" oder "wissen" ist der, dass Wissenschaft nie den Anspruch erhebt, Recht zu haben. Das tun nur Rechts"wissenschaftler" und Besserwisser.
 
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Luzi100

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  • #5.407
Du hast das Konzept der rhetorischen Frage nicht verstanden. Du hast das grundsätzliche Problem nicht verstanden, nämlich dass die (realen) Corona-Einschränkungen für viele Menschen schlimmer sind, als eine (potentielle) Corona-Infektion.
Und du hast anscheinend nicht verstanden, dass die Konsequenzen einer Corona-Infektion (Covid-19) zum Tode führen können?
Ist schon ein bisschen schlimm, oder?
 

Luzi100

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  • #5.408
@JoeKnows
Nö, will Keiner.
Willst du, dass dein alter Vater / deine alte Mutter sterben?
Willst du, dass mein asthmakranker Bruder stirbt? Mein Nierentransplantierter Sportfreund?
Damit du halt dein gewohntes Leben leben kannst?
Nö; will ich nicht.
Deshalb bist du für mich halt mit deiner Einstellung ein egoistischer Arsch.
Das darfst du natürlich sein. Nimmt dir ja keiner deine Einstellung.
 

Syni

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  • #5.409

Menschen, die gestorben sind, weil sie aus der Angst vor Corona mit ihrer Blutvergiftung zu spät ins Krankenhaus gegangen sind
an der Isolation während des Lockdowns bzw. im Krankenhaus zerbrochen sind und dabei ihren Lebensmut verloren haben.
einem Leukämie-kranken Großvater, der nur noch wenige Monate zu leben hat, sagen, dass er in dieser Zeit seine Enkelinnen nicht mehr sehen darf, nur damit er nicht vorzeitig an was anderem stirbt?
Willst du tatsächlich einem bettlägrigen Pflegeheim-Bewohner zumuten, dass er für den Rest seines Lebens kein lächelndes Gesicht mehr zu sehen bekommt,

Willst du, dass mein asthmakranker Bruder stirbt?

Eure Positionen sind gar nicht so weit auseinander, wie ihr tut. Ihr sorgt euch um die, die ihr liebt und wollt für die das Beste (bzw versetzt euch in entsprechende Gefühlsregung so Betroffener).
Da muss doch nun wirklich nicht extra ein Graben ausgehoben werden, um einen Grabenkampf vom Zaun zu brechen.
 
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JoeKnows

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  • #5.410
Eure Positionen sind gar nicht so weit auseinander, wie ihr tut.
Anscheinend doch, denn ich würde nie die Familie von Diskussionsteilnehmern mit reinziehen und mich auch nicht zu Beleidigungen herablassen.
Da muss doch nun wirklich nicht extra ein Graben ausgehoben werden
Der "Graben" entsteht ja dadurch, dass die Verfechter der Corona-Einschränkungen die Gesundheit als absoluten Wert über alles andere stellen und nicht akzeptieren, dass es auch noch andere, gleichrangige Werte gibt. Dass eine höhere Lebens-Quantität kein Gewinn ist, wenn sie durch eine geringere Lebens-Qualität erkauft ist.

Trotzdem vielen Dank, @Syni, für deinen Vermittlungsversuch 😘
 
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Mentalista

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  • #5.411
Eben, Jammern auf hohem Niveau: Du lebst ca. 80 Jahre lang und musst dich nun mal ein paar Monate etwas einschränken genau wie alle anderen Millionen rund um dich rum. Was ist so schlimm daran?
Ich habe bis jetzt niemanden gesehen, der sehr darunter leidet. Aber ich kenne einige Leute die sehr unter Corona gelitten haben und auch solche, welche gestorben sind. Was setzt du dem gegenüber, dass du halt mal ein paar Monate nicht an einen Fussballmatch kannst oder nicht nach Spanien in Urlaub fahren darfst.
Egoistisches Denken oder kleinkindlich: "Mama, warum darf ich heute nicht den Match sehen".

Kultur ist hier z.B. im Rahmen der Coronabedingungen allzeit möglich (Museen sind offen, Zirkus tourt gerade, Theater und Oper mit Mundschutz etc. etc.). Beerdigungen gehen halt nicht 100 Leute, aber man kann auch im kleinen Rahmen eine schöne Abschiedsfeier machen und in einem Jahr nochmals eine Gedenkfeier mit all denen die nicht kommen konnten. Es gibt immer Möglichkeiten.

