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  • #5.311
Die Infektionszahlen gehen hoch.
Die Anzahl der an Corona Verstorbenen sinkt.
Das Duchschnittsalter der an Corona Verstorbenen steigt.

Die Fachleute kennen den Virus nun nach eigenem Bekunden besser und können besser damit umgehen. Behandlungen von Erkrankten wurden verbessert etc. usw. usf. Panik und Angst werden jedoch mehr denn je geschürt, Verbote ausgeweitet, Sanktionen verschärft.

Mir fehlt das Verhältnis zwischen Infizierten und tatsächlich Erkrankten. Dieser Quotient wird offensichtlich nicht ermittelt oder ist nicht feststellbar, da Patienten mit (leichten) Symptomen lediglich geraten wird, sich zuhause in Quarantäne zu begeben.

Aber ist es nicht genau diese Zahl, die letztlich wirklich interessant ist und unmittelbare Auswirkungen auf Belastungen des Gesundheitssystems hat/haben kann?
 
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  • #5.312
So schafft die Regierung die gewünschten "Mikrokosmen". Diese sind besser überwach- und kontrollierbar als eine "Wimmel-Masse" von 83 Millionen Menschen, die sich unkontrolliert in sämtliche Richtungen bewegt.
Als Überzeichnung ja ganz nett, aber die Realität ist leider schlimmer. Die bayrische Landesregierung versucht mal wieder von eigenen Fehlern abzulenken, indem sie äußere Feindbilder schafft. Die Preußen aus Berlin, Essen oder Köln sind natürlich viel gefährlicher als die bayrischen Landsleute aus München, Rosenheim oder Memmingen.
 
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  • #5.313
Die Tendenz sollte man im Auge haben: das Zuschieben von Schuld auf bestimmte Wenige, irgendwelche Randgruppen.
Braucht der Mensch nicht grundsätzlich etwas/jemanden, bei dem er die Schuld verorten kann - hält er selber sich doch brav an die "Richtlinien" und versucht dafür zu sorgen, dass es eben nicht schlimmer wird?

Wie soll man denn einem obrigkeitshörigen Bürger erklären, dass trotz seiner eigenen Anstrengungen die Verbote immer mehr ausgeweitet werden?
Nö, die "lassen machen" - um dann jedoch mit dem Finger auf diejenigen zu zeigen, die sich "outen". Das ist nix anderes als beim Umgang mit den Flüchtlingen. Gedanklich gibt es da, meinem Empfinden nach, eine ziemlich große Einigkeit - nur trauen sich die Braven nicht, diese auch nach außen zu tragen.
 
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  • #5.314
Braucht der Mensch nicht grundsätzlich etwas/jemanden, bei dem er die Schuld verorten kann - hält er selber sich doch brav an die "Richtlinien" und versucht dafür zu sorgen, dass es eben nicht schlimmer wird?
Ja, geht um die Tendenz. Und die scheint hier gerade zu sein: weg von gemeinsamer Verantwortung. Kollektive Hilflosigkeit in Verbindung mit Schuldigsprechen von Wenigen.

Wie soll man denn einem obrigkeitshörigen Bürger erklären, dass trotz seiner eigenen Anstrengungen die Verbote immer mehr ausgeweitet werden?
Weiß nicht genau, was du unter "obrigkeitshörige Bürger" verstehst.
Erklären mit Zunahme von INfektionszahlen beispielsweise. Und etwas ehrlicher und informierter als oftmals die Zusammenhänge mit mittelschweren und schweren Krankheitsfällen. Bessere Aufklärung über Risiko und komplexere Rechenvorgänge. Da steigen ja viele sonst aus, sieht man auch hier im Forum immer, das ist alles schon zu kompliziert. Das ist halt ein grundsätzliches Problem: die Leute wollen nicht einfach ner Obrigkeit vertrauen, sondern zu allem selbst ne Meinung haben. Aber informierter sind sie deswegen nicht unbedingt und mehr Komptenz in Sachen wie Risiko haben sie auch nicht. Und anstatt da dazuzulernen, verkünden sie halt lieber Meinungen und suchen sich ihre Obrigkeit passend zu ihren Meinungen und Neigungen aus.

