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  • #1.846
Wenn die Gesellschaft ihre wirtschaftliche Grundlage verliert, löst sie sich auf (im totalen Chaos) und die Kranken werden auch nicht mehr versorgt.
Sehe ich auch so.
Die Zeit haben wir nicht. Wir sind lange vorher bankrott (bzw. gestorben durch Faustrecht).
Ja, bürgerkriegsähnliche Zustände sind irgendwann wohl nicht ausgeschlossen. (Deshalb steigen auch die Waffenkäufe in den USA so exorbitant. Im Land der Cowboys siegt immer noch der Stärkere und die Schwächeren sterben halt.
Soweit wird es die überaus mächtige Wirtschaft nicht kommen lassen. Ist die Regierung nicht grundsätzlich den Lobbyisten gegenüber "hörig", sobald diese auch nur die Möglichkeit des Verlusts von Arbeitsplätzen auch nur erwähnen?
Ich glaub noch nicht mal, daß die was besiegt haben. Ein Neuausbruch kommt m.E. früher als später.
Die testen/melden womöglich weniger/gar nicht mehr.
Man kann nicht einen Shutdown verfügen und sich dann wundern, daß die Versorgung nicht klappt.
So sieht das nämlich aus. Kaum ein Mensch macht sich doch Gedanken, wie die Waren ins Regal, die exotischen Früchte in die Auslagen, das Tablet an die Haustür kommt. Logistik, ach, das sind die armen LKW-Fahrer, die halt nichts anderes gelernt haben. Das sind irgendwelche Schiffe, die weit weg auf den Weltmeeren herumfahren und die Umwelt verpesten.
Und seien die Gründe andere als Viren, z.B. "nur", weil der Lieferant es lieber selbst behält.
Wie war das noch gleich mit den von China an Italien gelieferten Schutzmasken/Atemgeräten, die in Tschechien/Polen "konfisziert" wurden? Ach ja, ein "Missverständnis" bzw. "Fake-News".
Und wo sind die 6 Millionen Schutzmasken, die die Materialbeschaffung der Bundeswehr hilfsbereiterweise geordert hatte und die nun in Kenia "verschwunden" sind?
In Zeiten von Krisen, Chaos, Panik und Hysterie, ist sich sehr schnell jeder selbst der Nächste.
 
A

apfelstrudel

  • #1.847
Wenn die Gesellschaft ihre wirtschaftliche Grundlage verliert, löst sie sich auf (im totalen Chaos) und die Kranken werden auch nicht mehr versorgt. Man muß sich bald entscheiden, welchen Tod man sterben möchte.
Mir geht es um rationale Handlungsoptionen. Und dann, wie schon geschrieben, um Verantwortungsethik. Also: ist es verantwortbar aus Angst vor Überlastung des Gesundheitssystems eine Überlastung der Wirtschaft / Gesellschaft zu riskieren, welche dann auch #1 zur Folge hat?
Das erzwingen dann einfach die Umstände.
Wenn man in Italien mal von einer Dunkelziffer Faktor 10 ausgeht, dann sind da jetzt erst 1% erreicht...
Die Zeit haben wir nicht. Wir sind lange vorher bankrott (bzw. gestorben durch Faustrecht).
Ich glaub noch nicht mal, daß die was besiegt haben. Ein Neuausbruch kommt m.E. früher als später.
Man kann nicht einen Shutdown verfügen und sich dann wundern, daß die Versorgung nicht klappt.
Ach, das geht noch ganz anders:
Ich hab überhaupt nicht die Zuversicht, daß es nicht so kommt wie in diesen dystopischen Filmen. In Zeiten von Grenzschließungen für Menschen ist man permanent nur einen Augenblick von Grenzschließungen für Waren entfernt. Und seien die Gründe andere als Viren, z.B. "nur", weil der Lieferant es lieber selbst behält. Oder ganz banal, weil die Logistik einen "Shutdown" erleidet.
hihi... du hast witz.
hast beim @creolo geschlafen? =)
hast dein geld in wetten gegen die wirtschaft gesteckt? ;o)
 
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  • #1.850
könntest du das Hauptstück hierher kopieren, Ausgangssperren sind rechtswidrig..weiter komme ich nicht
Nein, eher nein. Frau Lübbe-Wolff war zwölf Jahre Verfassungsrichterin. Sie schreibt differenziert, das lässt sich nichts eindampfen und es gibt auch kein Hauptstück. Allenfalls, dass wir so nicht weitermachen können wg Schrecken ohne Ende – wo soll der Ausgang sein, wenn wir verlangsamen, dass sich alle infizieren? Wäre es sinnvoll, Risikofiguren wie mich erstmal zu isolieren und den Großteil der Bevölkerung Immunität erwerben zu lassen?
 