Sehe ich auch so. Bei mir hat sich nicht viel geändert. Aktuell lebe ich ja im Hotspot von Ansteckung. Ich könnte schwer damit leben, wenn ich als Infizierte mit wenig oder kaum Beschwerden, ob das in meinem Alter auch so wäre, fraglich, andere Menschen anstecken würde, unbewusst, die vielleicht ein so schlechtes Immunsystem haben, dann schwer erkranken, vielleicht sogar sterben, oder "bestenfalls"überleben, aber mit massiven Spätfolgen. Oder durch mein Zutun vielleicht eine Familie mit Kleinkindern in Quarantäne gesteckt wird und die Eltern am abdrehen sind, usw. und so fort.

Meckern kann man viel, also was wären denn Alternativen, die allen was bringen würde?
 
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  • #5.412
Willst du, dass dein alter Vater / deine alte Mutter sterben?
Willst du, dass mein asthmakranker Bruder stirbt? Mein Nierentransplantierter Sportfreund?
Damit du halt dein gewohntes Leben leben kannst?
Nö; will ich nicht.
Deshalb bist du für mich halt mit deiner Einstellung ein egoistischer Arsch.
Das darfst du natürlich sein. Nimmt dir ja keiner deine Einstellung.

Wow. Was für eine dramatische (unsinnige) Moralkeule die du da schwingst.
Hast du einen Trank der ewiges Leben verspricht?

Ein Freund von mir lebt mit einer transplantierten Niere. Ich kenne die Situation seit Jahren. Ich war bei den Gesprächen vor und nach der OP dabei. Deine Dramatik ist Oskarreif.
 
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Maron

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  • #5.413
Mit und ohne Maßnahmen ist diese Zeit jetzt eine Katastrophe. Wer Verantwortung trägt und handeln muss, der muss abwägen und sich im Großen immer für das kleinere Übel entscheiden. Im Kleinen können Katastrophen nicht verhindert werden, es gibt hier keine Lösung.

Mittlerweile haben Wissenschaftler herausgefunden, dass es im Erbgut von schwer Erkrankten noch "einen Rest vom Neandertalererbe" gibt.
 
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Erin

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  • #5.414
Ich kenne niemanden, der an Corona gestorben ist.
Ja, das ist der Spruch den ich öfters höre; nur weil DU niemanden kennst, heisst es noch lange nicht, Corona zu verharmlosen. Wie schon geschrieben, ich habe Verwandte in der Lombardei. Ein gesunder 69-jähriger ist an Covid gestorben, mehrere Leute in meinem Umfeld sind daran erkrankt. Wenn man in einem Beruf arbeitet, indem man Menschen mit Behinderung aus der Risikogruppe betreut, verzichtet man gerne auf ein grösseres Geburtstagsfest oder eine Veranstaltung. Denn, wie schon hier erwähnt, ich möchte nicht diejenige sein, die jemanden aus der Risikogruppe ansteckt.

Ist es denn so schwierig für ein paar Monate mal seine Gewohnheiten etwas abzuändern und anstatt Squash spielen zu gehen, draussen mit seinem Kumpel Sport zu machen? Sportmöglichkeiten gibt es so viele die auch jetzt möglich sind. Veranstaltungen sind hier z.b. unter den Schutzmassnahmen offen, ebenfalls wie die kulturellen Angebote.
 
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Erin

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  • #5.415
Wow. Was für eine dramatische (unsinnige) Moralkeule die du da schwingst.
Hast du einen Trank der ewiges Leben verspricht?

Ein Freund von mir lebt mit einer transplantierten Niere. Ich kenne die Situation seit Jahren. Ich war bei den Gesprächen vor und nach der OP dabei. Deine Dramatik ist Oskarreif.

Naja..die Gegenseite hat auch schön dramatisiert, so als wäre gar nichts mehr möglich (kein Sport, keine Veranstaltungen etc., wie damals im richtigen Lockdown).
 
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Deleted member 26132

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  • #5.416
Naja..die Gegenseite hat auch schön dramatisiert, so als wäre gar nichts mehr möglich (kein Sport, keine Veranstaltungen etc., wie damals im richtigen Lockdown).