Ich frage mich ja, zu welchen Anteil es ein Kommunikationsproblem ist. Also viele Maßnahmen nicht gut erklärt werden, sodaß breite Bevölkerungsteile abgehängt werden. Oder wieweit es einfach die Zunahme individueller Unlust ist. Man hat im Frühjahr ein "moralisches" STatement gesetzt, sich darüber gefreut, daß man hohen Aufwand treibt, um Alte und Schwache zu schützen. Aber jetzt mag man halt nicht mehr so sehr, jetzt denkt wieder jeder mehr an sich.
 
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  • #5.316
Ja, geht um die Tendenz. Und die scheint hier gerade zu sein: weg von gemeinsamer Verantwortung. Kollektive Hilflosigkeit in Verbindung mit Schuldigsprechen von Wenigen.
Na ja, die Erklärungen der "stark" ansteigenden Infektionszahlen sind auch eher "dürftig" und beziehen sich mehr oder weniger auf bestimmte "Hotspots". Andere Ursachen werden kaum angeboten und/oder erschließen sich vielen nicht.
Ich frage mich ja, zu welchen Anteil es ein Kommunikationsproblem ist. Also viele Maßnahmen nicht gut erklärt werden, sodaß breite Bevölkerungsteile abgehängt werden.
Das hing/hängt aber auch weiterhin mit der enormen Erklärungsvielfalt und dem sich gerade in der Anfangszeit häufig ändernden Erkenntnissen zusammen, sodass mittlerweile eine zunehmendere Unsicherheit herrscht, wem man glauben schenken will/kann.
Oder wieweit es einfach die Zunahme individueller Unlust ist. ... Aber jetzt mag man halt nicht mehr so sehr, jetzt denkt wieder jeder mehr an sich.
Was ein nachvollziehbares Verhalten ist. Man hat ja unter Umständen nicht nur "Strapazen" auf sich genommen, sondern der eine oder andere steht wirtschaftlich nicht nur schlechter da, sondern bereits mit dem Rücken zur Wand. Und die staatliche finanzielle Unterstützung bröckelt. Da darf die Sinnhaftigkeit einer Fortführung bzw. Ausweitung der Beschränkungen schon mal hinterfragt werden, oder?
 
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  • #5.318
Na ja, die Erklärungen der "stark" ansteigenden Infektionszahlen sind auch eher "dürftig" und beziehen sich mehr oder weniger auf bestimmte "Hotspots". Andere Ursachen werden kaum angeboten und/oder erschließen sich vielen nicht.
Du würdest gerne besser verstehen, weswegen die Infektionszahlen wieder hoch gehen?

Das hing/hängt aber auch weiterhin mit der enormen Erklärungsvielfalt und dem sich gerade in der Anfangszeit häufig ändernden Erkenntnissen zusammen, sodass mittlerweile eine zunehmendere Unsicherheit herrscht, wem man glauben schenken will/kann.
Ja, viele Leute sind dem nicht gewachsen - aber wollen den Anschein aufrechterhalten, diskursiv mitzuspielen. Ne Meinung zu haben, so unfundiert sie auch sei, hat für viele mehr Vorteile als Unsicherheit aushalten zu können. Die Leute haben das Clickbaiting längst verinnerlicht.

Was ein nachvollziehbares Verhalten ist. Man hat ja unter Umständen nicht nur "Strapazen" auf sich genommen, sondern der eine oder andere steht wirtschaftlich nicht nur schlechter da, sondern bereits mit dem Rücken zur Wand. Und die staatliche finanzielle Unterstützung bröckelt. Da darf die Sinnhaftigkeit einer Fortführung bzw. Ausweitung der Beschränkungen schon mal hinterfragt werden, oder?
Hinterfragen? Ach, weswegen das so geschwollen ausdrücken. Viele Leut wollen halt schlicht nicht mehr.
Und selbstverständlich ist sich jeder selbst der nächste. Das ist menschlich.
 
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  • #5.319
SWR hat kürzlich eine Datenanalyse zusammen gestellt:
Danke.
Ein entscheidender Satz für mich ist:
" Täglich wird damit weiterhin in erster Linie die Tagessumme der zu bearbeitenden Neuinfektionen ("positiv Getesteten") veröffentlicht, obwohl sie für die Lagebeschreibung an Bedeutung verloren hat."
Vor allem für die Medien (Schlagzeilen) und die Politik (Begründung von weiteren Maßnahmen) haben exakt diese Zahlen eine enorme Bedeutung.