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  • #1.852
In der FAZ war 'n interessanter Artikel, wie sehr die Chinesische Führung anfangs versuchte, alles zu vertuschen. Hanebüchen geht's da zu bei denen.
Die haben dafür den großen Vorteil, dass sobald Maßnahmen angeordnet werden, die gesamte Bevölkerung "kuscht". Und wer nicht, wird halt anderweitig aus dem Verkehr gezogen. Bei 1,4 Milliarden Menschen zählt halt der Einzelne vermeintlich nur wie eine Ameise.
 
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  • #1.854
(Deshalb steigen auch die Waffenkäufe in den USA so exorbitant. Im Land der Cowboys siegt immer noch der Stärkere und die Schwächeren sterben halt.
Das ist die eine Sichtweise. Ich weiss, es ist extrem uncool in Europa nicht nur das negative bei den Amis zu sehen. Aber andersrum ist auch richtig: der Schwache kann sich in den USA eine Waffe holen und sich verteidigen. Bürgerkrieg finde ich jetzt noch weit hergeholt und dramatisiert...aber wenn es wirklich zu sowas kommt (für mich wäre das einstellen oder zurückfahren von Sozialleistungen solch ein Zeitpunkt), dann stehst du ohne Waffen ziemlich blöd da, wenn eine Meute dein Haus angreift oder nicht?

Kaum ein Mensch macht sich doch Gedanken, wie die Waren ins Regal, die exotischen Früchte in die Auslagen, das Tablet an die Haustür kommt.
Ich schon. Deswegen auch schon zum Wuhan Ausbruch für 4 Wochen gehamstert. Ganz entspannt, als es noch keiner gemacht hat. Nun könnte ich mich hier 4 Wochen einsperren, wenn es wirklich zur Sache geht. Ich hoffe aber das es nicht so weit kommt. Die Bundesregierung empfielt eh seit Jahren Vorsorge für 14 Tage. Ist nichts neues.

Logistik, ach, das sind die armen LKW-Fahrer, die halt nichts anderes gelernt haben. Das sind irgendwelche Schiffe, die weit weg auf den Weltmeeren herumfahren und die Umwelt verpesten.
Ich bin selbst in der Logistik. Gott sei dank kein LKW Fahrer. Das ist echt ein undankbarer und unterbezahlter Job. Aber ich mache etwas ähnliches und mein Job ist save. Bisher keine Kurzarbeit, ich komme an die frische Luft und das monatliche Einkommen fließt weiter. Was übrigens dazu beitrug, dass ich nicht panisch mein Depot auflösen musste, wie viele andere.
Job verloren, mit starken verlusten die Altersvorsorge verkaufen, völlige Panik. Als Konsequenz danach auch noch Stress Zuhause... wir werden viele Trennungen und Scheidungen sehen in dieser Krise.
Aber nochmal zu den LKW Fahrern. Alle hippen und angesagten Jobs (Gastro, Geisteswissenschaften, Medien, Dienstleistungen) stehen gerade vor dem Ruin. Ich kenne Leute, die am ersten Tag der Krise nachhause gehen durften ohne Gehalt und nicht wiederkommen brauchen. Die Lage ist dramatisch. Meine lieblingsbar macht nach der Krise nie wieder auf. Das hat mir der Besitzer bereits unter Tränen privat erzählt.
LKW Fahrer, Handwerker und Konsorten sind derzeit gut bedient. Da fließt das Gehalt weiter und man sitzt nicht gelangweilt zuhause und bekommt einen Lagerkoller. Cash ist King in diesen Zeiten.

Zusammengefasst sei gesagt: wir wissen alle nicht wie es weitergeht und in welcher Welt wir nach dieser Krise aufwachen werden. Ob alle diese Maßnahmen gerechtfertigt sind ist auch kaum zu prüfen und man auch nichts dagegen unternehmen. Sie werden nunmal durchgeführt und wir sind gerade "machtlos". Nach der Krise müssen wir dann schauen, dass wir unsere Ausgangs und Versammlungsrechte wieder erhalten und die Regierenden nicht diese Krise nutzen, um merkwürdige Einschränkungen (wie bei Chinesen) für unsere Gesellschaften permanent zu übernehmen.
 