Denke da gibt es juristisch die Erklärung für Mord, wenn jemand mit Absicht getötet hat.
In Bezug auf diesen Virus zu behaupten: "Willst du das .... stirbt" ist nicht nur ethisch fragwürdig, sondern entbehrt auch jeglicher sachlichen Grundlage.
 
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syntagma

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  • #5.417
Der "Graben" entsteht ja dadurch, dass die Verfechter der Corona-Einschränkungen die Gesundheit als absoluten Wert über alles andere stellen und nicht akzeptieren, dass es auch noch andere, gleichrangige Werte gibt.
Ein absoluter Wert kann nicht in ein Rangverhältnis mit anderen Werten gesetzt werden, sonst wäre es kein absoluter Wert.
Wenn Coronamaßnahmenverfechter den Wert der Gesundheit (soundsovieler) höher stellen als andere, beispielsweise als das Recht zum Besuch kultureller Veranstaltungen (soundsovieler) nehmen sie ihn nicht als absoluten Wert.
Und einen Wert über andere stellen (im Hinblick auf Typen konkreter Situationen) bedeutet ABwägung.
Alle Werte als gleichrangig betrachten wäre keine Abwägung.
Menschen wägen unterschiedlich ab. Dem anderen generell vorzuwerfen, er wäge ab, ist eher unsinnig.
Institutionen wägen auch ab. Wenn man mit einem Block von Abwägungen der gegenwärtigen REgierung gar nicht möchte, kann man seine Unzufriedenheit verbal in Freundeskreis, Medien, auf der Straße zum Ausdruck bringen, deden Rechtsweg beschreiten oder das nächste Mal andere Gruppierungen an die Macht bringen, denen man eher zutraut so abzuwägen wie man selbst.

Der Graben entsteht insbesondere durch unsinnige und unzutreffende Zuschreibungen beider Seiten an die Gegenseite.
Niveau und Verständnis würden davon profitieren, wenn das weniger geschähe.

Aber man kann auch Theater spielen. Aber dann halt bitte ein bißchen besser. Kultur findet nicht nur in Kellern statt, sondern auch hier.
 

Luzi100

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  • #5.418
Wow. Was für eine dramatische (unsinnige) Moralkeule die du da schwingst.
Hast du einen Trank der ewiges Leben verspricht?

Ein Freund von mir lebt mit einer transplantierten Niere. Ich kenne die Situation seit Jahren. Ich war bei den Gesprächen vor und nach der OP dabei. Deine Dramatik ist Oskarreif.
Wo ist da übertriebene Dramatik, wenn ich die Menschen in meinem Umfeld benenne, für die eine Infektion mit Coronaviren mit großer Wahrscheinlichkeit zu schweren Krankheitsverläufen führt?

Es geht eben nicht um ein paar Wochen oder Jährchen weniger Leben für irgendeinen 80jährigen, sondern um konkrete Angehörige der meisten von uns.
Wie geht denn "dein" Nierentransplantierter damit um? Sagst du dem auch, dass er nicht so dramatisieren soll?
Mein Bekannter geht nur im Notfall raus und schläft getrennt von seiner Frau weil sein unterdrücktes Immunsystem kaum mit so einer Infektion zurecht käme.
Da finde ich es selbstverständlich, dass ich wenigstens Maske trage und momentan halt keine Massenveranstaltungen möglich sind.
Dann macht man halt das, was möglich ist.

Ich finde es nur unredlich, die einsame Omi im Altenheim vorzuschieben, um die persönlichen Einschränkungen lockern zu wollen.
Man kann freilich den "schwedischen Weg" befürworten und die Alten und Kranken opfern. Dann soll man halt auch dazu stehen.
 

syntagma

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  • #5.419
Man kann freilich den "schwedischen Weg" befürworten und die Alten und Kranken opfern. Dann soll man halt auch dazu stehen.
Abgesehen vom "Opfern": zum schwedischen Weg gehört ein Vertrauen darauf, daß Leute auch ohne staatliche Regulierung sich halbwegs sorgsam verhalten.
Das könnte man auch hier diskutieren. WEniger staatliche REgulierung, sondern Eigenverantwortung der Bürger. Der Witz ist aber, daß diejenigen, die staatliche Regulierungen hier verteufeln, meist zugleich sich auch ebenso abschätzig über (eigenverantwortliche) Schutzvorkehrungen auslassen.
Es sind eigentlich zwei getrennte Themen. Werden hier aber kaum unterschieden.
Mit solchen Leuten wäre dann halt kein schwedischer Weg zu machen.
 
