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  • #511
Ich wills jetzt nicht nochmal aufwärmen. Aber Kästner meint doch einzig und allein Frauen wären der Mode verfallen. Das entsprach vielleicht dem Bild seiner Zeit oder er hatte wirklich ein Problem mit Weiblichkeit.

Jedenfalls sind wir uns hier einig, dass die Moden und ihre skurrilen Auswirkungen heute keinesfalls rein auf Frauen bezogen sind. :)
 
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  • #512
Ich wills jetzt nicht nochmal aufwärmen. Aber Kästner meint doch einzig und allein Frauen wären der Mode verfallen. Das entsprach vielleicht dem Bild seiner Zeit oder er hatte wirklich ein Problem mit Weiblichkeit.

Jedenfalls sind wir uns hier einig, dass die Moden und ihre skurrilen Auswirkungen heute keinesfalls rein auf Frauen bezogen sind. :)
Hääää? :)
 
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  • #513
Ich habe mir den Band
GEDICHTE
von Frederike Kempner, auch als
schlesischer Schwan bekannt,
zugelegt

eine Meisterin des unfreiwilligen Humors
Ich werde euch wohl noch einiges im Gedichte Thread davon zukommen lassen.:D
 
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  • #514
Das Wort "Muhme" für "Tante" ließ mich an ein altes Kinderbuch denken. "Die Kornmuhme", eine Frau -mit magischen Kräften ausgestattet- sieht mehrfach, wie ein Geschwisterpaar nach der Schule das Pausenbrot ins Feld wirft. Daraufhin nimmt sie die Kinder mit auf eine Zeitreise, damit sie sehen, wie mühevoll die Menschen in vergangenen Zeiten Brot hergestellt haben, und wertschätzen lernen, dass wir jeden Tag Essen im Überfluss haben.
Das Buch ist alt. Aber das Thema aktueller denn je.
Hoffe meine Eltern haben es aufgehoben, irgendwo, damit ich es meinem Kind vorlesen kann.
 
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  • #515
Ich habe es gefunden!
Es heißt "mit der Zauberuhr ins Abenteuer". Bestelle ich unverzüglich.
Gefunden auf der Seite mit dem lustigen Namen "daistesja".

Ich hoffe, mein Kind wird von mir die Liebe zu Büchern übernehmen. Welten stehen ihm damit offen.
 
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  • #516
Ich hoffe, mein Kind wird von mir die Liebe zu Büchern übernehmen. Welten stehen ihm damit offen.
Toll!! Genauso hat es unsere Mutter mit uns Kindern gemacht. Ich bin noch heute eine Leseratte. Angefangen hat es mit Kinderbüchern, dann kamen Romane und später auch noch wissenschaftliche Sachbücher. Es hat meinen Horizont, mein Weltbild und meine Fantasie extrem erweitert. Ohne Bücher wäre ich nie der Mensch geworden, der ich heute bin.
 
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  • #517
Ich schmöcker' immer wieder mal gerne in der NZZ (IMVHO eine der besten Tageszeitungen der Welt), und freue mich dann stets ganz besonders auch auf die Kolumnen von Birgit Schmid.

Die hat 2018 ein kleines Bändchen veröffentlicht mit dem bezeichnenden Titel "Freie Liebe ist für Feiglinge - Lob der Eifersucht".

In 13 Essays versucht sie, das Thema aus allen Blickwinkeln zu beleuchten - und schafft das IMVHO in bewundernswerter Weise !

Zitat : "Es braucht Mut, sich einzulassen, indem man sich ausliefert. Das Schönste der Liebe erfährt man nur, wenn man die Hölle der Eifersucht kennt."

IMVHO äußerst lesenswert ! :)

P. S.: Mit der "Kunst des lässigen Anstands" (# 488) bin ich trotz des vielversprechenden Beginns immer noch nicht weiter ... ! :(
 
D

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  • #518
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  • #519
Also entweder die Dame irrt gewaltig (was ich persönlich ja glaube), oder das Schönste der Liebe kenne ich bisher nicht - und werde es in diesem Leben wohl auch nicht mehr kennenlernen. :oops:
Das ist "nur" die Quintessenz des 3. Kapitels, es fehlt die komplette Herleitung, sorry ! Wenn man liest, wie sie ihre Gedanken entwickelt, fühlt sich das absolut stimmig an.

Und schon J. Bond sagt : "Sag niemals nie !" ;)
 
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  • #520
Ich kenn sie nicht, die Dame, aber mir scheint, sie hat nur einen tollen Satz formulieren wollen und dazu Dietrich Bonhoeffers «Niemand erfährt das Geheimnis der Freiheit, es sei denn durch Zucht» als Vorlage genommen. Ob da etwas Sinnhaftes dabei herausgekommen ist, kann ja jeder für sich entscheiden. Quintessenz hin oder her.
 
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  • #521
Das entsprach vielleicht dem Bild seiner Zeit oder er hatte wirklich ein Problem mit Weiblichkeit.
Weder noch würde ich sagen, aber jeder hat mal nen schlechten Tag:

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut)
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wussten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.
 
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  • #522
Bittersüß, das mag ich! :)