Die farbliche Animation zeigt auch sehr schön, dass der Schutz der Alten (und somit stark gefährdeten) ziemlich gut gelingt. Die steigenden Infektionszahlen sind vor allem im Bereich der jüngeren bis "mittelalten" Bevölkerung verortet, genau in der Gruppe also, die sich nicht mehr länger einschränken lassen will, oder sich für "eher ungefährdet" ansieht.
 
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  • #5.320
Die farbliche Animation zeigt auch sehr schön, dass der Schutz der Alten (und somit stark gefährdeten) ziemlich gut gelingt. Die steigenden Infektionszahlen sind vor allem im Bereich der jüngeren bis "mittelalten" Bevölkerung verortet, genau in der Gruppe also, die sich nicht mehr länger einschränken lassen will, oder sich für "eher ungefährdet" ansieht.
Dann wird ja offenbar alles richtig gemacht, wie es so gemacht ist.

Dann beruht der zu beobachtende Aufstieg des ANTI im Mainstream wohl auf einem Mißverständnis.

Eines der simplen Mißverständnisse ist wohl: man schaut sich an, wie die Kurven aufgrund der Maßnahmen aussehen und stellt dann fest: ist doch alles supi, braucht man ja keine Maßnahmen! :)
 
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  • #5.321
Du würdest gerne besser verstehen, weswegen die Infektionszahlen wieder hoch gehen?
Es ist meine Meinung zur für mich fühlbaren Unsicherheit innerhalb der Bevölkerung bezüglich des immer weiter fortschreitenden Anstiegs des Infektionsgeschehens trotz eigenen Bemühens, das Gegenteil zu bewirken.
Ja, viele Leute sind dem nicht gewachsen - aber wollen den Anschein aufrechterhalten, diskursiv mitzuspielen. Ne Meinung zu haben, so unfundiert sie auch sei, hat für viele mehr Vorteile als Unsicherheit aushalten zu können.
Hm, klingt für mich ein wenig arrogant. Diesen Aspekt hatten wir hier doch schon mal. Jeder darf doch zu jedem Thema eine Meinung haben - so unfundiert und "unrecherchiert" diese auch sein mag. Er sollte sie nur nicht als die eine unumstößliche Wahrheit verkaufen wollen, oder?
Hinterfragen? Ach, weswegen das so geschwollen ausdrücken.
Das ist nicht "geschwollen", sondern eloquent. ;)
 
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  • #5.323
Es ist meine Meinung zur für mich fühlbaren Unsicherheit innerhalb der Bevölkerung bezüglich des immer weiter fortschreitenden Anstiegs des Infektionsgeschehens trotz eigenen Bemühens, das Gegenteil zu bewirken.
Ja, es könnte sich sicherlich so ziemlich jeder besser über Erklärungen informieren als er es tut.
Man kann das den Erklärungen anlasten.
Oder verstehen, daß Menschen häufig nicht so viel ins Verstehen investieren wollen.

Jeder darf doch zu jedem Thema eine Meinung haben - so unfundiert und "unrecherchiert" diese auch sein mag.
Selbstverständlich. Nimmt ihm doch niemand. Aber das heißt ja nicht, daß man seine Meinungen nicht qualifizieren dürfte.

Er sollte sie nur nicht als die eine unumstößliche Wahrheit verkaufen wollen, oder?
Ich weiß nicht, was du mit "unumstößlich" meinst. Aber natürlich darf jeder seine Wahrheiten als Wahrheit verkaufen.

Das ist nicht "geschwollen", sondern eloquent. ;)
Jeder verdient die Anerkennung derer, bei denen er Eindruck machen möchte, und legt sich die Latte entsprechend hoch - oder niedrig. :)


Darum geht's denen ja. Einschränkung aller Freiheiten. "Schengen" ist klinisch tot. Ein Sargnagel mehr für Europa. 💁‍♂️
Oh, nichts zu vergessen, die obligatorische Meinung: Katastrophe!!! :)
 