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Deleted member 26132

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  • #5.420
Wo ist da übertriebene Dramatik, wenn ich die Menschen in meinem Umfeld benenne, für die eine Infektion mit Coronaviren mit großer Wahrscheinlichkeit zu schweren Krankheitsverläufen führt?

Du hast gefragt "Willst du dass sie ... sterben". Jetzt schreibst du etwas harmloser, mit schweren Krankheitsverläufen.
Aber ich denke, es wird keine Möglichkeit geben, dir die Übertreibung greifbar zu machen.

Wie geht denn "dein" Nierentransplantierter damit um? Sagst du dem auch, dass er nicht so dramatisieren soll?
Mein Bekannter geht nur im Notfall raus und schläft getrennt von seiner Frau weil sein unterdrücktes Immunsystem kaum mit so einer Infektion zurecht käme.

Er ist sich des Risikos bewusst, seit er weiß, dass er eine neue Niere bekommen sollte. Und er weiß, dass er mit der neuen Niere eine Chance auf ein weiteres Leben hat. Ihm aber niemand sagen kann, wie lange das dauert. Genau das, ist in den begleitenden Gesprächen wichtig. Der Tod steht bei ihm immer vor der Tür, nur hat er bisher nicht angeklopft. Das unterdrückte Immunsystem ist täglich eine "Gefahr". Er muss darauf achten was er isst, was er trinkt, was er essen darf und was nicht, welche Medikamente er nehmen darf und welche nicht. Jeder Virus oder auch andere Erreger birgt für ihn eine Gefahr. Er ist sich dessen bewusst, und bricht auch jetzt nicht in Panik aus.
So geht halt jeder mit seiner Situation um. Und Angst war noch nie ein guter Ratgeber.


Ich finde es nur unredlich, die einsame Omi im Altenheim vorzuschieben, um die persönlichen Einschränkungen lockern zu wollen.

Nun, da scheiden sich eben die Geister. Es gibt Leute die behaupten, es ist traurig wenn jemand alleine im Altersheim in seiner Einsamkeit leben muss, und möglicherweise auch alleine stirbt. Ich bin froh, dass meine Großeltern in keinem Heim untergebracht sind. Sie leben alle bereits nicht mehr. Habe aber bereits davon gehört, dass Angehörige in Krankenhäusern und Altenheimen alleine verstorben sind. Und dies eine große emotionale Belastung für die Hinterbliebenen darstellt.
 
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fafner

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  • #5.421
Nein, ich bin jetzt selbst alt. Und ich hab absolut keine Lust, meine letzen 30 oder so Jahre in einer Coronakontrollgesellschaft abzusitzen.
In Frankreich sind die Hospitalisierungen bereits schon so hoch, dass sie nahe an der Bettenkapazität sind.
Und Frankreich hat strengste "Maßnahmen". Wirkt offenbar gar nicht. Aber Hauptsache "Leben retten". Wie die Überlebenden dann zurechtkommen, ist ja nicht so wichtig.
Schauen wir dann mal die Statistik für das gesamt 2020 an und dann erst zeigen sich die Vergleiche zu Vorjahren.
Das Jahr ist bald vorbei und schon längst ist klar: es gibt keine nennenswete Übersterblichkeit.
Ich lasse meine Tochter nicht zur Oma, wenn sie Symptome zeigt. Aus Rücksicht und Angst um meine Mutter und ihre Oma.
Dann läßt Du die Oma schlußendlich alleine sterben, oder zusammen mit Leuten in Plastikanzügen hinter Plastikmasken? So wie es bereits viele alte Leute dieses Jahr getroffen hat. Das finde ich grausam.
Und du hast anscheinend nicht verstanden, dass die Konsequenzen einer Corona-Infektion (Covid-19) zum Tode führen können?
Du "läßt" also die Enkelin nicht zur Oma. Hat die Oma eigentlich auch 'ne eigene Meinung dazu? Irgendwann stirbt sie nämlich an einem der 1000 anderen Gründe, warum man sterben kann, nur gottseisgelobt nicht an Corona. Aber ohne jemals die Enkelin wiedergesehen zu haben. Damit kannst Du dann leben?
Und "darf" Deine Tochter eigentlich noch zu Dir? Ist das nicht viel zu gefährlich für Dich?
... für ein paar Monate mal seine Gewohnheiten etwas abzuändern ...
Ein fataler Irrglaube mit den "paar Monaten". Das RKI in D hat ja schon erklärt, daß es auf unbestimmte Zeit so weitergehen soll.
 
