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  • #1

Bisexualität

Liebe Liebenden,

wie würdet Ihr reagieren, wenn euer date euch eröffnen würde, dass er/sie bisexuell ist? Abgeschreckt, neugierig, interessiert, unsicher....?

Ich freue mich auch über statements von Bisexuellen und deren entsprechenden Erfahrungen mit Reaktionen.
 
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  • #2
AW: Bisexualität

Falls es sich um einen Mann handelt mit dem ich mir eine Beziehung vorstellen könnte, hätte ich mit dieser Tatsache schon ein großes Problem.
Ich würde befürchten, dass er im Zusammensein mit mir ganz zwangsläufig nach einiger Zeit etwas vermissen würde. Vielleicht ist es aber auch einfach nur meine naive Vorstellung, dass ein bisexueller Mensch auch immer Sexualität mit beiden Geschlechtern dringend leben will.
 
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  • #3
AW: Bisexualität

zuerst mal sicher überrascht, weil man so jemanden ja eher selten trifft. Mir ist es schon mal passiert. Es sagt ja nichts über die Qualität des Menschen aus. Dieser Mensch hat Erfahrungen, die ich nie machen werde. Problematisch wurde es bei mir, als er so ziemlich am Anfang drr Beziehung einen flotten Dreier wollte. Das wollte ich nicht. Habe einen SEHR flotten Dreier in der Garage stehen. Den teile ich auch nicht:)
 
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  • #4
falsche Vorstellungen

Bisexuelle Menschen haben nicht automatisch das Bedürfnis nach "flotten Dreiern" oder brauchen immer beide Geschlechter. Sie haben einfach keine Einschränkung bezüglich des Geschlechts des Gegenübers.
Im Grunde ist es unwichtig, ob man mit einem Menschen des gleichen Geschlechts oder des anderen betrogen wird. Wenn jemand nicht treu ist, ist es nicht entscheidend, ob er/sie heterosexuell oder bisexuell ist.
 
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  • #5
AW: falsche Vorstellungen

Zitat von LunaLuna:
Bisexuelle Menschen haben nicht automatisch das Bedürfnis nach "flotten Dreiern" oder brauchen immer beide Geschlechter. Sie haben einfach keine Einschränkung bezüglich des Geschlechts des Gegenübers.
(...)
So ist es.

Und: "Bisexualität verdoppelt die Chance auf ein date am Samstagabend." (Woody Allen)

;-)
 
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  • #6
AW: Bisexualität

wo soll das Problem liegen?
 
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  • #8
AW: Bisexualität

Wie sieht es denn für euch Männer aus? Ich schätze, unproblematischer, oder?
 
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  • #9
AW: Bisexualität

Unproblematischer? Eher nicht. Was mich angeht, gehören zu einer Beziehung zwei, nicht drei. Da spielt das Geschlecht letzten Endes keine Rolle.
 
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  • #10
AW: Bisexualität

Zitat von Malcador:
Unproblematischer? Eher nicht. Was mich angeht, gehören zu einer Beziehung zwei, nicht drei. Da spielt das Geschlecht letzten Endes keine Rolle.
Wie du bereits lesen konntest, ist die Annahme, jede/r Bisexuelle "brauche" stets beide Geschlechter und sei per se promiskuitiv, reines Klischeedenken.
 
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  • #11
AW: Bisexualität

Dann verstehe ich die Frage nicht. Wenn Treue selbstverständlich ist, was interessiert mich dann die sexuelle Ausrichtung?
 
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  • #12
AW: Bisexualität

Zitat von Malcador:
Dann verstehe ich die Frage nicht. Wenn Treue selbstverständlich ist, was interessiert mich dann die sexuelle Ausrichtung?
Wenn ich präzisieren darf: Du hast die Frage durchaus verstanden, die Thematik scheint aber unter den genannten Umständen kein Problem für dich darzustellen. ;-)
 
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  • #13
AW: Bisexualität

Grundsätzlich schließe ich mich den Vor-Schreibern und -schreiberinnen an: wer bisexuell ist, muss das nicht ständig leben müssen.
Wichtig wäre mir, mit ihm abzuklären, wie genau es sich bei ihm verhält und ob es ein Geschlecht gibt, zu dem er "mehr" tendiert.
Ich hatte vor einigen Jahren mal eine kurze Beziehung mit einem Mann, der mir auch erzählte, bisexuell zu sein. Ich fand das nicht schlimm, aus eben jenem Grund, dass ich dachte, gut, er muss es ja nicht ausleben, während wir zusammen sind.

