_Isabella_

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  • #1

Bin ich das in 20 Jahren?

Hallo liebes Forum

Vor kurzem habe ich eine liebe Frau mittleren Alters kennengelernt. Sie ist kommunikativ, aufgeschlossen und freundlich. Als wir uns unterhalten haben, hat sie mir erzählt, dass sie sich zwar eine Familie gewünscht hatte, aber es sich nie ergeben hat. Sie sei seit Jahren allein und fühle sich oft einsam... Als sie mir das erzählt hat tat sie mir ungeheuer leid. Ich bin seit einiger Zeit single und oft gern. Aber manchmal habe ich Zweifel, ob es überhaupt jemanden gibt, der zu mir passt - und wenn es dann jemanden gäbe, dass er mich nach Jahren der Ehe verlassen oder betrügen würde... und wozu wäre denn das Ganze gut gewesen? Mittlerweile heiraten meine Freunde und kriegen Babys, was ich sehr schön finde. Aber ich frage mich auch oft, wieso ausgerechnet ich noch niemanden gefunden habe. Ich habe keine Selbstzweifel, weiss sehr wohl, was ich bin und kann und was nicht. Aber einen Partner zu finden hat irgendwo auch sehr viel mit Glück/Schicksal/oder-wie-man-das-nennen-mag zu tun, oder? Und bei dieser Frau drängte sich mir regelrecht der Gedanke auf: Bin ich das in 20 Jahren?
 

anaj

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  • #2
AW: Bin ich das in 20 Jahren?

Zitat von _Isabella_:
... - und wenn es dann jemanden gäbe, dass er mich nach Jahren der Ehe verlassen oder betrügen würde... und wozu wäre denn das Ganze gut gewesen?

Warum soll man gleich vom Negativen ausgehen?! Man weiss nie was passiert und das ist doch eigentlich ganz gut so. Was kommt, das kommt. Man kann aber immer das Beste aus der jetzigen Situation machen - als Single oder in einer Partnerschaft.
 

Satjamira

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  • #3
AW: Bin ich das in 20 Jahren?

Liebe Isabelle,

was machst du dir Sorgen was in 20 Jahren ist, es kann bis dahin soviel geschehen,
vorausgesetzt du bist auch bereit Neues zu wagen, dich in andere Kreise zu begeben
und vielleicht dort jemanden kennen zu lernen.

Zu einem grossen Teil bestimmst du ja mit wie sich etwas entwickelt.

Manchmal glaube ich auch zu erkennen,so wie jemand selten mit seiner Figur
zufrieden ist, würde man auch mit er eigenen Situation nie rundum zufrieden sein
können oder eben doch.

Es gibt durchaus ein erfülltes Leben alleine oder ein unerfülltes Leben als Ehepartnerin.

Also beginne mit einem möglichst erfüllten Leben ohne Partner indem du die Offenheit
auch behälst einen in dein Leben hineinzulassen. Jemand der eine positive Ausstrahlung hat
zieht viel eher andere Menschen an, als jemand der traurig und deprimiert ist.
 

Marvin

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  • #4
AW: Bin ich das in 20 Jahren?

Bist du zufrieden als Single alles gut - Single sein hat auch seine Vorteile. Bist du Single weil du Zweifel hast jemanden zu finden der deinen Wünschen entspricht oder hast bedenken was die Stabilität eine Beziehung angeht sieht es anders aus. In dem Fall würde ich versuchen herrauszufinden was 'ich' wirklich will. Wen ich suche, was erwarte ich - wie stelle ich mir die Zukunft mit jemanden vor.

Jemanden passenden zu finden ist ein nerviger Prozess - ein Glücksspiel - mit ups and downs auf dem Weg. Das wird auch später nicht leichter werden - im Gegenteil. Dazu kommt das passiv darauf warten meist nicht funktionieren wird - dann must du wohl aktiv werden.
PS ist eine Möglichkeit ein solches 'Projekt' anzugehen. Was den möglichen Crash angeht - das hat mich u.a. auch lange abgeschreckt. Ich habe inzwischen Leute kennengelernt bei den beides geklappt hat - geht wohl doch irgendwie - vermutlich braucht es Glück dazu und Motivation auf beiden Seiten so etwas langfristig am Leben zu erhalten.
 

bayer

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  • #5
AW: Bin ich das in 20 Jahren?

Zitat von _Isabella_:
Aber ich frage mich auch oft, wieso ausgerechnet ich noch niemanden gefunden habe. Ich habe keine Selbstzweifel, weiss sehr wohl, was ich bin und kann und was nicht. Aber einen Partner zu finden hat irgendwo auch sehr viel mit Glück/Schicksal/oder-wie-man-das-nennen-mag zu tun, oder? Und bei dieser Frau drängte sich mir regelrecht der Gedanke auf: Bin ich das in 20 Jahren?

Hallo Isabella,

ich kann Deine Gedanken sehr gut verstehen und immer mal wieder (denn das wechselt auch) geht es mir ähnlich wie Dir. Meines Erachtens hat die Partnersuche wirklich viel mit Glück zu tun, aber auch mit viel Engagement. Glück kann keiner beeinflussen, aber mit Engagement kann man ihm auf die Sprünge helfen. Fehlt nur noch das Dritte im Bunde: Geduld.

Zitat von _Isabella_:
Aber manchmal habe ich Zweifel, ob es überhaupt jemanden gibt, der zu mir passt - und wenn es dann jemanden gäbe, dass er mich nach Jahren der Ehe verlassen oder betrügen würde... und wozu wäre denn das Ganze gut gewesen?