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  • #5.324
Dann wird ja offenbar alles richtig gemacht, wie es so gemacht ist.
Das ist doch der Tenor von Wisschenschaft und Politik:
Die Zahlen sind/waren nur so niedrig, weil wir die Maßnahmen ergriffen haben.
Dann beruht der zu beobachtende Aufstieg des ANTI im Mainstream wohl auf einem Mißverständnis.
Nein, der hat eher damit zu tun, dass vielen Menschen kaum oder gar nicht zu vermitteln ist, wie sich die Zahlen bei weiteren, erheblichen Lockerungen zum Negativen verändern würden. Da helfen auch keine Beispiele aus anderen Ländern ("sind halt anders sozialisiert"), oder "Hochrechnungen", die jeden zweiten Tag schon wieder von einem anderen Fachmann/einem anderen Institut "kassiert" werden, weil "keine belastbaren Zahlen genommen wurden, weil Fehler in der Formel vorhanden waren, weil das ohnehin alles hypothetisch ist". Der Mensch lernt doch fast immer nur aus Geschehnissen, die tatsächlich eingetreten sind oder selbst erlebt wurden
 
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  • #5.326
Oder verstehen, daß Menschen häufig nicht so viel ins Verstehen investieren wollen.
a. Viele Menschen sind müde und des Themas überdrüssig.
b. Die Informationslage über verlässliche Quellen (die sich einem selber auch noch erschließen) ist schlichtweg "unübersichtlich".
Ich weiß nicht, was du mit "unumstößlich" meinst. Aber natürlich darf jeder seine Wahrheiten als Wahrheit verkaufen.
Unumstößlich meint in diesem Zusammenhang, dass meine Meinung die einzig richtige ist und ich mich anderen Fakten schlichtweg verweigere.
 
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  • #5.328
Das ist doch der Tenor von Wisschenschaft und Politik:
Die Zahlen sind/waren nur so niedrig, weil wir die Maßnahmen ergriffen haben.
Ich hab mich ja auf dein Statement bezogen.
Dann befindest du dich in bester Übereinstimmung mit dem Tenor von Wissenschaft und Politik.

Nein, der hat eher damit zu tun, dass vielen Menschen kaum oder gar nicht zu vermitteln ist, wie sich die Zahlen bei weiteren, erheblichen Lockerungen zum Negativen verändern würden.
Da gibts viel Ungewißheit.
Und wo viel Ungewißheit ist, gibts neben Training von entsprecher Kompetenz, sie auszuhalten, halt auch viel Raum, der mit Unsinn, Verschwörungs- und sonstigen Theorien gefüllt werden kann. Und der umso mehr damit gefüllt wird, desto weniger die Leute kompliziertere, unklare Situationen ertragen können, sondern stattdessen mit Meinung reagieren müssen. Weil sie nichts anderes haben.

Da helfen auch keine Beispiele aus anderen Ländern ("sind halt anders sozialisiert"), oder "Hochrechnungen", die jeden zweiten Tag schon wieder von einem anderen Fachmann/einem anderen Institut "kassiert" werden, weil "keine belastbaren Zahlen genommen wurden, weil Fehler in der Formel vorhanden waren, weil das ohnehin alles hypothetisch ist". Der Mensch lernt doch fast immer nur aus Geschehnissen, die tatsächlich eingetreten sind oder selbst erlebt wurden
Gab ja genügend abschreckende Bilder.

a. Viele Menschen sind müde und des Themas überdrüssig.
DAs ist nur halbwahr.
Denn das Thema boomt ja. Viele Leute sind müde, Unklarheit auszuhalten, und auch müde, sich besser zu informieren, aber sind umso weniger müde, Meinungen auszubilden und zum besten zu geben. Siehe hier.

Unumstößlich meint in diesem Zusammenhang, dass meine Meinung die einzig richtige ist und ich mich anderen Fakten schlichtweg verweigere.
Jeder hat das REcht, seine Meinung als richtig und alle anderen, die ihr widersprechen, als unrichtig auszugeben.
Ach, "Faktum" läßt sich definieren als wahr, also in deinem Sinne gewissermaßen als: unumstößlich.
 
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  • #5.330
Bessere Aufklärung über Risiko und komplexere Rechenvorgänge.
Aufgrund von Langeweile war das mal meine Beschaeftigung am letzten Wochenende. Die Basisreproduktionszahl ist auf Wikipedia schon ziemlich komplex beschrieben. Ein Schaetzwert mittels einer Exponentialfunktion zeigt aber schon, wie abstrakt das sein kann. Der Mensch kann sich Exponentialfunktionen und Potenzfunktionen (numerisch) nicht vorstellen. Dazu gehoert auch die Zinseszinsrechnung, aber genau die brachte mich auf den Vergleich der Zinseszinsformel mit den Covid Zahlen, bzw Statistiken, Kleine Veraenderungen koennen sich quasi 'aufschaukeln'.