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fafner

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  • #5.422
SC2 hat einfach nicht das Potential, die Menschheit auszurotten. Ja noch nicht mal, sie wesentlich zu dezimieren. Ganz im Gegensatz zu den "Schutzmaßnahmen".

 
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Deleted member 26132

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  • #5.423
Ein fataler Irrglaube mit den "paar Monaten". Das RKI in D hat ja schon erklärt, daß es auf unbestimmte Zeit so weitergehen soll.

Die 'Notstandsregelung' soll bis 31.03.21 gehen. Da aber die Bundesregierung dabei ist, das Bundeswahlgesetz zu ändern, geht man davon aus, dass die Regelung noch mal verlängert werden soll.
(Kann man auf der Seite bundestag.de nachlesen)
 

Luzi100

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  • #5.424
Du hast gefragt "Willst du dass sie ... sterben". Jetzt schreibst du etwas harmloser, mit schweren Krankheitsverläufen.
Aber ich denke, es wird keine Möglichkeit geben, dir die Übertreibung greifbar zu machen.
Ich weiß nicht ob es eine Möglichkeit gibt, dass du verstehst, dass ich mich hierauf bezog:

"Willst du wirklich einem Leukämie-kranken Großvater, der nur noch wenige Monate zu leben hat, sagen, dass er in dieser Zeit seine Enkelinnen nicht mehr sehen darf, nur damit er nicht vorzeitig an was anderem stirbt? Willst du tatsächlich einem bettlägrigen Pflegeheim-Bewohner zumuten, dass er für den Rest seines Lebens kein lächelndes Gesicht mehr zu sehen bekommt, weil jeder, der sein Zimmer betritt, verpflichtet ist, eine Maske zu tragen?"

@JoeKnows bedient sich dieser Dramatik.

Habe aber bereits davon gehört, dass Angehörige in Krankenhäusern und Altenheimen alleine verstorben sind. Und dies eine große emotionale Belastung für die Hinterbliebenen darstellt.
Habe ich das Gegenteil behauptet?
Besuche sind längst wieder möglich. Zu dem Thema gibt es eine sehr einfühlsame Reportage in der ARD Mediathek: „Ich weiß nicht mal, wie er starb – wie ein Pflegeheim zur Corona-Falle wurde“
 

syntagma

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  • #5.426
Und Frankreich hat strengste "Maßnahmen". Wirkt offenbar gar nicht. Aber Hauptsache "Leben retten".

Maßnahmen nützen nie was. Wenn nach getroffenen Maßnahmen niemand stirbt, dann heißts: seht ihr, alles harmlos, wieso wurden eigentlich Maßnahmen getroffen, stirbt doch niemand!
UNd wenn einige, viele oder auch ganz viele Leute sterben, heißt es: seht ihr, Schutzmaßnahmen bringen doch gar nichts, sonst wären ja nicht einige, viele bzw. ganz viele Leute gestorben.

Klingt wie ein Witz, ne?
Ist aber offenbar ernst gemeint.
Kurze Zwischenfrage: gehts eigentlich irgendjemandem hier um Argumente? Oder hat das alles ganz andere Funktion?
 

koerschgen

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  • #5.427
Ein fataler Irrglaube mit den "paar Monaten". Das RKI in D hat ja schon erklärt, daß es auf unbestimmte Zeit so weitergehen soll.
Das betrifft nicht nur Corona, sondern auch ein paar andere Themen, die in den letzten Jahren an Dynamik zugelegt haben. Eigentlich schon sarkastisch, dass 30 Jahre nach der Wiedervereinigung so eine Art "inverser Prozess" stattfindet...
 

syntagma

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  • #5.428
Abgesehen vom "Opfern": zum schwedischen Weg gehört ein Vertrauen darauf, daß Leute auch ohne staatliche Regulierung sich halbwegs sorgsam verhalten.
Das könnte man auch hier diskutieren. WEniger staatliche REgulierung, sondern Eigenverantwortung der Bürger. Der Witz ist aber, daß diejenigen, die staatliche Regulierungen hier verteufeln, meist zugleich sich auch ebenso abschätzig über (eigenverantwortliche) Schutzvorkehrungen auslassen.
Es sind eigentlich zwei getrennte Themen. Werden hier aber kaum unterschieden.
Mit solchen Leuten wäre dann halt kein schwedischer Weg zu machen.

