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  • #1.996
Habe ich heute auch gehört.
Die Kassiererin sagte, sie würden jeden Tag Lieferung kriegen. Ich bin einfach nur immer zu spät. Naja.... irgendwann werden schon alle genug haben und wieder zu Normal übergehen - bzw brauchen dann für Jahre kein Klopapier mehr. Ich habe noch 7 Rollen Zeit... :D:rolleyes:
Du musst mit deinen Mitteln nur lange genug haushalten, bis im Wald wieder der wilde Rhabarber wächst. :D
 
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  • #1.998
Wozu auch? Online-Shopping? Schon mal gehört? :p
hmmm.
Falsche Größe bestellt?
Du musst mit deinen Mitteln nur lange genug haushalten, bis im Wald wieder der wilde Rhabarber wächst. :D
Was auch immer DAS bedeuten mag ? o_O
 
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  • #2.005
Als Jules Verne 1869 "Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer" schrieb, war es für alle die totale Utopie. Heute wohl (fast) alles Realität.

Da geht bei mir das Corona Kopfkino los:

Es wird der Impfstoff im Schnellverfahren gefunden und verabreicht und dann...
ja dann geht es vom Regen in die Traufe :
"Omega-Mann" 1971
"I Am Legend" 2007
o_O
Naja, dann haben wir wenigstens kein Rezessionsproblem :)
 
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  • #2.007
1999 - diese Jahreszahl kommt mir schon surreal vor. Wie aus einem anderen Leben.
 
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  • #2.008
Aus der heutigen NZZ:
In Sachen Klopapier ist die Lage ernst, aber nicht hoffnungslos
Für die derzeit grassierende Not des Westens hätte der Orient eine geniale Lösung parat
SUSANNA PETRIN, KAIRO

Oral fixierte Katholiken horten Wein, anal fixierte Protestanten hamstern WC-Papier. Muslime haben keines von beidem nötig. Alkohol und schmutzige Hintern, beides ist haram – Sünde. Man trinkt lieber Softdrinks und wäscht sich weiter unten mit Wasser. In Zeiten leergefegter Hygieneartikel-Regale ist es also höchste Zeit, dass die Schweizerinnen und Schweizer sich die genialste ägyptische Erfindung seit den Pyramiden abschauen: die Shatafa. Auf Deutsch: die WC- oder Gesässdusche.

Nur Papier? Pfui!

Die Shatafa ist eine Wasserspritze. Entweder hängt sie als Duschschlauch neben dem WC, oder sie ist als Düse direkt in die Toilettenschüssel eingebaut, wo sie sich per Knopfdruck oder Drehung betätigen lässt. Nur auf das letztere Alles-in-einem-Modell erheben die Ägypter Patentanspruch, derweil das nach einem ähnlichen Prinzip funktionierende Bidet eine französische Erfindung aus dem 17. Jahrhundert ist.
Die nierenförmige Keramikschüssel soll gemäss Intimhygiene-Forschern ursprünglich vor allem als – nicht sehr zuverlässiges – Verhütungsmittel für Frauen gedient haben. Unanständige Soldaten trafen das Bidet in Kriegszeiten in jedem anständigen Bordell an; entsprechend geriet es im Westen in Verruf und setzte sich das Papier dagegen durch. Aus hygienischer Sicht: zu Unrecht.
Für Orientalen sind Westler also Wesen, die mit unsauberem Po herumlaufen. Ein Bekannter wurde in einem indischen Dorf so lange gesellschaftlich geächtet, bis herauskam, dass die Menschen Angst hatten, er könnte derart halbbatzig papieren geputzt bei ihnen zum Abendessen auftauchen. Er versprach, sich jeweils vorher zu duschen. Sein Sozialleben verbesserte sich schlagartig.
Für Bewohner arabischer Länder sowie in weiten Teilen Asiens gibt es keine schlimmere Vorstellung, als auf einer Toilette nur Papier vorzufinden, egal ob zwei-, vier- oder sechslagig. Auf einer Amerika- oder Europa-Reise ist das Nichtvorhandensein einer Shatafa der allergrösste Kulturschock.
«Als ich nach Deutschland kam, konnte ich nicht glauben, dass dieses saubere Europa, von dem wir im Fernsehen und in der Schule gehört hatten, eine so elementare Einrichtung wie die Shatafa nicht kennt», schreibt ein Ägypter, der nach Berlin emigriert ist. Und ein ägyptischer Freund sagt: «Ich kann mir nicht vorstellen, wie jemand ohne Shatafa leben kann.»
Vor einigen Jahren ist das Reisen für einen grossenTeil der Welt leichter geworden: Es gibt jetzt die portable Shatafa. Eine flexible Silikonflasche mit einem gewinkelten Duschkopf dran. Die Arabischlehrerin, die in Kairo viele Ausländer unterrichtet, verlässt das Haus nicht mehr ohne ihre Reise- Shatafa der Marke «Smart Buzz», sogar wenn sie in der Stadt bleibt. Ägyptische Freunde, die sich in Bern niedergelassen haben, installierten derweil recht bald ihre eigene Shatafa fix in den Badezimmern. Die eine Familie hat mit einem günstigen Kaltwasser-Schlauch von der Migros vorliebgenommen, die andere hat sich eine vollautomatische De-luxe-Version samt Föhn gegönnt. Solche Toiletten sind übrigens in Japan Standard.
Das Coronavirus kommt ebenso aus China wie jede Art von Papier. Globale Probleme verlangen nach einer globalen Lösung. Der schlimmste Pandemie- Nebeneffekt, die Toilettenpapier- Knappheit, liesse sich mit einer Shatafa rasch in den Griff bekommen. Mit dreifachem Gewinn. Die Angst, dass der Nachbar einem das letzte Blatt wegschnappt, erübrigt sich. Der Hygiene- Index schnellt nach oben. Drittens: Die Gesässdusche leistet einen aktiven Beitrag zur Senkung der CO2-Emissione .