Ich versuche es mal mit einem Beispiel:




Man nehme die obige Zinseszinsformel und setze nun:
Startkapital = positiv geteste Personen
Zinssatz = Reproduktionszahl
n Jahre = Tage
Kapital nach Jahren = Neuinfektionen

Etwas komplexer ergeben sich (leider) noch mehr Variablen:
Die positiv getesteten Personen sind abhaengig von der Test Zuverlaessigkeit.
Die Reproduktionszahl (vgl der Zinssatz) ist abhaengig von der Anzahl der Kontakte, Zeit und Infektiositaet.

In der Fehlerfortpflanzung wird nach diesen Variablen abgeleitet, inklusive Testunsicherheit, Infektiositaet, geschaetzte Anzahl der Kontakte, etc.
Das fuehrt zu einer meterlangen Formel, in der das, was wir uns nicht vorstellen koennen, diese fiese Potenzfunktion, mehrfach vorkommt.

Mein Fazit: Diese Statistiken rauschen extrem und sind Kaffeesatzleserei. Diese Fehlereinfluesse koennen wir uns numerisch nur schwer, bzw eigentlich gar nicht, vorstellen. Wir haben quasi ein Potenzproblem. Mann kann sich das nur vorstellen, wenn man nach unten schaut, aber das ist off topic...
 
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  • #5.331
So schafft die Regierung die gewünschten "Mikrokosmen". Diese sind besser überwach- und kontrollierbar als eine "Wimmel-Masse" von 83 Millionen Menschen, die sich unkontrolliert in sämtliche Richtungen bewegt.

Das Ziel scheint zu sein, die Bewegung, ach was, den Aufenthalt der Menschen auf den kleinstmöglich denkbaren Raum zu reduzieren, die eigene Wohnung/das eigene Haus.

Nur die "systemrelevanten" Leute und die Menschen, deren Job nicht vom Home-Office aus zu machen ist, dürfen noch raus. Alle anderen bestellen bitte ausschließlich online. Kasernierung 2020/21 - im heimischen Bunker.

Meinst du das ernst, oder hast du nur den Ironie-Smylie vergessen?
 
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  • #5.332
Da helfen auch keine Beispiele aus anderen Ländern ("sind halt anders sozialisiert"), oder "Hochrechnungen", die jeden zweiten Tag schon wieder von einem anderen Fachmann/einem anderen Institut "kassiert" werden, weil "keine belastbaren Zahlen genommen wurden, weil Fehler in der Formel vorhanden waren, weil das ohnehin alles hypothetisch ist".

Guggst du hier:


kostet 1,99 im Tagespass. SZ Tagespass eingeben, zahlen, lesen, schlauer werden, weniger Dummfug ("Meinung") von sich geben wie @fafner beispielsweise.
So ist allen geholfen. Nix zu danken!
 
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  • #5.334

Modellierung ist ein schwieriges Geschäft.
Da kommt halt der brave Vorsatz, alles für alle ganz einfach zu erklären an Grenzen.
Kann man unterschiedliche Schlußfolgerungen ziehen:
Was nicht simpel ist, ist vollkommen aussichtslos. Komplexe Rechnungen sind keine REchnungen, sondern Kaffeesatzleserei.
Oder: muß man wohl Experten überlassen.
Nur: wer ist Experte? Stimmen alle Experten bestens überein?
Natürlich nicht.
Und dann ist wieder die Frage, welche Schlußfolgerung daraus zu ziehen ist.
Wenn nicht alle Experten übereinstimmen, ists bloße Kaffeesatzleserei, was sie betreiben?
Oder bemüht man sich um rudimentäres Verständnis von Wissenschaft, Demokratie usw. und die Ausbildung von Skills im Umgang mit Meinungen, Unsicherheit usw.?