Ich schließ daran noch mal an.
Hier beklagen sich ja einige Foristen darüber, daß der Staat sie behandelt wie unmündige Kinder.
Zugleich weist die Form, in der sie das beklagen, wenig Reife, Vernünftigkeit und Verantwortungsgefühl auf.
Das im Blick scheints dann durchaus angemessen, daß der Staat sie wie unmündige Kinder behandelt.
Irgendwie ist das wie Henne und Ei.
Wie kommt man raus?
Ich würd vorschlagen: Eigenverantwortlich.
Also jeder zeigt mal, daß er kein unmündiges Kind ist, vernünftig argumentieren kann, Verantwortung für sich und andere übernehmen kann, die Bewertung von Schutzmaßnahmen von der Bewertung staatlicher Regulierung zu unterscheiden imstande ist usw.
Wenn das zuviel verlangt sein sollte, spräche das für die Notwendigkeit weiterer staatlicher REgulierung.
 

Luzi100

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  • #5.429
Dann läßt Du die Oma schlußendlich alleine sterben, oder zusammen mit Leuten in Plastikanzügen hinter Plastikmasken? So wie es bereits viele alte Leute dieses Jahr getroffen hat. Das finde ich grausam.
Wie kommst du jetzt zu dieser abenteuerlichen Interpretation?
Wenn mein Kind Symptome hat, geht es nicht zu Oma und Opa.

Ich finde deine Argumentation besonders perfide. Nur weil du persönlich nicht mit den Maßnahmen einverstanden bist, stehst du nicht einfach zu deiner Position, sondern versuchst mit falschen Behauptungen , Verdrehungen und Übertreibungen deine schlicht egoistische Haltung zu begründen.
Steh halt dazu.
Genauso wie die Leugner des Klimawandels alles versuchen, ihre Flugreisen und ihren SUV mit "Argumenten" reinzuwaschen.

Steht halt dazu: meine schwächeren Mitmenschen und die zukünftigen Generationen sind mit wurscht. Das dürft ihr doch! Ist alles erlaubt in Deutschland.

Und zur fehlenden Übersterblichkeit: Schon mal was vom Vorsorge-Paradoxon gehört?
Die NY Times hat eine Statistik veröffentlicht. Es besteht überhaupt kein Zweifel an einer Übersterblichkeit seit Ausbruch der Krise. Dass diese nicht nur durch Coronatote zu erklären ist, wird ebenfalls diskutiert.
 
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Deleted member 26132

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  • #5.430
Ich weiß nicht ob es eine Möglichkeit gibt, dass du verstehst, dass ich mich hierauf bezog:

"Willst du wirklich einem Leukämie-kranken Großvater, der nur noch wenige Monate zu leben hat, sagen, dass er in dieser Zeit seine Enkelinnen nicht mehr sehen darf, nur damit er nicht vorzeitig an was anderem stirbt? Willst du tatsächlich einem bettlägrigen Pflegeheim-Bewohner zumuten, dass er für den Rest seines Lebens kein lächelndes Gesicht mehr zu sehen bekommt, weil jeder, der sein Zimmer betritt, verpflichtet ist, eine Maske zu tragen?"

@JoeKnows bedient sich dieser Dramatik.

@JoeKnows
Nö, will Keiner.
Willst du, dass dein alter Vater / deine alte Mutter sterben?
Willst du, dass mein asthmakranker Bruder stirbt? Mein Nierentransplantierter Sportfreund?
Damit du halt dein gewohntes Leben leben kannst?
Nö; will ich nicht.
Deshalb bist du für mich halt mit deiner Einstellung ein egoistischer Arsch.

Stimmt. Den Zusammenhang verstehe ich nicht. 🤷‍♀️
 
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