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  • #1.855
Allenfalls, dass wir so nicht weitermachen können wg Schrecken ohne Ende – wo soll der Ausgang sein, wenn wir verlangsamen, dass sich alle infizieren? Wäre es sinnvoll, Risikofiguren wie mich erstmal zu isolieren und den Großteil der Bevölkerung Immunität erwerben zu lassen?
..setzten sich ohnehin jetzt viele Verfassungsrechtler damit auseinander, man hört immer wieder den Hinweis... in einigen Wochen könnte man schon über die, durch die Realität entstandenen, Eindrücke mehr sagen als bisher und ev. auch andere Optionen in Erwägung ziehen
Die aktuelle Rechtslage erlaubt z.B. dem Verbraucherschutz das Land Tirol zu verklagen, da keine Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher getroffen wurden. Jene u.a. Juristen sagten damals, bei Bekanntwerden von Ischgl, die Eigenverantwortung wäre gefragt gewesen..
Da dies mit diesem Virus und den Vorgaben der WHO nicht kompatibel war brach international natürlich Stress aus. Die Themen "Gebot zur Eigenverantwortung" vs. "gesellschaftliche Geboten Folge leisten" bzw. "Verbote und deren Ahndung" werden auf den Prüfstand gestellt. Dieser aktuelle Konflikt ist sicher ein Schnittstellenthema, wo viele unterschiedliche Rechts- und Gesellschaftsbereiche eingearbeitet werden müssen.
 
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  • #1.856
Die sollen die nicht absperren, sondern neue und mehr schaffen. Auch dazu sollte doch der mit den Einschränkungen zu erreichen versuchte "Zeitgewinn" genutzt werden, oder?
Woher weißt du, dass der nicht genutzt wird? Machst du das an den - aus deiner Sicht - fehlenden Nachrichten fest; oder hast du 1.-Hand-Einblicke, in die - aus deiner Sicht nicht vorhandenen oder viel zu wenigen - Vorbereitungen?
Ich kann dir verraten: Es wird in der Presse nicht von jedem Furz berichtet. Erst bei großen Geschäften gibt es eine entsprechend einschlägige Pressemitteilung (z.B. https://www.google.com/amp/s/www.fn...chtet-coronavirus-klinik-zr-13607161.amp.html ).
Ich kann dir versichern, dass in der Klinik, wo ich 1.-Hand Einblick habe, sehr vielfälige und weitreichende Vorbereitungen getroffen werden; sowohl auf personellen, als auch technischen und organisatorischen Ebenen - und das - bei Weitem! - nicht erst seit gestern! Auch wenn nichts davon in den Nachrichten berichtet wird.
 
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  • #1.857
Woher weißt du, dass der nicht genutzt wird? Machst du das an den - aus deiner Sicht - fehlenden Nachrichten fest; oder hast du 1.-Hand-Einblicke, in die - aus deiner Sicht nicht vorhandenen oder viel zu wenigen - Vorbereitungen?
Ich kann dir verraten: Es wird in der Presse nicht von jedem Furz berichtet. Erst bei großen Geschäften gibt es eine entsprechend einschlägige Pressemitteilung (z.B. https://www.google.com/amp/s/www.fn...chtet-coronavirus-klinik-zr-13607161.amp.html ).
Ich kann dir versichern, dass in der Klinik, wo ich 1.-Hand Einblick habe, sehr vielfälige und weitreichende Vorbereitungen getroffen werden; sowohl auf personellen, als auch technischen und organisatorischen Ebenen - und das nicht erst seit gestern!
und in vielen anderen Bereichen ist es ebenfalls so, vorsorglich gut überlegt und teilweise schon erprobt mit dem Ergebnis: funktioniert ausgezeichnet
 
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  • #1.859
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und in vielen anderen Bereichen ist es ebenfalls so, vorsorglich gut überlegt und teilweise schon erprobt mit dem Ergebnis: funktioniert ausgezeichnet
Ich fand ja diesen Hackathon cool, hat ich irgendwann hier gepostet.
Das war für mich ein guter Indikator, dass man sich auf vielen Ebenen, auch jenseits der rein medizinischen, Gedanken macht und bereit ist, auch neue, unkonventionelle Wege zu gehen und auszuprobieren. Das in Kombination mit Erprobtem scheint mir keine so schlechte Perspektive zu sein, ganzheitlicher Ansatz.