Entsprechend hat man die Wahl (wenn man die Wahl hat) im Umgang mit IMHOs "Die Zahlen sind/waren nur so niedrig, weil wir die Maßnahmen ergriffen haben. "
Die naheliegende, ganz vernünftige REaktion wäre: ja selbstverständlich ist das so, es spricht nichts dafür, daß die Maßnahmen ohne jede Auswirkung auf die Zahlen waren und sind.

Aber offenbar hat eine solche vernünftige Reaktion in den Augen vieler Leute große Nachteile.
Es bringt ihnen mehr Vorteile, zu glauben, sie hätten die rote Pille geschluckt, die ihnen eingegeben hat: nein, das kann nicht sein, das wird uns ja so sehr von Politik und Medien weiszumachen versucht, das ist das beste Argument dafür, daß es falsch ist. Tatsächlich haben die Maßnahmen keinerlei Einfluß auf die Fallzahlen, oder zumindest einen, der sie gerade erst in die Höhe getrieben hat.
Interessant finde ich zu schauen, welche Vorteile das sein könnten.
 
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  • #5.335
Man muss es doch nur oft genug wiederholen, am besten noch bestätigt von Leuten mit Brille in weißen Kitteln.
Die zunehmende Unlust der Leute, sich drangsalieren zu lassen, kann aber auch darauf hindeuten, daß eben nicht mehr alles geglaubt wird. Vielleicht beginnt die Bevölkerung auch zu ahnen, daß ein "altes Normal" nie wieder kommt, wenn sie nicht das "neue Normal" torpediert.
Zudem widerspricht halt der Hysteriemodus von Politik und TV-Virologen ganz einfach ihrer persönlichen Erfahrung. Bei wem liegen denn schon "Coronatote" vor dem Haus rum? Nicht in den USA, nicht in Madrid, nicht in Paris, noch nicht mal in Berlin.
 
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  • #5.336
Guggst du hier:
kostet 1,99 im Tagespass. SZ Tagespass eingeben, zahlen, lesen, schlauer werden, weniger Dummfug ("Meinung") von sich geben wie @fafner beispielsweise.
Aha. Schön, dass du die Artikel aus der SZ für dich als belastbar, verlässlich und auf wissenschaftlichen Quellen basierend eingestuft hast. Das mögen andere Menschen vielleicht anders sehen.

Und die Meinung eines anderen Foristen, der seinerseits genügend Artikel aus anderen Zeitungen/Medien zitiert, die ebenfalls den Anspruch erheben, wissenschaftlich fundiert zu sein, als "Dummfug" darzustellen, hat schon etwas unfreiwillig Komisches an sich.
Na prima, trotzdem danke für die ungefragte "Rettung der Welt". Wenn wieder mal ein Problem auftritt, wissen wir ja, wie wir dich erreichen können, Superwoman.
 
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  • #5.338

Nicht nur das, es gibt ein weiteres Problem, das erstaunlich unbeachtet bleibt, obwohl schon lange bekannt. Neuro-Covid betrifft alle Altersgruppen und die Covid-19 Infektion kann anfänglich symptomfrei verlaufen.
 
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  • #5.339
Da kommt halt der brave Vorsatz, alles für alle ganz einfach zu erklären an Grenzen.
Man kann es ja nicht mal sich selbst erklaeren.

Interessant finde ich zu schauen, welche Vorteile das sein könnten.
Das Streuen der Daten ist jedoch der perfekte Input fuer das Kultivieren politischer Profilneurosen. Ausserdem ist das Thema an sich ja schon wahnsinnig bequem, da seit Wochen nichts anderes die Bevoelkerung beschaeftigt. Im Hintergrund wird ein gigantisches Konjunkturprogramm geschnuert. Ich wette, dass Merkel gar nicht schnell genug den Weg einer gemeinsamen europäischen Verschuldung gehen konnte. Auch andere Regierungen waeren ohne diese Situation wegen der ganzen Billiarden politisch gekreuzigt worden. Mit diesem Budget kann man nun jedes Popelprojekt finanzieren und/oder vergangene politische Fehlentscheidungen (durch Gegenfinanzierung) abfedern.

Noch ein Hinweis zur Statistik:
Im gestrigen RKI steht der 4-Tage R Wert mit einer Schwankungsbreite von 1.1 bis 1.7 (im 95% Intervall). In der Ueberschrift steht Schätzung, ein wichtiger Unterschied zur Berechnung, die viel mehr Zuverlaessigkeit suggeriert.
 
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