10 Millionen Bäume

Gemäss dem Buch «Bum Fodder. An Absorbing History of Toilet Paper» spült die Menschheit nämlich pro Tag 27 000 Bäume in Form von Toilettenpapier in die Kanalisation. Eine weltweite Nutzung von Shatafas samt Föhn würde also pro Jahr fast 10 Millionen Bäume retten.
Und ist die Shatafa einmal installiert, können wir Schweizer unsere Zwangsneurosen sympathischer ausleben. Etwa indem wir Schokolade horten. Die teilen wir dann mit Freunden – vorerst halt nicht mit mehr als vieren aufs Mal.
_______

So weit der Artikel. Kleine Ergänzung: Als ich das erste mal (mit Freunden) in Kairo war, kannte die Begeisterung über die uns unbekannte Lösung praktisch keine Grenzen. Es war nicht ganz einfach zu vermitteln, was für einen Laden wir suchten und warum. Hat einen halben Tag gedauert, bis wir alle ausgestattet waren. Aber wir waren dann ausgestattet …
 
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  • #2.009
Verstehst du es immernoch nicht?
Es geht nicht um die, die trotz medizinischer Hilfe sterben - genau wie bei Influenza. Es geht um all die, die ohne medizinische Hilfe sterben werden, wenn es keine Kapazität mehr gibt, ihnen medizinisch zu helfen.
Es geht eher dadrum, ob bzw wie lange die Regierung weiter der Sicht der Virologen, alles 3 Monate wegsperren (teilweise ja auch solange bis das Virus ausgerottet ist, wektweit) oder irgendwann der Ökonomen folgen wird.

Aus der Faz z.B

"Ökonomen .... plädieren deshalb dafür, stärker zu differenzieren. „Diese erzwungene Vollbremsung der Wirtschaft steht in keinem Verhältnis zum Nutzen der Schutzmaßnahmen“, sagt Lütge. Auch er fordert besonderen Schutz nur für die Älteren. „Der Vorteil dieses Virus ist: Wir wissen, dass es vor allem für Ältere mit schweren Vorerkrankungen gefährlich ist. Also müsste man gezielt diese Gruppe isolieren. Wir können nicht unser gesamtes Wirtschaftsleben an den Bedürfnissen von 75-Jährigen ausrichten.“

Führende deutsche Ökonomen diskutieren derzeit über eine Studie aus der chinesische Millionenmetropole Wuhan, dem Epizentrum der Corona-Krise. Dort hat sich der Analyse zufolge gezeigt, dass nur 0,04 Prozent der Infizierten an dem Virus starben.
 
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