Hier stimme ich nicht mit Dir überein. Es gibt keine Garantie. Jeder, der in seinem Leben die Liebe kennengelernt hat, weiß, dass sie es wert ist, alles dafür zu geben. Sich nicht auf die Liebe einlassen, nur weil man verletzt werden könnte, zeugt von Feigheit.
 

Freitag

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  • #6
AW: Bin ich das in 20 Jahren?

Zitat von bayer:
. Sich nicht auf die Liebe einlassen, nur weil man verletzt werden könnte, zeugt von Feigheit.
ich finde es vermessen von dir das mit einem so negativ besetzten begriff wie feigheit zu betiteln. meiner meinung hat das weniger mit mut zu tun sondern mit selbstschutz.
manche sind zu labil und nicht stark genug um (noch mehr) verletzungen verkraften zu können.
 

No_Kitty

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  • #7
AW: Bin ich das in 20 Jahren?

Isabella - was ist dein Ziel heute, was ist heute dein Wunsch? Du sagst, dass du weisst, was du bist, trotzdem bringt dich die Begegnung in Unruhe?

Ist das, was du tust, das, was du willst?

Dann wirst du auch in 20 Jahren kein Problem haben deine heutigen Entscheidungen zu akzeptieren. Du bist dir bewusst, dass du nicht heutige Entscheidungen mit einem zukünftigen Wissen treffen kannst.

Dein Umfeld heiratet und gründet Familien - ok, das ist ihre Entscheidung - bist du deswegen weniger Teil ihres Lebens oder sie weniger Teil deines? Alles verändert sich, manche Veränderungen sind uns sehr schnell bewusst, manche sind so minimal, dass es uns erst viel später auffällt.
Du wirst mit den Konsequenzen deines Handelns leben, ob nur du oder noch andere Menschen (Kinder insbesondere) ist auch eine wichtige Entscheidung. Aber suche nicht nach dem, was andere haben, wenn es nicht das ist, was du willst.
Frage dich, ob du einen Mensch zum Leben teilen haben möchtest, oder nur jemanden, weil alle anderen auch so jemanden haben.

Du bist so, wie du bist, gut genug. Du musst niemandem irgendetwas beweisen.

Zwanghafte Suche halte ich genauso für falsch wie selbst auferlegte Eremitage, weil es ja so wie so niemanden gibt, bei dem es passt.

Wenn du bereit bist dich anzunehmen, dann wirst du auch jemandem begegnen, der dich eben so annehmen kann.

Geduld, Ruhe, Atmen nicht vergessen.

Ich wünsche dir einen entspannten Umgang mit dir selbst. Und nicht, dass andere Menschen, die mit sich nicht im Reinen sind, bei dir E.Scrooge Gedanken auslösen.

No_Kitty
 

Mentalista

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  • #8
AW: Bin ich das in 20 Jahren?

Zitat von bayer:
Sich nicht auf die Liebe einlassen, nur weil man verletzt werden könnte, zeugt von Feigheit.

Finde ich ein bissle abwertend, ich denke, dass kann auch was mit Angst, Selbstschutz, Kosten-Nutzen Abwägung, Vernunft, andere Prioritäten zu tun haben.

Denn es geht ja nicht nur um das Gefühl Liebe, denn durch die Liebe ist schon viel Unglück passiert und nachfolgende Generationen traumatsiert wurden. Wie z.B. Ehefrauen mit bzw. ohne Kinder von dem Noch-Ehemann umgebracht, verbrannt, erstochen wie auch immer wurde, nur weil sie nicht mehr wollte, aber er aus Liebe das nicht ertragen konnte und so diese Straftat begann. Die betroffenen Kinder und der Rest der Familie, auch die des Täers, sind für ihr Leben lang gezeichnet.
 
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  • #9
AW: Bin ich das in 20 Jahren?

Zitat von Mentalista:
Wie z.B. Ehefrauen mit bzw. ohne Kinder von dem Noch-Ehemann umgebracht, verbrannt, erstochen wie auch immer wurde, nur weil sie nicht mehr wollte, aber er aus Liebe das nicht ertragen konnte
Ganz offensichtlich verwechselst du hier Eifersucht mit Liebe.
 
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winzling_geloescht

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  • #10
AW: Bin ich das in 20 Jahren?

Zitat von Mentalista:
Finde ich ein bissle abwertend, ich denke, dass kann auch was mit [...] Kosten-Nutzen Abwägung [...] zu tun haben.

Darauf muss jemand erst mal kommen, wenn es um Liebe und Partnerschaft geht.

Zitat von Mentalista:
Denn es geht ja nicht nur um das Gefühl Liebe, denn durch die Liebe ist schon viel Unglück passiert und nachfolgende Generationen traumatsiert wurden. Wie z.B. Ehefrauen mit bzw. ohne Kinder von dem Noch-Ehemann umgebracht, verbrannt, erstochen wie auch immer wurde, nur weil sie nicht mehr wollte, aber er aus Liebe das nicht ertragen konnte und so diese Straftat begann. Die betroffenen Kinder und der Rest der Familie, auch die des Täers, sind für ihr Leben lang gezeichnet.

Eben. Passiert ja ständig mit den Männern. Die machen das ja alle so. Frau will nicht mehr und zack, isse tot. Am besten, man lässt die Finger davon. Zu gefährlich, man weiß ja nie, was Männer so vorhaben und traut am besten keinem mehr über'n Weg.