Es stellte sich allerdings heraus, dass er nahezu unfähig war, Sex mit einer Frau (in diesem Fall: mit mir) zu haben. Meinen Verdacht, er sei eigentlich schwul, stritt er zunächst vehement ab, er brauche "bei Frauen nur mehr Zeit".
Irgendwann erzählte er dann aber, dass er seit mehreren Jahren erfolglos in Therapie sei, um sich das "Schwulsein" abzutrainieren (während sein Therapeut permanent versuchte, ihm nahezubringen, seine Homosexualität zu akzeptieren) - weil er einfach sehr gern eine Familie hätte und sich in der gesellschaftlichen Rolle eines schwulen Mannes einfach nicht wohl fühle, berufliche Einschränkungen befürchte usw.
Zudem stand ich dann zufällig mit einer Freundin im Auto an einer Verkehrsampel direkt vor der bekanntesten Schwulensauna der Stadt (inkl. Darkroom & Co), als mein damaliger Partner unmittelbar in diesem Moment (was für ein Zufall!) rauskam, mit nassen Haaren.

Wir haben uns dann in aller Freundschaft getrennt und er ist heute endlich glücklich mit einem Mann zusammen.

Tendentiell ist Promiskuität in Schwulenkreisen stärker verbreitet als in Heterosexuellen.
Insofern würde ich abklären, wo genau er da steht und wie er dazu steht und hoffen, dass er ehrlich antwortet.

Eine Kollegin ist mit einem bisexuellen Mann verheiratet, sie führen eine tolle Ehe und haben eine Tochter - und er ist hingegen (offenbar) niemals fremdgegangen und konnte mit ihr Sex haben. Allerdings hat er sich nach 10 Ehejahren in einen Mann verliebt. Sowas kann allerdings natürlich genauso passieren, wenn jemand heterosexuell ist.

was ich damit sagen will: bei allen Menschen, die ich kenne, die bisexuell sind, tendieren sie eigentlich stärker zu einem von beiden Geschlechtern, es war niemals 50/50.
 
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  • #14
AW: Bisexualität

@Fenster_zum_Hof
Es tut mir leid, dass Du auf diese Weise sein Coming-Out begleiten musstest. Das war sicher ein schmerzhaftes Erlebnis.
Der Begriff "bisexuell" wird für einen großen Spielraum an emotionalen-sexuellen Empfindungen verwendet. Auch Menschen, die gelegentlich gern sexuellen Umgang mit dem eigenen/anderen Geschlecht haben (Stichwort "flotter Dreier"), um ihr erotisches Leben zu bereichern, zählen sich oft dazu, obwohl sie eine wirklich tiefe emotionale Bindung nur mit dem jeweils entgegengesetzten Geschlecht eingehen können.
Man kann nur darauf vertrauen, dass die Menschen hier wirklich nach dem suchen, was sie angeben, genauso, wie man auch nur darauf vertrauen kann, dass in einer als monogam vereinbarten Beziehung wirklich beide monogam sein wollen.
Es hat keinen Sinn, jemanden nach der prozentualen Verteilung seines Begehrens zu fragen. Das weiß der/diejenige auch vermutlich nicht.
Man darf auch nicht vergessen, dass sogenannte Heterosexuelle und Homosexuelle auch eine Pozentuale Verteilung ihres Begehrens haben, die bei ihnen eben sehr nahe an dem einem Pol ist oder so wahrgenommen wird.
Wenn man weiß, dass sehr viele Menschen nach einer langjährigen heterosexuellen Beziehung mit Kindern irgendwann feststellen oder sich eingestehen, dass sie sich eigentlich mehr zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen und ihr Leben ändern (der umegekehrte Fall von homosexuellem zu heterosexuellem Empfinden ist seltener), dann relativiert sich auch die Angst vor denen, die sich von vornherein als bisexuell wahrnehmen. Diejenigen haben sich einfach schon besser kennengelernt.
 
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  • #15
AW: Bisexualität

Zitat von Fenster_zum_Hof:
Tendentiell ist Promiskuität in Schwulenkreisen stärker verbreitet als in Heterosexuellen.
Insofern würde ich abklären, wo genau er da steht und wie er dazu steht und hoffen, dass er ehrlich antwortet.
Das würde ich nicht unterschreiben. Promiskuität ist unter Schwulen weniger tabuisiert und wird zum Teil völlig offen gelebt, d.h., es wird nicht automatisch Monogamie angenommen, wie unsere Kultur das in heterosexuellen Beziehungen vorgibt.

Aber die Prostitution floriert (und da sind nicht "nur" Singles...), und auf eine weniger anspruchsvollen Partnerschaftsbörse wurde ich in den ersten Minuten bereits von Angeboten gebundener Männer überhäuft.

Wohin ich auch schaue - Affären und regelmäßige außerpartnerschaftliche sexuelle Aktivitäten sind die Norm. Der Freund, der (und ihm glaube ich aufs Wort) seine Frau in 25 Jahren niemals betrogen hat, ist die große Ausnahme.
 
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